12. Mai 2017

Ortswechsel Tage 5-7

Das erste Wochenende am Starnberger See.

Mein Weg durch Tutzing...

Tutzing liegt quasi ein Katzensprung entfernt von der Klinik für Orthopädie Höhenried am
Starnberger See. Jetzt im Frühjahr offenbart sich die Natur, es sieht zum Träumen schön aus, wenn
der morgendliche Dunst allmählich von Sekunde zu Sekunde vom See weicht: Im Norden den Blick
zu den Bergen freigibt, gen Osten zum gegenüberliegenden Seeufer.

Das erste Wochenende versprach längst erwartete Sonne und bot eine adäquate Temperatur.

Endlich!

 Ein Busshuttle von der Klinik brachte uns kurzerhand in den Nachbarort und holte zur
vereinbarten Stunde auch wieder ab. Sehr praktisch, denn etliche Patienten - zu denen ich
letztendlich ebenfalls gehöre - sind schlecht zu Fuß!





Der Post wird verlinkt mit Paleica,
die folgendes Motto im Mai ausgelobt hat:

"Auf der Straße"

...und ich bewege mich auf den Straßen rund um den Starnberger See!
Die in den nächsten Wochen nach und nach im Post gezeigt werden.

Zitat aus dem SZ-Magazin *Link  steht zu lesen:

Für welche Seite des Starnberger Sees man sich entscheidet,
gleicht einem Glaubensbekenntnis:
Am Westufer sind die Porsche Cabrios zu Hause und die Goldbestände
werden gern schon an der Gartenpforte präsentiert.
Am Ostufer wohnen die Autoren, Fotografen und Filmproduzenten,
getarnt als Geländewagenfahrer, die in renovierten Bauernhöfen
mit Kunstwerken an den Wänden wohnen.
Autos sind hier nur mit Anliegerausweis erlaubt, es sei denn, man gönnt
sich ein Strafticket für 15 Euro. Am besten radelt man also am Uferweg entlang...




Tutzing

Wikipedia klärt auf
Grabhügel aus Bronze- und Eisenzeit belegen, dass die Gegend um Tutzing
bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Hinweise auf die Anwesenheit
von Römern geben Reste eines Gutshofes am Deixlfurter See.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 742 durch eine Schenkung
an das Kloster Benediktbeuern.

Der Name Tutzing stammt übrigens von der Familie Tozzi und Tuzzo aus dem
Adelsgeschlecht der Huosi. Das deutet darauf hin, dass der Ort bereits im
6. Jahrhundert bestand. Nachdem das Geschlecht der Tuzzinger
ausgestorben war, erwarb das Münchner Patriziergeschlecht 
der Dichtl um 1480 den Ort.

Bernhard dem Älteren Dichtl wurde 1519 vom Herzog von Bayern die
Hofmarksgerechtigkeit über Tutzing verliehen. Damit durfte er als
Tutzinger Schlossherr von seinen Untertanen Steuern erheben und
die niedere Gerichtsbarkeit ausüben.

Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert ein einfaches Fischerdorf, in dem es
ab dem 16. Jahrhundert immer wieder Auseinandersetzungen um die
Fischrechte zwischen Hoffischern und der Herrschaft der Hofmark Tutzing gab.

_________

Tutzing is a municipality in the district of Starnberg in Bavaria, Germany,

on the west bank of the Starnberger See.
Just 40 km south-west of Munich and with good views of the Alps,
the town was traditionally a favorite vacation spot for those
living in the city.


Take a sit - Bitte Platz nehmen...

Montag

Eine neue Woche beginnt... mit Regen. Mein Morgen beginnt jedoch harmonisch mit einer liebevollen Begrüßung vom geliebten Mann: Was kann es Schöneres geben?

"Wie kannst du nur am Morgen
Das Licht der Sonne borgen
Und leuchten, wie sie selber schier –
Und dann, nach wenig Stunden,
Ist alles hingeschwunden,
Und graue Nacht in dir?"
Christian Morgenstern... Auszug

Als nächstes die Gedanken, die zu einer sehr, sehr netten und guten Blogfreundin fliegen, da ein
Trauerfall eintrat - dann als nächstes im Freundeskreis ein runder Geburtstag, unorthodox
stößt meine Kaffeetasse mit an zur Gratulation.

Der Tagesplan sieht ein Entspannungstraining vor, am Nachmittag Bewegungstherapie.
Dazwischen Leerzeiten der Muße, denn eines meiner Reha-Ziel definierte ich, den Finger auf
die Entschleunigung zu legen. Zwei Termine, die ich absolvieren kann und mir Zeit
gönne für mich selbst da zu sein.


Dienstag

Heute nach der Körperwahrnehmung, da meine lädierten Knochen sich deutlich meldeten,
war ich ausgesprochen glücklich in der Kunsttherapie-Gruppe gelandet zu sein.



Traum

Mir träumte schön von einem Garten,
gar reich erfüllt von Blütenduft,
wo singend bunter Vögel Arten
erheben leicht sich in die Luft.

Dort äsen Rehe auf der Wiese,
ganz ohne Scheu, doch elegant,
und alter Bäume grünes Sprießen
schenkt Schatten dort mit milder Hand.

Und Menschen wandeln zeitlos, heiter,
ihr Lächeln von der Liebe spricht.
Sie sind des Glückes Wegbereiter
und fürchten Tod und Stunde nicht.

Es scheint, sie haben längst vergessen
dies’ irdisch Los, auch Müh und Plag,
so sanft sind sie, von nichts besessen,
was ihren Geist zu lähmen mag.

Sie singen, und sie musizieren
und widmen sich der Poesie.
Die Zeit im Schönen zu verlieren,
ist ihres Liedes Melodie.

Und unter Sternen traulich leben
in Frieden und in Harmonie.
Ich sah den Ort im Traum entschweben.
Doch blieb ein Hauch
von Poesie.

© Ingrid Herta Drewing, 2014

Dankeschön, meine liebe Ingrid - meine liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!





Zitat...

...ZiB heißt Zitat im Bild am Samstag und ist eine
sehr gerne besuchte Aktion.

Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

Dem Aufenthalt am Starnberger See geschuldet, bringe ich einen Spruch, der
auf einem Haus von 1564 geschrieben steht:

Das Haus ist mein und doch nicht mein.
Beim Nächsten wird es auch so sein.
Den Dritten trägt man auch hinaus.
Nun sagt mir doch: Wem ghört des Haus?


Das Bauernhaus im Heimatstil, ein breit gelagerter, zweigeschossiger Satteldachbau mit verbrettertem Oberstock und umlaufender Laube, entstand 1911 unter der Leitung des Architekten Engelbert Schnell.


Fischerhochzeit

Die Tutzinger „Fischerhochzeit“ ist ein historisches Spiel, das an die Ursprünge des Ortes als
Fischersiedlung anknüpft und alte Traditionen und Bräuche wachhalten möchte.

Die historische Fischerhochzeit ereignete sich 1812 zur Zeit Napoleons und erzählt die
Geschichte des nach vielen Jahren vom Russlandfeldzug heimkehrenden Tutzinger
Bauernsohn Michael Gröber, der endlich Veronika Bierbichler, die Tochter eines
Fischermeisters von der anderen Seeseite, heiraten kann.

Erstmals wurde die „Fischerhochzeit“ 1929 mit vielen Darstellern aus dem Ort aufgeführt,
mit Begeisterung wurde sie 1935 wiederholt. Eine dritte Aufführung gab es 1953

Meine Recherche ergab: Der Polterabend findet beim „Gröberhof“,
(gemeint ist nämlich der Guggerhof ), dort anschließend Tanz auf der Hauptstraße.



Am Steg mit Blick hinüber zum Ostufer

...egal, ob man alleine oder...



...zu zweit den See, die Berge genießt, es ist herrlich!


Ankündigung an der Litfaßsäule




Ein Igel auf dem Kofferraumdeckel


Ein nette, typische Straßenbezeichnung


Ein Eckhaus an der Straßenkreuzung, das für den Baustil rund um den See spricht...


...noch einmal das Eckhaus mit einer Zeichnung: Vermutlich sind es die Eigentümer.





Mittwoch

Der Morgen lächelt mir verheißend entgegen, versprach sonnig zu werden. Nach dem Frühstück
steht eine Bewegungsrunde durch den weitläufigen Park und vor allem am Ufer entlang.

Die Bilder erzählen für sich.



 Etliche botanische Hinweise an den Sträuchern und
Bäumen in der Parkanlage der Klinik.



Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Daneben: Eine tüchtige Wasserlache von den vergangenen
Niederschlägen dieser Tage, die das Laufen über die Rasenfläche
schwierig machen: Man versinkt regelrecht!






Donnerstag

Auf dem Programm: Achtsamkeit - Kunsttherapie - Bewegungstherapie in der
Halle mit dem Ball die Balance finden - schließlich noch ein
Entspannungstraining.

Sieht auf den ersten Blick überschaubar aus, doch es reicht mir voll und
ganz, um nach dem Abendessen gerade noch eine Runde durch den Park
mit weiteren Patientinnen zu gehen.


Freitag

Zum Abschluß der ersten Therapiewoche stelle ich fest: Logisch, mein Mann fehlt
mir sehr - doch die Idylle am Starnberger See ist enorm erholsam für mich.

So war das gedacht!




Das heutige Gelände von Schloss Höhenried in Bernried wurde in den Jahren 1914 (Hofgrund

Bernried, Gut Adelsried) und 1927 (Gut Höhenried) von der im Jahre 1884 in St. Louis geborenen

Miterbin der Anheuser-Busch-Brauerei, Wilhelmina Busch, und ihrem ersten Ehemann,

Eduard Scharrer aus Stuttgart erworben.

Das Ehepaar Busch-Scharrer kaufte zunächst die Postvilla in Bernried und genoss großes gesellschaftliches Ansehen


In den darauffolgenden Jahren ließ das Ehepaar Busch-Woods den circa

600.000 Quadratmeter großen Park nach seinen Plänen umgestalten, und es

wurden u. a. die Mississippi-Weiher und ein Gehege mit weißen

Damhirschen errichtet, die bis heute Bestand haben.




Der kleine Toni möchte die Tiere gerne füttern!

Im Vergleich zu anderen wildlebenden Huftieren kommen beim Damhirsch Farbanomalien
verhältnismäßig häufig vor. Dieses häufige Auftreten ist vermutlich auf die jahrhundertelange
halbdomestizierte Haltung in Hirschparks zurückzuführen. Dạm|hirsch, der; -[e]s, -e [spätmhd. dam < mhd. tāme, ahd. tām(o) = Damhirsch < lat. dama, ursprünglich: Alle rehartigen Tiere bezeichnend]: Hirsch mit [rot]braunem, weiß geflecktem Fell und Schaufelgeweih

Die Wörter Damwild, Dambock und Damhirsch gehen als verdeutlichende Komposita auf das
mittelhochdeutsche tãme zurück, das wiederum auf dem lateinischen dama beruht, womit rehartige Tiere bezeichnet wurden.
Die Bezeichnung hat also überhaupt nix mit einem Damm zu tun!


In freier Wildbahn weisen heute von zehn Damhirschen einer bis drei eine von der normalen
Färbung abweichende Fellfarbe auf. Einige Individuen haben ein Sommerhaarkleid, das in seiner
Farbe an die von Rothirschen erinnert und bei denen die Fleckung fast oder ganz fehlt.
Sie weisen jedoch noch den dunklen Aalstrich und die dunkle Umrandung des Spiegels auf.
Andere haben ein hellbraunes Sommerkleid mit der für Damhirsche typischen weißen Fleckung,
ihnen fehlt jedoch der Aalstrich, lediglich die Schwanzoberseite ist dunkel. Bei diesen Tieren
sind typischerweise die Körperseiten, die Bauchunterseite sowie die Beine fast weiß.





Die Damhirsche und -rehe teile ich mit Euch bei
 

die den "Natur-Donnerstag" von Jutta weiterführt.



Habt es alle fein und ein angenehmen Wochenende!

Heidrun


Verlinkt mit Image-Ing und

Kommentare:

  1. Liebe Heidrun,
    ich freue mich sehr zu lesen, dass die Idylle am Starnberger See für Dich erholsam ist, obwohl Dir Dein Mann verständlicherweise fehlt. Danke für diesen schönen Post aus der mir vertrauten Umgebung.
    Obwohl ich gestehen muss, Du weißt schon nach ein paar Tagen mehr über Tutzing als ich :)
    Der Spruch auf dem Haus ist sehr weise, danke auch hierfür fürs Teilen.
    Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit am See.
    Viele liebe Grüße von Rena
    www.dressedwithsoul.com

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön... quasi als Reha-Tourist unterwegs interessiere ich mich sehr für die Historie rund um den See beziehungsweise auch aktuelle Veranstaltungen. Die Evangelische Akademie beispielsweise, bietet bemerkenswerte Seminare!

      Liebe Grüßle zurück

      Löschen
  2. Liebe Heidrun, da muss ich noch mal wiederkommen, bin auf dem Sprung zum Bahnhof und bedanke mich aber schon mal für die wunderschönen Tiere, in Weiß habe ich die noch nie gesehen... Lieben Gruß und danke fürs Mitmachen beim Naturdonnerstag - Ghislana

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Heidrun.
    einfach fantastisch. Es ist alles gesagt und ich bin dir ganz
    gern gefolgt. Ich beneide dich um diesen Aufenthalt.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich danke Dir - freilich ist der Grund meines Aufenthalts weniger fröhlich, doch es gilt das Beste aus der Situation zu machen, wie immer im Leben.

      Herzliche Grüßle zurück

      Löschen
  4. Liebe Heidrun,
    Du bist in einer herrlichen Landschaft! Dazu klingt Dein Programm sehr interessant und ganzheitlich ausgerichtet. Besonders schön finde ich, dass Du auch Kunsttherapie hast. Vielleicht kannst Du hier sogar noch Inspirationen und Austausch erhalten, auch wenn Du ja kein Laie bist.
    Es macht total viel Freude Dich über diese Zeit in Deinem Tagebuch zu begleiten. Besonderen Dank für diese Aufzeichnungen, denn Deine Tage sind sicher mehr als ausgefüllt.
    Lass es Dir gut ergehen,
    herzliche Grüße
    Renee

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Seenlandschaft besticht, wirklich einmalig schön - es versüßt den Aufenthalt tatsächlich, jeden Tag ein Zuckerl, jeden Moment des Lichts auf den See und drumherum ist eine Offenbarung.
      Ganz, ganz liebe Grüßle zurück

      Löschen
  5. Liebe Heidrun
    Deine so herzlichen Worte bei mir sind wie das Salz in der Suppe ,ohne sie würde was fehlen.muss mal gesagt sein.
    Schön zu lesen das dir der Kuraufenthalt wohl bekommt und mit den reichhaltigen Tagesprogramm wird die Zeit Ratz fatz um sein u du kannst wieder nach Hause zu deinen Liebsten.
    Hab eine feine Zeit mit herzlichen Grüßen Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Immer wieder gerne! Die Woche, die vergangenen Tage sind tatsächlich schnell vergangen.
      Danke Dir sehr und liebe Grüßle zurück

      Löschen
  6. Hallo liebe Heidrun,
    eine schöne Landschaft ist das, da kann man sich gut erholen.
    Ich freue mich für Dich das Dir der Kuraufenthalt gut bekommt... auch wenn Du Deinem Mann vermisst. Aber bei so viel Abwechlung vergeht die Zeit und Ihr zwei seid wieder vereint.

    Liebe Grüße
    Biggi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist wieder so lieb von Dir! Ganz herzliche Grüßle zurück

      Löschen
  7. Hallo liebe Heidrun,
    zumindest hilft die schöne Umgebung den Trennungsschmerz und den Grund des Aufenthaltes ein wenig zu vergessen. Das Shuttle-Angebot ist wirklich eine praktische Idee und wird sicher gerne angenommen.
    Bei der Frage, wem gehört das Haus denke ich persönlich immer sehr realistisch und nicht philosophisch, nämlich dem, der gerade im Grundbuch steht. Er hat die Verantwortung und Pflichten. Ohne Grundbuch gäbe es ein Chaos wie in Griechenland und ohne Grundbuch bekäme der Besitzer ein "besetztes" Haus, z.B. in Kreuzberg, nie von der Polizei geräumt.

    Liebe Wochenendgrüße und weiterhin einen schönen Aufenthalt am Tegernsee
    Arti

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hier fallen die ruralen Aussagen gar nicht so sehr auf, sie sind häufig vorhanden. Sie schmecken zur Umgebung! Der Satz fremdelt in diesen Tagen, da das Besitztum eine andere Qualität hat. Der Spruch war bestimmt nicht philosophisch gemeint, eher einen religiösen Hintergrund nach meiner Vorstellung.

      Danke Dir und liebe Grüßle zurück

      Löschen
  8. Liebe Heidrun,

    ganz liebe Grüße schicke ich dir zu deiner Kur am Sternberger See. Erhole dich gut. Schöne Bilder hast du schon mal uns mitgebracht.

    Ein feines Wochenende wünscht dir
    Paula

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Heidrun,
    zuerst möchte ich mich für Deine netten Zeilen bei mir bedanken. Ich freue mich, das Du es so genießen kannst und die Natur Dich so erfreut.
    Es sieht ja auch wirklich traumhaft aus.
    Ich sammel derweil allerlei an Späne (meist ist es Eiche), aber gestern hat mein Mann endlich eine Weide aufgetrennt und da habe ich gleich fleißig gesammelt, nun will ich mal schauen, was er denn noch so im Angebot auf dem Hof liegen hat.
    Ich sende Dir ganz liebe Grüße und gute Genesungswünsche, ein schönes Wochenende
    Kirsi

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Heidrun,
    nein, ich beneide Dich nicht, weil Du am Starnberger See bist, weil die Umstände weswegen diese Rehabilitation erforderlich ist/war, sind ja alles andere als angenehm.
    Aber es ist natürlich ein großer Unterschied, ob man in dieser herrlichen Gegend oder sonst irgendwo - in einem no-name-Dorf in der Pampa seine Erholung verbringen muss.
    Fein, dass Du so viel Zeit und Muße hast, die Gegend rundum zu erkunden und zu fotografieren, dadurch
    sind wir Leser auch Nutznießer und lernen vieles kennen, was wir sonst nicht erfahren würden.
    Das Zitat am Guggerhof finde ich ganz besonders gut, denn sobald man sich dessen bewusst ist, dass man nichts mitnehmen kann, in die ewigen Jagdgründe, wird einem der unvermeidliche Abschied von dieser Welt nicht mehr so schwer fallen. Und so ist es ja auch - die materialistischen Seelen können halt nicht genug bekommen und denken bis zur letzten Minute an Ertrag und Haben.
    Danke für diesen wunderbaren Beitrag.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg bei den Behandlungen und hab eine schöne Zeit
    Elisabetta

    AntwortenLöschen
  11. Da ich selbst jetzt ein wenig weg war, liebe Heidrun, bin ich hier nicht mehr ganz auf dem Laufenden. Arti schrieb etwas von Trennungsschmerz. Noch weiß ich nicht worum es geht, aber das werde ich noch nachlesen.

    Bestimmt haben dir diese Austag sehr gut getan, zumindest hast du tolle Impressionen von deiner kleinen Reise mitgebracht. Tutzig ist aber auch ein schöner Ort und ich bin dir gerne hier gefolgt.

    In bayerischen Gefilden gefallen mir stets sehr gut die Sprüche an den Hauswänden und manche regen richtig zum Nachdenken an, so wie dein mitgebrachter. :-)

    Ganz liebe Abendgrüße und morgen einen schönen Sonntag
    Christa

    AntwortenLöschen
  12. Jetzt habe ich noch mal alles gelesen, ein sehr inhaltsreicher Post mit vielen schönen Details aus der Gegend um den See. Ich wünsche dir, dass du deinen Aufenthalt auch genießen kannst und er dir ganz einfach gut tut. Natur und Landschaft können für den, der offen dafür ist, gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Möge es so sein bei dir! Liebe Grüße Ghislana

    AntwortenLöschen
  13. liebe heidrun, ich hoffe sehr für dich, dass die reha den gewünschten erfolg bringt. euer ausflug sieht jedenfalls sehr schön aus und zeit für entschleunigung ist glaube ich enorm wichtig!

    AntwortenLöschen
  14. wie schön dass du uns an deinen Erlebnissen teilhaben lässt
    und auch noch Recherche betribst
    aber weißt du was??Eigentlich sollte I Net in der Kur verboten sein ;)
    bitte nicht falsch verstehen
    aber du bekommst so auch wieder Dinge mit die dich belasten
    es belastet ja nicht nur die Krankheit sondern auch die Seele
    und du fühlst dich vielleicht "verpflichtet" Beiträge zu schreiben
    anstatt nur zu genießen was dir das Umfeld bietet
    und dich nach den Therapien auszuruhen..
    wie gut dass es vor vielen Jahren als ich zur Kur war keinen Lappi gab .. (ich hätte sicher auch nicht die Finger davon lassen können :D )

    erhol dich gut
    Rosi
    da wurden noch Briefe geschrieben ;)

    AntwortenLöschen
  15. Muss schmunzeln, liebe Rosi! Prinzipiell hast Du recht bezüglich der Ablenkungen. Das Internet jedoch bedeutet für mich keine Anstrengung, denn es war Teil meiner Selbständigkeit - die ich sehr geliebt habe - in einem hochkreativen Beruf, der fast alle menschlichen Sinne ansprach: Visuell, akustisch und auch sensitiv nicht zuletzt in der Haptik bei feinen Papieren. Irgendwann werden eventuell die olfaktorischen Bedürfnisse im Netz bedient, entsprechende Papiere gibt es bereits...

    Dankeschön für Deine Meinung, die lieben Grüße und ich wünsche Dir ebenfalls eine angenehme Woche

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Heidrun,
    ich freue mich sehr für dich, dass du nun in der Klinik so gut aufgehoben bist und dich der See und sein Umfeld erholen lässt, dass ist doch so schön!!! Du wirst ganz viel schöpfen, auch aus dem vermissen deines Mannes, welch Freude auf die wieder gemeinsame Zeit...
    Mögest du ganz viel tanken können für dich, deine Seele, deinen Körper, weiter gute Besserung!

    Danke für deine Post für Gedichte, fürs ZIB und für deine lieben Besuche und Worte!

    Herzliche Grüße, ein wenig später, aber genauso herzlich
    von
    Monika*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, da freue ich mich heute genauso darüber, liebe Monika - kein Thema! Und Dankeschön auch für Deine guten Wünsche, die mir wieder willkommen sind.
      Liebe Grüßle zurück

      Löschen

...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...