23. Februar 2018

Marienkäfer...

...möchte ich jetzt gerne sein!

Geteilt u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea


Eisblumen blühen romantisch aktuell auf dem Kuhsee in Augsburg, der sich winterlich ruhig zeigt.
Vom Kuhsee berichtete ich bereits in mehreren Posts > Hier und Hier...

Der kleine See, der im Südosten liegt war Ziel von dem Augsburger Thomas Lis, der die
Eisblumen mit seiner Drohne entdeckte und damit in die bayerische Abendschau
dieser Tage zu einem Auftritt kam.

Es folgen jedoch keine bildhafte Eindrücke vom besagten Kuhsee sondern noch von meinem
Aufenthalt in Windach, die ich in zwei Teilen posten möchte.




Man forschte aufgrund dessen nach diesem Phänomen der Eisblumen, befragte einen hiesigen Professor. Eine erstaunliche Antwort fand sich: Die Eisblumen entstehen nämlich nur bei bestimmten klimatischen Bedingungen erklärt Thomas Schneider vom Institut für Geographie an der Universität Augsburg: "Es sind sogenannte Dampflöcher." Die entstehen, wenn es schnell sehr kalt wird und auf dem See kein Schnee liegt. Das wärmere Wasser, das unten im See ist, steigt ungleichmäßig nach oben  - und somit kommt es zu der genannten Eisblütenbildung. Eine spannende Geschichte, finde ich - und freue mich bei einem Spaziergang durch die Kälte allmählich wieder hier zurück zu kehren und an den Alltag zu gewöhnen.

Alles andere als eisig fand die - teilweise tränenreiche - Verabschiedung in Windach durch die Mitpatienten statt, was mir lebhaft in Erinnerung bleiben wird.
Ein Aufenthalt, der sich trotz verschiedener Therapieausfälle tatsächlich für mich lohnen dürfte, wenn ich es schaffe meine gewonnenen Erkenntnisse in den Alltag zu integrieren!



Ja, es ist richtig, richtig kalt geworden und steigert sich nach dem Wetterbericht in der kommenden Woche sogar weiter in den zweistelligen Bereich. Vor circa vierzehn Tagen lockte noch ein gefühlter Vorfrühling. Der Garten muss also weiterhin warten bestellt zu werden...

Ätsch! Das war wohl nix.

Und ich wünschte mir, ein Marienkäfer zu sein.

Ein Marienkäfer, der eine Art von Frostschutz in seinem Körper selbst entwickeln kann. Einige Insektenarten wenden einen ganz besonderen Trick gegen das Erfrieren an: Sie haben ein Frostschutzmittel in ihrer Körperflüssigkeit. Unter Baumrinden und Laubhaufen überwinternde Marienkäfer beispielsweise, kühlen bei Kälte aus und fallen in Winterstarre. Die Körpertemperatur kann dabei unter null Grad Celsius sinken, ohne dass sie erfrieren. Sie produzieren nämlich körpereigenes Glycerin, das den Gefrierpunkt ihrer Körperflüssigkeit senkt. So kann der Marienkäfer auch bei Frost trotzdem überleben.


Winterrätsel

Ich falle vom Himmel
in wirrem Gewimmel.

Ich schimmre
und flimmre
und decke das Land
zahllos wie Sand.

Doch unversehens
im Sonnenschein
schleich ich
und weich ich
und schlüpf ins Dunkel
der Erde hinein

Friedrich Wilhelm Güll




Meine Spaziergänge führten mich während meiner Schmerztherapie öfter an der Windach vorbei, die sich - oben in den Bildern - malerisch durch die Landschaft schlängelt.

Der Fluß

Die Windach entspringt der hügeligen Moränenlandschaft westlich des Ammersees. Der rechte Hauptstrang-Oberlauf Hasenschorngraben entsteht etwa 2,9 km nordöstlich von Rott auf etwa 709 m ü. NHN im feuchten Vilgertshofener Forst, läuft westwärts aus diesem aus und berührt dann den am linken Ufer liegenden, von Entwässerungsgräben durchzogenen Hasenschorn in seiner Rechtswende auf nordnordwestlichen Lauf. Er ist etwa 2,8 km lang.

Der linke Oberlauf entsteht in einem sumpfigen Wäldchen im Gemeindegebiet von Reichling zwischen dem Dorf Gimmenhausen im Norden und dem Pfarrdorf Ludenhausen im Westen auf etwa 695 m ü. NHN und fließt etwa 1,8 km südostwärts bis zur Vereinigung mit dem Hasenschorngraben auf etwa 684 m ü. NHN, die wenig nördlich der Gemeindegrenze zu Rott liegt.

Der Ort

Windach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und bildet zusammen mit den Gemeinden Finning und Eresing die Verwaltungsgemeinschaft Windach, deren Sitz sich im Schloss Windach befindet.

1157 wurden die Herren von Windach erstmals urkundlich erwähnt. Windach gehörte zum Kurfürstentum Bayern. Es handelte sich um eine geschlossene Hofmark, die später in Besitz der Freiherren von Füll gelangte und deren Sitz Unterwindach war.

Quelle:Wikipedia



Will sehen, was ich weiß, vom Büblein auf dem Eis

- späte Fassung 1827 -

Gefroren hat es heuer 
Noch gar kein festes Eis. 
Das Büblein steht am Weiher 
Und spricht zu sich ganz leis: 
Ich will es einmal wagen, 
Das Eis, es muß doch tragen. -
Wer weiß?

Das Büblein stapft und hacket 
Mit seinem Stiefelein. 
Das Eis auf einmal knacket, 
Und krach! schon bricht's hinein. 
Das Büblein platscht und krabbelt, 
Als wie ein Krebs und zappelt 
Mit Arm und Bein. 

O helft, ich muß versinken 
In lauter Eis und Schnee! 
O helft, ich muß ertrinken 
Im tiefen, tiefen See!
Wär nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen, 
O weh! 

Der packt es bei dem Schopfe 
Und zieht es dann heraus.

Vom Fuße bis zum Kopfe 
Wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet, 
Der Vater hats geklopfet 
Zu Haus.
Friedrich Güll
(1812 - 1879) deutscher Dichter, der vor allem durch seine Kinderlieder bekannt wurde





Rechts hinten im Bild die Klinik Windach





Ein schönes Wochenende!

...habt es fein ruft: Heidrun

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9. Februar 2018

Wieder Winter...

...mit reichlich Schnee und Straßenglätte
Geteilt u.a. für den Samstagsplausch bei Andrea


Fast zum Greifen nahe zeigten sich vorfrühlingshaft die letzten Tage mit deutlichen
Plusgraden und lockten im Garten die Schneeglöckchen und andere Frühblüher hervor.
Ein Bild aus unserem Garten sandte mir der Göttergatte zwischendurch und
verursachte unbewußt und mit Sicherheit ungewollt deutliches Heimweh...




...es ist inzwischen meine dritte Woche in Windach.

Die Tagesabläufe verlaufen inzwischen routiniert mit kleinem Unterschied: Meine KBT-Therapie fiel krankheitsbedingt aus, was ich sehr bedauerlich fand - doch die Therapeutin ist schließlich selbst nur ein Mensch und bekam wie viele andere Mitmenschen zu dieser Saison die Grippe. Schade für mich, da es keinen adäquaten Ersatz gab und natürlich schlimm für die wirklich nette Therapeutin.

Dann sollte ich zwischendurch zur Blutabnahme und wartete mit anderen Mitpatienten ungewöhnlich lange - bis wir erfuhren, dass ein "Neuer" umgekippt war und versorgt werden musste.

Wie ist das bei Euch?! Seid ihr diesbezüglich empfindlich oder eher cool?

Ansonsten genieße ich hier verwöhnt zu werden und gehe inzwischen leidenschaftlich gerne in die sogenannte Rotlichtkabine.

Leider stieß ich mir außerdem noch mein ohnehin lädiertes Knie an, musste geröntgt werden. Und erfuhr neben dem deutlich erkennbaren Bluterguss unter der Kniescheibe bei der Untersuchung, dass Osteoperose im Vormarsch ist.

Was nicht noch alles!









Dieses Leben ist nicht eine Gesundheit,
sondern ein Gesundwerden, nicht ein Wesen,
sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.

Wir sind es noch nicht, aber wir werden es.

(1483 - 1546), deutscher Theologe und Reformator


Habt es alle fein und ein wunderschönes Wochenende,
wünscht

Heidrun

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4. Februar 2018

Bösegewichtig...

...auf jeder Seite, Zeile für Zeile!


- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -

Ein Buch für die Freunde von Krimis, Science Fiction und Co. KG,
die den Nervenkitzel lieben.

Der Autor

Natürlich habe ich standardmäßig auf seine Website geklickt noch ein wenig weiter darüber hinaus. Martin Thomas Pesl zu erfassen gelingt nicht auf Anhieb. Er scheint ein jüngerer Mensch zu sein, eine Biografie blieb trotz hartnäckigem Suchen zunächst unauffindbar.

Dabei bildete sich trotzdem ein komplexes Bild zur Person: Er ist u. a. Theaterkritiker, wie im Artikel bei DeutschlandFunkKultur zu erlesen und nachzuhören. Der Link gibt die aktuelle Situation wieder, ohne für den Inhalt die Verantwortung zu übernehmen. Der Mann ist enorm vielseitig, er arbeitet als Übersetzer, als Sprecher, als Lektor und eben auch als Autor.

Martin Thomas Pesl

Das Buch der Schurken


Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur
Illustrator: Kristof Kepler


Genauso unauffällig zu erfahren im Internet, wie irgendwo und -wie im Buch ist der Illustrator, Kristof Kepler. Der zeichnerisch Laune schafft in diesem Miniaturlexikon durch die originell gezeichneten Szenen pro Kapitel, die den jeweiligen Bösewicht charakteristisch darstellen wollen: Bilder, die dem zum Teil sehr ironischen Tonfall der Schurkenbiographien widerspiegeln.
Ein Buch, das mich durch Titel und Cover magisch anzog.

Der Inhalt

Hier wimmelt es entsprechend vor 

Gaunern, Monstern, Ganoven und Gangstern

Eine augenzwinkernde Ansammlung von bewusst ausgesuchten Bösgestalten, denn es müssen nicht immer natürliche Kreaturen sein.  "Mit allen schurkischen Fiktionen ist eine gewisse Lust verbunden." - von dieser Prämisse geht der Autor Pesl aus in seiner Zusammenstellung und hat natürlich vollkommen recht. Wie langweilig wäre wohl eine Story ohne Gegengewicht des Bösen. Der Mensch sucht den Gegenpol. Doch zunächst einmal zurück zum Inhalt: Die einzelnen Geschichten zeigen ein Schemata auf, kurz und für mich mitunter zu knapp den Bösewicht zu beschreiben, den Schurken oder auch die Schurkin in einem Abriss darzustellen. Weiterhin einen Kontext zu schaffen in der Verfilmung und den Charakter mit Bössternchen auszuzeichnen.

Interessant und amüsant, doch auch schnell sattgelesen.
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