19. August 2017

Wie das Leben spielt...

...das Dasein, unterwegs und zuhause bei uns.

Missgeschicke, wie ein Beinahe-Unfall zum Beispiel...

...ein Post für den Samstagsplausch und dem Sonntagsglück!


Montag — Dem Angebot für Katzenfutter folgend, ein Einkauf,
der sich ausweitete: Dies und Das und hundert Sachen! Tanken,
da ich selbst tags zuvor Pech hatte mit der Zapfsäule für das LPG.

Und mittags das Essen bei unserem Lieblingschinesen, von dem
schon einmal hier* erzählt worden war.
Die Scheibenwischer am Fahrzeug hatten endlich Freizeit, es war wirklich
wieder sommerlicher geworden. Dann auf der Heimfahrt der Blick im
Vorbeifahren auf Knautschlack: Es hatte gekracht!

Zwei Fahrzeuge konnten sich ob der Vorfahrt nicht einigen, es gab
augenscheinlich auch keine verletzten Personen, also reparabel.



Die Trichter

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht
durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u.s.
w.

Christian Morgenstern (1902)




Das Missgeschick.

Wie angekündigt, ein bestimmter Autounfall, den ich noch erzählen wollte.

Versuchsweise ohne Bilder, die Situation zu schildern,
die wir während dem fröhlichen Schafkopffreunde-Pizzaessen
unlängst Zeuge wurden, es miterlebten. Wir saßen also bei angenehmen 
Temperaturen im Biergarten in Mühlhausen (nordöstlich von Augsburg) bei Da Pino.

Ein schöner Biergarten, der sich auf einer leichten Anhöhe seitlich vom Restaurant befindet.
Die Schräge bergan selbst wird dabei teilweise als Parkplatz genutzt. Zu fortgeschrittener
Stunde, als wir bereits beim Panne Cotta und Eisschokolade angekommen waren, fuhr
noch ein ultrachicer Alfa Romeo 4C auf den beschriebenen Parkplatz  - und zwar rückwärts.

Was ich mit einem Seitenblick ärgerlich wahrnahm, da er ohne Rücksicht die dort
am angrenzenden Parkplatz sitzenden Gäste mit den Abgasen einnebelte.

Der Alfa-Fahrer stieg selbst unbeeindruckt aus und spazierte zu seinem Stammtisch.
Wir, die Schafkopffreunde im Lachen und angeregter Unterhaltung verwickelt,
da Luise plötzlich mit einem spitzen Schrei ausrief: "Der Wagen!"

Und alle Gäste rissen die Köpfe herum und beobachteten wie der Alfa mit
zunehmendem Tempo das kleine Hügelchen hinunterrollte, dann die Straße
überquerte und krachend an der gegenüberliegenden Hauswand zum Stop gelangte.

Einen Moment schienen alle Gäste wie gelähmt innezuhalten, den Wagen
mit den Augen verfolgend!

Der Autofahrer jedoch, der den Ausruf von Luise gehört den rollenden
Fahrzeug noch hinterherlaufen wollte und dennoch bizarr zu langsam
war, um das Auto noch zu erreichen bevor er kollidierte.

Der Schock stellte sich danach ein!

Weniger um den massiv beschädigten Luxuswagen, als ob der glücklichsten
Fügung, dass sich in diesen kurzen Augenblicken kein Fußgänger, eventuell
ein Kinderwagen, ein Motorradfahrer etc. auf der Straße respektive dem
Gehweg befunden hatten! Wir diskutierten noch Tage später über den Unfall
mit Gänsehaut, was hätte da alles passieren können - wegen der Nachlässigkeit
des Alfa-Fahrers.


Den Beinahe-Unfall mit Konsequenzen ein anderes mal...

...zu viel Aufregung in einem Post muss auch nicht sein!




Dienstag — Feiertag - nicht nur in Augsburg, wie die Woche zuvor
sondern in 1704 von 2056 Kommunen Bayerns. Das sind die Gemeinden mit mehrheitlich katholischer Bevölkerung.
Es gibt bei uns zu Mittag einen leichten Sommer-Schweinebraten. 
Ja, das ist möglich!



Geteilt mit dem Gartenglück, ein Projekt von
Loretta und Wolfgang, das ich sehr, sehr schön finde!

Sitzen im Garten




Mittwoch — Heute Mittag ab ins Jöbchen bis in den Abend.





Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
sie war, als ob sie bluten könne, rot;
da sprach ich schauernd im Vorübergehn:
So weit im Leben ist zu nah am Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
bewegte, sie empfand es und verging.

Christian Friedrich Hebbel

(1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker
Quelle: Hebbel, Gedichte. Ausgabe letzter Hand. Hier: entstanden 1844


...mein Leseplatz auf dem Balkon, von unten gesehen...



Donnerstag — Doppeltermin bei meiner Physio. Habe einen Zwetschendatschi gebacken und wieder einmal gehäkelt: Ellbow Patches!

Freitag — Schönheitspflege und ein kurzer Nachmittagsschlaf. Ein heftiges Gewitter überrascht uns am frühen Abend, hier in Augsburg aber auch in München: Lange mit der Münchner Freundin aus der Reha von Höhenried telefoniert.

Samstag — Ein Spaziergang, ausruhen... irgendwie macht sich Müdigkeit breit.

Für die Papierwerkstatt Scherenschnitte vorbereitet.





Habt es fein, ich wünsche einen schönen Sonntag
und sende liebe Grüßle

Heidrun



Verlinkt mit  Image-In-Ing  

18. August 2017

Wildnis...

...verlangt Paleica für den August

Wildnis


Was heißt hier wild!?

Die Mitte des Monats gerade durchschritten, steht eines fest:
Das war / ist ein WILDER Monat für mich, für meinen Mann!
Die Wildnis also mehr oder minder direkt vor unserer Tür,
mit den Nachbarn, beim Essen gehen und in Bildern auch
im Zoo wahrgenommen; außerdem wäre noch die lapidar formulierte
Aufarbeitung der "wilden" Vergangenheit von Deutschland.

Der Post wird verlinkt mit Paleica, die das Motto ausgelobt hat.





Eine wilde Maus im Haus...

...oder meine wilde Katze?!

Die hier im übrigen so daherkommt, als könnte sie gar kein
Wässerchen trüben. Demnächst separat im Post mehr darüber.


Mein Sonntagsbesuch im TIM.


Der Göttergatte cruiste letzten Sonntag mit den Bikerfreunden
Richtung Abensberg.

Mir war diese körperliche Herausforderung doch noch zu viel!

Stundenlang auf der Maschine sitzen, kostet Kraft, die mir immer noch fehlt.


So beschloss ich spontan durchs TIM zu spazieren.




Das TIM!?

Es ist unser Textilmuseum von dem bereits mehrfach *hier,
*hier
und *hier gepostet worden war.

Glanz und Grauen.

Mode im Dritten Reich wird dargestellt unter verschiedenen Aspekten,
die die damalige Zeit mit sich brachte. Eine Ausstellung, die
so besonders hierher nach Augsburg gehört, finde ich, da hier
nicht nur die NAK sondern auch andere Unternehmen
vollstufig Textilien und Kleidung produzierten und im
geschmälerten Umfang noch immer fabrizieren.

Der Glanz dieser Jahre blieb mir jedoch verborgen!

Denn zum einen herrschte doch immerhin ein Weltkrieg,
Not und Elend, Verbrechen an der Menschlichkeit
und entsetzliche Grausamkeit.

Wäre da nicht ein anderer Titel angebracht, wenn man
eine solche Ausstellung auf die Beine stellt?
Nach meiner Auffassung, wäre es notwendig gewesen
mehr Feingefühl walten zu lassen.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach die Begeisterung für Mode.
Es musste akribisch an allem gespart werden, es gab keine Materialien! Die Kleidung ließ sich lediglich aus alten Stücken herstellen. Erst Jahre nach dem Krieg entstand dann langsam eine neue Modeindustrie. Es dauerte Jahrzehnte - bekannt als das Deutsche Wirtschaftswunder -, bis sich die Situation, das Leben im Lande erholt hatten. Meine Erinnerung geht zurück an die Großeltern väterlicherseits, da wurde nämlich auch u.a. ein abgetragener Wintermantel aufgetrennt, gewendet und wieder vernäht.

Natürlich tragen dann auch die Modepuppen im TIM die Kleider,
Kostüme, Kleiderschürzen sowie glamouröse Abendroben
dieser 20er, 30er und 40er Jahre. Interessant, die Originale
betrachten zu können. Ergänzt mit den Schuhen,
Handtaschen etc. dieser Zeit.


Dazwischen wird jedoch - unumgänglich - der Blick geschärft:
Die Herstellung, das Leben in dieser beschwerlichen kargen Epoche.

Ein dunkler Raum, der die Schuhprüfstrecke hervorheben möchte.

Eine extrem grausame Prozedur!

KZ-Häftlinge mussten den ganzen Tag in unpassendem
Schuhwerk laufen; es wurden Ersatzmateralien getestet,
da das Leder kaum zu beschaffen war.

In einer anderen Ecke läuft ein Film, der auf collagierte
Weise aus Ausschnitten der damaligen Kinoproduktionen
Hüte, Make-up und mehr zur Schau stellt!

Fazit.

Selbstverständlich bietet das TIM Führungen an und
das ist nach meinem Dafürhalten auch notwendig,
um sich diesem Thema zu nähern ohne lediglich
an der Oberfläche zu kratzen.

UND - ich widerhole mich - der Titel ist unglücklich gewählt.




...zurück zur Wildnis, die einmal mehr durch den letzten Besuch
bei den Dickhäutern, den Rhinozerossen im Augsburger Zoo.

Der Nachwuchs wächst und gedeit!




 Nein, nicht dieses künstlerisch-wilde Exemplar...

...sondern hier Kibibi mit seinen Eltern!

















Dagegen - quasi das Kontrastprogramm - die Wildnis in unserem
Garten. Eine kleine Schnecke, die sich in den Ästen verlaufen hatte?!

Wie kommt eine so kleine Schnecke so hoch hinaus?

Gefunden in unserem Perückenstrauch...





Zitat...

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine sehr

gerne besuchte Aktion.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere Blogger,

die sich mit dem Thema beschäftigt haben.




Habt es fein, ich wünsche ein schönes Wochenende
und sende liebe Grüßle

Heidrun


Verlinkt mit Image-In-Ing

15. August 2017

Feindliche Übernahme...

...kommt selbst im privaten Garten vor!

Ein verregneter Sonntagvormittag letzthin, der nach häuslichen Erledigungen
einlädt die Füße hochzulegen - meint frau.

Nach keinen fünf oder höchstens sechs Minuten dringt jedoch gellendes
Katzengekreische an meine Ohren,
lässt mich erschreckt hochfahren.

Was ist da bloß im Garten passiert?


 Beide Lieblingstiere, mein zartes Fanny und die freche Luzie sind nämlich
auf der Terrasse beziehungsweise irgendwo liegenderweise in den Büschen.

Die Beine von der Couch geschwungen, im Eiltempo nach draußen rennend
(was ich doch noch plötzlich an Energie aufbringen kann!), um nachzusehen.
Luzie guckt bedeppert, sitzt im Rasen und Fanny galoppiert an mir vorbei ins Haus.
Aha, denke ich so bei  mir!

Mit anderen Worten: Fanny vertrieb einmal mehr einen Eindringling!

Fanny, die so zart und zerbrechlich wirkt, ist ob ihres angestammten
Hauses inklusive Garten sehr selbstbewusst im Auftreten.
Kaum zu glauben aber wahr!

Die nachbarlichen Kater und auch Katzen versuchen bekanntermaßen
immer wieder Terrain zu gewinnen und einen fremden unseren
Garten für sich zu erobern. Ich erinnere mich an einen Vorfall vor Jahren,
da unsere Luzie sogar gebissen worden war und zum Tierarzt musste.
Eine Stelle am Schwanz, da sie sich ob der Schmerzen selbst das Fell
ausgerissen hatte, die dann mit Spritzen etc. behandelt werden musste.

Solche Bisswunden sind nämlich nicht unbedingt
einfach auf den ersten Blick zu erkennen geschweige denn zu finden...

...Luzie hatte danach einen rosaroten Verband, was wiederum auch lustig aussah,
hatte allerdings infolge auch lange Angst in den Garten zu gehen.

Ich musste sie jeweils begleiten.

Inzwischen ist diese Verletzung längst vergessen.

Gott-sei-Dank!

...[m]eine kurze Katzenepisode aus unserem Haus


Jaelle`s Aktion Alles für die Katz`

Wer sich gerne am Projekt “Alles für die Katz” beteiligen möchte,
kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen
Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich alle Katzenfans über schöne Bilder.







»Den Kuß und dann die Kralle,
So sind sie alle.

Die Kralle, dann den Kuß,
Macht ihnen nicht Verdruß.« – 

»Nimm's nicht so schwer! Laß ruhn!
Sie wissen nicht, was sie tun.

Oder geh fort! Geh, wandere!
's gibt andere,
Nicht alle sind Katzen
Und kratzen,
Bist eben zu lang geblieben;
Man muß mit gepacktem Koffer lieben.

Was ist der Koffer? Es ist dein Geist,
Der dich immer gefaßt sein heißt.
In die Liebe zumeist darf nur sich wagen,
Wer auch enden kann und entsagen.« – 

»Dank für den Rat, den mir die Weisheit spricht;
Er lautet: liebe, aber lieb' auch nicht.«


(1807 - 1887), deutscher Philosoph, Lyriker, Erzähler und Ästhetiker