MosaicMonday No. 189

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Was im Mai nicht blüht, wirds im September nicht nachholen.

_ meint Friedrich Hebbel 



 Maibaum-Rituale...

...und so manches mehr von Haus & Hof; mein Resümee zum 01. Mai und eine Zusammenfassung von diesem frühlingsfrohen Wonnemonat überhaupt.
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- Blüten in unserem Garten -


Von den Nachbarn hören wir am Gartenzaun weitere bittere Klagen über die wüsten Verunzierungen ihres Zauns oder dem Fahrzeug anlässlich der Freinacht, der Feier zum 01. Mai. Ist das der aktuelle Zeitgeist? Aggressivität und Zerstörungswut? In die Jahre gekommene Maibaum-Rituale, die intensiver hinterfragt werden müssten nach unserem Empfinden.

From our neighbours, we hear further bitter complaints over the garden fence about the wanton defacement of their fence or their car during the ‘Freinacht’, the May Day celebrations. Is this the spirit of the times? Aggression and a desire to destroy? Outdated Maypole rituals that, in our view, need to be scrutinised more closely.


Maiglöckchen am Fensterbrett in der Vase

Ein Arrangement für den Friday Flowerday. Die Vase weist ein Craquelé auf und kaum erkennbar sind Glasperlen am Boden innen.



Dazwischen hören und sehen wir in den stündlichen Nachrichten, die in unsere eigenen vier Wänden getragen werden, die never-ending Chaos-Katastrophen-Nachrichten, kontrovers geführte Diskussionen rund um den Katholikentag in Würzburg, Dinge die uns ins Staunen versetzen, zusätzlich klimatische Herausforderungen. Und nicht zuletzt ist traurigerweise über den verendeten Walfisch berichtet worden. Hoffentlich ist der Mai bald vorüber... seufzte mein Schatz in den vergangenen Tagen eindringlich hörbar. Da schmolz die erlangte Erholung vom Allgäu rasant wegen der plötzlich aufgetretenen Ereignisse - speziell auch im privaten Bereich.


Früh morgens fange ich mir gezielt Sonnenstrahlen im Garten ein! Das ist unten im Bild kein Fehler vom Objektiv, da blinzelte tatsächlich die Sonne durch das Blätterdach vom Lebkuchenbaum. Darunter wächst der kleine Zierflieder, der heuer etwas zeitiger blüht als sonst üblich. Den berauschenden Duft kann ich leider nicht vermitteln! Ich denke aus den Blüten Sirup zuzubereiten.

...und höre ein Katzen Duett an. Ein Video aus 1996, welches während einer Asientournee, mit Régis Mengus und Hyacinthe de Moulins, Mitglieder des Chores „Les Petits Chanteurs à la Croix de Bois“ aufgezeichnet worden war. Es handelt sich um das „Duetto buffo di due gatti“ auf, begleitet am Klavier von Rodolphe Pierrepont. Was hier verlinkt ist!

Der restaurierte Clip stammt im Übrigen aus dem Archiv eines Bildungsauftrags, der der Bewahrung des internationalen Chorerbes und der Förderung vokaler Spitzenleistungen gewidmet ist.


Schleichi begrüßt uns gerne früh morgens auf der Terrasse ...und bringt eine Zecke am Goscherl mit. Es ist wieder soweit! Vor Zeckenstichen wird aktuell gewarnt. Der Göttergatte entfernt umgehend diesen unerwünschten Parasiten auch in unserem Interesse. Und der Kater lässt sich willig darauf ein, froh das lästige Ungeziefer entfernt zu bekommen! Im Radio wird eindringlich darauf hingewiesen, dass wir Menschen uns impfen lassen sollten. Ja, es ist eine Überlegung wert.


Zurück zum Alltag und zum besseren Verständnis ob der Aussage vom Ehemann... Als wir nach dem Urlaub im Allgäu nach Hause kamen eröffnete sich uns eine unliebsame Überraschung im Haus, auf die wir gerne verzichtet hätten. Im Badezimmer bogen sich unheimlich anmutend die Bodenfliesen an mehreren Stellen aus unerklärlichen Gründen nach oben. Und es knirschte weiterhin in der Nacht, dass wir zunächst erschrocken an Einbrecher dachten. Der tags darauf herbei gerufene Handwerker klärte uns über Spannungen auf, die wegen fehlenden Dehnungsfugen auftreten können. So ist das! Warum das erst nach so vielen Jahren auftritt konnte er allerdings nicht beantworten. Infolge muss nun das Badezimmer komplett neu verfliest werden. Und in dieser Woche ist es passiert, die Fliesen wurden entfernt, der Estrich abgeschliffen. Oh, dieser Dreck und vor allem der Höllenlärm!
Unsere Aufgabe bestand darin alles auszuräumen, ausmisten und die Utensilien ringsherum verteilen, wo sie möglichst wenig stören. Kein leichtes Unterfangen, nebenbei erwähnt.


Zwischendurch setzte ich mich für eine Verschnaufpause im Wohnzimmer in den Sessel vor die Terrassentür, beobachtete die Vögel und die Eichhörnchen. Sie besuchen uns regelmäßig.

Es lenkt wohltuend ab!

Amüsante Episoden spielen sich ab.


Kleine Streitigkeiten etwa, wenn eine der Amseln dem Eichkatzerl die Walnuss streitig macht. Und am liebsten beobachten wir ein schwarzes Eichhörnchen, ein junges Tierchen mit einem verletzten Hinterpfötchen! Was war passiert? Dann wieder die Amseln, die zu dritt kommen. Das Amselmännchen füttert fleißig, wobei wir beide den Verdacht haben, dass es wohl Kuckucke sein müssen, die hier die Schnäbel aufreißen.

Tage später... beobachtete der Göttergatte, dass das Eichkatzerl wieder besser hüpfen kann und wir sind erleichtert.
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Little squabbles, for instance, when one of the blackbirds tries to snatch the walnut from the squirrel. And what we love most is watching a black squirrel, a young little creature with an injured hind paw! What had happened? Then the blackbirds again, arriving in a group of three. The male blackbird feeds them diligently, though we both suspect that it must be cuckoos opening their beaks here.

Days later... my husband noticed that the little squirrel can hop better again and we are happy.


...und der Garten mahnt natürlich nach unserem Einsatz nach den Ferien und es folgten unbeschwerten Stunden auf der Terrasse bei Sonnenschein. Obwohl wir wegen der Eisheiligen warm angezogen sein mußten.

Was wir als weitere Ablenkung angesehen.



 Zwischenraum...

Der Alltag holte uns - wie gesagt - schnell wieder ein. Gerade auch, da seitens der Politik auf Bevorratung gedrängt wird! Was bedeutet das, was kommt auf uns zu?


Am Sonntag vor dem Kochen höre und sehe ich zusätzlich einen bestimmten Sender im TV. Auf 3Sat kommt Sternstunden der Philosophie, was ich hier verlinkt habe. Die Moderatorin, Barbara Bleisch, hinterfragt und diskutiert mit Helen Keller, dee Professorin für Völkerrecht, Europarecht und öffentliches Recht an der Universität Zürich. Gleichzeitig ist Helen Keller inzwischen seit neun Jahren Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Ich werde mehrmals unterbrochen in meiner Aufmerksamkeit. Da klingelt das Telefon, da meldet sich Schleichi und... ein unüberhörbarer Tumult im Garten. Die Vögel sind in Aufruhr. Natürlich, es ist dem Kater geschuldet. Ich gehe hinaus und finde ihn einigermaßen zerknirscht zusammengekauert an der Aussentreppe. Der Schleichi wird von vier [!] Amseln attackiert! Die Amseln verhalten sich nämlich solidarisch in der Verteidigung ihrer Nester.



Zurück zur Sendereihe "Sternstunde Philosophie", die jeweils einen Spagat schafft von der gesellschaftspolitischen Aktualität zu den gravierenden Grundfragen der Philosophie! Und da ich einen Großteil verpasst habe, rief ich mir die Sendung in der Mediathek auf.


Ergänzend zu meinen Gedanken und Gefühlen suchte ich
bewusst die nachstehende Lyrik von Jean Paul heraus:

Ich knirsche die Zähne über die gewinnsüchtigen Heuchler,
die Menschen, welche bei ihren Bergwerken, bei ihren
Lotteriedevisen Gott wie einen Fürsten zu Gevatter
bitten, damit er ihnen ehrenhalber ein Patengeld in
die Windeln schiebe – welche bei dem Allerheiligsten
wie wir bei einem Titularrat immer seinen Titel
anbringen, um ihm zu schmeicheln und abzubetteln.

Wär' ich der liebe Gott: so sollten mir die Holländer,
die vorher, eh' sie mit ihren Heringsbuisen auslaufen,
eine Predigt und ein Lied anhören und um Heringe
seufzen, nicht einen Schwanz fangen.
Oh, das größte Sammelsurium von Widerspruch,
Wahnsinn, Habsucht und Tücke ist ein menschliches
gedrucktes Gebet!  –  Nur du, heiliger Fenelon, konntest beten,
denn du liebtest Gott!

_ meint Jean Paul

*die Heringsbuisen meint wohl ihre Fischkutter



Die Menschenskinder  fragen:
Wie hast Du den Vatertag verbracht?

Der Dienst rief, das heißt mein Mann war eingeteilt im Korrektorrat. Macht nichts, lautete die Aussage, das ist schon in Ordnung.


Ein Begriff in dieser Woche, über den ich quasi stolperte bezeichnet die Mobilität der Reisenden: die sogenannte AnschlussMobilität. Ein grässliches Wort, finde ich! Hier wird der Alltag mit dem Fahrrad gemeint, wo der Drahtesel untergebracht werden kann, damit die Reisenden unproblematisch in den Zug respektive ein anderes Verkehrsmittel steigen können. Ich denke an unseren Bahnhof in Augsburg, der sich immer noch als Großbaustelle darstellt.

Connecting mobility refers to...Seamless onward travel in the pre- and post-carriage of the main means of transport (usually the train)The aim is to make switching to public transport, car sharing, e-scooters or bicycles as attractive and seamless as possible.


Mosaiksteine in Worten und Bildern aus meinem Alltag
gesellen sich in gewohnter Manier dazu.


Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr...

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Xxxxx Xxxx

...ich freue mich auf diese spannenden Begegnungen!

Habt ein wundervolles PfingstWochenende,
wünscht euch mit munteren Grüßen

Heidrun

Verlinkt mit Skywatching, mit dem Samstagsplausch 
mit Herzen, mit Saturday Critters und Slices of Life

 

mit FFO und mit Comedy-Plus 
geteilt mit Wordless Wednesday und Sunday Best 

Kommentare

  1. You have some wonderful flower photos today. They made me happy to see. But sorry about the tiles in the bathroom. That is weird. I wonder if it was too hot...but I know nothing about tiles so that is only a guess. Coming home for a get away is always tough, but yours sounds tougher than most times. But it is still good to get away, right? Have a good weekend I hope.

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  2. Such lovely nature photos. We are also seeing lilacs in bloom, lots of birds at the feeders, and the occasional squirrel as well. I hope the re-tiling of the bathroom goes well. That does not sound like a fun job though it is one we've talked of tackling soon. Our tiles have a few cracks after all these 20+ years but I just know if we do that we're actually going to end up facing a whole entire bathroom remodel and I'm just not sure I want to start that project.

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