11. April 2013

Ei, Ei, Ei ....

... heute stelle ich einen der sorgsam und liebevoll geschmückten, wundervollen Osterbrunnen, die wir besucht haben, einmal vor. 

Da ich gerne über Land und Leute hier im Blog meine Geschichten erzähle,
soll der Osterbrunnen heuer auch erwähnt sein.


Letztes Jahr besuchtern wir den Osterbrunnen in Rain, am Lech. 
Gelegentlich muss ich in den Tiefen des Servers wühlen, ob sich
dazu noch einige Bilder finden lassen. 

Und in diesem Jahr ist es der Brunnen in Langweid / Lech geworden.

Eine Gemeinde im Lechtal, die vermutlich bereits zur Römerzeit besiedelt worden war.

Die erste urkundliche Erwähnung Langweids lässt sich allerdings erst im Jahr 1143 finden.

Das seinerzeit in einer Urkunde erwähnte Pfarrdorf Lanchwate hat sich mittlerweile,
in Gemeinschaft selbständigen Gemeinden Stettenhofen und Achsheim, zu 
 einer stattlichen Kommune entwickelt.





Obwohl, die Feiertage vorüber  - sind die Brunnen noch längere Zeit zu bewundern.




Hier im schwäbischen Umland sind sie weit verbreitet und es entstand in 
den letzten Jahren ein regelrechter Wettlauf, wer den schönsten Brunnen 
schmückt  - was ich beobachten konnte.




Nachgelesen ... 

Bereits in den 1920er Jahren kam es zu ersten Deutungen der Osterbrunnen
als Überreste slawischen bzw.  „heidnischen Brauchtums“. 


Später nahm die Bedeutung der Brunnen durch moderne Wasserversorgungssysteme
stark ab. Der Brauch der Osterbrunnen drohte daher mehr und mehr
in Vergessenheit zu geraten. 


Ab dem Jahr 1952 nahm sich der Nürnberger Arzt und Burgenforscher Dr. Kunstmann dieses Themas an und engagierte sich zusammen mit seiner Frau für den Fortbestand des Brauchs. Ursprünglich nur in der Fränkischen Schweiz üblich, hat sich das österliche Brunnenschmücken seit den 1980er-Jahren über weite Teile Oberfrankens verbreitet. 

Österliche Busrundfahrten von Touristengruppen zu den Osterbrunnen stellen
inzwischen eine wichtige Einnahmequelle der lokalen und regionalen
Tourismus- und Gastronomieunternehmen dar.



Aufgrund der mutwilligen Zerstörungen des Schmucks werden in vielen Gemeinden 
die ursprünglich in aufwendiger Handarbeit bemalten ausgeblasenen Hühnereier 
durch Kunststoffeier ersetzt.

Hier zu sehen: In Langweid sind es noch echte ausgeblasene Eier ... 

Die Eier

Das weiß ein jeder, wer's auch sei,
Gesund und stärkend ist das Ei. –
Nicht nur in allerlei Gebäck,
wo es bescheiden im Versteck;
nicht nur in Soßen ist's beliebt,
weil es denselben Rundung gibt –
Nicht eben dieserhalben nur –
nein, auch in leiblicher Statur,
gerechtermaßen abgesotten.

Zu Pellkartoffeln, Butterbrotten,
erregt dasselbe fast bei allen
ein ungeteiltes Wohlgefallen;
und jeder rückt den Stuhl herbei
und spricht: »Ich bitte um ein Ei!«
   Wilhelm Busch

... zu Hause: Hartgekochte Eier ...


Habt es alle fein, wünscht
Heidrun


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