23. August 2016

Ein Ferientag...

...Bilder von der Papierwerkstatt.

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Der Sonntagvormittag war noch ausgefüllt mit diversen Vorbereitungen, vor allem jedoch nach der Checkliste den Koffer zu packen, der alles enthalten sollte, was ich für diesen Tag in der Papierwerkstatt  *klick geplant hatte, unter der Überschrift:

Lustiges Allerlei.

Und der Sonntag gestaltete sich tatsächlich ganz nach diesem Motto. Acht Kinder hatten sich in die schöne historische Stube des Klostermühlenmuseums in Thierhaupten *klick eingefunden, um in meiner Papierwerkstatt zu basteln. Eine interessierte nette Schar sorgte für Abwechslung, Lachen, Fragen und natürlich den gefertigten Papierfiguren und Schmuck, beziehungsweise den Werken aus Karton. Die Betreiberin, Claudia Drachsler, verwöhnte uns alle noch mit Saft und Butterkeksen, die hochwillkommen angenommen worden waren.







Spiel

Im Nachbarhof – oh schöne Welt!
Mit Brettern, Stangen, Dielen,
wie ist da alles vollgestellt,
recht zum Versteckens spielen.

Da ist ein Hügel, ein Mauerloch,
ein kleiner Stall für Schweine,
des Hundes Hütte und dazu noch
die lustigen, großen Steine.

Wie uns in stiller Seligkeit
die Stunden da entschwinden
kein schönrer Fleck ist weit und breit
auf dieser Welt zu finden!

In allen Winkeln groß und klein
die einen sich verstecken,
die andern suchen aus und ein
an allen End' und Ecken.
Es folgen Hund und Vögelein
dem fröhlichen Gewimmel.

Oh Kind, dir ist kein Raum zu klein,
und jeder Raum ein Himmel!

(1830 - 1894), deutscher Textdichter






Die Stunden verflogen und zum Schluss gab es noch ein Gruppenfoto, von den Kindern, die sichtlich stolz ihre Werke zeigten. Sie bleiben mir bestimmt in Erinnerung.



Toni, die mit ihrer Zwillingsschwester aus Kiel zu den Ferien nach Bayern durfte und in der Nähe bei der Oma wohnten...





Die Zwillingsschwester und eine ganz liebe Freundin, die mit guter Laune die anderen Teilnehmer ansteckten.






So weit so gut!

Jedoch galt es nach der Bastlerei den Tisch und den Raum wieder orginal ordentlich und sauber zu hinterlassen: Der große ausgezogene Tisch glich einem Schlachtfeld! Das Aufräumen dauerte eine gute halbe Stunde. Auch unter dem Tisch fand ich Papierreste. Das war mir eine Lehre!






Trotzdem trat ich nach dem Aufräumen und Verabschieden beschwingt die Heimfahrt an, kam einer Stelle vorbei, die mir ganz kurz auf dem Hinweg im Blickwinkel aufgefallen war: Es lag kein Igel, wie ich zuerst vermutet hatte, es lag eine Katze wie schlafend auf der Seite. Kein Zweifel, sie musste angefahren worden sein und starb an dieser Stelle.

Das betrübt mich jedesmal unendlich, wenn ein Tierchen so auf den Straßen sterben muss.




Zu Hause erwartete mich bereits der Göttergatte mit dem gedeckten Abendbrottisch
und dem restlichen O`batztn *klick  auf mich.


Dazu liegt ergänzend noch ein Satz eingefügt vor, den ich dringend zu meinem Rezept schreiben wollte! Denn die Haltbarkeit bei sommerlichen Temperaturen ist äußerst begrenzt.



Mein O`batzter mit Blütendekor


Eigentlich sollte man meinen das herrliche Sommerwetter nutzend auf der Terrasse zu essen, doch erstens kommt es anders zweitens als man denkt: Beide Terrassenstühle waren – wie so oft – von dem dicken Nachbarskater in Beschlag genommen. Neu war es jedoch, dass auch unserer Luzie daneben lag, da sich die beiden sonst nicht vertragen...



Habt es alle fein, 
wünscht

Heidrun

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21. August 2016

Bitte, zu Tisch!

Rufe ich heute und biete ein Rezept,


Verlinkt mit SundayInspirationSonntagsfreuden
und dem Sonntagsglück

Der O`batzde.

Kulinarisch neben dem obligaten Schweinsbraten mit seidigen Knödeln, Krautfleckerln, Semmelknödeln, ein so typisches Schmankerl, wie es liebevoll bairisch von den Leckerbissen am Tisch her heißt. Die meisten mögen ihn, den O`batzden. Und wir zu Hause lieben ihn selbst zubereitet besonders. Zugegeben, es ist tatsächlich eine ordentliche Batzerei, bis dass diese besagte ur-bairische Brotzeit-Spezialität auf dem Tisch steht. Übrigens kennt man ihn in der Schweiz auch als Gmanschten...

Von jeher zerdrückte man also den Camembert mit einer Gabel. Die Rezepte sind so variantenreich, wie man es eben möchte zu einem deftigen und frischen Brot. Da ich zuletzt jedoch die Gabel mit lauter Drückerei verbogen hatte - es erfordert eine gute Portion Muskelkraft - nahm ich diesmal meinen elektrischen Küchenfreund zu Hilfe, der das bestens bewältigte. Am Samstagabend ließ ich mich darauf ein und bereitete also diese Gaumenfreude für uns...

Das Rezept.

Ursprünglich muss man wohl annehmen, wurde der zerdrückte Käse, der Camembert, verlängert mit einer reichlichen Menge an Margarine. Man musste eben sparen. Denn der Käse war teuer. Später ersetzte man die Margarine - kalorienbewusst - mit Quark. Egal. Es schmeckte so oder so zur Brotzeit am Nachmittag oder am Abend.

Ich nehme einen guten Camembert, der Zimmertemperatur haben sollte, zerdrücke ihn, füge fein gehackte Zwiebelchen dazu, den erwähnten Quark – das ergibt eine geschmeidige Konsistenz. Abgeschmeckt wird der O`batzte schließlich mit etwas Paprika, ich verwendete Rosenpaprika, eventuell gibt man Kümmel dazu.

Diese Spezialität mit Zwiebel zubereitet sollte möglichst noch am selben Tag gegessen werden. Maximal tags darauf!





Des späten Sommers Feuer schwelen;
sein Abschiedslied wirkt traulich mild,
stimmt ein ins goldne Ernte-Bild.
Es lässt sich nun nicht mehr verhehlen,
dass diese Zeit ist bald erfüllt.

Im Park verrät uns Flüstern leise,
dass hier die Nuss gereift nun fällt
aus ihrer grünen Schalen-Welt.
Es endet ihre Raschel-Reise,
wo flugs das Eichhorn sie behält.

Schon setzt der Frühherbst seine Zeichen,
Zugvögel ziehen übern Rhein;
am Haus grüßt rot der Wilde Wein,
und Blattgold ziert die Birken, Eichen,
lädt uns zum„indian summer“ ein.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner
sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!


In manchen Bundesländern gehen die großen Sommerferien wieder zu Ende, die Schule beginnt. Für alle anderen, die das schöne Wetter noch auskosten können: Wünsche ich einen angenehmen Sonntag!

Heidrun

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18. August 2016

Sommer in der Stadt...

...mit angenehmen Temperaturen.

Teil II.
Geteilt mit Image-in-Ing und
mit Photo Friday 

Sommer in der Stadt.

In den großen Ferien, wenn die meisten Familien in den geplanten gemeinsamen Urlaub fahren mit Kind und Kegel, ja dann wird es in den Städten ruhiger. Okay, es haben sich manche Arztpraxen ebenfalls in die wohlverdiente Auszeit verabschiedet, oder auch manch` ein Unternehmen, dass sich diesbezüglich anpasst. Es ist auf jedem Fall deutlich leichter einen Parkplatz in der Innenstadt zu bekommen, die B2 / B17 als Hauptverkehrsader Nord-Süd von Augsburg ist problemlos zu bewältigen - lediglich bei den Dauerbaustellen klemmt es nach wie vor ein wenig.

Im
zweiten Teil meines Berichts schritten wir von der unteren Altstadt kommend die Treppen hinauf am Rathaus vorbei in Richtung Maximilianstraße - die Pracht- und Partymeile von Augsburg schlechthin. Hier feiert die Jugend u. a. und natürlich lockt die historische Kulisse, die Hinterhöfe, wie etwa der sogenannte Damenhof...


...der Damenhof, eine feine Adresse.

Die Fuggerhäuser in der Augsburger Maximilianstraße entstanden zwischen 1512 und 1515 als Residenz der Familie Fugger. Jakob Fugger der Reiche ließ an der damals wichtigen Handelsstraße Via Claudia (der heutigen Maximilianstraße) neben dem damaligen Weinmarkt zwei nebeneinander liegende Häuser, eine Stadtresidenz und ein Lagerhaus, errichten. Er entwarf den Komplex selbst nach Plänen, die er auf seiner Italien-Reise notiert hatte. Der Profanbau ist das erste Bauwerk nördlich der Alpen, das im Stil der italienischen Renaissance errichtet wurde. Weitere angrenzende Häuser wurden ab 1517 hinzu erworben und in den Komplex dieses Stadtpalastes integriert.

Die äußere Fassade, eine der längsten in der Straße, zeugte vom Reichtum der Fugger, da damals die Gebäudesteuer nach der Länge der Frontfassade berechnet wurde.

Im Inneren des Komplexes ließ Jakob Fugger vier Innenhöfe mit Arkaden, Mosaiken, toskanischem Marmor und Wasserbecken anlegen. Der Damenhof ist mit seinen von toskanischen Säulen gestützten Arkadengängen und prächtig bemalten Bögen der bedeutendste und gilt als einer der schönsten Innenhöfe Deutschlands. Er war der Garten für die weiblichen Familienangehörigen der Fugger. Zum Damenhof gelangt man über den so genannten kleinen Zofenhof. Der dritte Hof wird Serenadenhof genannt, der rückwärtige Reiterhof.

Durch ein hohes und breites Tor – das Adlertor – konnte man auch mit größeren Pferdegespannen in den Komplex einfahren und durch das Tor im hinteren Innenhof, den Reiterhof, wieder herausfahren.

Quelle: Wikipedia





Für alle Blogfreunde ein ganz, ganz herzlicher Blütengruß...

...das Bild, das im nachbarlichen Garten eingefangen wurde.



Es ist mir immer wieder eine Freude in Kommentarform gemeinsam zu chatten, Meinungen, Gedanken, Anregungen und auch Gefühle auszutauschen.






Diese Tafel, mit wirren Buchstaben, hängt seitlich am Rathaus. Und bis dato konnte ich noch nicht den Inhalt in Erfahrung bringen, was hier ausgedrückt werden will.






Gegenüber sah ich dieses Theaterplakat, das mit dem Programm für die diesjährige Spielzeit wirbt. Das Theater in Augsburg, das immer wieder in die Schlagzeilen gerät: Einmal wegen den geplanten Umbauten und auch ob dem Abgang der Intendantin, Juliane Votteler, die mit guten Händchen das Geschick des Theater gelenkt hatte.

Im September beginnt die letzte Spielzeit von Intendantin
Juliane Votteler. Bevor sie die Stadt verlässt, will sie dem Publikum 
und sich künstlerisch noch einige Wünsche erfüllen.
So war es zu lesen gewesen...








Nun stehen wir vor dem sogenannten Weberhaus, ich blicke gen Himmel.

Das Weberhaus ist das ehemalige Zunfthaus der Weber in Augsburg.
Es liegt in der Innenstadt am Moritzplatz.

Im Jahr 1389 erbaut, diente es als Sitz der Weberzunft bis zu ihrer Auflösung 1548 und war ein zentraler Punkt des mittelalterlichen Textilhandels in Augsburg. Das erste Weberhaus bestand aus Stein und Holz und wurde der Familie Illsung abgekauft. Nach einem Umbau nutzen die Weber das Gebäude zur Verteilung importierter Baumwolle an die Mitglieder. Schon damals erhielt das Haus eine farbige Fassadenbemalung. Im Jahr 1605 bis 1607 verzierte der Augsburger Stadtmahler und Bürgermeister Matthias Kager die Außenwand mit Fresken. Im April 1863 wurde das Weberhaus versteigert und anschließend im Inneren vollständig umgestaltet. Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte die Stadt Augsburg das Haus zurück.



Im Jahr 1913 wurde das inzwischen baufällige Weberhaus abgebrochen und ein neues, ähnlich geformtes Gebäude von Otto Holzer errichtet. Die Verzierung der Fassade erfolgte durch den Maler August Brandes. Nachdem das Weberhaus im Krieg zerstört und 1959 wiederaufgebaut wurde, bemalte der Augsburger Professor Otto Michael Schmitt die Fassade. Aufgrund starker Umwelteinflüsse (Umweltverschmutzung) mussten 1981 die Fresken erneuert werden.

Bei einem verheerenden Brand des Dachstuhls im Jahr 2004 (an den ich mich noch sehr gut erinnere) wurden wesentliche Teile des denkmalgeschützten Gebäudes und der Aussenbemalung in Mitleidenschaft gezogen. In den Jahren 2007 und 2008 konnte mit Hilfe eines Fördervereins der Zustand vor dem Brand wiederhergestellt werden.




Wir gingen weiter und ich blicke noch einmal zurück.







Einerseits denkmalgeschützte Bauwerke, andererseits auch das moderne Leben, das Augsburg somit nicht von den anderen Städten Deutschlands unterscheidet.


Hier seitlich sitzen eine Menge junger Menschen mit dem Handy in der Hand. Ich fragte nicht, wollte nicht stören...

...eventuell ist man hier mit dem Pokemon-Spiel bei der Sache.








Es gab bei den Fuggern nicht nur helle Zeiten in Augsburg - eben auch verschiedenen Richtungen, sondern auch etliche Kämpfe auszufechten:
Wenn es interessiert, kann in dem Buch von Günther Ogger
"Kauf dir einen Kaiser",
die wirklich spannende Geschichte der Fugger - von einem Wirtschaftsjournalisten geschrieben - nachlesen.

Sehr empfehlenswert...







Eine Einfahrt mit historischem Hintergrund.



...und auch Luther war hier in Augsburg zu Gast. Luther hinterließ auch hier seine Spuren. Er verweigerte 1518 den Widerruf seiner Thesen!








...Zitat oder kurz gesagt: ZiB am Samstag,
eine sehr gerne besuchte Aktion,ein sehr schönes Projekt von Nova,
ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing und mit Photo Friday...











Im Bild unten stehe ich mitten auf der Maximilianstraße und sehe in Richtung Sankt Ulrich...

...dagegen im Bild oben blicke ich in die andere Richtung gen Rathaus und dem Rathausplatz.




Hier laufen wir schon wieder zurück zu unserem Fahrzeug, das in der unteren Altstadt parkt. Links ist ein Gebäude "verkleidet" - allerdings weniger aufwendig als im Moment das Rathaus!

Wir überqueren die sogenannte Wintergasse, die parallel zur Maximilianstraße verläuft und oben hinein mündet.







Der Hintereingang vom Cisa, ein Cafe das wir auch gerne besuchen.
Jedoch hat es leider sonntags geschlossen.











Zu Hause zeichnete ich eine lustige Karte!





Habt es alle fein und ein angenehmes Wochenende,
wünscht

Heidrun

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