17. November 2018

Mitten im November...

...brauche ich Vitamine!
Die nebligen Tage verlangen nach einem Ausgleich.
__ Mit Werbung im Post: Ortsnennung, Lektüre ... Pipapo, Tralala etc. __

Einerseits versüße ich mir mit James Joyce Ulysees die Couchstunden, gleichzeitig sind es auch die

Die Katzen von

Kopenhagen

die für kurzweilige Unterhaltung sorgen.

 Doch der Mensch lebt schließlich nicht vom gelesenen Wort alleine.
Es sollte etwas schmackhaftes auf dem Teller sein...


Ergo: Was kann vitaminreicher und feiner sein als ein leckerer Salat?

Eines meiner liebsten Salate ist neben dem Radicchio unbedingt der Feldsalat
oder Vogerlsalat...
oder Rapunzelsalat...
oder bot. Valerianella locusta.

Normalerweise bekommt mein Rapunzelsalat ein wunderschönes appetitliches Bad aus mildem Apfelessig, versetzt mit Walnussöl und diversen Kräutern weiterhin verziert mit Apfelstückchen, die von mir verspielt in Sternform ausgestochen auch besonders hübsch anzusehen auf dem Salatteller landen.

Diesmal drapierte ich dagegen halbierte rote Weintrauben mit Scheibchen von der bereits vorgestellten schwarzen Walnuss als Eyecatcher auf dem Grün des Salates. Für die Vinaigrette verwendete ich ein Orangenöl.

Feldsalat stammt in der ursprünglichen Form vermutlich aus dem europäischen beziehungsweise dem asiatischen Raum und wurde lange als Unkraut angesehen. Dabei vermutet man, dass Feldsalat schon zur Jungsteinzeit verzehrt beziehungsweise zu bestimmten Ritualen als Arznei verabreicht worden war. Vormals verarbeitete man speziell in Klöstern den auch als Ackersalat bezeichneten Feldsalat für medizinische Zwecke, was Überlieferungen des 16. Jahrhunderts deutlich belegen.

Seine Verbreitung - dank der zunehmenden Beliebtheit - hat sich über die Jahrhunderte enorm ausgeweitet: Immer mehr schätzen den leicht nussigen Geschmack.


Soweit der kleine herbstliche Ausflug in unsere Küche...

...was gab die Woche ansonsten her?!




Zunächst der Geburtstag meiner Patentante, die unlängst hierher nach Augsburg
zum 85er meines Vater gekommen war, zusammen mit der Cousine und ihrem Mann.
Wir gratulierten am Telefon und verabredeten uns für den Sommer
auf weitere gegenseitige Besuche.



Sprichwörter aus Ulster

  Was weder gesehen noch gehört wird, darüber gibt es kein Gespräch.  

...und eine weitere Redewendung besagt:

    Ein Heilmittel für jeden Kummer ist das Gespräch  

Wie zeigte sich die Woche?

Zunächst rückblickende war es ein Wochenende auf der Couch, da ich alle Viere von mir streckte, während der Göttergatte es übernommen hatte den Vater in der Klinik zu besuchen, ihn mit verschiedenen gewünschten Sachen zu versorgen.

Montags ruhig mit dem obligatorischen Wäschewaschen, diversen Erledigungen, die ein Haushalt fordert. Und der Wiederaufnahme meines Zauberharfenunterrichts. Auf dem Heimweg überfiel mich ein wahnsinniger Nebel, der Schritttempo abverlangte, um heil heimzukommen.

Eigene Arzt- und Therapietermine, daneben Gespräche mit den behandelnden Ärzten des Vaters. Wie wird es weitergehen?! Es sind noch viele Fragen offen.






Habt es fein & ein wunderschönes Wochenende!


Heidrun



Verlinkt mit Nova`s ZiB, 

16. November 2018

Kunst

Alle vierzehn Tage unter einem anderen Motto

____ Mit Werbung im Post

Meine Collage



Geschichten... ich liebe Geschichten!

Früher waren es Sagen, Märchen mitunter auch Novellen, die ich regelrecht verschlang.
Heute sieht es kaum anders aus. Vielleicht deshalb denke ich assoziativ an die
Henrich Steffens: Was ich erlebte - Kapitel 12.

Eine Geschichte, ein Absatz, die gut zu meinem Bild passt!

 In Augsburg machte die mächtige Maximilianstraße einen
tiefen Eindruck auf mich; nur wurde dieser fast verwischt durch die Menschenleere. Diese Straße war offenbar nicht entstanden, weil man breite Straßen bauen und durch sie imponieren wollte wie in Berlin, wo sie erst einigermaßen erträglich werden, indem sie sich jetzt nach und nach zu füllen anfangen. Das Gewühl einer Handelsstadt von europäischer Bedeutung machte diese Breite notwendig.

Das Augsburger Rathaus, die altdeutschen Bilder von Wohlgemuth und Schön, der schöne Springbrunnen versetzten mich in die heitere Zeit meiner jugendlichen Wanderungen. Aber vor allem war mir doch Nürnberg teuer und angenehm.

Ich begreife, wie Künstler und Dichter sich zu dieser Stadt hingezogen fühlen: aber, wie Goethe das Straßburger Münster, so hat doch Tieck auf seiner Wanderung als Schüler zuerst Nürnberg entdeckt. Im nördlichen Deutschland haben alle Reste des deutschen Altertums etwas traurig Runenhaftes; glauben doch viele sogenannte Kenner, dieses Düstere gehöre so wesentlich dem Altertum zu, dass man denjenigen mitleidig als einen Unkundigen betrachtet, der glaubte, irgend etwas Heiteres sei ein echt Altertümliches; Nürnberg dahingegen erschien mir jederzeit freundlich anmutig mit seinen Kirchen und Plätzen, wie ein Freund, dem man sich gern anvertraut.

Die alten Bürgerfamilien erinnerten mich an die achtzigjährige Verwandte meiner Kindheit, die noch immer lustig und mitteilsam mich mit Erzählungen aus der Jugend ihrer neunzigjährigen Mutter zu ergötzen wusste. Alle Welt weiß, was in Nürnberg zu suchen ist, mir ist es dadurch nicht weniger teuer geworden.


* * * *

Mein Tic Tac Toe, das Augsburg in die Mitte stellt.
Es sind Bilder, die seinerzeit bei einem Kunstwettbewerb der
Malteser in Augsburg von Behinderten gefertigt worden waren
Ich hatte die Ehre, das Projekt als künstlerische Leiterin zu begleiten.

"Zeig` mir deine Stadt!"

...hieß das Motto zum Projekt, das von der AKTION MENSCH
gefördert worden war, inklusive meinem Honorar. Die Bilder
der Künstler wurden prämiert. Ich hatte weiterhin die Aufgabe,
eine Wanderausstellung auf die Beine zu stellen.
Die Künstler hatten für Veröffentlichungen ihr Einverständnis gegeben!



Ein Post für die Aktion von Moo-Mania & More,
die nach  Tic Tac Toe  gefragt hatten in ihrem Thema.


Habt es fein!

Heidrun


11. November 2018

Kuschelzeit...

...mit einer Tasse Tee auf der Couch

- It’s time for cuddling on the couch -


- MosaicMonday -

Die vergangenen Wochen strengten ungewöhnlich stark an. Ein besonderer Gipfel ereignete sich
jedoch zuletzt kurz vor der Verlegung meines Vaters vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege!

Irgendwelche Papiere fehlten im Heim, die dann mysteriöser Weise wieder auftauchten.

Die Verwaltung hatte versäumt die Pflegeabteilung zu informieren.
Also waren wir vor Ort zu klären, was nicht telefonisch möglich.

Mit unbezahlter Werbung, es handelt sich um meine eigene Kamera!




Danach die Fahrt ins Krankenhaus, um den Koffer zu packen für den Transport ins Heim.

Doch es sollte erneut anders kommen!

Der Vater kollabierte und das Rettungsteam der Ärzte teilten mit, dass er unmöglich verlegt werden kann.

Ein Albtraum...

...die Couch verlockt. Dazu ein Tee und ersehnte Ruhe, um Abstand zu gewinnen.



Nebelweben
Der Nebelweber webt im Wald
ein weisses Hemd für sein Gemahl.
Die steht wie eine Birke schmal
in einem grauen Felsenspalt.

Im Winde schauert leis und bebt 
ihr dämmergrünes Lockenlaub.
Sie lässt ihr Zittern ihm als Raub.
Der Nebelweber webt und webt ...

Christian Morgenstern




Wieder ist es soweit und es heißt  Mosaik Monday

- Mosaic Monday a weekly meme where we get together to share our photo mosaics -

Habt es fein und einen guten Start in die neue Woche

Heidrun