24. Oktober 2017

Wanderlust!

Ein englisches Wort, das für Reiselust in der
Übersetzung zu finden ist. 


Und uns steht der Sinn unterwegs zu sein.

Nach dem Verlust unserer geliebten Katze treibt es uns aus dem Hause.
Wen wundert es?!

Was macht ihr, um Kummer zu vertreiben?

Auf jedem Fall buchten wir kurzentschlossen eine Busfahrt, eine Flusstour
über Kelheim auf der Altmühl. Es war ein sonniger und ganz herrlicher Tag.
Das Altmühltal, eine wahrhafte Schatztruhe an Natur und historischen Kleinoden.
Es lohnte, wir bekamen für einen Tag den Kopf frei.

Wissenswertes stiftete übrigens Wikipedia.



Kelheim.

Durch Ausgrabungen kann eine Besiedelung der Umgebung seit dem Neandertaler nachgewiesen werden. Im Stadtgebiet befinden sich bronzezeitliche Grab- und Siedlungsfunde (etwa 2.000 v. Chr.), ein bedeutendes Urnengräberfeld (etwa 800 v. Chr.) und hallstattzeitliche Gräberfelder.

Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg ein spätkeltisches Oppidum namens Alkimoennis. Mit einer Fläche von 650 Hektar war es das zweitgrößte im Süden Deutschlands. Ebenso gibt es Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.). Der Krieger von Kelheim ist ein Fund aus der Merowingerzeit.




In der Stille

Wieviel Schönes ist auf Erden
unscheinbar verstreut;
möcht ich immer mehr des inne werden;
wieviel Schönheit, die den Taglärm scheut,
in bescheidnen alt und jungen Herzen!

Ist es auch ein Duft von Blumen nur,
macht es holder doch der Erde Flur,
wie ein Lächeln unter vielen Schmerzen.

(1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg,
Journalist und Übersetzer 






Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 866. 879 war Kelheim Sitz der Kelsgaugrafen. Im 11. Jahrhundert kam es in den Besitz der Wittelsbacher. Die Stadtrechte wurden Kelheim (Cheleheim) 1181 durch den Bayernherzog Otto I. verliehen. Bis zur ungeklärten Ermordung seines Sohnes Ludwig, genannt der Kelheimer, im Jahre 1231 auf der Donaubrücke war die Stadt eine der bevorzugten Residenzen des bayerischen Herzogsgeschlechts.


Auch nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Landshut erfuhr die Stadt an dem wichtigen Donauübergang eine bevorzugte Förderung durch die Wittelsbacher. Sie entwickelte sich zu einem wichtigen Warenumschlagsplatz für Wein, Salz, Fisch, Vieh, Steine und Holz.


Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt am 3. November 1633 vom schwedischen Heer des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar besetzt und zu einer wichtigen Durchgangsstation beim Versuch der Schweden, Regensburg zu erobern. Hier fanden die Schweden nicht nur eine große Menge Proviant vor, hier wurde auch die Teilung des Heeres vollzogen in zwei Teilheere, die dann bei den Kämpfen um Regensburg die Reichstadt auf beiden Ufern der Donau von Süden und von Norden her erreichen konnten.

Das Übersetzen eines Teilheeres und später auch das Übersetzen der Kanonen und des Nachschubs auf das östliche (in Regensburg südliche) Donauufer konnte hier deshalb gut vollzogen werden, weil eine Fähre vorgefunden wurde, mit der man 60 Pferde gleichzeitig übersetzen konnte. Am 26. Juni 1634 wurde die Stadt von bayerischen Truppen wieder zurück erobert.







Riedenburg.

Die früheste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens „Ritenburg“ stammt aus dem Jahr 1111. Als Markt erscheint der Ort erstmals nach 1231 und wird 1329 erstmals als Stadt genannt. Als Grafen der westlichen Donauauen herrschte das Geschlecht der Grafen von Riedenburg (Barbonen) etwa ab 970.

Daneben führten sie als kaiserliche Burggrafen das Kommando in der Reichsfestung Regensburg. Zwei Grafen von Riedenburg sind als Minnesänger im Codex Manesse abgebildet. Wenn sie auch nicht die Gründer waren, so werden sie doch die ersten geschichtlich bekannten Schützer und Förderer des Ortes gewesen sein. Er lag unter ihrer Obhut geborgen innerhalb der Wehr- und Sperrmauern ihres Burgberges und entwickelte sich nach ihrem Aussterben 1196 unter den Wittelsbachern zu bescheidener Blüte. Riedenburg war nach dem ältesten Urbar von 1224 Amtssitz (Amt ze Ritenburc).

Im Jahre 1333 erschien erstmals ein Riedenburger in einer Stiftsurkunde als Bürger. Das Siegel mit dem heutigen Stadtwappen (der ehemaligen Herren von Riedenburg) kam bereits 1336 vor. Im Bauernkrieg 1525 tat sich besonders der Pfleger von Riedenburg Erhard von Muggenthaler hervor und wurde gefangen genommen. Riedenburg wurde im Dreißigjährigen Krieg von 1632 bis 1634 und 1648 von den Schweden schwer heimgesucht.

Das alte Rathaus, heute Fremdenverkehrsamt (Haus des Gastes), in der Mitte der Altstadt, stammt aus dem Jahre 1731. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurden 1703 Markt und Festung von den Österreichern geplündert, und 1745 schlug General Graf Bärenklau dort sein Winterquartier auf. 1796 nahm Erzherzog Karl mit Mann, Ross und Wagen seinen Weg über den Tachenstein.








Älteste erhaltene Abbildung der Burg Prunn; Ausschnitt aus einer Grenzkarte des Herzogtums Pfalz-Neuburg Der älteste bekannte Besitzer war Wernherus de Prunne, der mitsamt seiner Burg 1037 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

1147 ging die Burg an die Herren von Laaber aus der Seitenlinie der Praiteneck, von denen zahlreiche Bautätigkeiten ausgingen. Auf sie geht die älteste erhaltene Bausubstanz, bestehend aus Bergfried und Palas, zurück.




1288 wurde die Burg an Herzog Ludwig II. von Bayern verkauft, der sie dem Verkäufer Wernherr von Praiteneck als Lehen zurückgab. Die Erwähnung eines Hauses Fraunberger zu Prunn 1311 lässt darauf schließen, dass die Burg Prunn im frühen 14. Jahrhundert den Besitzer gewechselt hatte. 1338 wurde die Anlage der Familie Fraunberger vom Haag verkauft. Sie ließ das noch sichtbare „Gurrenwappen“ an der südlichen, zum Tal zeigenden Fassade anbringen.

Hans VI. von Fraunberg ließ die Anlage spätgotisch in der Zeit von 1426 bis 1476 erweitern. Als Wolf Fraunberger dem Löwlerbund beitrat, soll dies der bayerische Herzog Albrecht IV. zum Anlass genommen haben, die Burg im Dezember 1491 durch seine Truppen erstürmen zu lassen. Sollte die Erstürmung tatsächlich stattgefunden haben, muss sie ohne Beschädigung oder gar Schleifung der Burg vonstatten gegangen sein, denn Nachrichten über einen Wiederaufbau in der Folgezeit sind nicht überliefert.

Im 15. Jahrhundert war Burg Prunn vorübergehend im Besitz des Geschlechts von Gumppenberg, kehrte jedoch in den Besitz der Fraunberger zurück. Mit dem Erlöschen des Hauses Fraunberg vom Haag zu Prunn fiel die Burg an den bayerischen Herzog zurück, der sie schon 1570 für 18.000 Gulden an Karl Köckh zu Mauerstetten und Bodenmais verkaufte. 1567 oder 1569[2] fand Wiguleus Hund, Humanist und Geschichtsschreiber Herzog Albrechts V. von Bayern, auf der Burg eine Handschrift des Nibelungenliedes, den sogenannten Prunner Codex, und schenkte sie 1575 seinem Arbeitgeber.

Die Handschrift (BSB-Hss Cgm 31) befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Aus der Zeit um 1600 stammt die erste erhaltene Abbildung der Burganlage. Ihre Südseite ist auf einer Grenzkarte des Herzogtums Pfalz-Neuburg zu sehen. Die Köckhs zu Mauerstetten erweiterten die Burg in der Zeit ab 1604 durch einen neuen schlossartigen Anbau, der den Palas mit dem Bergfried verband. Dabei wurde die romanische Ringmauer als östliche Außenmauer des neuen Gebäudes genutzt.

Weitere Instandsetzungsarbeiten folgten 1631 im Stil der Renaissance, wobei weniger auf Authentizität als auf Wohnlichkeit Wert gelegt wurde. Von diesen Arbeiten, die vor allem im Inneren vorgenommen wurden, zeugt eine Inschrift sowie das Allianzwappen Christoph von Köckhs zu Prunn und seiner Frau Maria am gotischen Wohnbau. Burg Prunn nahm in dieser Zeit immer mehr einen Schlosscharakter an.

Heute wird deshalb oft auch der Name Schloss Prunn gebraucht, obwohl die Anlage wegen der mittelalterlichen Entstehung und der ursprünglichen Bausubstanz eindeutig eine Burg ist. Der Dreißigjährige Krieg setzte dem finanziellen Wohlstand der Köckhschen Familie ein Ende, und so ging die verschuldete Hofmark 1646 in den Besitz des Feldmarschalleutnants Georg von Truckmiller über, der die beschädigten Gebäude reparieren ließ.

Burg Prunn auf einem Kupferstich von Michael Wening um 1700 Bereits 1672 fand ein erneuter Besitzerwechsel statt: Die Jesuiten aus Ingolstadt kauften „Schloss und Hofmark“. Der Orden führte weitere Umgestaltungen und Erweiterungen am Baubestand durch. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde Burg Prunn den Johannitern überlassen. Deren Kommende wurde jedoch 1822 aufgelöst, womit die Burg ein weiteres Mal an die Krone Bayerns zurückfiel. 1827 setzte sich König Ludwig I. von Bayern in der Epoche der Romantik für den Erhalt der Burganlage als historisches Denkmal ein, indem er Sicherungsarbeiten durchführen ließ.

Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten weitere Instandsetzungsmaßnahmen. Trotzdem verwahrloste die Anlage. 1919 fand ein Pfadfindertreffen statt, das durch das Prunner Gelöbnis der Neupfadfinder prägend für die gesamte Pfadfinderbewegung in Deutschland wurde. 1946 kam die Burg in den Besitz der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Sie ließ 1950/51 Restaurierungsarbeiten durchführen.

Dabei wurden spätgotische Merkmale wiederhergestellt und zahlreiche Bauelemente aus der Zeit des 19. Jahrhunderts entfernt. Vereinzelt wurden Putzspuren mit nachgeahmten Mauerfugen entdeckt.

In der Zeit von 2007 bis Mai 2010 wurde die Anlage für rund 2,7 Millionen Euro vom bayerischen Staat saniert.





Die Holzbrücke bei Essing ist eine Spannbandbrücke, die bei Essing in der Nähe von Kelheim Fußgänger und Fahrradfahrer über den Main-Donau-Kanal führt.

Die nach sieben Planungsjahren 1986 errichtete Brücke war mit 189,91 m die längste Holzbrücke Europas, bis sie 2006 vom Drachenschwanz in Ronneburg abgelöst wurde. Speziell an der vor Ort als Tatzelwurm bezeichneten Brücke ist die Verwendung von Brettschichtholz als Spannband.









Habt es fein, ich wünsche einen angenehmenMittwoch
und sende liebe Grüßle

Heidrun


Verlinkt mit Image-In-Ing

Kommentare:

  1. Ein toller Ausflug und du hast viele schöne Impressionen mitgebracht. Sowas würde mir auch gefallen.

    Wünsche auch dir einen schönen Mittwoch und sende viele Grüsse

    N☼va

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  2. Liebe Heidrun,
    du hast meine Lust auf eine Flussfahrt wieder geweckt, ich finde
    so etwas toll, möchte nicht auf einem Kreuzfahrtschiff dahinfahren, rund
    um mich nur das Meer und Sonnenschein.
    Hier kann man etwas erleben, viel Neues sehen und vor allem man ist den
    Gewalten der Natur nicht so sehr ausgeliefert, ist zumindest für mich ein
    wichtiger Punkt.
    Vielleicht machen wir nächstes Jahr eine Donau-Flusskreuzfahrt durch Österreich bis ans
    Schwarze Meer.
    Danke für die vielen Bilder und Eindrücke.
    Lg und einen sonnigen Tag.
    Sadie

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  3. Liebe Heidrun,
    danke für diese schöne und informative Tour! Herrliche Bilder hast Du mitgebracht!
    Hab einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  4. These are lovely photos of a beautiful location - a photographer's haven for sure.
    Thanks for linking up at http://image-in-ing.blogspot.com/2017/10/blacksmiths-at-work.html

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  5. Das tut mir leid mit eurer Katze. Man hängt so sehr
    an seinen Tieren. Es war bestimmt gut einfach unterwegs zu sein.
    Tolle Impressionen hast du mitgebracht!
    Ganz liebe Grüße von der Urte

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  6. So so lovely! I was hoping to do this tour this fall, but just couldn't pull it off! Have a lovely week.

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  7. Liebe Heidrun,
    das war ja wohl ein toller Ausflug mit allerbestem Wetter und gut, dass ihr euch so herrlich ablenken konntet.
    Man sollte so etwas spontanes öfter machen !!!

    Liebe Grüße von Mathilda ♥

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  8. Sometimes I think that one learns more in a whole month of traveling than a whole month spent inside a classroom.

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  9. Liebe Heidrun,
    unsere Kinder haben Verwandte in Kelheim und haben dort während der Schulzeit immer mal wieder ein paar Tage im Sommer verbracht. Daher weiß ich, dass es dort so schön ist, wie Du zeigst und Ihr habt es genau richtig gemacht, in der nicht einfach Zeit für Euch, dass Ihr Euch einfach mal ausgeklinkt habt!
    Danke für die wunderbaren Fotos und all die interessanten Informationen. Denn obwohl ich Kelheim kenne, wusste ich das meiste davon bisher noch nicht.
    Noch eine möglichst gute Woche für Dich.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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Ich freue mich über jeden Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich irgendwie klappt...

...ich freue mich stets über einen Kommentar zu meinem Beitrag, das ist nämlich das Salz in der Suppe beim Posten und sage dafür Herzlichen Dank ♥️

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