MosaicMonday No. 181

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Gute Taten sind die Straße, auf der man zum Leben gelangt.

_ weiß Hugo von Sankt Viktor 



 Streetart...

...ist mit unterschiedlichsten Motiven in den Städten. Wie sah das früher aus im Gegensatz zu heute? Mit Interesse rege ich zur Diskussion an. Und verrate auch warum!
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Graffiti verunziert die Augsburger Innenstadt immens, wie wir bei den letzten Besuchen im Zentrum wieder mit großem Bedauern erkannten. Die historischen Gebäude sind beschmiert mit unflätigen Sprüchen und merkwürdigen Grafiken, was mit der Kunstform der Streetart kaum etwas zu tun hat. Es ist Vandalismus für unsere Begriffe. Schade!

Ein Ei, das sich im Karton bei uns zu Hause fand. Ein Ei, das aus welchen Gründen auch immer vergessen worden war und nun als Schmuckelement zur Geltung kommen darf.

MmMmmm
- Blumen auf unserem Tisch mit Osterei -

Am Wochenende, nach dem Frühstück wird gerne die bevorstehende neue Woche besprochen: was muss eingekauft werden beispielsweise, welche Termine verlangt der Kalender die absolviert werden sollen, was wartet in Haus & Garten getan zu werden. Dann die Frage, stehen Geburtstage oder andere Feste an?

Was wollen wir kochen!?

Nun, was die Mahlzeiten anbelangt, genügt oft der Blick zum Kalender.

Bärlauch!

Es ist endlich wieder soweit. Und ich bereitete voller Vorfreude auf den späteren Genuss mein Pesto mit dem köstlichen Gewächs für uns zu. Bärlauch gehört im Frühjahr obligatorisch auf die Teller. Es ist der Gattung Lauch (Allium) botanisch zuzuordnen und gleichzeitig eng mit dem Knoblauch (Allium sativum) verwandt. Für meine Zubereitung verwende ich übrigens vorzugsweise Walnüsse, die geschreddert mit Walnussöl zum gehackten Bärlauch gemengt werden. Der Käse - Parmesan gemischt mit Pecorino, der ein wenig rasser ist - kommt erst bei der Zubereitung mit der fertigen Pasta ins Spiel! Wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue den Bärlauch auf die Teller zu bekommen.

Unaufgeräumt... sei der Blick auf unsere Essecke in der Küche gewährt und auf den Blumenstrauß. So sieht es aus, wir wohnen in keinem Schaufenster.
Die verwendete Vase besitzt zwar einen dicken Boden, doch für weiteres Gewicht oder auch für die Optik (!) fülle ich die blauen Glasperlen ein. Durch die Perlen kann ich zusätzlich die Stiele besser arrangieren. Duftende Lilien mit Narzissen.

119

Jahre wäre meine liebste Oma jetzt am 21. März geworden - zum kalendarischen Frühlingsbeginn. Und ich gedenke ihr in liebevollen Erinnerungen. Währenddessen ich den kommerziellen Muttertag gerne abschaffen würde, läge mir sehr an einem Großmutter-Tag!

Apropos... Hier in Augsburg, da das UNESCO Welterbe in puncto Wasserwirtschaft manifestiert wurde, feierte die Stadt explizit den Weltwassertag. Das diesjährige Motto 2026 plädierte am 22. März folgendes:
„Wasser und Geschlechtergerechtigkeit“.
Wo Wasser fließt, wächst die Gleichstellung, heißt es begleitend in der Information.

...was mir zweifelnde Gedanken entlockte, mich lachen ließ, ob der haarsträubenden Unsinnigkeit diese beiden Themen derart plump zu verknüpfen.

Natur versus Frauenrolle in der Gesellschaft?

Mein mentaler Lacher mutet zurecht zynisch an. Bei allem Verständnis für Gedankensprünge, wenn die Gesellschaft "fließen" würde, gäbe es mehr Gerechtigkeit in puncto Bezahlung im Beruf, weniger beziehungsweise keine Gewalt gegenüber meinen Geschlechtsgenossinnen (...ich denke unter anderem an Gisèle Pelicot), endlich entsprechende Gesetze, die die Frauen schützen und manches mehr, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Puh... das musste einmal gesagt respektive geschrieben sein.


Mein Area Of Interest... Wenn ich die Großmutter nannte, dann bewusst im Zusammenhang, da die Großeltern mir Vorbild waren - speziell in ihrer individuellen Handhabung der Geschlechterrollen. Beide führten nach meinem Empfinden eine Ehe auf Augenhöhe. Jeder von den beiden fügte das in den Alltag ein, was ihr oder ihm lag. Das heißt, meine Oma kümmerte sich um die Finanzen der Familie weil sie aus einer Kaufmannsdynastie stammte. Während mein Großvater eher der Künstler war, der sich der Musik der Grafik zugetan sah und gleichzeitig pragmatisch veranlagt auch profane alltägliche Aufgaben erfüllte, ohne dass er sich unmännlich dabei fühlte.



 Wahlweise!

Wir wählten übrigens im Vorfeld per Briefwahl. Was uns zeitlich unabhängig macht. Nun gab es den Wahlsonntag in Bayern und danach in Baden-Württemberg. Die hiesigen Ergebnisse erschüttern ... oder auch nicht!? Meinem Mann und mir scheint es einleuchtend, dass die etablierten Parteien keine gute Arbeit leisten und entsprechend die Rote Karte beim Wahlkampf gezeigt bekamen. Oh, keine Sorge! Ich vermied stets in meinem Blog politische Ansichten zu äußern und werde mich weiterhin daran halten. Also hake ich weitere Vertiefungen ab.

Im Frühstücksfernsehen lenkt eine Moderatorin die Aufmerksamkeit auf eine spezielle Initiative. Es handelt sich um die Initiative für einen handlungsfähigen Staat. Diese Gemeinschaft verfolgt das hehre Ziel, die Effizienz und Bürgernähe der deutschen Verwaltung durch umfassende Reformen zu stärken. Frau darf gespannt sein, ob und vor allem was die Initiative leisten kann!



Die Menschenskinder  fragen:
Wann warst Du zuletzt im Museum?

Muße für mich. Pläne schmieden ist angesagt, was sich ringsherum anbietet, was ich / wir wahrnehmen wollen.

Kleine Schritte!

Demnächst kommt eine weitere Ausstellung nach Augsburg:
Ukiyo. Japans fließende Welt in Farbholzschnitten und Netsuke

Ja, das klingt gut. Schade, dass die neue Ausstellung erst nach den Feiertagen, sprich nach Ostern startet. Aber Vorfreude kündigt sich bereits an bei mir.

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 Rückblick...

...zum letzten Besuch im Grafisches Kabinett, dem Höhmannhaus im Herzen von Augsburg. Hier lief die Ausstellung über Erich Nüster

"Vom Zeichnen zum Schmieden"

So kündigt der Flyer, der unten abgebildet idt, die Ausstellung an. Gezeigt wurden die Exponate bis zum 15. März 2026 und ich beeilte mich, diese Kunst noch zu erhaschen mit meinem Besuch. Es waren laut Aussage rund 40 Schmiedearbeiten und Zeichnungen des Künstlers. Und ja, es war amüsant und interessant zugleich.


Die Räume präsentieren die teilweise skurrilen Figuren mit detaillierten Erklärungen und lenkten den Blick auch auf den sogenannten „Fuggerzug“. Der „Fuggerzug“ ist ein Hauptwerk des Kunstschmieds Erich Nüchter (1903–1989). Es handelt sich um eine detaillierte, geschmiedete Darstellung eines mittelalterlichen Handelszuges, der aus Figuren, Pferden und Hunden besteht.

Der Eintritt ist frei im Höhmannhaus, was natürlich willkommen mitgenommen wird. Der Künstler wirkte als Schlosser und als Kunstschmied. Erich Nüchter (1903-1989) entdeckte schon früh seine künstlerische Ader, erzählt die biografie im Eingangsbereich. In Augsburg ließ er sich Schlosser ausgebilden und studierte ab 1920 an der Augsburger Kunstschule zusätzlich  Malerei. Diese Gabe, die Karikatur und das Schmiedehandwerk zu kombinieren, zeigt sich in großer Kunstfertigkeit in seinen Werken. Mit Präzision schaffte er das Eisen in eine feine künstlerische Gestalt zu formen. Von dem Exponaten durften keine Aufnahmen gemacht werden, so dass es hier bei meinen Eindrücken bleiben muss.


Ein weiteres Angebot vom Stadtarchiv: eine Vorlesung über das Schneidhaus der Fugger. Professorin Dr. Marion Maria Ruisinger vermutet in ihrer Rede, dass Anton Fugger selbst könnte Blasensteine gehabt habe. Keine Frage, dass dies schmerzhaft sein muss, allerdings bereits in der Antike behandelt wurde. Bis gegen 1530 half man nur Kindern ist zu erfahren.

 Walweise...

...liegt ein gestrandeter Wal am Strand, der uns seit Tagen schwer beschäftigte. Dessen Schicksal uns am Herzen liegt. Wir hofften und beteten, dass er gerettet werden kann und wieder zurück ins Meer schwimmt.

Dieser Buckelwals harrte vor Niendorf aus. Seit kurzem bemüht sich ein sogenannter Schwimmbagger um die Rettung, baggerte eine Rinne. Im Fernsehen spricht der Meeresbiologe, Robert Marc Lehmann über diese Aktion.

Tatsächlich... die Baggerhilfe wirkte. Durch die ausgehobene Rinne schwamm der Wal ins offene Meer. Hurra! Die erste gute Nachricht brachten die Nachrichten am Freitag im TV. Den Wal begleiten mehrere Schiffe, um sicher zu gehen, dass er allein zurecht kommt. Die kommenden Tage werden nochmals spannend!

Oben im Bild: die Baustelle rund um den Perlachturm neben dem Rathaus von Augsburg

Mosaiksteine in Worten und Bildern aus meinem Alltag
gesellen sich in gewohnter Manier dazu.

Die nächste Runde der Collagen zu MosaicMonday bahnt sich an. Ihr seid herzlich eingeladen. Durch den Austausch der Posts, den Kommentaren zeigt sich vielschichtig ein Potpourri an weltweiten Themen zu Natur, dem urbanen Leben und vieles mehr...

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

...ich freue mich jede Woche auf diese spannenden Begegnungen!

Habt eine wundervolle Woche, wünscht euch mit munteren Grüßen

Heidrun

Verlinkt mit Skywatching, mit dem Samstagsplausch 
mit Herzen, mit Saturday Critters und Slices of Life

 

mit FFO und mit Comedy-Plus 
geteilt mit Wordless Wednesday und Sunday Best 

                                                  - auch auf dem Bildschirm immer dabei -

Kommentare

  1. Your photos are all splendid. You have an eye for design too, and with that simply beautiful flower arrangement. I love Miguel Cervantes' Don Quijote, so I've read the book and was fortunate to see a play based on the author, when I was living in Dallas, Texas, back in the 80's.

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  2. Really sad about the graffiti. Especially bad when it defaces historic buildings. Not sure what the answer is.

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    1. Yes, it’s a real problem in Augsburg. Removing the graffiti costs a lot of money and effort… and sometimes faint traces remain. What’s the situation like elsewhere!?

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  3. I think graffiti is the reason that in many cities, large murals on buildings have become so popular. It is considered bad form and bad taste among graffitists to "tag" or deface such street art, so murals essentially help cut down on graffiti. I was last at a museum about a month ago and am going back tomorrow for a local history lecture. Very exciting that you will have an exhibition of Ukiyo-e woodblock art to attend! When I was in Japan, we went to the Ukiyo-e Museum in the Mount Fuji area and it was wonderful!

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  4. Lovely photos and pretty flowers

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  5. Liebe Heidrun ,
    was alles so los ist das hast du sehr gut zusammengefasst das schlechte und das gute!
    Schön dein Blumenstrauss!
    Interessant von dem Museum und die Ausstellung.
    Ich drück die Daumen für den Wal dass er auf Kurs bleibt und hinaus in die Freiheit gelangt!
    Dir wünsche ich ein schönes Wochenende!
    Lieben Gruss Elke

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  6. Your Grandparents sounded like they had life sussed - they worked to their strengths in their relationship and were strong enough to follow their own paths! I have so enjoyed your blog today and your thoughts on a wide range of topics from graffiti to a museum tour, to a glimpse into politics and even a free whale!
    Have a lovely weekend!
    Wren x

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  7. Dear Heidrun, sad 😔 😟 about the graffiti. Your photos are absolutely gorgeous.

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