29. August 2012

Schneckentempo ...

... diese Gangart liegt mir gerade selbst sehr ...

... wieder einmal meine E300 herausgezogen ...


































Und ein Gedicht habe ich auch noch gefunden!

Quodlibet

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen:
Da ist der Esel Minister geworden,
Da grasen auf der Wiese Heerden von Orden,
Da speist man gebratene Titel.

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen:
Da geht der Marder als Pfaffe herum,
Und macht die Gänse und Hühner dumm,
Das Kameel ist da Deputirter.

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen:
Da ist den Vögeln das Singen verboten,
Der Esel, der liefert ihnen die Noten,
Und darnach dürfen sie piepen.

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen;
Da hat der Löwe alleine Verstand
Die Lerchen, die sind aus dem Reich' verbannt,
Die Faulthiere sitzen im Staatsrath.

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen:
Da hungern die Schafe und laßen sich scheeren,
Und erzeigen ihren Hütern viel Ehren,
Den Wölfen und den Hyänen.

So geht es in Schnützelputzfingen,
Wo die Schnecken Bücher verschlingen,
Wo die Ochsen die Hymne singen!
Ich wüßte der Dinge noch viele zu sagen,
Die zu sich in Schnützelputzfingen getragen,
Gar lächerlich über die Maaßen.

(c) Adolf Glaßbrenner


Glaßbrenner - Biografie & Lebenslauf

Adolf Glaßbrenner (Georg Adolph Glasbrenner; weiteres Pseudonym: A. Brennglas *27. März 1810 in Berlin; † 25. Oktober 1876 in Berlin) war ein deutscher Humorist und Satiriker.

Nachdem er mit 14 Jahren das Gymnasium verlassen musste und eine kaufmännische Lehre begann, beschloss er Journalist und freier Schriftsteller zu werden. Seit 1832 war er Herausgeber des "Berliner Don Quixote". 
Wegen politischer Anspielungen wurde er ein Jahr später mit einem Berufsverbot belegt. Daraufhin wurde er Verfasser sehr erfolgreicher Groschenhefte, die meist im Berliner Dialekt erschienen. Wegen seiner politischen und sittlichen Satire wurde er immer wieder zensiert. Glaßbrenner lebte seit seiner Heirat mit der Schauspielerin Adele Peroni in Neustrelitz in Mecklenburg, wo er in der 1848er Revolution zu den führenden Demokraten zählte und dann auch des Landes verwiesen wurde. 

Ab 1850 gab er in Hamburg humoristische Zeitschriften heraus. Erst 1858 kam er wieder nach Berlin und verlegte seit 1868 die "Berliner Montagszeitung".

Übrigens: Glaßbrenner verfasste die allgemein bekannte Redewendung Es ist (aller)höchste Eisenbahn.

Habt es alle fein, sende sonnige Grüße

Heidrun

Ach ja, plane für den September einige Posts zum Thema Kunst.
Wer Interesse hat, kann reinlesen und mitmachen.
So verrate ich einiges, z.B. über die Bearbeitung mit Farbe bzw. Pigementen ...

Kommentare:

  1. Diese Gangart muß ich mir auch engewöhnen, dazu noch eine Spur Lässigkeit.
    LG Mathilda

    AntwortenLöschen
  2. Es geht mit dem Slow sehr gut ... es bleibt deswegen auch nicht mehr liegen als sonst - aber ich habe mehr vom Leben!

    LG von Heidrun

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und sage: Herzlichen Dank ♥️

Im Zuge der neuen Datenschutzrichtlinien (DSGVO) bitte ich entsprechend folgendes zu beachten:

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Blog-Website einverstanden.

Kommentarfunktion auf dieser Webseite
Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben dem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, die E-Mail-Adresse und der Nutzername gespeichert.

Speicherung der IP Adresse
Die Kommentarfunktion von Google speichert die IP-Adressen der Nutzer, die Kommentare verfassen. Da die Kommentare auf dieser Seite vor der Freischaltung nicht geprüft werden, benötigen wir diese Daten, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den Verfasser vorgehen zu können.

Wenn Du Kommentare zu einem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail, die Du in Deinem eigenen Profil von Google angegeben hast.

Wenn Du das Häkchen entfernst, wird das Abonnement gelöscht und Dir das in einer separaten Nachricht übermittelt.

Durch das Abonnieren meines Blogs erklärst Du Dich zusätzlich mit der Speicherung Deiner Daten einverstanden.

Bitte beachtet auch die aktuelle Datenschutzerklärung.