28. Juni 2017

Monatsrückblick...

...der Juni, das Wetter im Wandel - 

beziehungsweise verrückt alles in der Natur.

Aus meinem kunterbunten Alltag berichtet


Was [emp]fand ich im Juni?


Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,

zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick bei Birgitt.

Verschiedenes steht ohnehin in den einzelnen Posts für den Monat Juni, was jedoch in keinem
Post zu finden war, erzähle ich noch nebenbei hier zum Monatsrückblick.


Die herrliche Kornblume folgt der Aktion von Ghislana

Der-Natur-Donnerstag

Hier finden sich weitere wundervolle Bilder und Posts.


Klimawandel

Der Nachtigallen Lied verklungen,
wo Blüte war, reift nun die Frucht.
Dort, wo nur Amseln hell gesungen,
sind Mauersegler eingedrungen,
Insekten jagend in die Flucht.

Früh ward verdrängt des Frühlings Milde,
denn Sonne brennt vom Firmament.
Von lindem Grün im Maienbilde
haben die Bäume im Gefilde
sich Anfang Juni schon getrennt.

Was sonst Augusts Hochsommertage
so heiß und trocken hielten vor,
stellt uns schon jetzt die bange Frage
wie man des Waldbrands böser Plage
nachhaltig wehre vor dem Tor.

Wir müssen nun wohl Zeugen werden,
erfahren Klimaänderung,
weil, dümmer als der Schafe Herden,
wir unsren Lebensraum auf Erden
zerstören ohne Besserung.

© Ingrid Herta Drewing, 2017




Mein Juni.

Der Abstand zur Reha vergrößert sich, der Alltag kehrt ein   + + + Anfang des Monats stand ein Treffen mit den Freundinnen auf dem Kalender eingetragen: Es gab einiges zu berichten!   + + +  Das Treffen fand in der Stadtmitte in einem Hotel statt, wo wir gemeinsam einen samstäglichen Brunch genossen.   + + +  Hingegen sonstiger Gepflogenheiten fuhr ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, lief ein Stückchen durch die Stadt    + + +  Planungen für den Juli.


Hitzewelle

Der Juni trägt schon High Heels, heiß gelenkt.
Hochsommer brennt sich ein;die grünen Fluren,
sie werden von der Hitze fast versengt.
Gewitterschwüle trübt die Sonnenuhren.

So mancher, der sich unlängst noch gesehnt
nach Sonnenlicht und warmen, hellen Tagen,
übt jetzt Verzicht und matt im Schatten lehnt,
empfindet dieses Wetter nur als Plage.

Mal heiß und trocken, dann ein Sintflut-Regen,
der Haus und Habe, Menschen bringt in Not.
Des Klimawandels Boten sind zugegen;
von Jahr zu Jahr das Wetter schlimmer droht.

Das sollte Ignoranten doch belehren,
damit sie sich zum Klimaschutz bekehren.

© Ingrid Herta Drewing,2014
Mein herzlichstes Dankeschön,
 liebe Lyrikfreundin für diese Gedichte.
  Der Titel ist auf die Webseite von  Dichterei verlinkt,
 dort findet man weitere herrliche Gedichte!



Mein vhs-Kurs Modern Lettering im Stil von Hundertwasser fand Anklang,
machte - trotz der großen Hitze draußen und im Atelier -  allen großen Spaß. Es ist, in aller Bescheidenheit, ein Kurs den ich selbst gebe. Dessen Konzept deutschlandweit einmalig ist!   + + +  Daneben laufende Besuche in diversen Arztpraxen; das Durchstechen des Trommelfells und Kontrolle - verbunden mit lästiger Warterei    + + +  Trockenheit im Garten, dem durch das Besprengen durch den Gartenschlauch nicht beizukommen war.



Der Alltag läuft weiter: Erste Interessenten meldeten sich aufgrund
meiner Anzeige. Auch eine sehr renommierte Grafikagentur, die am
Ammersee ihre Zelte aufgeschlagen hat. Und die ersten Gespräche stehen an.

Ich bin sehr gespannt, was sich daraus entwickelt.



So, nun bin ich schon neugierig gespannt auf die Bilder, die Collagen der
anderen Mitblogger zum Monatsrückblick.

Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun



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25. Juni 2017

Lesestoff...

...den ich, wie versprochen, vorstellen möchte!


Eine Autobiografie, die ich las. Meine persönliche Vorliebe bei Büchern
sind tatsächlich Biografien.
Es dreht sich um einen ganz besonderen Mann, der mich schon seit einer geraumen Weile
- sprich seit Jahrzehnten - beschäftigt, den ich stets bewunderte.

Nein, nur rein platonisch!

Ein Mann, den ich schon vor Jahrzehnten beim ersten hören und sehen faszinierend fand
und dessen Autobiografie ich nun gelesen habe.


Kurzweilig, eloquenter Lesestoff der mich zurückdenken lässt an die
vielen Fernsehauftritte des besagten Autors. Es ist die Rede von keinem geringeren
als Peter Scholl-Latour! Dem berühmten Journalisten und Publizisten.

Seine Sendungen verstand er, wie es nur wenige konnten, so spannend und interessant zu gestalten, vom Weltgeschehen zu erzählen, neutral zu bleiben, wie es von einem Ausandskorrespondenten erwartet wird, doch zugleich unverhohlen menschlich in Stimmfall und Mimik. Er gab stets das Bild von einem Gentleman, einem weltmännischen Globetrotter. Entsprechend verhält es sich im Buch, in seiner Autobiografie.


Mein bevorzugter Leseplatz...


...ein Beitrag für das Gartenglück, ein Projekt von
Loretta und Wolfgang, das ich sehr, sehr schön finde!








Und zum Beginn ein Satz vom Ende des Buches:
"Wenn die Geschichte Frankreichs uns eine Ehe mit Deutschland
auferlegt, so sei es denn!"
Es ist ein Auszug aus dem Kamingesprächs zwischen zwei alten
Männern, eine Szene vom 11. Dezember 1969 datiert...

...wie es aktueller am Zeitgeschehen nicht sein könnte!


Zu seinem 90. Geburtstag befragt: 
Wie werden Sie Ihren heutigen Ehrentag begehen? 
Peter Scholl-Latour: Mein Verlag hat eine kleine Feier organisiert.
In wenigen Tagen werde ich wieder verreisen, in den Tschad,
ich muss mal wieder raus...

Der Welterklärer

Geboren am 9. März 1924. Studium der Politikwissenschaft und Arabistik in Mainz, Paris und Beirut. Afrika-Korrespondent der ARD, Leiter der Pariser Büros von ARD und ZDF, WDR-Programmdirektor und Kurzzeit-Chefredakteur des "Stern". Er war in Gefangenschaft der Vietcong, trank Tee mit Gaddafi und besuchte Bundeswehrposten in Afghanistan im Spürpanzer. Ein anderes Buch des Bestseller-Autors trägt den Titel: "Die Welt aus den Fugen", Propyläen Verlag. Privat ist Scholl-Latour seit 1985 in zweiter Ehe mit Eva Schwinges verheiratet. Sein Sohn Roman ist Mediziner und lebt heute als Farmer in Neuseeland.
So liest sich entsprechend seine Biografie, zu der er gedrängt worden war und die leider unvollständig blieb. Er erzählt vom Internatsleben, seiner Familie und es fesselt. Genauso wie die unvergessliche Reise, die Scholl-Latour am 1. Februar 1978 unternahm, als er mit dem Ayatollah Chomeini von Paris nach Teheran flog – in dem Flugzeug, in dem sich auch dessen zumindest in groben Zügen ausgearbeitete neue Verfassung für den Iran befunden haben soll. Er hat Geschichte erlebt, er beschreibt es selbstverständlich im Buch, als wäre es das Normalste auf der Welt.

Er jedoch lebte (!) in der Geschichte, die wir in seinem Buch "Mein Leben"
bequem sitzend nachlesen können.

War er  nicht sogar selbst einmal Gefangener, wie zu erfahren ist. Doch keine herausgezogenen Einzelheiten, es empfiehlt sich das Buch selbst in die Hand zu nehmen!

In einem Nachruf las ich: Seine Urteile waren dabei oft von dem geprägt, was er selbst erlebt hatte, sie waren absolut, und damit immer wieder all jenen auch ein Dorn im Auge, die es hierzulande gerne etwas differenzierter gehabt hätten. Eine nicht kleine Schar vor allem von jüngeren Islamwissenschaftlern hat sich daher stets aufs Neue an Scholl-Latour abgearbeitet. Doch einen Bogen um ihm zu machen – das konnte sich niemand leisten.

Mit anderen Worten, er war wie ein Fels in der Brandung, wenn Peter Scholl-Latour sich eine Meinung gebildet hatte. Und er war durch seine dauernden Auslandsaufenthalte prädestiniert wie kein anderer.

Ein Buch, das ich mit großer Begeisterung empfehlen kann!


Ein zweiter Beitrag zum Samstagsplausch!

Habt es fein, ich wünsche einen schönen Sonntag
und sende liebe Grüßle

Heidrun



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23. Juni 2017

Sinn und Unsinn...

...liegen oft dicht neben einander.

Mein Beitrag zum Samstagsplausch, den ich wieder beleben wollte!

"Sanft ist unser Geschmack", lese ich im Überholen eines Lastwagens.
Sanft? Ein Geschmack?
Ein verbaler Ausrutscher der Werbeindustrie, in meinen Augen.
Doch, es wird dem Verbraucher so viel Unsinn aufs Auge gedrückt,
dass ich  - kurz - darüber schreibe...

...wichtig ist es nicht. Oder?! Vielleicht sagt es etwas über unsere Wortkultur aus.
Im Autoradio parallel dazu läuft die Lesart auf Deutschlandfunk Kultur, auf meinem bevorzugten
Radiosender. Es wird über die Zeit von 1967 berichtet, dem sogenannten Prager Frühling.
Und das beschäftigt mich eindeutig mehr.
Ich denke zurück. Wo war ich damals?
1967 war ich Kind in München, das sich mir bourgeois und spießig darstellte.

Und ich verspürte den Drang dem zu entfliehen!

Mit grünem Nagellack ein wenig später, dem kürzesten Minirock, den
steilsten Hotpants und hohen Plateausohlen.

Was ist geblieben?!

Frage ich mich dieser Tage!



Was blieb von meiner verpassten Reha?

Es kristallisiert sich nämlich gerade jetzt in der aufgezwungenen Ruhe heraus: Die Erlebnisse der Reha zu verarbeiten. Meine Ohren sind übrigens nach wie vor taub und ich nehme wieder andere Medikamente ein. Ein weiterer Umstand, der zum Innehalten mahnt. Muss ich eventuell sogar froh sein, um die schicksalhafte auferlegte Pause, die gleich einer Weichenstellung eine Abzweigung, neue Wege in meinem Leben fördert und fordert!? Ich bin mehr und mehr versucht es so zu sehen.

Sanft ist das Leben nicht,
es schüttelt mich kräftig durch.
Umso intensiver spüre ich mein Leben!
Ich lebe!


Genauso wie es in der Fotografie durch die Kameratechnik bei jeder Aufnahme passiert, sollte ich selbst im Dasein fokussieren, worauf ich mein Augenmerk scharf einstelle. Ich zog diese Parallelen längst, es ist tatsächlich keine neue Erkenntnis für mich - doch ich rufe sie aktuell erneut und sehr bewusst in mein Gedächtnis. Sanft ist unser Geschmack - den Sinn vom Unsinn zu trennen.

Was ist Unsinn? Wer bestimmt, was Sinn macht?






Wie interessant sinnierte ich dieser Tage beim Zusammenstellen des Posts,

da die monatliche Herausforderung von Paleica für den Juni wie folgt lautet:

Don’t!

Ich zitiere auszugsweise:
Gut, das allein ist nicht sehr aussagekräftig. Der Begriff beschreibt folgendes:
Es gibt „Regeln“ und „Ratschläge“, worauf man bei einem „guten“ Foto achten
sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn!

Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines
dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um.
Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind
für euch dennoch gelungene Bilder?

Das Gesetz, das ich am liebsten breche, ist das mit dem Gegenlicht.

„Fotografiere immer mit der Sonne im Rücken“. Bullshit!



Bei mir ist's die Unschärfe!

Das nebulöse, geheimnisvolle im Gegensatz zu den sonst gestochen scharfen Aufnahmen, die sich jeder wünscht. Die träumerische Unschärfe, die mich persönlich begeistert und die ich hier anhand einiger Bilder zeige.

Es sind im Übrigen Aufnahmen aus meinem Krankenzimmer,
gerade als die Grippe bei mir ausgebrochen war.
Bilder von einem wundervollen Wiesenblumenstrauß, den mir
eine sehr liebe Mitpatientin dieser Rehazeit gebracht hatte.
Den Strauß, den ich etliche Tage vor Augen hatte, der ein
wenig Trost spendete. Trost, den mir auch alle anderen aus
meiner Rehagruppen entgegengebracht hatten mit kurzen
Besuchen, mit Süßigkeiten und lieben Worten.

Und ich war und bin sehr dankbar dafür!










Zitat.

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr
gerne besuchte Aktion.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere Blogger, 
die sich mit dem Thema beschäftigt haben.





Habt es fein, ich wünsche ein schönes Wochenende
und sende liebe Grüßle

Heidrun



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17. Juni 2017

Augenblicke...

...aus meiner Reha-Zeit - und aktuell.

Ruhe verlangt der Körper und ich versuche es - für meine Verhältnisse entsprechend - umzusetzen.
Zweimal ist in der Woche ist Physiotherapie angesagt. Ich gucke Grace & Frankie an und amüsiere mich sehr über die unorthodoxe Lebensweise der beiden Freundinnen.
Die Titelrollen spielen Jane Fonda und Lily Tomlin. Einfach köstlich!

Lese meine Bücher, davon demnächst mehr...

Und bereite einen mehrere Kurse vor: Einmal Modern Lettering für die vhs Augsburg und
einen weiteren Kurs für die Thierhauptener Mühle, meine Papierwerkstatt.
Aber alles ganz
entspannt.

Mein Beitrag zum Samstagsplausch, den ich längst einmal wieder beleben wollte!

 Der Starnberger See.

Was obligatorisch dazugehört, sind ein paar Zeilen rund um den Starnberger See
selbst, der mir aus meinen Kindertagen - ich wuchs in München auf - bestens bekannt ist als
damaliges Ausflugsziel und von schulischen Ausflügen. Der See sollte in den Posts rund um meine
dortige Reha nicht zu kurz kommen erwähnt zu sein und metaphorisch nicht untergehen...
Der Starnberger See (bis 1962: Würmsee) ist ein See in Bayern, 25 Kilometer
südwestlich von München. Der See ist nach dem Bodensee, der Müritz, dem
Chiemsee und dem Schweriner See der fünftgrößte See Deutschlands, aufgrund
seiner großen Durchschnittstiefe jedoch der zweit-wasserreichste.

"Die Einheimischen sagen,
um länger zu leben,
muss man in den See waten
und einen kräftigen Schluck trinken."


Das Gebiet des Sees ist ein gemeindefreies Gebiet im Landkreis Starnberg.
Der See ist Eigentum des Freistaates Bayern, für dessen Verwaltung die Bayerische
Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zuständig ist.

Über Bayern hinaus bekannt geworden ist der See auch durch den
skandalumwitterten Tod König Ludwigs II. 1886 durch Ertrinken. An dieses
Ereignis erinnern noch heute eine Votivkapelle und ein Holzkreuz im See nahe
der Sterbestelle in Berg.


Die frühesten Namensnennungen des Sees als Uuirmseo findet man in einem
Dokument von 818, das sich auf Holzhausen am Würmsee bezieht. Später
wurde daraus Wirmsee, so bereits in einer frühen Quelle aus der Zeit Kaiser Ludwigs des Bayern (1314–1347). Der Name leitet sich ab von dem Fluss Wirm (heute Würm), der bei Starnberg als einziger Fluss aus dem See fließt. Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Schreibweise der beiden Gewässer dann zu Würm sowie Würmsee.

Erst seit 1962 heißt der See offiziell Starnberger See, diese Bezeichnung begann sich ab dem Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr
durchzusetzen, als der See durch den Bau einer Eisenbahnlinie vom ehemaligen
„Starnberger Flügelbahnhof“ im Hauptbahnhof München aus nach Starnberg für
eine große Zahl von Städtern als Ausflugsziel erreichbar wurde.

Der See trägt auch den Beinamen Fürstensee.

Quelle: Wikipedia








Zitat.

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr
gerne besuchte Aktion.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere Blogger, 
die sich mit dem Thema beschäftigt haben.






Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, 
als ob es jetzt in breitern Ufern ginge.

Immer verwandter werden mir die Dinge 
und alle Bilder immer angeschauter.

Dem Namenlosen fühl ich mich vertrauter: 
Mit meinen Sinnen, wie mit Vögeln, reiche 
ich in die windigen Himmel aus der Eiche, 
und in den abgebrochnen Tag der Teiche 
sinkt, wie auf Fischen stehend, mein Gefühl.


(1875 - 1926), René Karl Wilhelm Johann Josef Maria, österreichischer Erzähler und Lyriker
Quelle: Rilke, Die Gedichte. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 1986.
Das Buch der Bilder, 1902, 1905

















Der Karpfenwinkel.

Ein Kleinod, ein Naturschutzgebiet ist der sogenannte Karpfenwinkel, der
sich im Norden auf dem Klinik- und Parkgelände Höhenried befindet. Hier
sind geschützte Laichplätze.









Auf dem Rückweg vom Karpfenwinkel entdeckte meine neugewonnene
Freundin Uta noch eine kleine Maus...











Habt es fein, ich wünsche ein schönes Wochenende
und sende liebe Grüßle

Heidrun



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14. Juni 2017

Die erste Woche...

...wieder zuhause.

Fünf Wochen durfte ich am Starnberger See in Höhenried auf Reha
verbringen, mit vielen Eindrücken, Impulsen und neuen Freundschaften kehrte
ich zurück in mein Heim. Wie erwähnt: Der ersehnte Erfolg blieb mir verwehrt,
schlug doch die Grippe mit heftigen Fieber genau zur Hälfte der Reha-Zeit zu,
als sich positive Ergebnisse anbahnen sollten.

Dumm gelaufen möchte man lapidar rufen. In Anbetracht dessen, da nur alle
vier Jahre einer Reha vom Rententräger zugestimmt wird, relativiert sich
meine Chance auf gesundheitliche Verbesserung gen Null.

Wann hattet ihr zuletzt das Gefühl ein angepeiltes Ziel verpasst zu haben?
Aus welchem Grund auch immer...




Dann der nächste Termin: Der Gang zum HNO! Leider bin ich immer noch
vollkommen taub auf dem rechten Ohr - eine Begleiterscheinung meiner
Grippe, die Taubheit die sich hartnäckig hält und nicht von selbst abzuklingen
scheint. Die HNO-Praxis spricht von einem Belüftungsproblem, es musste
geschnitten werden. Zusätzlich Medikamente u. a. Cortisontropfen.

Eine bittere Pille...

...davon genug, ein Schlussstrich muss gezogen werden.

Es gilt den Blick gezielt nach vorne zu richten. Und ich, d.h. mein Mann und ich, wir schmieden einmal mehr Pläne. Einerseits muss sich beruflich für mich etwas
ändern. Ich wurde nämlich arbeitsunfähig von der Reha entlassen, was auf den
Allgemeinzustand hinweist. Trotzdem, wir sind auf meinen zusätzlichen
Verdienst angewiesen. Jetzt heißt es klug zu taktieren.

Als erstes annoncierte ich meinen neuen (alten) Berufswunsch:
Leidenschaftliche Aufgaben in 450€-Umgebung gesucht! Biete das
Know-How zu Grafik & Layout mit InDesign, PhotoShop, Illustrator auf dem Mac, Unix- oder Windows und suche vormittäglichen Nebenjob.

Das wäre also mein erster Schritt!
Das wäre doch gelacht, wenn sich da nichts finden ließe.


Im Park von Höhenried - Blickrichtung Karpfenwinkel


Im Park von Höhenried - Weg zum Schloss



Auf die Beschaffenheit des Tages selbst zu wirken,
das ist die höchste Kunst.


(1817 - 1862), US-amer. Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker


Im Park von Höhenried



Das Schicksal des Menschen wird durch die Weise bestimmt,
in welcher er sich selbst zu betrachten fähig ist.

(1817 - 1862), US-amer. Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker






Parallel dazu verhaltene Bewegung, denn alles - wirklich alles - ist
für mich anstrengend.

Und trotzdem gerade deswegen ist Bewegung notwendig.


Im Park von Höhenried

Sonntag


Im Osten blinzelt Sonne ins Gelände,

ein Sommertag erwacht mit blauem Blick.

Der Sonntag ruht noch sanft und hält die Hände,

die sonst geschäftigen,nun fromm zurück.


Vom Turm der Kirche läuten hell die Glocken,

und mancher Schläfer wünschte sie gern fern.

Doch Gläubigen gefällt’s; wie ein Frohlocken

der Engel, ruft es sie zum Haus des Herrn.


Ermuntert, in Bewegung jetzt geraten,

spaziert man durch den Park; des Sonntags Ruh‘

tut gut nach einer Woche Arbeit, Taten.

Man kommt zu sich und hört der Seele zu.


Und selbst dem Atheisten es beliebt,

dass es den siebten Tag, den Sonntag gibt.

© Ingrid Herta Drewing, 2016

Mein herzlichstes Dankeschön,
 liebe Lyrikfreundin für dieses schöne Gedicht.
  
  Der Titel ist auf die Webseite von  Dichterei verlinkt,
 dort findet man weitere herrliche Gedichte!



Ausblick aus meinem - ehemaligen - Krankenzimmer


Auch in unserem Vorruhestand gibt es Sonntage, die Wochentage dagegen sind
ja nach wie vor mit einzelnen Arbeitstagen durchsetzt.


Habt es alle fein und herzliche Grüßle,
ich wünsche allen einen wundervollen Wochenteiler

Heidrun


Verlinkt mit  Image-Ing und