MosaicMonday No. 213

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Nun ist die Luft von solchem Spuk so voll, dass niemand weiß, wie er ihn meiden soll...
_ sinniert Johann Wolfgang von Goethe



• Spuk...

...im Haus und manches mehr aus dem Urlaub und aus unserem privaten Umfeld. Mein Post, der heute von verschiedenen Dingen erzählt unter anderem vom Unheimlichen.
■ ■ ■ ■ ■

- Spaziergang im Nebel -


Normalerweise meide ich Johann Wolfgang von Goethe... aber hier biete ich bewusst seine Gedanken. Denn ich suche den Spuk!

Zurück aus den Ferien -kaum zu Hause eingetroffen - entfleuchte der Göttergatte kurzfristig aus der Wohnung. Ein Freund hatte ihn nämlich angerufen und zu einem Schafkopfturnier herausgefordert, holte ihn dann auch ab und somit blieben Katerchen und ich - allein zu zweit - im Haus. Zahnschmerzen beherrschten mich... obwohl es CMD ist. Diese craniomandibuläre Dysfunktion habe ich wegen abgenutzter Kiefergelenksknorpel.

Was das Alter so bringt...


Wir haben es gemütlich!


Alleine? Nein, ich fühle mich nicht einsam. Ohne Zahnschmerzen wäre ich selbstverständlich mitgefahren, hätte zugeschaut. So ruhte ich zuhause, während der Rote auf meinem Schoß sich streicheln ließ, ich einen spannenden Film nach meinem Gusto ansah... bis uns ein Geräusch erschreckte!


Ja, es knisterte weniger als dass es eher laut krachte und sofort an Einbrecher denken ließ. Wir untersuchten gemeinsam vorsichtig die Quelle, doch fanden keine Erklärung. Natürlich kann es auch aus der Nachbarschaft gekommen sein...

Gruselig!


Und dieser Vorfall erinnerte an andere unheimliche Begebenheiten. Speziell die eine Geschichte, die ich beispielsweise vor vielen Jahren in Dublin erlebte.

Eine kuriose Geschichte
Vor dem Rückflug nachts im Hotel, als plötzlich zur späten Stunde sämtliche Lichter ausfielen, sich eine seltsame Stimmung Raum schaffte. Vom Personal konnte niemand sagen, woran es gelegen hatte. Tags darauf, als wir in München landeten, erfuhr ich von dem Tode der Großmutter! Und die Erinnerung sagt mir, dass es mehr gibt zwischen Gestern und Heute, zwischen dem Himmel und der Erde. Ich betrachte dies als Zeichen, als Abschied da meine Großmutter und ich uns nicht mehr sehen oder sprechen konnten. Wir standen uns sehr nahe...

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"The past is not dead, it is living in us, and will be alive in the future which we are now helping to make." 

_ says William Morris.


Während die ersten Fröste die Autos vor der Türe zeichnen, ist mir silbern bis grau-blau zumute. Der Übergang, da sich die bunte Pracht der Chrysanthemen verabschieden und der Amaryllis Platz machen!


Ursprünglich "All Hallows eve(ning)", was sich zu Halloween entwickelte, zelebriert man den Abend vor dem Allerheiligenfest. Dieses feiern die Kirchen seit 835 immer am 01. November.

- Quellen: Wikipedia -


Spuk und Dunkelheit beschäftigen uns seit Anbeginn der Menschheit! Unwissenheit, damit verbundene Ängste und Gedanken, was passiert nach dem Tod? ...beflügelten das Zähneklappern und Gänsehautfeeling.

■ ■ ■

Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.

_ Christian Morgenstern 


Obwohl ich realistisch mit beiden Beinen im Hier & Jetzt stehe, schwingt sich der bewegliche Geist im Kopf gerne abwechslungsreich in andere Sphären während des Spiels der unterschiedlichen Jahreszeiten. Will sagen, Märchen und vor allem die Sagenwelt faszinieren und inspirieren mich ungebrochen seit frühester Jugend und befeuern damit den Hang zur Mystik. Erst recht nach meinen 4fachen Reisen durch Irland...
Hexen, Fledermäuse, Kürbisse mit Fratzen...

Das menschliche Interesse an Angst und Nervenkitzel ist tief in unserem Gehirn verankert und spiegelt eine komplexe Interaktion von psychologischen, kulturellen und biologischen Faktoren wider. Höre und sehe ich in einer aktuellen Dokumentation. Viele Zuschauer setzen sich - freiwillig - Horrorfilmen oder entsprechenden Romanen aus, obwohl diese Angst und Schrecken hervorrufen.

- Archiv -

Ein ikonisches Beispiel bleibt Alfred Hitchcocks „Psycho“, was mit seiner berüchtigten Duschszene die Zuschauer so extrem erschreckte, dass es Berichte über vermehrte Panikattacken in Kinos gab. Dieses Genre blüht regelmäßig zu Halloween verstärkt auf. Werke wie Mary Shelleys Frankenstein oder Bram Stokers Graf Dracula, ganz zu Schweigen vom hiesigen Boandlkramer [ein bairisches Wirt, das übersetzt den Gevatter Tod oder den Sensenmann bezeichnet] legten den Grundstein für das moderne Horrorgenre. Die faszinierende Historie hinter Dracula ist besonders bemerkenswert. Bram Stoker ließ sich bei der Schaffung seines berühmten Vampirs von der legendären Figur Vlad dem Pfähler inspirieren, einem realen Herrscher aus dem 15. Jahrhundert, der für seine äußerst brutale Herrschaft und seine angebliche Vorliebe für Folter berüchtigt in die Geschichtsbücher drang. Der historische Bezug verstärkte die düstere Aura des Charakters und verlieh der Geschichte eine zusätzliche Dimension des Bösen, wie dem Unheimlichen zugleich.


Dagegen ist das Verkleiden an Halloween auf das alte keltische Fest Samhain zurückzuführen. Was ich zuhause mit einer Kerze im Fenster, einem Gedeck am Esstisch in Gedanken an verstorbene liebe Angehörige zelebrierte.


Der Ursprung und spirituelle Gründe sind beim Kostümieren darin, die Geister zu täuschen. Denn die Kelten glaubten, dass am 31. Oktober die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten sich öffnet.

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Durch furchterregende Kostüme und Masken wollten die Kelten entsprechend die ungebetenen Geister abschrecken oder selbst wie Geister aussehen, um unbehelligt zu bleiben.

Wir mögen es lieber lustig! Mein Gesicht für FFO ist die Kürbisserviette, die sich beispielsweise auch als Geschenkverpackung verwenden lässt.


Kurt Tucholsky blättert seine Gedanken in puncto Gesellschaft mit:

Erinnerung
(1912)
In Deutschland hingegen
tuns erst lang überlegen,
dann schreib'n sie sich ein
in ein' Aufruhrverein,
wähln ein' Obmann, wie's Brauch,
zwei Schriftführer auch, ein' Kontrollor, zwei Kassier,
Ehrenjungfrauen vier,
dann schreib'n 's nach'm Buch
ein Freiheitsgesuch: –
So machen's dort die Revolution,
das liegt im Charakter der Nation!

Charakter?

Ich glaube, sie hat keinen.



• Eine Serie...

...von unterschiedlichen Dokumentationen klärt auf dem Sender ARTE über Samhain, Halloween, Dracula und unser Bedürfnis nach gruselig-lustiger Feierlichkeit auf!
Die Menschen verkleiden sich, schlüpfen in eine Rolle, die sich jedoch wesentlich von dem hiesigen Karneval unterscheidet.

Die Menschenskinder  fragen:
Wovor gruselt Du Dich am meisten?

Meine Skala beginnt bei Spinnen und reicht inzwischen bis vor die täglichen Berichte aus aller Welt.

■ ■ ■ ■ ■

● Samhain...

...mit Überraschung, was ich vorbereitete! Eine Kerze im Fenster und ein Gedeck am Esstisch. Und natürlich: der obligatorische Apfel. Bekanntlich stehen Äpfel im keltischen Jahreskreis für das Leben, für Weisheit und die nicht zuletzt als Verbindung mit der sogenannten Anderswelt. Sobald frau den Apfel quer teilt, zeigt sich im Kerngehäuse ein natürliches fünfblättriges Sternmuster zum Vorschein, was ein altes Schutz- und Magiesymbol darstellt.

Das Fest Samhain (vom 31. Oktober bis 01. November) markiert das Ende der Erntezeit, wobei Äpfel reichlich vorhanden waren und sich daher schnell zum zentralen Element für die Mantik, insbesondere für Liebesorakel entwickelten.

Ab gesehen davon lockte uns derzeit wieder öfter die Saunalandschaft...


...und danach kurz, wirklich kurz! ins Tauchbecken.

Unten im Bild ist es als Schwefelquelle ersichtlich!


Desweiteren...
...sahen wir 'Hidden Figures' zum wiederholten Male. Ein Film, der mich zu Tränen rührt!


Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr.

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Xxxxx Xxxx

...ich freue mich auch in dieser Woche auf spannende Begegnungen!


Habt ein wundervolles Wochenende im November,
wünscht euch mit frischen Grüßen

Heidrun


 

mit FFO und mit Comedy-Plus 

...ein Cocktail zum Abschied in der Hotelbar 🍸

Kommentare

  1. Beautiful photos of fog. Your cat is absolutely adorable. Your photo art is stunning. Not sure what you are drinking in that last photo, but it looks good.

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Heidrun, da wäre mir auch gruslig geworden wenn schon der Kater aufsprang. nur gut dass du nichts gefunden hast. Deine Zahnschmerzen hatte ich früher mal sehr schlimm , ich habe es jetzt nur hin und wieder , das bräuchte man nicht!
    Sonst alles gelesen und du hast toll dazu gemalt und gebastelt , die Sprüche und Gedichte passen dazu ausgewählt , toll . Novemberwelt ist für mich zum träumen zum Bilder malen in eine Fantasiewelt gerne.Deine Nebelfotos sind Klasse!
    Hab einen schönen November und gruselig dich nicht zuviel , zwinker´!!!
    Lieben Gruss Elke

    Schön diese Auszeit in der Sauna für euch.
    Ich

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