31. Dezember 2018

Mein lieber Fisch...

...oder: als ich noch ein Seepferdchen war

Mein lieber Fisch ist ein Gedichtband von Arezu Weitholz,
das seit Jahren mein Bücherregal schmückt.

Verse zum Schmunzeln würde ich behaupten und gleichsam zum Nachdenken.
- unbezahlte Werbung -


Der Fisch... wo fange ich an, wo höre ich auf?!

Da ist der Hecht, die Forelle, oder beim Ringelnatz, der konnte es mit
dem Seepferdchen, nämlich mich beeindrucken!


Als ich noch ein Seepferdchen war,
im vorigen Leben,
wie war das wonnig, wunderbar
unter Wasser zu schweben.

In den träumenden Fluten
wogte, wie Güte, das Haar
der zierlichsten aller Seestuten,
die meine Geliebte war.
Wir senkten uns still oder stiegen,
tanzten harmonisch umeinand,
ohne Arm, ohne Bein, ohne Hand,
wie Wolken sich in Wolken wiegen.

Sie spielte manchmal graziöses Entfliehn,
auf dass ich ihr folge, sie hasche,
und legte mir einmal im Ansichziehn
Eierchen in die Tasche.

Sie blickte traurig und stellte sich froh,
schnappte nach einem Wasserfloh
und ringelte sich
an einem Stengelchen fest und sprach so:
Ich liebe dich!

Du wieherst nicht, du äpfelst nicht,
Du trägst ein farbloses Panzerkleid
und hast ein bekümmertes altes Gesicht,
als wüßtest du um kommendes Leid.

Seestütchen!

Schnörkelchen! Ringelnaß!

Wann war wohl das?

Und wer bedauert wohl später meine restlichen Knochen?

Es ist beinahe so, dass ich weine -

Lollo hat das vertrocknete, kleine

schmerzverkrümmte Seepferd zerbrochen.

Joachim Ringelnatz

____


Und es passt diesbezüglich vergnüglich zum Motto von MooMania.

Alle vierzehn Tage unter einem anderen Motto

Ein weiterer Post für eine Aktion von Moo-Mania & More,
die nach Fischen fragen in ihrem Thema.





Bookmarks for MooMania: Lydia & Ludwig



Der Hecht

Ein Hecht, vom heiligen Anton
bekehrt, beschloss samt Frau und Sohn,
am vegetarischen Gedanken
moralisch sich emporzuranken.

Er aß seit jenem nur noch dies:
Seegras, Seerose und Seegries.
doch Grieß, Gras, Rose floss, oh Graus,
entsetzlich wieder hinten aus.

Der ganze Teich ward angesteckt.
Fünfhundert Fische sind verreckt.

Doch Sankt Anton, gerufen eilig,
sprach nichts als: „Heilig! heilig! heilig!“

1871 - 1914, deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer



Die Forelle

In einem Bächlein helle,
da schoss in froher Eil'
die launige Forelle
vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade,
und sah in süßer Ruh'
des muntern Fisches Bade
im klaren Bächlein zu.

Ein Fischer mit der Rute
wohl an dem Ufer stand
und sah's mit kaltem Blute,
wie sich das Fischlein wand.
So lang dem Wasser Helle,
so dacht ich, nicht gebricht,
so fängt er die Forelle
mit seiner Angel nicht.

Doch plötzlich ward dem Diebe
die Zeit zu lang. Er macht
das Bächlein tückisch trübe,
und eh' ich es gedacht,
so zuckte seine Rute,
das Fischlein zappelt dran,
und ich mit regem Blute
sah die Betrogne an.

Die ihr am goldnen Quelle
der sichern Jugend weilt,
denkt doch an die Forelle;
Seht ihr Gefahr, so eilt!
Meist fehlt ihr nur aus Mangel
der Klugheit, Mädchen, seht
Verführer mit der Angel!
Sonst blutet ihr zu spät.


1739 - 1791, deutscher Dichter und Musiker, Organist und Kapellmeister
am württembergischen Hof in Ludwigsburg, wurde wegen seiner offenen
Meinungsäußerung und Polemik als Gegner der absolutistischen Ordnung
vom Herzog von Württemberg 1777-1787 auf der Festung Hohenasperg
gefangen gehalten





Politisch betrachtet
Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.





Ganz anders betrachtet es dagegen Morgenstern im

Fisches Nachtgesang

-
U U
-- -
U U U U
-- -
U U U U 
-- -
U U U U
-- -
U U U U 
-- -
U U
-

Christian Morgenstern



28. Dezember 2018

Der letzte Plausch im Jahr...

...Visionen für die kommenden Monate!

Mit unbezahlte Werbung

Be careful!

Die Weihnachtszeit, der Weihnachtsabend und die darauffolgenden Festtage verklangen in
angenehmer Atmosphäre, vollkommen losgelöst von hektischer Rennerei zwischen Ladengeschäften,
den Backofenaktionen, ohne Geschenkerummel - wir, der geliebte Mann und ich schenken/ kaufen
nämlich unter dem Jahr alles was gebraucht und oder gewünscht wird.

Einen kleinen Wehmutstropfen am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es dennoch:
wir standen über eine Stunde im Stau auf der Autobahn. Wunderten uns dabei über
Kolonnenspringer und segneten dankbar und bewusst unser Glück nicht am Ort des
Geschehens selbst in den Unfall verwickelt zu sein.

Wieder ist es soweit und es heißt  Mosaik Monday

- Mosaic Monday a weekly meme where we get together to share our photo mosaics -


- Attention -

Auf dem Weg zum Weihnachtsessen nach Kühbach gerieten wir unvermittelt in den besagten Stau.
Tagsdarauf konnte ich den Grund des Unfallhergangs in der Tageszeitung lesen:
ein Mann hatte versucht auf der Autobahn zu wenden.

Unglaublich aber leider, leider wahr.

Ein weiterer Crash ergab sich infolge eines Manövers, da die Rettungsgasse nicht frei war und
ein Abschleppwagen dann noch zusätzlich einen Pkw rammte.

Auf diese Weise waren dann zwei der drei Spuren komplett blockiert.

Der Dummheit begegnen?
Dazu könnte man sich stundenlang auslassen und trotzdem keinerlei Ergebnisse erzielen.
Nietzsche bezeugt seine Einstellung folgendermaßen, was sicher nicht jedermanns
Sache sein dürfte...

Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten
und sanftesten Menschen zuletzt brutal.
Sie sind damit vielleicht auf dem rechten Wege der Verteidigung;
denn an die dumme Stirn gehört, als Argument,
von Rechtswegen die geballte Faust.

Aber weil, wie gesagt, ihr Charakter sanft und billig ist,
so leiden sie durch diese Mittel der Notwehr mehr als sie Leid zufügen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
1844 - 1900, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister
Erster Band. Sechstes Hauptstück: Der Mensch im Verkehr







Das gilt meiner unmaßgeblichen Meinung nach nicht alleine dem
Unglückseligen, der den Schlamassel auf der A8 verursacht hatte.

Viel mehr denke ich unverblümt an diverse Politiker dieser unserer Epoche.


Es gibt Leute, deren ganzes Verdienst darin besteht,
Dummheiten zu sagen und zu tun.
François VI. Duc de La Rochefoucauld
1613 - 1680, franz. Offizier, Diplomat und Schriftsteller
Quelle: Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen
(Réflexions ou sentences et maximes morales), endgültige Fassung 1678
Erste deutsche Übersetzung von August Bohse





Kühbach lag viele Jahre nur am Wegesrand. Warum auch immer?!
Nun sollte es wohl sein, dass wir den Ort für uns entdeckten: kein anderes
Restaurant/ Gasthaus kochte ringsherum in der Region an den Feiertagen.

Kühbach von mir betrachtet.

Im 10./12. Jahrhundert gründet Graf Adalbero und seiner Frau ein
Benediktinerkloster zu Ehren des heiligen Magnus. Das Kloster steht über
Jahrhunderte zentral in der Region und existiert bis heute.

Es besiedelten im 14./16. Jahrhundert in der Nachbarschaft des Klosters
zunehmend Menschen und im Jahre 1405 verlieh daher Herzog Stephan dem
Ort Kühbach das Marktrecht. Kühbach erhielt die Erlaubnis, ein besonderes
Marktwappen zu führen und die Freiheit Märkte abzuhalten.

Auch heute wird das Wappen weitergeführt und zeigt: eine Kuh.

Im 18. Jahrhundert zählte Kühbach um die 70 Anwesen mit etwa 453
Einwohnern. Ein Schulhaus wurde gebaut und das Kloster musste
weitere Kriege und Zerstörungen überstehen, wie die Gegend überhaupt.

Das Kloster von Kühbach wurde im 19. Jahrhundert an Privatleute verkauft und
als Bayern im 1809 ein Königreich wird, wurde eine Gemeindeverwaltungen
etabliert. Unglücklicherweise zerstört 1860 ein Brand großflächig das Klosters.

Die Familie Beck-Peccoz erwarb das Kloster Jahre später und restaurierte es.
Bis heute ist das Gebäude im Besitz der Familie.





Habt es fein & ein schönes Wochenende


Heidrun



Verlinkt mit Nova`s ZiB, 

27. Dezember 2018

Monatsrückblick Dezember

Oder: gleichzeitig ein Revue passieren lassen des Jahres


Weihnachten ist kein Zeitpunkt und keine Jahreszeit,
sondern eine
Gefühlslage.
Frieden und Wohlwollen in seinem Herzen zu halten,
freigiebig mit Barmherzigkeit zu sein, das heißt,
den wahren Geist von Weihnachten in sich zu tragen. 
Calvin Coolidge (1872-1933), amerikanischer Politiker, 30. Präs. der USA



Glücksbringer

- Wikipedia klärt auf -
Unter anderem sollen Schornsteinfeger Glück bringen und das nicht nur zum Jahreswechsel. Mich interessierte, woher dieser Brauch kommt...

Der Kaminkehrer gilt neben dem Hufeisen oder dem Glückspfennig, den vierblättrigen Kleeblättern, den Marienkäfern oder Schweinen als Glückssymbol aus verschiedenen Gründen.

Zunächst brachte der schwarze Mann Sicherheit und Glück ins Haus, da er mit seiner Arbeit Brände verhinderte. Durch das regelmäßige Kehren und Reinigen des Schornsteins beugte er dem gefährlichen Russbrand vor und schützte damit Leib und Le­ben, bewahrte den Besitz der Bewohner. Der Schwarze Mann besuchte uns zum Ausklang des Jahres um die Emissionen zu messen...

Bereits im Mittelalter war es vorgeschrieben, dass die Bürger ihre Schornsteine zweimal im Jahr reinigen lassen mussten. Wer sich dieser Pflicht entzog und es infolge dadurch zu einem Schornstein­brand kam, wurde mit Strafe belegt. Entwickelte sich aus dem Feuer gar eine Feuersbrunst, verhängten die Verantwortlichen entsprechend schwere Strafmaßnahmen. Damit war der Kaminkehrer ein gern gesehener Gast und sein Handwerk geschätzt.

Darüberhinaus inspirierte die schwarze Kleidung und das mit Ruß verschmierte Gesicht die Bevölkerung zu mystischen Geschichten und Aberglauben. Der Kaminkehrer soll als fahren­der Geselle dem Teufel nicht unähnlich und daher in der Lage gewesen sein, böse Geister und den Teufel selber bezwingen zu können. Eine weitere Variante schreibt dem Schornsteinfeger eine be­sondere Rolle als Glücksbringer zum Jahreswechsel zu, da er früher als Erster im neuen Jahr vor der Türe gestanden haben soll, um Neu­jahrswünsche und seine Rechnung zu übergeben.

Der historische Ursprung des Schornsteinfegerhandwerks soll in Italien zu finden sein. Von Italien aus wanderten die Kaminkehrer ursprünglich über die Alpen, boten ihre Dien­ste als Handwerker an. Gegen 1500 sind nachweislich historischen Angaben zufolge Schornsteinfeger in den Städten sesshaft geworden. In Berlin etwa gab es im Mittelalter eine „Schornsteinfegerzunft“, die urkundlich erwähnt ist. Als Teil der Handwerksorganisation prägte das Schorn­steinfegerhandwerk das gesellschaftliche, soziale und politische Le­ben. Mit seiner auffälligen Gestalt in verrußter Kleidung und mit geschwärztem Gesicht fand der Schornsteinfeger bald Eingang in die künstlerische Darstellung, sei es in der bildnerischen Kunst als Motiv für Kupfer­stiche, Radierungen, Zeichnungen oder in der Literatur in Form von Liedern, Reimen und Geschichten. Im volkstümlichen Aberglauben hat er sich bis heute seinen Platz als Glücksbringer bewahrt.


Gedanken und Gefühlen, die in Worten mit Bildern ausdrücken:

Das [emp]fand ich im Dezember!



Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,
zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick  bei Birgitt
...im Zeitraffer nochmals das ganze Jahr 2018 zusammengefasst:




Januar

Anreise im Schneegestöber nach Windach, wo meine Schmerztherapie stattfand.
Wo ich nette Mitpatienten und hinspürende Ärzte vorfand.

Februar

Heimkehr und Rückkehr ins normale Leben. Treffen mit Freundinnen.

März

Planungen und Vorbereitungen für diverse eigene Kurse.

April

Der Frühjahrsputz fällt intensiv aus, der Garten ruft gleichzeitig bedient zu werden.

Mai

Eine neue Diagnose: ein Knochenmarködem bahnt sich seinen Weg in meinem Körper.

Juni

Ein Arztbesuch jagt den anderen...

Juli

...keine Besserung in Sicht!

August

Osteopathie verhilft kurzfristig zu einer kleinen Erleichterung.

September

Der Schlaganfall und der Tod meiner Mutter.
Der Vater erkrankt zeitgleich an Krebs.

Oktober

Begegnungen mit alten Bekannten, Kurse in vhs und im Haus der Familie.

November

Der 85. Geburtstag meines Vaters, der zwischen Krankenhaus und Pflegeheim pendelte.

Dezember

Mein Geburtstag, die Vermeidung einer vielleicht fatalen Operation, Weihnachten und Neujahr.




Was wird das neue Jahr bringen?!

Hoffentlich friedlichere Zeiten, Verantwortung für die Schieflage der Natur,
endlich ein Umdenken und ein Umlenken, um beispielsweise weniger Müll
zu produzieren.
Den Dingen wieder den Wert zurück zu geben, den sie verdienen, die
flatterhafte Leichtfertigkeit zu verlassen und Verantwortung zu
übernehmen... das würde ich mir wünschen!



Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute Nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.
— spricht der Ringelnatz

Habt es alle fein und angenehme letzte Tage im alten Jahr,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit mit Image-in-Ing

24. Dezember 2018

zu Weihnachten...

...gehören Engel!

Keine Frage, die himmlischen Wesen begeistern uns das ganze Jahr über -
zu Weihnachten jedoch besonders.

Ein frohes Fest, honigselige Feiertage mit besinnlichen Stunden
möchte ich allen Lesern hiermit wünschen!






Dieser Tage lese ich Gedichte. Wie beispielsweise das folgende:

Hörst' auch Du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?

Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?

Hörst' auch Du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?

Schaust' auch Du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen? ...

Schaust' auch Du Dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch Dich mit Märchenaugen
Deine Kindheit aus dem Baume? ...

Ganz eingerahmt in weichem Flaum
sind heute unsre Scheiben,
ich sehe durch die Lücken kaum
das wirre Flockentreiben.

1839 - 1901, Pseudonym für Christiane von Breden, geb. Friederik,
österreichische Dichterin, Bühnenschriftstellerin und Erzählerin

Literarisch stieß ich eher zufällig auf Ada Christen (1839–1901), die
eigentlich Christiane Rosalia Friederik hieß.

Sie erlebte laut meiner Recherche persönlich selbst hautnah den sozialen Verfall.
Zunächst war es der Ruin ihres wohlhabenden Elternhauses,
dabei ist sie früh auf sich selbst gestellt und schlägt sich als
Blumenmädchen und Schauspielerin durch.
Sie heiratet spät 35-jährig einen adligen Großgrundbesitzer und
verelendet nach dessen frühen Tod erneut nur vier Jahre später.
Zeitweilig arbeitet sie als Animierdame in Nachtlokalen.
In zweiter Ehe mit dem Unternehmer Adalmar von Breden verheiratet
führt sie einen literarischen Salon, in dem unter vielen anderen
Ferdinand von Saar, Friedrich Hebbel und Ludwig Anzengruber
ein- und ausgehen.
Dann gerät sie wiederum in wirtschaftliche Schwierigkeiten,
stirbt nach langem Nervenleiden 1901 völlig zurückgezogen.

Das Abgründige ihres Werkes verwertet und verarbeitet die Leiderfahrung
ihres bewegten Lebens. Die erotische Freizügigkeit und die schonungslose
Anklage sozialen Elends in ihren Schriften stoßen bei Zeitgenossen auf
geteilte Resonanz.

21. Dezember 2018

Angel Post ...

...oder: konzertante Gefühle zum Advent
- einmalige Stunden rund um meinen Geburtstag

I cut a staff in a churchyard copse,
I clad myself in ragged things,
I set a feather in my cap
That fell out of an angel’s wings.

I filled my wallet with white stones,
I took three foxgloves in my hand,
I slung my shoes across my back,
And so I went to fairyland.

*****

Herzallerliebste Gratulationen erreichten mich in jeglicher Form - vor, während und nach dem
bewussten Datum. Zudem genoss ich nach einem fantastischen Mittagessen einen musikalisch
wundervollen Nachmittag in der herrlichen barocken Kirche, eine Stunde beim Herrgöttle
von Biberbach krönte schließlich meinen Ehrentag, ein Konzert der dortigen Musikschule.
Durchgefroren aber glücklich fuhren wir zurück nach Hause.

Wissenswertes

Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Jakobus, St. Laurentius und Heiliges Kreuz
in Biberbach, einer Marktgemeinde im Landkreis Augsburg im bayerischen Regierungsbezirk
Schwaben, wurde Ende des 17. Jahrhunderts typisch im Barock errichtet.
Seit dem 16. Jahrhundert wird in der Kirche das liebevoll bezeichnete Herrgöttle von Biberbach
verehrt. Es handelt sich dabe um ein romanisches Holzkruzifix aus der Zeit um 1220.
Daraufhin entwickelte sich augenscheinlich im 17. und 18. Jahrhundert entsprechend ein
Wallfahrtsort daraus.

Ja, ich betrachte mich als ein Sonntagskind!


— Manche Textstellen in diesem Post sind verlinkt —
Beim Anklicken öffnet sich ein separates Fenster mit weiteren Infos
(teilweise zu Seiten innerhalb meiner Website, teilweise auf externe).
Empfehlungen & Links beinhalten keine bezahlte Werbung!



Engel unterwegs?

Eine engelsgleiche Geste von der Tante meines Mannes widerfuhr mir, was mich glücklich machte.
Eine Geschichte, die einmal nicht im Post erzählt wird, die ich für mich behalte...

...ein engelhafter Haarschnitt, der mir noch vor den Feiertagen verpasst worden war, mich verschönt - wie man mir bestätigte. Oder... nicht zuletzt ein Engel an meiner Seite, mein Mann, der mich zu den diversen Untersuchungen beim Orthopäden etc. geduldig begleitet und unterstützt. Es kam mir vor wie der Gang zum Schafott; die Einleitung, die Vorbereitung für ein künstliches Hüftgelenk, eine Endoprothese sollte es sein. Auf jedem Fall hatten verschiedene Ärzte in Augsburg und zuletzt in Würzburg dazu geraten. Und ich hatte tagelang überlegt mich besprochen, wer diesen Eingriff machen sollte. Ein Besprechungstermin kam in dieser Woche noch kurzfristig zustande - sonst hätte ich mich vermutlich weiter über die Feiertage und Neujahr quälen müssen.

Es sollte anders kommen!
Ich bin tatsächlich ein Sonntagskind!

Why can angels fly? 
Because they take themselves easily.



Eine Karte, die für ich MooMania gefertigt habe!



Eine Woche voller Engelbotschaften

Der auserkorene Spezialist - eine Koryphäe seines Faches als Chirurg - sah sich
die jüngsten Röntgenbilder, das MRT sowie die entsprechenden Berichte an und
riet mir dringend von der OP ab. Eine Operation wäre unter den momentan
gegebenen Umständen nur zum Scheitern verurteilt.

Es herrschen Entzündungen im Körper vor, die die Endoprothese letztlich
angreifen und zum Abstoßen bringen würden. So habe ich Glück gehabt nicht
in ein unglaubliches Unglück zu geraten, mich mit einer Operation vollends
zu ruinieren.

Mein persönliches Wechselbad der Gefühle!

Gerade hatte ich mich mit der Situation eines künstlichen Hüftgelenks
„angefreundet“, heißt es Kommando zurück...

Wir warten nun die Ergebnisse besonderer Bluttest ab und gehen dann eine
entsprechende Behandlung an, es sollen besondere Spritzen gesetzt werden.

...alles weitere im neuen Jahr!







Dieser Tage sandte ich Engelsgrüße auf den Weg; erhielt liebenswerte Karten von Mathilda, Sterne von Claudia mit wunderbaren Grüßen, Briefe und echte Post von einer ehemaligen Kollegin, von Verwandten und Freunden und einen herzlichen Gewinn von Heidi - vielen herzlichen Dank!




Fragt und beantwortet Gilbert Keith Chesterton (* 1874 London-Kensington; † 1936 Beaconsfield),
ein englischer Schriftsteller und Journalist. Er war vor allem durch die Kriminalromane um
die Figur Pater Brown bekannt geworden und später noch in Erinnerung durch deren Verfilmungen.

Er soll selig gesprochen werden!? ...


Mein Schutzengel, den mir eine liebe alte Freundin geschnitzt hat.
Er wacht über mich in unserem Bücherregal...


...ich zitiere
 Chesterton schrieb jährlich mehrere Geschichten, doch jedes Stück ist anders, jedes kommt ihm aus dem
Herzen. Christopher Morley meinte: "Eine der einfältig großen Eigenschaften G. K. Chestertons zeigt
sich unter anderem darin, dass wir gegen Weihnachten unwillkürlich an ihn denken."
Möglich, dass manche Menschen am stärksten durch Hass zum Reformieren angetrieben werden;
Chestertons stärkste Triebfeder aber war die Liebe, die nirgendwo klarer aufleuchtet als in all dem,
was er über Weihnachten schrieb.
Um dieser Philosophie, dieser Liebe, dieser Poesie willen wird man noch nach hundert
Jahren in den Seiten von G.K.\'s Weekly blättern, wen die Welt bis dahin noch besteht.
Es liegt an uns, seinen Nachfolgern, zu sehen, dass sie wahrhaft schöpferisch sind.
Die Vernichtung des Bösen ist ein großes Werk, aber sie lässt nur eine Leere zurück,
vor der die Natur zurückschreckt. Für die Zukunft hat allein das Schöpferische Wert,
und Chestertons Schriften sind schöpferisch.

Zitat von der englischen Schriftstellerin Maisie Ward in ihrer gleichnamigen
Biographie über Gilbert Keith Chesterton, 1944.


Weniger leicht

Die Klimasituation unseres Planeten ist dramatisch in Gefahr. Absolut nichts Neues und trotzdem stand und steht dies sowohl in meiner künstlerischen Arbeit, in meiner Familie privat und nicht zuletzt in den diversen Kursen, wo ich vehement versuche den Schutz zu vermitteln, Dinge mehrfach zu benutzen und weniger oder keinen Abfall zu produzieren!
Unser blauer Planet braucht dringend Schutzengel. So wie sie etwa in den  Kinderreden auftauchen, die mich damals https://www.youtube.com/watch?v=wNSV4zMquCk wie heute von Greta Thunberg https://www.welt.de/politik/ausland/article185607602/Klimagipfel-in-Kattowitz-15-jaehriges-Maedchen-ermahnt-in-Rede-die-Politiker.html zutiefst beeindrucken.




Habt es fein & einen wunderschönen vierten Advent
- ein besonderes Wochenende vor Weihnachten!


Heidrun



Verlinkt mit Nova`s ZiB, 

14. Dezember 2018

A Christmas Carol...

...oder: wie wird wo Weihnachten zelebriert

— Werbung weil u.a. Ortsnennung —


Eine Geschichte wartet noch darauf erzählt zu werden... in einem der
letzten Posts kündigte ich das entsprechend an. Und grüble nun verzweifelt
was ich berichten wollte!

Zugegeben: Ich bin zerstreut. Es ist tatsächlich kein Wunder, wenn ich die
letzten Monate beziehungsweise dieses Jahr insgesamt betrachte, es hat tiefe
Spuren hinterlassen.


Wieder ist es soweit und es heißt  Mosaik Monday

- Mosaic Monday a weekly meme where we get together to share our photo mosaics -

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Es kann nur besser werden ist daher meine Devise. 
Und ich versuche jeden Tag das Beste daraus zu machen. 


Zunächst steht jedoch bei mir selbst eine größere Operation an. 
Doch der Reihe nach im Wochenrückblick!




Am letzten Samstag war ein weitere Weihnachtsfeier anberaumt:

Wir feierten mit dem Goldwing-Club.



Unterhaltsam, kurzweilig und sehr interessant

gestaltete sich dabei dieser Abend. Es wurde viel gelacht. 




Wochenrückblick


Sonntags ein kurzer Spaziergang um den benachbarten kleinen Badesee



und Vorbereitung für Montag. Denn am Wochenbeginn musste ich zu einem



Untersuchungstermin nach Würzburg in die Osteologische Uniklinik.



Ein Termin auf den ich nunmehr über ein Vierteljahr gewartet habe.



Wir, mein Mann und ich überlegten, ob wir mit dem Zug fahren sollten.

Doch diese Entscheidung nahmen uns die streikenden Bahnmitarbeiter kurzfristig aus der Hand.



Die Fahrt gestaltete sich relativ ruhig. Der befürchtete Stau bezüglich des Streiks verlief in



entgegengesetzter Richtung. Vor Ort wurde ich eingehend untersucht und besprochen:

Ich muss mich operieren lassen, es führt kein Weg daran vorbei.



Das Resultat bestimmte den Rest der Woche mit Gesprächen, Überlegungen und

weiterführenden Planungen...




...daneben: Weihnachtspost geschrieben und auf den Weg gebracht, mit Freundinnen und

Verwandten sehr, sehr lange und viel telefoniert, Akupunktur und Physiotherapie!




Weihnachten anderenorts


In Dänemark... Ist der kleine Weihnachtskobolde Nissen zuhause. Man kann ihn in jeder Wohnung in Dänemark sehen. In ländlichen Regionen pflegt man auch immer noch die Tradition, den Kobolden Milchreis auf den Dachboden zu stellen. Denn wenn man einen Nissen nicht gut behandelt, spielt er Streiche mit einem und kümmert sich nicht wie gehabt um die Haustiere oder beschützt das Grundstück.



Anders als die Weihnachtskobolde ist das Weihnachtsherz, dänisch Julehjerte, auch in Deutschland bekannt und wird oft von kleinen Kindern gebastelt. Man nimmt Glanzpapier, traditionellerweise in Weiß und Rot, und flechtet es so, dass kleine Quadrate auf dem Herzen zu sehen sind.






In Irland... heißt es das Frohe Weihnachten: Nollaig Shona Duit!



Weihnachten wird im Kreis der engsten Familie gefeiert. Das typisch irische Weihnachtsessen ist ein besonderer Höhepunkt. Es kommt Truthahn, der berühmte Plumpudding, Weissfisch oder Räucherlachs auf die Teller, meist am ersten Weihnachtstag. Das ist der Tag, an dem der Weihnachtsmann, der Santy, die Geschenke bringen soll. Um das sicherzustellen, dass alle beschenkt werden, hängt man an Heiligabend Strümpfe an den Kamin und die Familie stellt als Dank Weihnachtsgebäck auf.



Eine weitere Tradition sind die Weihnachtskerzen am Fenster. Jede Kerze repräsentiert einen Hausbewohner. Vermutlich sollen die Kerzen an die Herbergssuche von Maria und Josef erinnern. Das Licht kann als ein symbolisches Zeichen des Wegweisens und Einladens gedeutet werden. Bei manchen Familien lässt man die Kerzen sogar bis in die Morgenstunden leuchten, um die Frühmesse zu besuchen.



Der 26. Dezember ist in Irland der sogenannte St.Stephens Day. Die Kinder verkleiden sich als Zaunkönig-Jungs, und ziehen von Haus zu Haus um Süßigkeiten oder Geld zu sammeln. Ihre Gesichter haben sie schwarz gefärbt und in den Haaren tragen sie Stechpalmzweige. Gegen Abend zieht es dann auch die volljährigen Iren aus den Häusern hinein in die Pubs und Diskos um gemeinsam mit Freunden das Weihnachtsfest bei einem kühlen Guinness ausklingen zu lassen.



Der 6. Januar ist offiziell der letzte Tag der Weihnachtszeit. In Irland feiert man dann die „Weihnacht der Frauen“, auch als „Kleine Weihnacht“ bezeichnet. Traditionell ist dies der Tag, an dem Frauen die Hausarbeit ruhen lassen müssen. Stattdessen nehmen die Männer zu Hause den Weihnachtsschmuck ab (es bringt Pech, wenn sie es nicht tun!) und bereiten alle Mahlzeiten zu.





In Frankreich... Père Noël – Der französische Weihnachtsmann und andere Bräuche 



In Frankreich ist es der Père Noël beziehungsweise der Père Challande der die Geschenke bringt, und zwar in der Nacht auf den 25. Dezember. Die Päckchen lagern nicht nur unter dem Weihnachtsbaum, sondern auch in den Stiefeln der Kinder; und sie werden dann am Morgen gefunden.



Es wird nur am 25. Dezember gefeiert und es gibt keinen zweiten Weihnachtsfeiertag. Französische Weihnachtsbräuche sind von Region zu Region unterschiedlich.In der Provence veranstaltet man beispielsweise einen speziellen Markt mit einer Vielzahl von Tonfiguren, die neben den bekannten Figuren der Weihnachtsgeschichte die einzelnen Berufsstände des Dorfes verkörpern. In Aquitanien und anderen Gegenden ist es dagegen üblich, die bösen Wintergeister mit Fackeln zu vertreiben. Die Schäfer in der Normandie pflegen hingegen einen ganz anderen Brauch. Sie legen eines ihrer Lämmer als Opfer in die Kirchenkrippe.



In Italien... Vom Schwager weiß ich: Italien ist für alle eingefleischten Weihnachtsfans vermutlich das Paradies überhaupt. Denn die Italiener feiern viermal Weihnachten. Es erstreckt sich über den ganzen Monat Dezember. Es beginnt zunächst am 06. Dezember und dauert bis einschließlich zum 06. Januar des darauf folgenden neuen Jahres. Anfang des zwölften Monats steht entsprechend der festlich geschmückte Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. 



Den 13. Dezember feiert man mit der „Botin des Lichts“, Santa Lucia. Sie wurde 281 nach Christus geboren und war eine Sizilianerin, die ihr gesamtes Vermögen den Armen schenkte. Daran erinnert die traditionelle Süßspeise Torrone dei poveri, ein klebriges Gemisch aus Zucker und Kichererbsen. Dieses äußerst günstig zubereitete Essen wird daher gern an Bedürftige verschenkt. Am 24. Dezember läuten Kanonenschüsse, die vom Castel St. Angelo abgefeuert werden, das Fest ein, während die Familien Zuhause, ähnlich wie in Deutschland, gemeinsam ein Weihnachtsessen genießen. Darauf folgt eine Tombola, ähnlich wie in der spanischen Weihnacht sowie in vielen christlichen Gemeinden es folgt der Besuch der Christmette.. 



Der größte Weihnachtsfeiertag ist jedoch ebenfalls in Italien der 25. Dezember. An diesem Tag feiert das ganze Land die Geburt des Jesuskinds (il Bambinello Hesu). Am frühen Morgen gibt es die Bescherung mit den Geschenken für die Kinder, gefolgt von einem weiteren großen Weihnachtsessen. Bedeutsam für alle Welt ist der Tag, weil der Papst den Gläubigen in aller Welt seinen Segen auf dem Petersplatz erteilt. Der vierte und letzte Feiertag ist schließlich der 6. Januar. Hier gibt es traditionell eine weitere Bescherung. Dann kommt die gute Hexe La Befana nachts durch den Schornstein, um den brav gewesenen Kindern Gaben und den unartigen Kindern Kohlestückchen in ihren Schuhen zu hinterlassen.





In Griechenland... Eigentlich ist das Osterfest für die Griechen das bedeutungsvollere Fest, doch auch Weihnachten wird mit Freuden zelebriert.



Zum typischen Weihnachtsfest gehört das speziell griechische Weihnachtsgebäck. Hier sind es Kourambiedes, Butterplätzchen mit Mandeln und viel Puderzucker, und Melomakarona, ein Gebäck mit Honigsirup - wie mir meine griechische Nachbarin erklärte. Es ist üblich, dass am Weihnachtsmorgen die Kinder durch den Ort laufen und dabei von Haus zu Haus die freudige Nachricht von der Geburt Christi singend überbringen. 



Sie singen Kalanda musikalisch untermalt von Triangeln. Dieser Gesang gilt gleichermaßen als Segen des Hauses und der Familie. Mit Variationen in den Versen loben sie jedes Mitglied der Familie. Die Kalanda unterscheiden sich von regional. Die Kinder werden dann belohnt - früher mit getrockneten Feigen, Nüssen und Weihnachtsgebäck. Inzwischen mit einigen Münzen. Es gibt eine große Auswahl an Gerichten und natürlich darf die Weihnachtspute nicht fehlen.





In der Schweiz... Der Türst, das Posterli und die Sträggele 



Wann der Sturm nachts im Walde heult und tobt, sagt das Volk im Luzernergau:



»Der Türst (oder Dürst) jagt!«



In der Region Entlebuch weiß man dagegen von dem Posterli, einer Unholdin, deren Jagd die Einwohner Donnerstag vor Weihnachten in einem großen Aufzug, mit Lärm und Geräusch, jährlich vorstellen. In der Stadt Luzern heißt die Sträggele eine Hexe, welche in der Fronfastennacht am Mittwoch vor den heiligen Weihnachten herumspukt und die Mädchen, wie sie ihr Tagewerk nicht gesponnen, auf mancherlei Art schert; daher auch diese Nacht die Sträggelenacht genannt wird.





Habt es fein & einen wunderschönen dritten Advent
- ein besonderes Wochenende!


Heidrun




Verlinkt mit Nova`s ZiB,