MosacMonday No. 209

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Aus der Fülle des Herzens leben, ist das ganze Geheimnis des Lebens.
_ verrät Ricarda Huch



• Im Oktober...

...gelandet spüren wir wie alt wir sind! Nachrichten der Freunde ergaben sich und manches mehr, wovon mein Post erzählt.
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- Blumengruß für die Blogfreunde -


Vierzehn Tage Ferien verflogen in Windeseile. Wo bleibt die Zeit!? ...fragen wir uns immer öfter seufzend. Und freuten uns, verschiedene idyllische Ecken kennengelernt zu haben und, dass wir die Seele baumeln lassen durften. Sightseeing kommt an anderen Stellen zum Zuge, wenn wir die notwendige Muße aufbringen. Durchatmen ist gefragt, Abstand gewinnen vom nervenaufreibenden Alltag der letzten Monate ...oder des ganzen Jahres überhaupt? Politik, die resultierenden Perspektiven, wie sich die Zukunft entwickelt. Dann das private Umfeld, das sich hauptsächlich unserer Emotionen bedient und daneben der obligatorische Kampf im Alltag und den gesundheitlichen Einschränkungen.

Dann... verschwand mein Google Email Account beispielsweise im Nirwana, wichtige Informationen und Kontakte generierten plötzlich zur absoluten Herausforderung. Am Account hängt schließlich so viel anderes, wie zum Beispiel auch der Blog...

Am meisten kostet jedoch der Herzschmerz Kraft!

Zuletzt hören wir von den Freunden über einen plötzlichen Herzinfarkt, da die Freundin gerade noch aufgefangen werden konnte und bei meinem langjährigen Freund, dass er auf Rhodos im Urlaub ins Krankenhaus musste. Alles Ereignisse, die uns nachhaltig emotional stark mitnehmen!



Unsere Reise...
...führte uns von Ingolstadt weiter in Richtung Regensburg. Von beiden Orten berichtete ich bereits ausführlich im Blog mit Posts im letzten Jahr, doch staunen wir dass es je nach Jahreszeit, je nach den regionalen Events immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

Wir unternahmen eine kleine Schifffahrt.

Mir sträuben sich übrigens immer noch die Nackenhaare, ob der deutschen Rechtschreibung, wie hier das Wort Schifffahrt mit drei "fff" üblich geworden ist. Schrecklich!


Ich lass` das Zetern beiseite und erzähle lieber von der Tour auf der Donau!

Der Prospekt versprach im Vorfeld: Unvergessliche Momente - von April bis Dezember - in der Domstadt und auf dem Fluss. Der Göttergatte buchte kurzerhand online eine 2-stündige Reise auf der Donau in Regensburg. Dazu versorgte uns das Hotel mit zwei üppigen Lunchpaketen. Dermassen ausgerüstet freuten wir uns auf die Tour, da der Wettergott uns zudem gewogen schien! Was will man/ frau mehr?

Wir staunten über den relativ normalen Wasserstand der Donau. Da der Rhein unter anderem mit Niedrigwasser Schlagzeilen machte.


Die Walahalla sollte das Ziel sein, welches wir mit der Kristallprinzessin angepeilten. Diese Kristallprinzessin ist im Übrigen die “kleinere Schwester” in der sogenannten Regensburger Kristallflotte – EXCLUSIVELY MADE WITH SWAROVSKI ELEMENTS.

Hier findest Du Luxus in der Ausstattung, die dem Schiff der Kristallkönigin in nichts nachsteht und es wurde ebenfalls mit vielen Kristallelementen von Swarovski dekoriert.

Auf der Fahrt kommt über den Lautsprecher die Erklärung: die Kristallprinzessin setzt andere Akzente wie ihre größere Schwester, die Kristallkönigin.

Sobald man das Deck des Schiffes betritt, führen bereits die ersten Schritte durch kristallene Pforten, die den Gast royal empfangen. Im Inneren rankt sich ein aus unzähligen Swarovski-Kristallen gestalteter Baum durch den ganzen Saal und bringt mit seinen zartrosa Kristallblüten zu jeder Jahreszeit zauberhafte Frühlingsgefühle zu Wege. Gleichzeitig fungieren dessen Zweige als Lüster und spenden romantisches Licht.



Edel und einzigartig sind im Übrigen auch die beiden in Gold bzw. Silber gehaltenen Toiletten des Schiffes...


Die kristallene Harfentreppe, gefüllt mit einer Million der besagten Swarovski-Diamanten ist überdacht von einer beeindruckenden Glaskuppel. Hier landet der Gast direkt auf dem Freideck der Kristallprinzessin. Die gläserne Kuppel wird von außen durch eine kronengleiche Umfassung noch einmal zum Hingucker.


Ein weiteres Highlight auf dem Deck ist die funkelnde Kristallbar, die herrlich zum Verweilen einlädt.

- Quellen: Wikipedia und
Informationen aus dem Touristenführer -


Unten im Bild:

Ein Wandbild, das sich in der Durchfahrt im Tunnel in Regensburg befand, welches für FFO gedacht ist _ leider ein wenig unscharf, da ich es aus dem fahrenden Bus heraus fotografierte.


 Busfahren?

...ein Abenteuer in Regensburg, wie wir feststellen mussten. Zur Erinnerung: im Allgäu erhielten wir vom Hotel eine Gästekarte für Freifahrten in der Region. Hier in Regensburg kauften wir im letzten Jahr jeweils eine Tageskarte für 7,50 € und waren damit einverstanden, es ist adäquat. Die Tickets erwarben wir 2025 entsprechend beim Busfahrer, beim Einsteigen.

Das hatte die Stadt Regensburg, der Verkehrsverbund RVV abgeschafft in 2026. Du musst mit Deiner Electronic Cash Card am Automaten die Tickets begleichen, erhälst allerdings keinen Beleg. Und da liegt der Hund begraben! Wie wollen wir beweisen, dass wir eine Fahrkarte erworben haben?

Wir diskutierten spontan mit zwei anderen Personen im Bus während der Fahrt. Und eine Dame nannte uns hilfsbereit und  freundlich ihren Namen, falls wir bei einer Kontrolle in Verlegenheit geraten wären, dass sie bezeugen würde das wir ordentlich bezahlt hätten.

Von dieser Liebenswürdigkeit waren wir überwältigt.

Tags darauf informierten wir uns: die Zahlung kann per Handy (Apple Pay und Google Pay) oder der RVV-Prepaidkarte (ideal z.B. für Kinder) erfolgen, macht den Ticketkauf im Bus schneller und günstiger. So verspricht der Verkehrsverbund RVV es zumindest auf der eigenen Website. Die Realität ist eine andere!

Wir sind nicht altmodisch allerdings mögen wir aus sicherheitstechnischen Bedenken keine Handybezahlung und sind ergo nicht derartig ausgerüstet. Vor Ort am Hotel bei der Abfahrt gibt es keinen (!) Ticketautomaten, geschweige denn einen Unterstand oder eine Sitzbank an der Haltestelle. Also überlegten wir, wie es zu handhaben wäre. Meine Idee gipfelte in folgende Lösung: während ich die Geldkarte zur Bezahlung an den Automaten im Bus halte, nimmt der Göttergatte diesen Vorgang mit seinem Handy als Videoclip auf!


Kurt Tucholsky blättert seine Gedanken in puncto Gesellschaft auf mit dem

Der Sucher

Such – such
suche immer nach dem Geld.
Dann kommt es an.
Such – such
such es auf der ganzen Welt!
Denk immer dran!
Krieche ihm nach.
Leck auf seine Spur!

Sei nicht schwach –
denk immer nur:
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Verdienen! Verdienen! Verdienen!
Ernst ist die Spekulation.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben musst du es schon.

Such – such
suche immer den Erfolg.
Dann kommt er an.
Pfeif – pfeif –
pfeife auf das ganze Volk!
Tritt auf den Vordermann!
Schmeichle der Macht!
Sag immer Ja.
Bei Tag und bei Nacht
Halleluja – Hurra!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Nach oben! Nach oben! Nach oben!
Geld winkt dir als Lohn.
Aber lieben – aber lieben –
aber lieben mußt du es schon.

Such – such
suche immer nach dem Glück.
Dann kommt es – wenn es will.

Dein Herz
ist ein Serienstück; einmal steht es still.
Wenn du dich dann nach dem goldnen Tanz
präsentierst
zur großen Bilanz:
»Ich hoffe, man wird mich hier loben!
Da unten lag ich immer oben!«

Kann sein, dass DIE STIMME spricht:
Mensch, dein Leben –
Mensch, dein Leben –
Ja, ein Leben war das nicht.

_ Kurt Tucholsky


Mein Schatz hält den Herz-Anker



• Gut essen...

...gehört zum Urlaub! Hatten wir in Ingolstadt auf die Menüs verzichtet, wollte das nun in Regensburg nachgeholt werden.
Mmm

Die Menschenskinder  fragen:
Was magst Du im Urlaub am liebsten essen?

Sind es regionale Speisen womit Du Dich verwöhnen lässt? Oder eher die typisch heimische Küche beibehalten.






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● die Donau...


...beziehungsweise eine Schifffahrt sollte es sein! Die Tickets erwarben wir im Vorfeld bereits zu Hause. 

Die Walhalla!


Ein Denkmal der speziellen Art!

Die Walhalla ist eine Gedenkstätte auf dem Bräuberg im bayerischen Markt Donaustauf. Die Ruhmeshalle erbaute in den Jahren 1830 bis 1842 der König Ludwig I. von Bayern, wobei der Architekt Leo von Klenze für die Architektur zuständig war. Als gestalterisches Vorbild des klassizistischen Baudenkmals, das bedeutenden Persönlichkeiten „teutscher Zunge“ gewidmet ist, dienten die antiken Tempelbauten. Aktuell mit Stand 2026 stehen 132 Büsten, davon sind 7 Frauen und hängen 64 Tafeln, mit 6 geehrten Frauen.

Zwei seien genannt, die mir persönlich imponieren: zum einen ist es Hildegard von Bingen und zum anderen die Seherin Veleda. Die Weissagung der Seherin findet sich bereits in der Edda, im Götterlied Völuspá. Hier ist die Weissagung der Seherin (altnordisch Völva) als ‚Stabträgerin‘, die in ihren Prophezeiungen von der Entstehung und dem Ende der Welt berichtet.

Während Hildegard von Bingen als eine der frühesten Vertreterinnen der Deutschen Mystik des Mittelalters gilt. Ihr Schaffen weist ein breites Spektrum auf. Unter anderem befasste sie sich mit Theologie und Bibelexegese im Klosterleben, betrieb Heilkunde, spielte Musik, Ethik, Naturkunde und Kosmologie, wobei Visionsschriften im Mittelpunkt ihres literarischen Schaffens standen.


Auf dem Rückweg schippern wir an der denkmalgeschützten Kreuzhofkapelle von Barbing vorbei, einem romanisches Kirchengebäude am Ostrand von Regensburg. Deren Bedeutung uns wiederum via Lautsprecher näher gebracht wird. Die Lichtverhältnisse waren nicht die besten beim Fotografieren! 
Der Überlieferung nach soll Kaiser Friedrich Barbarossa schon zuvor den Kreuzhof aufgesucht haben, als er 1156 die Reichsfürsten nach Regensburg lud, um den schwelenden Streit zwischen dem Babenberger Heinrich Jasomirgott und Heinrich dem Löwen bezüglich des Herzogtums Baiern zu schlichten.
Da Regensburg damals baierische Residenzstadt war, also kein neutraler Boden, wurde das Treffen aus rechtlichen Gründen zum Kreuzhof bei Barbing verlegt. Heinrich der Löwe wurde rechtmäßiger Herzog von Baiern, die baierische Ostmark wurde jedoch abgetrennt und zu einem eigenständigen Herzogtum unter Jasomirgott erhoben. Das dazugehörende Privilegium minus soll in der Kreuzhofkapelle besiegelt worden sein. Demnach kann der Kreuzhof mit seiner Kapelle, die in ihrer heutigen Form kurz zuvor errichtet worden war, als die eigentliche Geburtsstätte des souveränen Herzogtums Österreich gelten.

Der Name der Kapelle und des Hofes stammt allerdings aus späterer Zeit. Er geht auf das Dominikanerinnen-Kloster Heilig Kreuz in Regensburg zurück, welches im Jahr 1278 das Areal in Besitz nahm.


Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr.

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...ich freue mich auch in dieser Woche auf spannende Begegnungen!

Und verweise abschließend noch auf den 08. Oktober, dem World Octopus Day.


Habt ein wundervolles Wochenende,
wünscht euch mit munteren Grüßen

Heidrun

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