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Wenn ich einmal von hier mich wende, sei dies mein Abschiedswort: unübertrefflich ist, was ich gesehen.
_ sagt Rabindranath Tagore
Ein letztes Muuuh aus dem herrlichen Allgäu im Post! Wir nahmen Abschied, mit dem Gedanken in absehbarer Zeit einmal wieder diese Region genießen zu wollen.
- Bahnfahrt von Fischen nach Oberstdorf -
Der Bus oder die Eisenbahn? Die Verkehsverbindungen wollen hier in der Region Allgäu gut überlegt sein! Obwohl... welche Alternativen hätten wir gehabt? Die Parkplätze sind rar, wie überall.
Fischen
Unsere erste Expedition führte nach Fischen, unweit von Oberstdorf gelegen... Laut Wikipedia beziehungsweise im Flyer der dortigen Gemeinde fand eine erste Nennung Fischens in einer Urkunde des Klosters St. Gallen bereits im Jahre 860 statt. Dort ist von einer Landschenkung die Rede, die von einer gewissen Willihere an das Kloster St. Gallen. Hier war es der Abt Grimaldus, der dem Kloster vorstand, berichtet die Urkunde und Fischen wurde als „Viskingun“ bezeichnet.
Bei herrlich sonnigen Wetter erreichten wir die Ortschaft und beschlossen zunächst einen Cappuccino zu genießen und dann in das Zentrum vorzudringen. Es war Markttag und rine bunte Vielfalt an Produkten offenbarte sich uns. Der Markt ist übersichtlich, da das Zentrum durch den Fluss die Häuser lediglich eine begrenzt geringe Größe bietet. Wir liefen weiter, erkundeten Fischen an der Iller entlang. Der Fluss Iller bietet kristallklares Wasser und ist bei Urlaubern beliebt für Wanderungen am Ufer, entspanntes Rafting und Kajakfahren. Der Vormittag war ausgefüllt!
Jeder Augenblick hat seine besondere Botschaft.
_ weiß Hazrat Inayat Khan
Hindelang
An einem anderen Tag unserer Ferien wollten wir nach Sonthofen. Doch wir ließen die Stadt links liegen. Stattdessen fuhren wir abenteuerlustig wild entschlossen einfach bis Hindelang: Lass' uns sehen, wie es dort aussieht!
In der Recherche erfahre ich, dass Hindelang sich gegen 1540 entwickelte, da die Grafen Montfort den Saumpfad über das Joch als Straße ausbauen ließen. Hier transportierten die Händler jahrhundertelang das begehrte Salz aus Tirol in Richtung Bodensee. Allerdings schreibt man bereits 1150 von einem Oggoz von Hundilanc in den Registern. Das Rittergeschlecht von Hundilanc wird kontinuerlich bis 1402 in verschiedenen Urkunden erwähnt. 1377 wurde Hindelang dann der Pfarrei Sonthofen zugewiesen und 1435 zur eigenen Pfarrei erhoben. 1429 verlieh der Augsburger Bischof dem Ort das Marktrecht. 1529 gründeten die Fugger einen Stutenhof im Tal. Nach den Rittern von Heimenhofen und den Grafen von Montfort waren die Fürstbischöfe von Augsburg Besitzer des Gebietes.
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Diesen imposanten rotblättrigen Baum entdeckten wir vor der Kirche. Handelt es sich um eine Blutpflaume? Wir rätselten!
...und ich biete den Baum für die Aktion von Astrid.
Nach der langen Busfahrt suchten wir umgehend ein Café. Und fanden eines in der Nähe von der Pfarrkirche im Zentrum. Gestärkt suchten wir die Kirche zur Besichtigung auf. St. Johannes Baptist ist eine neugotischen Saalkirche, welche gegen 1865/67 errichtet worden war, lese ich nach. Die Kirche folgte anstelle des Vorgängerbaus nach Plänen von Georg von Stengel durch Johann Baptist Kaufmann. Sie besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen, von Strebepfeilern gestützten Chor mit Fünfachtelschluss im Osten und einem Chorflankenturm an der Nordwand des Chors. Schließlich wurde dieser Chor noch mit einem achteckigen Geschoss aufgestockt, welches die Turmuhr und den Glockenstuhl mit den Kirchenglocken beherbergt und mit einem spitzen Helm zwischen Dreiecksgiebeln bedeckt wurde. Die Statuen der Apostel und der Kreuzweg stammen von Johann Petz.

Zur Kirchenausstattung gehören obligatorisch Altäre, eine Kanzel. Hier sticht die Darstellung der Marienerscheinung von La Salette hervor. Eine Bilderverehrung von 1728, welche Balthasar Riepp zugeschrieben ist. Ein Relief mit der Darstellung der Verklärung des Herrn hat zusätzlich 1793 Konrad Eberhard geschaffen. Das Taufbecken wurde 1867 von Luitpold von Bayern gestiftet. Die Orgel wurde 1936/37 von Josef Zeilhuber sen. gebaut.
Heutzutage ist die Ortschaft als Kurort hoch im Kurs und daneben beliebt für die Freunde des Gleitflugs. So kam es, dass wir etliche am Himmel beobachten konnten und auch kurz nach der Landung mit einer Dame sprachen. Später fragte ich meinen Schatz: "Wäre das etwas für Dich?" Worauf er heftig verneinte! "Solche wagemutigen Abenteuer überlasse ich gerne anderen."
Es zeigten sich Tandemglider. Das Tandemfliegen sieht man als umweltfreundliche Aktivität an, die ein Gefühl von Freiheit, Schwerelosigkeit und eine neue Perspektive auf die Landschaft verschafft.
Die Rückfahrt über Sonthofen nach Oberstdorf gestaltete sich kompliziert!
Nur durch die überaus freundliche Hilfe von unserem Busfahrer fanden wir den gewünschten Anschluss nach Oberstdorf. Denn die Zugverbindung war durch die Baustelle unmöglich. Es wurde eine Schienenersatzverbindung angeboten. Das heißt nichts anderes, als dass ein Bus die Fahrgäste aufnimmt, um sie von A nach B zu transportieren.
...ist von der Bergkuppe vom Hotel in Reutte aus gut im Tal überschaubar. Der Ort besitzt etliche Highlights, die sowohl im Sommer wie im Winter die Touristen anlocken. Natürlich sind die sportlichen Aktivitäten allgemein geläufig: die Skischanze, die Breitachklamm und viele Rad- und Wanderwege.
- die Iller in Fischen -
Unsere bezaubernde Kräuterexpertin Conny wies uns nach der Duftreise im Ruheraum explizit auf eine andere Besonderheit in Oberstdorf hin: der Tanz der Wilden Männlein.
Der Wilde-Mändles-Tanz in gilt als eines der ältesten Kulttänze Deutschlands. Die Ursprünge sollen über 1400 - 2000 Jahre zurückgehen bis in die keltische Zeit. Seit über 200 Jahren wird das rituelle Schauspiel nun im Ort regelmäßig vollzogen. Es tanzen 13 mit Tannenbart (Baumflechte) verkleidete Männer anlässlich dieser Aufführung. In Oberstdorf wird traditionell alle fünf Jahre dieses Spektakel gezeigt. Heuer in 2026 ist es wieder soweit. Der Trachtenverein führt zu mehreren Terminen diesen Tanz in der Festhalle auf.
Die Menschenskinder fragen:
Was interessiert Dich vordergründig an einem Urlaubsort?
Wer hier von der Gemeinschaft der Blogfreunde öfter liest, weiß inzwischen, dass mein Mann und ich gerne vor Ort in die jeweiligen Besonderheiten eintreten. Wir lassen uns gezielt auf die dortigen Bewohner ein, die Sehenswürdigkeiten - falls möglich -, den kulinarischen Köstlichkeiten aber vornehmlich der Historie.
In meinem Lied hörst Du meine Geistseele,
in meinem Tanz siehst Du ihren Rhythmus,
in meiner Zeremonie fühlst Du ihre Tiefe.
_ besagt eine Indianische Weisheit
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Die Sagenwelt im Allgäu offenbart sich reichhaltig: neben den Wilden Männlestanz hörten wir vom Venediger! In anderen Sagen aus dem Alpenraum werden die Venedigermännle erwähnt. Diese werden auch als Welsche oder Walen bezeichnet. Alle Begriffe umschrieben romanisch sprechende Leute. Wahrscheinlich engt der Begriff „Venedigermännle“ zu stark ein und unsere Venediger waren Menschen aus dem heutigen Italien? Doch warum fokussierten sich die Sagen. Nun, es wird verschieden gedeutet. Eine Variante lautet darauf, dass die Fremden ins Allgäu eindrangen, um hier seltene Erze zu schürfen, deren Fundstellen streng geheim gehalten worden sind.
Der Blick (weiter oben im Bild) an die Zimmerdecke, die künstlerisch verspielte Furchen aufweist. Diese Spuren, die sonst vom Holzwurm hinterlassen werden...
Der letzte Abend vor der Abreise schenkt uns nochmals kulinarische Genüsse.
● Fazit...
Im Vorfeld Informationen einsammeln gehört zur Vorfreude, doch was wir vorfanden überstieg bei Weitem unsere Erwartungen. Den Urlaub im Allgäu wollen wir gerne einmal wiederholen!
Waraku
...和楽 stellte sich ein, was aus dem japanischen „Frieden und Harmonie“ oder auch „harmonische Freude“ besagt. Der Begriff umschreibt das Gefühl einer tiefen, entspannten Freude, die aus Einklang mit sich selbst, anderen Mitmenschen und dem gegenwärtigen Augenblick entstehen kann.
Mosaiksteine in Worten und Bildern aus meinem Alltag
gesellen sich in gewohnter Manier dazu.
Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr...
...ich freue mich jede Woche auf diese spannenden Begegnungen!
Habt ein wundervolles Wochenende,
wünscht euch mit munteren Grüßen
Heidrun
What a vista on the first one. Stunning!
AntwortenLöschenThat was certainly a beautiful area you visited, with a lot of beautiful views and even architecture. Getting away always bumps up my energy level and restores something, especially getting away after winter. :) Thanks for sharing, and I hope you have a great rest of your FRiday and weekend ahead.
AntwortenLöschenSt. Johannes Baptist Church is gorgeous, and a place I'd love to visit. I've never been Tandem flying, but although scary looking, I can also see how liberating it could be. Thanks for sharing these images of your trip, and I'll be back to link up.
AntwortenLöschenLovely photos!
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