29. Mai 2017

Ortswechsel Tage 21-28

Mein Post vom Starnberger See.

Ein gesundheitlich bedingter Aufenthalt.

...es geht weiter in meinem Reha-Tagebuch

Sonntag

Das Fieber hält sich weiter hartnäckig, jede Anstrengung potenziert sich zu einer enormen
Hürde, die einfachen täglichen Handgriffe mutieren zu Herausforderungen.

Draußen tobt das Leben bei sommerlichen Temperaturen.



Heißer Frühling

Als wolle uns der Frühling nun entgleiten,
hat hitzig sich schon Sommer eingestellt.
Es mischen sich so wirr die Jahreszeiten,
befremdlich hier in unsrer kleinen Welt.

Der Klimawandel zeigt sich unbestritten,
und Permafrost gar in den Alpen taut.
Auch dort,wo sonst ins Tal die Gletscher glitten,
hat Trockenheit Geröllhalden gebaut.

Die Wissenschaftler seit Jahrzehnten warnen
davor, was falsches Handeln richtet an,
doch lässt der Mensch im Alltag sich umgarnen
von dem, was ihm Bequemes schaffen kann.

Da braucht es Weitblick, einen starken Willen,
dass wir das, was uns droht, noch halten auf.
Natur kann ohne uns sich neu erfüllen,
nimmt fühllos unsren Untergang in Kauf.

Es wäre an der Zeit, jetzt aufzuwachen,
zu lösen sich von jenem Wachtumswahn,
der, Ausbeutung und Gier in seinem Rachen,
uns wirft heraus aus unsres Lebens Bahn!

© Ingrid Herta Drewing, 2017

Dankeschön, meine liebe Ingrid - meine liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht.


Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!








Mein Freund, der Baum

 ruft Ghislana auf ihrem Blog aus und ich wurde hier
in Bernried bei meiner Radtour fündig.

Die Methusalemeiche wie andere Bäume sind ein Erlebnis
besonderer Art.

300 Jahre wachsen - 300 Jahre leben - 300 Jahre sterben. So werden die Phasen der Methusalemeiche beschrieben. Wobei die letzte Phase eine Metamorphose bedeutet. Das Vererben der gesammelten, erwachsenen Güter im Stamm, den Zweigen, dem Blattwerk. Eine Weitergabe an die Natur zurück, wobei sich ein bedeutender Kreislauf schließt... ich beschreibe es mit meinen Worten aus den gesammelten Texten.



Hier stellte ich ehrfurchtsvoll mein Rad ab...

Bernried am Starnberger See nennt sich Baumdorf. Zwei wunderschöne Parks und das ganze Dorf sind mit mächtigen Solitären durchsetzt. Viel wird für die Baumpflege getan und die alten Alleen und Baumstreifen werden nachgepflanzt. Etwa 10 Vereine, Gruppierungen und Projektgruppen im Rahmen des Zukunftsbilds beschäftigen sich mit diesem Thema und leisten hervorragende Arbeit.
In Anlehnung an die Idee der „Kulturdörfer Europas“ entstand bei uns der Gedanke, uns zum „Baumkulturdorf Europas“ auszurufen und uns in ganz Europa Partner zu suchen. Hintergrund ist, dass wir den ländlichen Raum stärken und aufzeigen wollen, wie wichtig die Beschäftigung der Bevölkerung mit ihrer Zukunft ist. Das Baumkulturdorf soll aufzeigen, dass eine intakte Umwelt, und der Baum steht dafür, Grundvoraussetzung für eine lebenswerte Zukunft ist.
So steht in einer Broschüre der Gemeinde zu lesen!





Montag - Freitag

Sämtliche Aktivitäten, die seit Freitag für diese Woche im Reha-Plan vorliegen, sind gestrichen.
Das Fieber fällt nur kurz nach einer jeweiligen Tablette Novaminsulfon.
Daneben Hustensaft, Halsdragees - eben die Artillerie gegen Grippe & Co. KG.


Was [emp]fand ich im Mai?


Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,

zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick bei Birgitt.

Verschiedenes steht ohnehin in den einzelnen Posts für den Monat Mai, was jedoch in keinem


Post zu finden war, erzähle ich noch nebenbei hier zum Monatsrückblick.




Habt es alle fein und eine angenehme Woche!

Heidrun


Verlinkt mit Image-Ing und

27. Mai 2017

Ortswechsel Tage 15-21

Mein Post vom Starnberger See.

Ein gesundheitlich bedingter Aufenthalt.

...es geht weiter in meinem Reha-Tagebuch

Seit Donnerstag, dem Vatertag beziehungsweise Christi Himmelfahrt, liege ich nun mit Fieber 38,7 C und Grippe danieder. Meine Tagebucheintragungen sind daher noch unvollständig...

..."I won't complain" singt Benjamin Clementine und das übernehme ich jetzt 'mal!


Samstag

Am Samstag, 20. Mai eine Premiere, meine allerallererste e-Bike-Ausfahrt!
Die erste Tour führte unweit der Klinik nach Bernried, davon hier im Post.

Nach langem Zögern, da ich hoffte und betete unter anderem das ramponierte Knie möge seinen Dienst in bekannter Form aufnehmen, freue ich mich dankbar, um die Unterstützung des Motors vom e-Bike und nun einmal wieder Rad zu fahren. Hach, war das herrlich!

Am Bernrieder Kloster vorbei, da ein gut befahrbarer Weg das Seeufer säumt, lässt sich der
glitzernde Starnberger See im frühen vormittäglichem Sommerlicht zur linken Seite genießen,
als auch die Landschaft zur rechten. Verhaltenes Tempo, kurzes Stoppen mit dem Blick bis
hinüber zum Ostufer. Die Vögel pfeifen ihre Lieder. Wenige Spaziergänger und andere
Radfahrer, die im freundlichen Zunicken meinen Weg kreuzen.

Wie weit werde ich kommen?

Da der Rückweg kräftemäßig einkalkuliert werden muss. Bis Seeshaupt!?

Nun, vielleicht bei der nächsten Tour.

So halte ich an unweit eines mächtigen Baumes, einer Methusalem Eiche.








Sonntag

An den See, ans Ufer zog es mich erneut. Selbstverständlich bei diesem frühsommerlichen Wetterchen: Morgens eine leichte Kühle, die verheißend Wärme ankündigte.


Montag

Eine kurze Woche - bedingt durch den Feiertag Christi Himmelfahrt - beginnend mit Achtsamkeit und folgend mit Anwendungen in der Bäderabteilung. Was ich mit Spannung und Hoffnung erwarte, durch den Bruch im Vorderfuß (Ende Januar 2017) hatte sich ein sogenanntes Morton Neurom gebildet.


Christi Himmelfahrt
Viele Theologen betonen heute umgekehrt die Gemeinsamkeit von Auferstehung und Himmelfahrt. Nach Conzelmann/Lindemann besteht kein prinzipieller Unterschied zwischen Auferweckung und Erhöhung Jesu: „Generell gilt, daß Jesu Auferweckung niemals als bloße Wiederbelebung seines Leichnams […] verstanden worden ist; das Ostergeschehen bedeutet Jesu Einsetzung in eine einzigartige Würde (vgl. Röm 1,3f LUT), also im Grunde Auferweckung und Erhöhung zugleich. Das gilt auch dort, wo wie im Hymnus Phil 2,6–11 LUT nur von der Erhöhung, nicht aber von der Auferweckung die Rede ist, oder wo umgekehrt eine explizite Erhöhungsaussage fehlt (vgl. 1 Kor 15,4 f. LUT). Zwar ist jeweils der Akzent verschieden gesetzt; aber ein prinzipieller Unterschied besteht nicht.“ „Erst später werden Auferweckung und Erhöhung (Himmelfahrt) bewusst voneinander getrennt, ohne dass es jedoch zu einer einheitlichen Sicht gekommen wäre (nach Lk 24,51 LUT erfolgte die Auffahrt in den Himmel am Ostertag, nach Apg 1,3.9 f. LUT erst vierzig Tage danach). […] Später wird unterschieden zwischen den eigentlichen Ostererscheinungen auf Erden (Lk 24 LUT; Apg 1 LUT) und den anderen Erscheinungen Christi vom Himmel her (Apg 7,55 f. LUT; Apg 9,3 ff. LUT).“ Das Grundereignis ist der Sieg. Gott zieht seinen Sohn heraus und empor. Dies ist ein Triumph über alle Mächte dieser Welt, ein Triumph, an dem alle Christen Anteil haben.

Dienstag

Wieder Achtsamkeit und danach Kunsttherapie zum Kanalisieren der Schmerzen.
Ein hochwirksamer Vorgang für mich, das hatte ich längst erkannt und handhabe die Kunst
mit Freude, Genuß und Hingabe. Während die Achtsamkeit gewinnend dazu kombiniert wird.

Mittwoch


Donnerstag

Feiertag, den jeder nach eigenem Geschmack verbringen darf.

Freitag

Kleines Programm zum Wochenabschluß: Was bedingt durch das hohe Fieber komplett ausfallen musste. Bow, so etwas habe ich lange nicht mehr erlebt! Ich war zu schwach, um ein Glas Wasser zu heben. Konnte nur noch den Notknopf drücken. Und wurde wirklich vorbildlich betreut. Die Nachtschwester sah mehrfach nach mir, wofür ich sehr dankbar war.



Rettet unsere Ozeane - jetzt Plastikverschmutzung stoppen!

Im Jahr 2050 wird mehr Plastikmüll in unseren Ozeanen schwimmen als Fische.

18. Mai 2017

Ortswechsel Tage 9-14

Mein Post vom Starnberger See.

Ein gesundheitlich bedingter Aufenthalt.

...es geht weiter in meinem Reha-Tagebuch

Sonntag

Stand bereits als Ankündigung im  Post; der Busausflug nach Benediktbeuren,
 in die berühmte, gern besuchte ehemalige Abtei der Benediktiner.

Nun folgen die Bilder, mein Bericht in diesem Post mit vertiefender
Erläuterung von Wikipedia.




Kloster Buron/Benediktbeuern ist sehr wahrscheinlich bereits 725/728
von Karl Martell während zweier Feldzüge nach Bayern als weltlicher
Stützpunkt und als Wach- und Kontrollstation vor dem Kesselberg an
taktisch günstiger Stelle gegründet worden.
Karl Martell setzte dabei den hochadeligen Alemannen Lantfrid, ein Mitglied
der Huosi, als seinen verlässlichen Vasallen ein. Um 739/740 wurde das
St. Jakob und St. Benedikt geweihte Kloster als Benediktinerabtei begründet.

Erzbischof Bonifatius führte Lantfrid als Benediktinerabt ein und weihte die erste Klosterkirche.


Es gab eine Schreib- und Unterrichtsschule, von deren Arbeit zahlreiche Codices aus dem 8. und 9.
Jahrhundert zeugen. Das im 8. Jahrhundert in Kochel am See begründete Frauenkloster
verlegte nach Zerstörung durch die Ungarn 908 (spätestens 955) in das Kloster
Benediktbeuern, wo es bis ins 14. Jahrhundert seinen Sitz auf der Nordseite des
Männerklosters hatte.










Störche für Ghislana,
die den "Natur-Donnerstag" von Jutta weiterführt.












Zitat.

ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine
sehr gerne besuchte Aktion.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Den Text kann ich leider z.Zt. nicht im Bild integrieren, mit der hier vorhandenen
Software unmöglich: Ich bitte um Nachsicht.

An jeden guten Gedanken,
jede gute Empfindung
einen Stein hängen,
sie verankern.

(1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer




Montag

Eine neue Woche, die mit Morgenbewegung unweit des Ufers startet. Und am frühen
Abend mit Atem & Stille für mich eine neue Türe öffnete, da Ruhe im Speziellen
die innere Ruhe sich schlecht erzwingen lässt.


Dienstag

Farewell, was sich verabschieden heißt: Es passt mir, mich von Schmerzen und Unpässlichkeiten zu verabschieden! Mein aktiver Vorgang, da ich nicht der Typ bin, passiv zu sein, mit mir dies und das geschehen zu lassen. Farewell ist übrigens verlinkt mit einem Video-Clip...

...heftiger Schwindel erfasste mich dienstags, so dass es erst einmal Rückzug hieß und Ruhe. Nachmittags wurde es peu a peu wieder besser.


Mittwoch

Sonnenschein mit annähernd sommerlichen Temperaturen verwöhnen uns heute:
Es hieß Nordic Walking.

Es hat richtig Spaß gemacht...


 Scheinakazie

Die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia), auch verkürzt Robinie,
Weiße Robinie, Falsche Akazie, Scheinakazie, Gemeiner Schotendorn oder
Silberregen genannt, ist ein sommergrüner Laubbaum. Ursprünglich aus
Nordamerika stammend, wurde er seit über 300 Jahren überall in Europa
in Parks und Gärten gepflanzt und ist längst auch wild sehr weit verbreitet.





Die Kröten und der klappernde Storch

„Ach“,klagten die Kröten,
„wie sind wir in Nöten,
nun da Hitze heizt auf unsren Teich!
Auch trocknet aus unser Erdhöhlenreich.“

„Ja,hier ist es öde,
drum seid nicht so blöde!
Folgt mir nur, ihr Lieben, ich helf euch sogleich!“
So lockte der Storch, begann bösen Streich.

„Ich führ‘ euch zur Stelle
der sprudelnden Quelle,
da ist der Boden so feucht und auch weich,
sogar einen Tümpel gibt’s für euren Laich!“

Die Kröten, nicht hell,
sie folgten sehr schnell
dem Führer und sahen heil schon ihr Reich.
Zu spät bemerkten sie’s dann, todesbleich:
Sie waren für Storch nur zappelndes Fleisch.

Und die Moral von der Geschicht‘:
Folgt jenen falschen Führern nicht,
die euch das große Heil versprechen,
sonst wird es sich recht bitter rächen!

© Ingrid Herta Drewing,2016

Dankeschön, meine liebe Ingrid - meine liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!




...sich slebst verwöhnen: Ich tat es mit ein Paar modischen Babouches...




Donnerstag

Das Wetter sommerlich! Eine leichte Brise vom See, die ermunterte. So entschied sich unsere
Physiotherapeutin statt in der Halle Körperwahrnehmung zu betreiben stattdessen mit uns die
Boccia-Bahn aufzusuchen. Was für ein Vergnügen...

...Erinnerungen an die Kindertage wurden erweckt.

 

Freitag

Nach dem Wake-Up, morgendliche Bewegungen, Atemübungen vor dem Schloß ging ich zur Ausgabe für die Räder. Ein e-Bike für den Samstag ließ ich mir eintragen. Nach langer, langer Abstinenz vom Fahrrad, soll dies ein Einstieg sein. Mal sehen, wie es sich fahren lassen wird.





Habt es alle fein und ein angenehmen Wochenende!

Heidrun


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14. Mai 2017

Ortswechsel Tage 8-9

Mein Post vom Starnberger See.
Ein gesundheitlich bedingter Aufenthalt.

...es geht weiter in meinem Reha-Tagebuch

Samstag

Wie verfliegt doch die Zeit, nun bin ich bereits 10 Tage hier in Höhenried.

Im Leben nicht ausbrennen... dabei schwebt vor meinen Augen
sinnbildlich eine
Motte ans Licht und vergeht!


Achtsamkeit hieß es jeden Morgen für mich und die Mitpatienten nach dem Frühstück
und es bedeutet, auf sich selbst zu horchen, zu sehen mit allen Sinnen sich spüren.
Das verlangt freilich nach einem Zeitraum, den ich mir am Tag zugestehe.
Dann entstehen Kräfte, die wir für unsere Mitmenschen, die Arbeit und in erster
Linie für die liebsten Personen in der Familie natürlich.


 Meine Aquarellzeichnung entstand nach dem ZIB bei Julia!
Samtpfote Fiona heißt ihr Blog

Bernried

Vermutlich ist die Gründung des Ortes bereits im 8. Jahrhundert erfolgt, da gab es die ersten Besiedlungen. Leider fehlen jedoch urkundliche Aufzeichnungen für den Zeitraum. Ein erster Siedler Pero hatte dem Ort den Namen gegeben: Pernried, Pernriet, Pernryed, Perenried oder auch Bärnried gehört wohl zu den ältesten Siedlungen am Würmsee.

Anno 1120 dann die Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts Bernried durch Graf Otto I. von Valley (eine Seitenlinie der Wittelsbacher) und seiner Gemahlin Adelheid. Der Geschichtsschreiber Paul von Bernried und die sel. Herluca spielen in der Frühgeschichte des Stifts eine wichtige Rolle
Quelle:Wikipedia


Sonntag

Ein Ausflug ist geplant und ich freue mich darauf. Es geht zunächst nach Benediktbeuren und dann weiter zum Kochelsee mit Überfahrt, einer Einkehr und wieder zurück.
Mal sehen, was es alles zu entdecken gibt.


Habt es alle fein und einen angenehmen Muttertag!

Heidrun


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WednesdayAroundTheWorld

12. Mai 2017

Ortswechsel Tage 5-7

Das erste Wochenende am Starnberger See.

Mein Weg durch Tutzing...

Tutzing liegt quasi ein Katzensprung entfernt von der Klinik für Orthopädie Höhenried am
Starnberger See. Jetzt im Frühjahr offenbart sich die Natur, es sieht zum Träumen schön aus, wenn
der morgendliche Dunst allmählich von Sekunde zu Sekunde vom See weicht: Im Norden den Blick
zu den Bergen freigibt, gen Osten zum gegenüberliegenden Seeufer.

Das erste Wochenende versprach längst erwartete Sonne und bot eine adäquate Temperatur.

Endlich!

 Ein Busshuttle von der Klinik brachte uns kurzerhand in den Nachbarort und holte zur
vereinbarten Stunde auch wieder ab. Sehr praktisch, denn etliche Patienten - zu denen ich
letztendlich ebenfalls gehöre - sind schlecht zu Fuß!





Der Post wird verlinkt mit Paleica,
die folgendes Motto im Mai ausgelobt hat:

"Auf der Straße"

...und ich bewege mich auf den Straßen rund um den Starnberger See!
Die in den nächsten Wochen nach und nach im Post gezeigt werden.

Zitat aus dem SZ-Magazin *Link  steht zu lesen:

Für welche Seite des Starnberger Sees man sich entscheidet,
gleicht einem Glaubensbekenntnis:
Am Westufer sind die Porsche Cabrios zu Hause und die Goldbestände
werden gern schon an der Gartenpforte präsentiert.
Am Ostufer wohnen die Autoren, Fotografen und Filmproduzenten,
getarnt als Geländewagenfahrer, die in renovierten Bauernhöfen
mit Kunstwerken an den Wänden wohnen.
Autos sind hier nur mit Anliegerausweis erlaubt, es sei denn, man gönnt
sich ein Strafticket für 15 Euro. Am besten radelt man also am Uferweg entlang...




Tutzing

Wikipedia klärt auf
Grabhügel aus Bronze- und Eisenzeit belegen, dass die Gegend um Tutzing
bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Hinweise auf die Anwesenheit
von Römern geben Reste eines Gutshofes am Deixlfurter See.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 742 durch eine Schenkung
an das Kloster Benediktbeuern.

Der Name Tutzing stammt übrigens von der Familie Tozzi und Tuzzo aus dem
Adelsgeschlecht der Huosi. Das deutet darauf hin, dass der Ort bereits im
6. Jahrhundert bestand. Nachdem das Geschlecht der Tuzzinger
ausgestorben war, erwarb das Münchner Patriziergeschlecht 
der Dichtl um 1480 den Ort.

Bernhard dem Älteren Dichtl wurde 1519 vom Herzog von Bayern die
Hofmarksgerechtigkeit über Tutzing verliehen. Damit durfte er als
Tutzinger Schlossherr von seinen Untertanen Steuern erheben und
die niedere Gerichtsbarkeit ausüben.

Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert ein einfaches Fischerdorf, in dem es
ab dem 16. Jahrhundert immer wieder Auseinandersetzungen um die
Fischrechte zwischen Hoffischern und der Herrschaft der Hofmark Tutzing gab.

_________

Tutzing is a municipality in the district of Starnberg in Bavaria, Germany,

on the west bank of the Starnberger See.
Just 40 km south-west of Munich and with good views of the Alps,
the town was traditionally a favorite vacation spot for those
living in the city.


Take a sit - Bitte Platz nehmen...

Montag

Eine neue Woche beginnt... mit Regen. Mein Morgen beginnt jedoch harmonisch mit einer liebevollen Begrüßung vom geliebten Mann: Was kann es Schöneres geben?

"Wie kannst du nur am Morgen
Das Licht der Sonne borgen
Und leuchten, wie sie selber schier –
Und dann, nach wenig Stunden,
Ist alles hingeschwunden,
Und graue Nacht in dir?"
Christian Morgenstern... Auszug

Als nächstes die Gedanken, die zu einer sehr, sehr netten und guten Blogfreundin fliegen, da ein
Trauerfall eintrat - dann als nächstes im Freundeskreis ein runder Geburtstag, unorthodox
stößt meine Kaffeetasse mit an zur Gratulation.

Der Tagesplan sieht ein Entspannungstraining vor, am Nachmittag Bewegungstherapie.
Dazwischen Leerzeiten der Muße, denn eines meiner Reha-Ziel definierte ich, den Finger auf
die Entschleunigung zu legen. Zwei Termine, die ich absolvieren kann und mir Zeit
gönne für mich selbst da zu sein.


Dienstag

Heute nach der Körperwahrnehmung, da meine lädierten Knochen sich deutlich meldeten,
war ich ausgesprochen glücklich in der Kunsttherapie-Gruppe gelandet zu sein.



Traum

Mir träumte schön von einem Garten,
gar reich erfüllt von Blütenduft,
wo singend bunter Vögel Arten
erheben leicht sich in die Luft.

Dort äsen Rehe auf der Wiese,
ganz ohne Scheu, doch elegant,
und alter Bäume grünes Sprießen
schenkt Schatten dort mit milder Hand.

Und Menschen wandeln zeitlos, heiter,
ihr Lächeln von der Liebe spricht.
Sie sind des Glückes Wegbereiter
und fürchten Tod und Stunde nicht.

Es scheint, sie haben längst vergessen
dies’ irdisch Los, auch Müh und Plag,
so sanft sind sie, von nichts besessen,
was ihren Geist zu lähmen mag.

Sie singen, und sie musizieren
und widmen sich der Poesie.
Die Zeit im Schönen zu verlieren,
ist ihres Liedes Melodie.

Und unter Sternen traulich leben
in Frieden und in Harmonie.
Ich sah den Ort im Traum entschweben.
Doch blieb ein Hauch
von Poesie.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, meine liebe Ingrid - meine liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!





Zitat...

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine
sehr gerne besuchte Aktion.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Dem Aufenthalt am Starnberger See geschuldet, bringe ich einen Spruch, der
auf einem Haus von 1564 geschrieben steht:

Das Haus ist mein und doch nicht mein.
Beim Nächsten wird es auch so sein.
Den Dritten trägt man auch hinaus.
Nun sagt mir doch: Wem ghört des Haus?


Das Bauernhaus im Heimatstil, ein breit gelagerter, zweigeschossiger Satteldachbau mit verbrettertem Oberstock und umlaufender Laube, entstand 1911 unter der Leitung des Architekten Engelbert Schnell.


Fischerhochzeit

Die Tutzinger „Fischerhochzeit“ ist ein historisches Spiel, das an die Ursprünge des Ortes als
Fischersiedlung anknüpft und alte Traditionen und Bräuche wachhalten möchte.

Die historische Fischerhochzeit ereignete sich 1812 zur Zeit Napoleons und erzählt die
Geschichte des nach vielen Jahren vom Russlandfeldzug heimkehrenden Tutzinger
Bauernsohn Michael Gröber, der endlich Veronika Bierbichler, die Tochter eines
Fischermeisters von der anderen Seeseite, heiraten kann.

Erstmals wurde die „Fischerhochzeit“ 1929 mit vielen Darstellern aus dem Ort aufgeführt,
mit Begeisterung wurde sie 1935 wiederholt. Eine dritte Aufführung gab es 1953

Meine Recherche ergab: Der Polterabend findet beim „Gröberhof“,
(gemeint ist nämlich der Guggerhof ), dort anschließend Tanz auf der Hauptstraße.



Am Steg mit Blick hinüber zum Ostufer

...egal, ob man alleine oder...



...zu zweit den See, die Berge genießt, es ist herrlich!


Ankündigung an der Litfaßsäule




Ein Igel auf dem Kofferraumdeckel


Ein nette, typische Straßenbezeichnung


Ein Eckhaus an der Straßenkreuzung, das für den Baustil rund um den See spricht...


...noch einmal das Eckhaus mit einer Zeichnung: Vermutlich sind es die Eigentümer.





Mittwoch

Der Morgen lächelt mir verheißend entgegen, versprach sonnig zu werden. Nach dem Frühstück
steht eine Bewegungsrunde durch den weitläufigen Park und vor allem am Ufer entlang.

Die Bilder erzählen für sich.



 Etliche botanische Hinweise an den Sträuchern und
Bäumen in der Parkanlage der Klinik.



Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Daneben: Eine tüchtige Wasserlache von den vergangenen
Niederschlägen dieser Tage, die das Laufen über die Rasenfläche
schwierig machen: Man versinkt regelrecht!






Donnerstag

Auf dem Programm: Achtsamkeit - Kunsttherapie - Bewegungstherapie in der
Halle mit dem Ball die Balance finden - schließlich noch ein
Entspannungstraining.

Sieht auf den ersten Blick überschaubar aus, doch es reicht mir voll und
ganz, um nach dem Abendessen gerade noch eine Runde durch den Park
mit weiteren Patientinnen zu gehen.


Freitag

Zum Abschluß der ersten Therapiewoche stelle ich fest: Logisch, mein Mann fehlt
mir sehr - doch die Idylle am Starnberger See ist enorm erholsam für mich.

So war das gedacht!




Das heutige Gelände von Schloss Höhenried in Bernried wurde in den Jahren 1914 (Hofgrund

Bernried, Gut Adelsried) und 1927 (Gut Höhenried) von der im Jahre 1884 in St. Louis geborenen

Miterbin der Anheuser-Busch-Brauerei, Wilhelmina Busch, und ihrem ersten Ehemann,

Eduard Scharrer aus Stuttgart erworben.

Das Ehepaar Busch-Scharrer kaufte zunächst die Postvilla in Bernried und genoss großes gesellschaftliches Ansehen


In den darauffolgenden Jahren ließ das Ehepaar Busch-Woods den circa

600.000 Quadratmeter großen Park nach seinen Plänen umgestalten, und es

wurden u. a. die Mississippi-Weiher und ein Gehege mit weißen

Damhirschen errichtet, die bis heute Bestand haben.




Der kleine Toni möchte die Tiere gerne füttern!

Im Vergleich zu anderen wildlebenden Huftieren kommen beim Damhirsch Farbanomalien
verhältnismäßig häufig vor. Dieses häufige Auftreten ist vermutlich auf die jahrhundertelange
halbdomestizierte Haltung in Hirschparks zurückzuführen. Dạm|hirsch, der; -[e]s, -e [spätmhd. dam < mhd. tāme, ahd. tām(o) = Damhirsch < lat. dama, ursprünglich: Alle rehartigen Tiere bezeichnend]: Hirsch mit [rot]braunem, weiß geflecktem Fell und Schaufelgeweih

Die Wörter Damwild, Dambock und Damhirsch gehen als verdeutlichende Komposita auf das
mittelhochdeutsche tãme zurück, das wiederum auf dem lateinischen dama beruht, womit rehartige Tiere bezeichnet wurden.
Die Bezeichnung hat also überhaupt nix mit einem Damm zu tun!


In freier Wildbahn weisen heute von zehn Damhirschen einer bis drei eine von der normalen
Färbung abweichende Fellfarbe auf. Einige Individuen haben ein Sommerhaarkleid, das in seiner
Farbe an die von Rothirschen erinnert und bei denen die Fleckung fast oder ganz fehlt.
Sie weisen jedoch noch den dunklen Aalstrich und die dunkle Umrandung des Spiegels auf.
Andere haben ein hellbraunes Sommerkleid mit der für Damhirsche typischen weißen Fleckung,
ihnen fehlt jedoch der Aalstrich, lediglich die Schwanzoberseite ist dunkel. Bei diesen Tieren
sind typischerweise die Körperseiten, die Bauchunterseite sowie die Beine fast weiß.





Die Damhirsche und -rehe teile ich mit Euch bei
 

die den "Natur-Donnerstag" von Jutta weiterführt.



Habt es alle fein und ein angenehmen Wochenende!

Heidrun


Verlinkt mit Image-Ing und