25. Februar 2017

Jau, Jau, Alaaf und Helau...

...die fünfte Jahreszeit tobt durch die Lande.

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WednesdayAroundTheWorld

Alaaf und Helau – 

„Karneval heißt fröhliches Zusammensein, egal wo man herkommt“

Nachgelesen: Seit 2014 ist der „Rheinische Karneval mit all seinen lokalen Varianten“ im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Für die Menschen im Rheinland geht der Karneval mit einem besonderen Lebensgefühl einher: Er schafft Freude, stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaft und lässt die Menschen den Ernst des Alltags vergessen.

Nicht jeder ist für den Fasching zu begeistern. Mein Schatz und ich verzichten auf die Tollerei.
Jedoch die eine oder andere Büttenrede im Fernsehen darf es wohl sein...





Karneval

Auch uns, in Ehren sei's gesagt, 
hat einst der Karneval behagt, 
besonders und zu allermeist 
in einer Stadt, die München heißt.

Wie reizend fand man dazumal 
ein menschenwarmes Festlokal, 
wie fleißig wurde über Nacht 
das Glas gefüllt und leer gemacht, 
und gingen wir im Schnee nach Haus, 
war grad die frühe Messe aus, 
dann können gleich die frömmsten Frau'n 
sich negativ an uns erbau'n.

Die Zeit verging, das Alter kam, 
wir wurden sittsam, wurden zahm. 
nun sehn wir zwar noch ziemlich gern 
die Sach' uns an, doch nur von fern 
(Ein Auge zu, Mundwinkel schief) 
durchs umgekehrte Perspektiv.

Wilhelm Busch




Zitat.

ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr gerne besuchte Aktion. 
Ein schönes Projekt von Novabei ihr findet man weitere tolle ZiBs.

Der Narr

Er war nicht unbegabt. Die Geisteskräfte
genügten für die laufenden Geschäfte.
Nur hat er die Marotte,
er sei der Papst. Dies sagt er oft und gern
für jedermann zum Ärgernis und Spotte,
bis sie zuletzt ins Narrenhaus ihn sperr'n.

Ein guter Freund, der ihn daselbst besuchte,
fand ihn höchst aufgeregt. Er fluchte:
Zum Kuckuck, das ist doch zu dumm.
Ich soll ein Narr sein und weiß nicht warum.

Ja, sprach der Freund, so sind die Leute.
Man hat an einem Papst genug.
Du bist der zweite.
Das eben kann man nicht vertragen.
Hör zu, ich will dir mal was sagen:
Wer schweigt, ist klug.

Der Narr verstummt, als ob er überlege.
Der gute Freund ging leise seiner Wege.

Und schau, nach vierzehn Tagen grade
da traf er ihn schon auf der Promenade.

Ei, rief der Freund, wo kommst du her?
bist du denn jetzt der Papst nicht mehr?

Freund, sprach der Narr und lächelt schlau,
Du scheinst zur Neugier sehr geneigt.
Das, was wir sind, weiß ich genau.
wir alle haben unsern Sparren,
doch sagen tun es nur die Narren.
Der Weise schweigt.


(1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
Quelle: Busch, Gedichte. Zu guter Letzt, 1904




Na, dann: Alaaf und Helau...

...ein fröhlich-lustiges Faschingswochenende

wünscht,

Heidrun

17. Februar 2017

Zufällig...

...passiert das Leben!

Zu̱·fall
[der] Substantiv
ein Ereignis, das so nicht geplant oder erwartet war.
Man spricht von einem glücklichen oder auch unglücklichen Zufall.



Den letzten Samstag las ich - wie zumeist - die verschiedenen Zitate
und auch die vielen Kommentare, die ausgetauscht worden waren.
All` die interessanten, nachdenkenswerten, schönen und lehrreichen
Aussprüche, gleichermaßen die dazugesellten Bilder. Keine Ahnung
weshalb, sie schienen diesmal besonders intensiv und ergreifend.

Kann das Zufall sein!?

Liegt es etwa an den unruhigen Zeiten, die wir alle ahnen und spüren?

Oder erlag ich meiner Einbildung?

Ist's das sehnsüchtige Streben nach Harmonie, nach Glück, Freude und Frieden - es mag so viel dahinter stecken oder auch nicht. Mir hat diese Abfolge der Zibs auf jedem Fall gut gefallen und gut getan. Und daher schicke ich liebe Gedanken in alle Himmelsrichtungen, an diese nette Gruppe, die Freunde der Bilder mit bemerkenswerten Worten, Versen oder auch eignen Gedanken in einem Satz zusammengefasst.


Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse,
die einen Sinn haben.

Diogenes von Sinope
(um 400 - 323 v. Chr.), altgriechischer Philosoph und Satiriker


Archivbild vom 08. Februar 2014


Den Zufall bändige zum Glück.

(1749 - 1832), bedeutendster deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Quelle: Goethe, Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott und Welt. Die Weisen und die Leute, Epikur




Einer bewussten Frage - von einer sehr netten Mitbloggerin - folgend: Erklärte ich, dass meiner Ansicht nach die Begegnungen mit beeindruckenden Menschen schicksalhaft meine Lebenswege kreuzten. Es sind mitunter Mann oder Frau, denen man nur einmalig gegenüber steht, die dennoch eine strahlende Spur hinterlassen - die beflügelt - so ging es mir immer und immer wieder in meinem Leben. Das ist dann auch der Grund, da ich mich dem Lebensgefüge, diesem Muster anvertraue: Es dem Zufall überlasse.

Zufällig entdeckte ich ein Rezept: Das Zubereiten des sogenannten Hermannteigs. Es ist prinzipiell ein Hefeteig, der mehrere Tage hintereinander "gefüttert" wird.

Zufällig dachte ich wieder einmal an einen Freund der Kindertage und schrieb im ein eMail, bekam zwei Tage später Antwort. Der Kontakt besteht weiterhin... Wie er jedoch erneut auflebte postete ich hier  und hier - wen es interessiert. 

...und ebenfalls zufällig stolperte beziehungsweise fand ich beim Durchblättern meiner Zeitschrift eine gestickte Dirndl-Briefmarke *Klick - YouTube-Video.
Wer braucht so etwas!? Niedlich anzusehen allemal...



...weitere Fassaden und Fenster für die Aktion von Paleica...

Der Post wird verlinkt mit Paleica, die das Motto im Februar ausgelobt hat:

Fenster & Fassaden




Ein CT-Termin führte mich am Donnerstag in die Stadt. Den Wagen parkte ich auf dem Plärrergelände und lief bzw. humpelte den Klinkerberg hinauf.




Vorne linker Hand spitzt bereits das Curt-Frenzel-Stadion durch die Bäume.








T - in die neue Woche ruft Nova













I love Augsburg

Eine Liebeserklärung - zufällig - aufgefangen...



Nun kann man das Eissportstadion ein wenig besser erkennen...



1878 erfolgte der Bau von Schwimmeisbahnen durch den Eislauf-Verein Augsburger EV im so genannten „Schleifgraben“. Ab 1936 wurden die Eisbahnen durch die Stadt Augsburg zu einem Natureisstadion ausgebaut und schließlich am 5. Januar 1938 eröffnet. Die Zuschauerränge bestanden damals noch aus Erdwällen, deren Steh-Stufen durch Holzbohlen befestigt wurden und boten bis zu 3.000 Zuschauern Platz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion durch Bomben fast vollständig zerstört, sodass der Spielbetrieb 1944 eingestellt werden musste. 1945 erfolgte die Wiederinbetriebnahme durch den HC Augsburg, die HCA „Yellow Tigers“. Zunächst wurden die Spiele noch auswärts ausgetragen. 1947 war das Stadion am Schleifgraben wieder in Betrieb, jetzt auch mit hölzernen Banden. Die Spielstätte wurde immer noch mit Natureis betrieben, dessen Haltbarkeit für ein komplettes Spiel ein witterungsbedingtes Risiko darstellte.

Der Namensgeber Curt Frenzel war Verleger der Augsburger Allgemeinen Zeitung, langjähriger Vorsitzender des Augsburger Eislaufvereins und Förderer der Eishockeysports in Augsburg.

Quelle: Wikipedia


Razz Fazz - lustige Reklame



Was weht da aus dem Fenster?


Ein Ausguck in luftiger Höhe!



Ein übrig gebliebenes Bäumchen von Weihnachten?!


Alles andere als prächtig!


Eiligen Schrittes wurde ich überholt...



Zitat...

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr gerne besuchte Aktion. 
Ein schönes Projekt von Novabei ihr findet man weitere Blogger,  
die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Ich bin nur einer deiner Ganzgeringen,
der in das Leben aus der Zelle sieht
und der, den Menschen ferner als den Dingen,
nicht wagt zu wägen, was geschieht.

Doch willst du mich vor deinem Angesicht,
aus dem sich dunkel deine Augen heben,
dann halte es für meine Hoffahrt nicht,
wenn ich dir sage: Keiner lebt sein Leben.

Zufälle sind die Menschen, Stimmen, Stücke,
Alltage, Ängste, viele kleine Glücke,
verkleidet schon als Kinder, eingemummt,
als Masken mündig, als Gesicht – verstummt.


(1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria,
österreichischer Erzähler und Lyriker


Quelle: Rilke, Die Gedichte. Insel Verlag, Frankfurt a.M. 1986. Das Stundenbuch.
Das Buch von der Pilgerschaft, 1901





Wieder zurück in den eigenen Vier-Wänden wartete bereits das kleine liebe
Gesichtchen: Fanny hat nämlich hier im Schuhschrank ihr Plätzchen zeitweise.

Wie das funktioniert?

Ganz einfach!

Sie blickt auf den Schrank, dann zu mir und wieder zum Schrank: Das
heißt für mich den Schuhschrank im untersten Fach ausräumen, damit
Madamchen einziehen kann...



Beide Bilder für die Aktion von Jaelle

Alles für die Katz.

Es ist einmal wieder so weit, dass ein Post rund um die kleinen

Lieblinge fällig wird — meine ich!

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte, kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen.

Einfach den eigenen Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.





Kein Valentinstag.

Abschließend: In dieser Woche bewusst den Valentinstag links und rechts liegen gelassen. Es ist so Sitte zwischen meinem Mann und mir und das ist in Ordnung.

Denn das Jahr läuft zweiundfünfzig Wochen lang, die wir gemeinsam am Tisch sitzen, zu Bett gehen und wieder aufstehen. Das Glück wie das Unglück teilen: So gibt's das kleine Ritual, da mir mein Mann den Espresso nach dem Mittagessen bringt - mit einem Stückchen Schokolade... ...wie ich andersherum ihm regelmäßig einen kleinen Liebesdienst erweise!


Alldieweil Lieb bei Lieb ist,
weiß Lieb nicht wie lieb Lieb ist;
wenn aber Lieb von Lieb scheidet, 
weiß lieb Lieb wohl, was lieb Lieb war.

Rainer Maria Rilke


...ein kleiner Blumengruß nach dem Essen am Mittwoch beim Lieblingsgriechen!
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Habt es fein und ein vergnügtes Wochenende,

mit oder ohne Fasching
wünscht,

Heidrun


10. Februar 2017

Die Kunst...

...die  mich beflügelt, befreit und auch
viel Arbeit mit sich bringt.

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mit FridayFlowers
WednesdayAroundTheWor
ld

Mal so dahin gesprochen...

Mitunter treibt es meine Gedanken in meinem Kopf gleich Schneeflocken durcheinander - wirbelnd,
stürmend oder auch schwebend - mit Leichtigkeit. Es fließt mit anderen Worten.
Und die Umsetzung ist ein regelrechter Genuss.

Manchmal auch geballt als Schneeball - um im vorigen bildhaften Ausdruck zu bleiben,
der dann auf dem Rücken meines Mannes landet?!
...übrigens, eine wahre Geschichte, die der  Schatz mir damals übel nahm und wir heute jedoch darüber lachen können.


Was einen am meisten beschäftigt, ist das,
wovon man am wenigsten spricht.
Was stets im Geist ist, ist fast nie auf den Lippen.
Paul Valéry (1871-1945), frz. Dichter



Frühling auf der Fensterbank in der Küche


Hier blühen die meinigen Frühlingslockboten zu meiner großen Erbauung.

Den hässlichen Topfrand verdecken geschickt die gesammelten Zapfen,
die ohnehin noch vorhanden...

Gedanken, die beim Frühstück kommen...
...während ich mein Müsli esse und das Rätsel in der Tageszeitung löse.

...Begleitung am Esstisch


Ich bin noch müde!









So geht`s: Ein Auf und ein Ab, die Arbeit der grauen Zellen, das Treiben der Kreativität. Mit Hauruck, eiserner Disziplin - was in der jahrelangen Selbständigkeit absolut notwendig - ist sie beim schöpferischem Akt jedoch vollkommen fehl am Platze. Eher so, dass mitten in der Nacht ein zündender Einfall daherkommt, oder anderenorts wie im x-beliebigen öden Wartezimmer eines Arztes.


Leben und Sein ist weiter als Denken.
Gertrud Simmel

(1864 - 1938), Pseudonym: Marie Luise Enckendorff, deutsche Philosophin,
veröffentlichte 1906 ihr erstes Buch »Vom Sein und Haben der Seele«

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Ja, freilich ich war wieder vorstellig beim Orthopäden, der mich fleißig nun zum CT überwies. Frau fährt jedoch zweigleisig und ich suchte mir noch eine adäquate zweite Fachmeinung. Bekam dann dort in der Praxis die spitzen Nadeln zu spüren: Eine sogenannte Triggerpunkt-Akupunktur. Äußerst schmerzhaft, die Behandlung zahle ich selbst und das Ergebnis ist erst einmal offen. Durch das wochenlange Warten mürbe, bin ich geläutert diese mir neue Behandlung trotzdem in Angriff zu nehmen...

Die Triggerpunkt-Akupunktur ist eine besondere Form der Akupunktur, die jene Punkte behandelt, von denen die Schmerzen ausgehen. Oft stimmen solche Triggerpunkte mit den klassischen Akupunkturpunkten überein.

Die Akupunktur verursachte zunächst muskelkaterähnliche Beschwerden - die verkraftbar sind - tags darauf jedoch einen Migräneanfall, mit sämtlichen unschönen Begleiterscheinungen.

Habt Ihr Erfahrung mit der Trigger-Akupunktur?





Ein Brief ...postum.

Worte, die mehr gedanklich durch die Hirnwindungen krochen; eigentlich schade - grübelte der Kopf dann schrittweise voran - diese meine Gedankenwelt für mich zu behalten. Es kann doch in einem kommenden Post noch vor der Vernissage gesendet, veröffentlicht geschrieben sein.

Es ist kein Geheimnis. Gesagt, getan:

Liebe verehrte Mascha,
spät erreichte mich im Leben Deine ergreifende Lyrik, oder die musikalisch vertonten und gesungenen Liedtexte, Deine gefühlten Sätze. Nun bin ich infiziert! Durch und durch, es kann keine Heilung kommen, im Gegenteil, die Suche weitere noch unbekannte, ungelesene Seiten warten; sie wollen noch gefunden werden.
 
Neige ich den Kopf vor dem Erbe, das wir die Leserschaft antreten dürfen, das Wortwerk voller juchzender Lebensfreude, heißen teils bitteren Tränen, Liebe wie Liebesleid - der schwirrenden Leichtigkeit und der drückenden Tiefe. Es forderten mich zunächst einzelne Verse und ich ließ mich voll darauf ein. Vers für Vers. Berührte meine Seele zart, ließ mich erkennen, nährte meine Hand zu kreativen Arbeiten. 
Es sollte wohl so sein?! 
Nun, liebe Mascha Kaléko im März ist's dann glücklich so weit - ich hoffe durchzuhalten, bis dahin nicht zu versagen, zaghaft zu werden - und stelle die Bilder aus, die Du mir als Samen in den Kopf und das Herz streutest. 
Welch' eine Begegnung und ich danke Dir dafür... 
Mit herzlichen Grüßen, Heidrun 
...vergangene Schönheit, die verwelkte Narzisse...

Zitat...

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr gerne besuchte Aktion. 
Ein schönes Projekt von Novabei ihr findet man weitere Blogger,  
die sich mit dem Thema beschäftigt haben.


Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen,
die Reste der Vergangenheit zu jeder Zeit durchstreichen
zu können.


(1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker
Quelle: Hebbel, Tagebücher


Hier ist ein Löwe zu sehen, der sich zum Entwurf meiner künstlerischen
Arbeit dazu gesellen darf: Es handelt sich um ein lyrisches Kinderbuch von
Mascha Kaléko mit dem Titel
"Königlicher Einmarsch der Löwen"




Übrigens steht endlich (!!!) meine Rezension zum folgenden Buch geschrieben, was sprichwörtlich eine "schwere Geburt" war.

„Unser empathisches Gehirn –
 Warum wir verstehen, was andere fühlen“
Autor: Christian Keysers

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag
ISBN-10: 3442748577
ISBN-13: 978-3442748570

Wen es interessieren sollte, die Rezension steht unter dem Menüpunkt
Lese-Ecke.

Nach dieser Anstrengung bedurfte es der Stärkung!



Und diese beiden Wonne-Krapfen - die im übrigen alle beide mir gehören - dürfen mit den lustigen bunten Sommersprossen im Smarties-Format um die Wette lachen für die Aktion von  Jutta`s Aktion.

Ich sehe Rot
Außerdem der rotumrandete Rand meines Tellers, nicht zu vergessen.


Habt es fein und ein vergnügtes Wochenende,

Heidrun