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• eine Verlängerung...
...wollten wir, das heißt, wir hingen salopp nach Regensburg spontan noch drei zwei Tage Nächte [!] in einem Hotel in Bad Gögging herum. Dazu mein Post, der von den letzten Urlaubstagen und mehr berichtet.
■ ■ ■ ■ ■
- Blick auf einen Schriftzug im Hotel -
“Viele Menschen denken, Aufregung sei Glück… aber wenn Du aufgeregt bist, bist du nicht friedlich. Wahres Glück basiert auf Frieden.”
– weist uns Thich Nhat Hanh in 'Die Kunst der Kraft'
Das Wochenende nutzen andere Gäste im Hotel ebenfalls gerne, da hier spezielle Angebote winken. Wir genossen in unserem gewählten Arrangement - als Abschluss des Urlaubs - jeweils eine wunderbare Massage und ergänzend das sogenannte Faulenzerpaket.
Faul sein?
Der moderne Mensch möchte Quality Time, wobei hier das Gegenüber im Mittelpunkt steht – ganz ohne Smartphones, Fernseher, Musik im Hintergrund ...oder den gedanklichen To-Do-Listen. Es will ein Gegenpol zum Alltag gefunden werden: Es geht nicht darum, nebenher im selben Raum zu sein oder Aufgaben abzuarbeiten, sondern echte Verbindung zu schaffen.
Quality Time muss nicht unbedingt lange dauern, es kann bereits ein intensives Gespräch von Minuten dienen oder ein Essen sein.
Gemeinsame Aktivitäten sind wesentlich: insbesondere Spaziergänge, Spieleabende, zusammen kochen, reden oder ein gemeinsamer Ausflug.
Kein Geheimnis für uns: Hier beim Faulenzerpaket dürfen die Hotelgäste faulenzder Weise ab Mittag immer wieder am Buffet eine delikate Suppe, knackig-frusche Salate, kleine heiße Mahlzeiten und natürlich Gebäck & Kuchen abholen. Die zeitliche Einteilung obliegt jedem Schlenderer individuell, was genau unsere Vorstellung vom Relaxen ausfüllt. Die sonst obligatorische Kleiderordnung im Hotel vernachlässigend, erscheinen die Gäste im Bademantel und sehen uniformiert gleich aus: das Haus bietet pro Person ein Exemplar im beigen Frottee-Look, was in den Zimmern jeweils parat liegt. Die Faulenzer treffen sich dann mit ihren Tellern auf der Terrasse mit Blick in den Garten oder im angrenzenden Raum am Buffet.
Ein Klischee?
Faulsein vs. Laissez-faire, letzteres was als ein Phraseologismus auf das Gewährenlassen, für die Nichteinmischung bewusst setzt und auf den Verzicht der Regulation, sich von Grenzen oder Vorgaben distanziert.
Sonst noch Fragen?

Faulenzen?
Darf ich das überhaupt laut aussprechen! Das ist schlussendlich eine durch und durch verpönte Lebensweise in der Gesellschaft. Auf der anderen Seite, liegt in der Ruhe die Kraft, wie ich es aus meiner Lebenserfahrung kenne und schätze. Ja, das wollte ich jetzt einfach genauer unter die Lupe nehmen, da wir in den Ferien so ausgiebig darin schwelgten:
In der Vertiefung treten sowohl gewachsene kulturelle als auch historische Aspekte zutage
• im Christentum ist beispielsweise in der westlichen Hemisphäre die Faulheit als Trägheit des Herzens (Acedia) angeprangert worden und bleibt bis heute als eines der sieben Hauptlaster/ Sünde verurteilt
• im Protestantismus betont der Glaube demgegenüber den Fleiß betonend als ein gottgefälliges Tun = mit anderen Worten, es besteht Gleichklang mit dem katholischen Weltbild
• in der Literatur schrieb unter vielen anderen Autoren auch Paul Lafargue gegen 1880 das berühmte Werk "Das Recht auf Faulheit", das ein Gegenentwurf zum bürgerlichen Arbeitsbegriff sein sollte
• währenddessen in der Ökonomik diese Faulheit teils als rationaler und sparsamer Einsatz der eigenen Arbeitskraft verstanden (homo oeconomicus) sein will.
Mögliche Ursachen für Faulheit, sofern das näher untersucht wurde halten dagegen:
• hier treten durch fortwährender Überlastung psychische & physische Erkrankungen auf: Burnout, Depressionen, chronische Erschöpfung oder Schlafmangel
• das Verhalten ändert sich durch den permanenten Druck mit einem deutlichen Mangel an Motivation, der Prokrastination (Aufschieberitis) oder Überforderung durch Stress
Fazit: Die Abgrenzung, ergo echte Erholung und Regeneration nach harter Arbeit sind keine Faulheit, sondern medizinisch und körperlich notwendig. Und ich zitiere die klösterliche Weisheit, die Ora et Labora empfiehlt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass noch vor der Arbeit die Muße an erster Stelle hervorgehoben wird. Abgesehen davon, dass in den östlichen Kulturen gepflegt wird. Hier streben die Philosophien, wie etwa im Daoismus, dem Buddhismus oder im Hinduismus entgegen gesetzt zum Verständnis von Müßiggang.
Fundamental krachen diese Mentalitäten auf die traditionelle westliche Sichtweise. Während das Konzept im Westen historisch ausschließlich negativ besetzt hier „aller Laster Anfang“ verheißt, wird in der östlichen Tradition dieser Zustand der Tatenlosigkeit als ein Zustand höchster geistiger Klarheit, Harmonie und spiritueller Praxis definiert.
- Quelle: Wikipedia, Literatur -
Oben: der Weg zum Wartebereich, vor der Massage beziehungsweise der Kosmetik
Unten: Ausruhen in der hauseigenen Bibliothek des Hotels, die mit bequemen Liegen und Ohrensesseln ausgestattet für luxuriöse Bequemlichkeit sorgen
Verschiedene Quellen sorgen für aufschlussreiche Enthüllungen zur Faulheit:
In der Philosophie lobt Byung-Chul Han in seinem Buch „Vita contemplativa"
„Die Untätigkeit ist eine Glanzform der menschlichen Existenz...
...heute ist sie zu einer Leerform der Tätigkeit verblasst".
Von einem weiteren Philosophen, André Rauch, sei zitiert:
"Faulheit ist der höchste Grad der Freiheit: Ich tue nicht, was du von mir willst, ich tue, was ich für mich entscheide!"
- Archivbild -
...nicht zuletzt ein Video vom DAI zur Erhellung. Dieses Deutsch-Amerikanische Institut, Heidelberg (DAI) fungiert als kulturelle Einrichtung, die sich der Förderung der Demokratie und sich weiterhin die Völkerverständigung auf die Fahne geschrieben hat. Hier hinterfragten Fachleute kontrovers:
Ist Faulheit die neue Tugend? Gegen planlose gesellschaftliche Beschleunigung, den Klimawandel wie gegen den persönlichen Burnout und die Verschwendung des Lebens an die Arbeit?
Geradezu revolutionär!
...und mir summt ein Oldie durch den Kopf: Lazy Sundayafternoon. In meiner Teenager Zeit wurde vom Small-Faces-Songwriter-Duo Steve Marriott und Ronnie Lane dieser Song komponiert und erschien auf dem 1968 erschienenen Konzeptalbum der Band.
Ja... so könnte es gehen!
Kurt Tucholsky blättert seine Gedanken in puncto Gesellschaft, dem
Wie Gestern und Morgen
sich mächtig vermischen!
Hier ein Stuhl – da ein Stuhl –
und wir immer dazwischen!
Liebliche Veilchen im März –
Nicht mehr.
Proletarier-Staat mit Herz –
Noch nicht.
Noch ist es nicht so weit.
Denn wir leben –
denn wir leben
in einer Übergangszeit –!
Geplappertes A – B – C
bei den alten Semestern.
Fraternité – Liberté –
ist das von gestern?
Festgefügtes Gebot?
Nicht mehr.
Flattert die Fahne rot?
Noch nicht.
Noch ist es nicht so weit.
Denn wir leben –
denn wir leben
in einer Übergangszeit –!
Antwort auf Fragen
wollen alle dir geben.
Du mußt es tragen: ungesichertes Leben.
Kreuz und rasselnder Ruhm –
Nicht mehr.
Befreiendes Menschentum –
Noch nicht.
Noch ist es nicht so weit.
Denn wir leben –
denn wir leben
in einer Übergangszeit –!
Das Gedicht "Heute zwischen Gestern und Morgen" stammt von Kurt Tucholsky
• Wege...
...reine, Luft, Ruhe und kleine Spaziergänge im Kurpark beziehungsweise entlang der friedlichen Abens!
Die Menschenskinder fragen:Welche Wege wählst Du zur Entspannung?
Es ist hier bestimmt eine Suche nach Perspektiven. Als Künstlerin betrachte ich meine Bilder im Prozess der Fertigstellung mit Abstand. Das bedeutet, zwei Schritte zurück zu treten, was das Bild von links, von rechts je nach Lichteinfall mit unterschiedlichen Stimmungen widerspiegelt.
Vielleicht... Nein, sicherlich lässt sich das auch in den mental derartig handhaben. So hole ich William Morris an meine Seite:„The true secret of happiness lies in taking a genuine interest in all the details of daily life“. Was sich etwa folgendermaßen übersetzen lässt:„Das wahrhaftige Geheimnis des Glücks liegt im echten Interesse an allen Details des täglichen Lebens zu nehmen“.Die Überlegung entrissen aus seinem Werk „The Aims of Art“. In seinem Kontext eröffnet der Künstler, dass sich das Glück und Sinn bewusst durch achtsame Beschäftigung mit dem Alltag und handwerkliche Wertschätzung entstehen, anstatt alltägliche Tätigkeiten als Last zu ignorieren oder komplett wegzudrängen.
Passt!Und hier werfe ich den Ada-Lovelace-Tag ein. Der als internationaler Gedenktag rangiert, und jährlich am zweiten Dienstag im Oktober stattfindet – im Jahr 2026 entsprechend am 13. Oktober. Der Tag ist nach der britischen Mathematikerin Ada Lovelace (1815–1852) benannt, die im 19. Jahrhundert ein Programm für Charles Babbages mechanische Rechenmaschine (Analytical Engine) verfasste und als erste Programmiererin der Geschichte gilt. Erstmals hob diese Würdigung 2009 die britische Autorin und Aktivistin Suw Charman-Anderson ins Leben.Der Tag soll die Leistungen von Frauen in MINT-Berufen (= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) hervorheben und schafft sichtbare Vorbilder. Es soll Mädchen und Frauen ermutigen, eine Karriere in diesen Bereichen zu wählen.
Die Menschenskinder fragen:
Welche Wege wählst Du zur Entspannung?
Es ist hier bestimmt eine Suche nach Perspektiven. Als Künstlerin betrachte ich meine Bilder im Prozess der Fertigstellung mit Abstand. Das bedeutet, zwei Schritte zurück zu treten, was das Bild von links, von rechts je nach Lichteinfall mit unterschiedlichen Stimmungen widerspiegelt.
Vielleicht... Nein, sicherlich lässt sich das auch in den mental derartig handhaben. So hole ich William Morris an meine Seite:
„The true secret of happiness lies in taking a genuine interest in all the details of daily life“. Was sich etwa folgendermaßen übersetzen lässt:
„Das wahrhaftige Geheimnis des Glücks liegt im echten Interesse an allen Details des täglichen Lebens zu nehmen“.
Die Überlegung entrissen aus seinem Werk „The Aims of Art“. In seinem Kontext eröffnet der Künstler, dass sich das Glück und Sinn bewusst durch achtsame Beschäftigung mit dem Alltag und handwerkliche Wertschätzung entstehen, anstatt alltägliche Tätigkeiten als Last zu ignorieren oder komplett wegzudrängen.
Passt!
Und hier werfe ich den Ada-Lovelace-Tag ein. Der als internationaler Gedenktag rangiert, und jährlich am zweiten Dienstag im Oktober stattfindet – im Jahr 2026 entsprechend am 13. Oktober. Der Tag ist nach der britischen Mathematikerin Ada Lovelace (1815–1852) benannt, die im 19. Jahrhundert ein Programm für Charles Babbages mechanische Rechenmaschine (Analytical Engine) verfasste und als erste Programmiererin der Geschichte gilt. Erstmals hob diese Würdigung 2009 die britische Autorin und Aktivistin Suw Charman-Anderson ins Leben.
Der Tag soll die Leistungen von Frauen in MINT-Berufen (= Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) hervorheben und schafft sichtbare Vorbilder. Es soll Mädchen und Frauen ermutigen, eine Karriere in diesen Bereichen zu wählen.
● Linkparty...
...mit Überraschung, was mich immer wieder herausfordert. Was euch, liebe Blogfreunde eventuell auch mitunter aufgefallen ist, nämlich dass keine Verlinkung funktionieren will oder das Kommentieren unmöglich ist.
Und es bedeutet meinerseits, die intensive Untersuchung woran die Blockade liegen könnte. Auffällig ist, dass die Störungen regelmäßig sonntags beziehungsweise zwischen Sonntag und Montag auftreten. Sind es Wartungsarbeiten oder Updates? Eine Information wäre mir seitens des Betreibers hilfreich gewesen.
„Ich kann es nicht ertragen, etwas so Kostbares wie den Herbstsonnenschein zu vergeuden, indem ich im Haus bleibe."
[Notizbuch 10. Oktober 1842] sagt Nathaniel Hawthorne und die Übersetzung lieferte der Browser Chrome automatisch
Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr.
XxxxxxxxXxxxx Xxxx
...ich freue mich auch in dieser Woche auf spannende Begegnungen!
Habt ein wundervolles Wochenende,wünscht euch mit munteren Grüßen
...mit Überraschung, was mich immer wieder herausfordert. Was euch, liebe Blogfreunde eventuell auch mitunter aufgefallen ist, nämlich dass keine Verlinkung funktionieren will oder das Kommentieren unmöglich ist.
Und es bedeutet meinerseits, die intensive Untersuchung woran die Blockade liegen könnte. Auffällig ist, dass die Störungen regelmäßig sonntags beziehungsweise zwischen Sonntag und Montag auftreten. Sind es Wartungsarbeiten oder Updates? Eine Information wäre mir seitens des Betreibers hilfreich gewesen.
„Ich kann es nicht ertragen, etwas so Kostbares wie den Herbstsonnenschein zu vergeuden, indem ich im Haus bleibe."
[Notizbuch 10. Oktober 1842] sagt Nathaniel Hawthorne und die Übersetzung lieferte der Browser Chrome automatisch
Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr.
Xxxxxxxx
Xxxxx Xxxx
...ich freue mich auch in dieser Woche auf spannende Begegnungen!
Habt ein wundervolles Wochenende,
wünscht euch mit munteren Grüßen
Heidrun
Verlinkt mit Skywatching, mit dem Samstagsplausch mit Saturday Critters und Slices of Life
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mit Saturday Critters und Slices of Life




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