Frische Frostbilder, eben en passant mit dem Handy eingefangen geben die Auswüchse der klirrenden Kälte oben im Bild wider. Großen Spaß machte mir die Fokussierung mit klammen Fingern nicht - trotzdem war ich zugegebenermaßen fasziniert, so dass ich unbedingt weiter machen musste.
◇
Der Literat
- Hugo Ball -
Ich bin der große Gaukler Vauvert.
In hundert Flammen lauf ich einher.
Ich knie' vor den Altären aus Sand,
violette Sterne trägt mein Gewand.
Aus meinem Mund geht die Zeit hervor,
die Menschen umfaß' ich mit Auge und Ohr.
Ich bin aus dem Abgrund der falsche Prophet,
der hinter den Rädern der Sonne steht.
Aus dem Meere, beschworen von dunkler Trompete,
flieg ich im Dunste der Lügengebete.
Das Tympanum schlag ich mit großem Schall.
Ich hüte die Leichen im Wasserfall.
Ich bin der Geheimnisse lächelnder Ketzer,
ein Buchstabenkönig und Alleszerschwätzer.
Hysteria clemens hab' ich besungen
in jeder Gestalt ihrer Ausschweifungen.
Ein Spötter, ein Dichter, ein Literat
streu' ich der Worte verfängliche Saat.
DaDaDa...
...der Blick aus meinem Atelier...
Manche Zeitgenossen lassen sich gegen dies und das, sowie die Grippe impfen. Über die Nebenwirkungen der Injektion warnt kaum jemand. Woher die Erfahrungen auch jeweils nehmen? Keine Sorge, niemandem wächst ein Buckel nach der Impfung. Jedenfalls ist mir diesbezüglich noch keine Information untergekommen. Allerdings reagiere ich persönlich meist heftig auf Medikamente respektive den Impfungen, was eine lebenslange Erfahrung darstellt. Von Fachleuten wird ein 32% bis 39% geringeres Risiko prognostiziert, dass Geimpfte wegen Influenza ins Krankenhaus brauchen. Na, dann! Ich rümpfe beileibe nicht meine Nase, über diejenigen die sich spritzen lassen wollen.
Nur weiß ich, wo meine eigenen Grenzen sind.
Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, laufende Nase – mit dem Winter kommt natürlich alljährlich die Grippe. Ausgelöst wird sie durch jeweils mutierende Influenzaviren, die über Tröpfchen in unsere Körper eindringen.
Wie die bösen Grippeviren in die Körperzellen wandern
erforschten Wissenschaftler erstmals live und mit extrem hoher Auflösung eines speziellen Mikroskops. Die Aufnahmen beweisen, wie Grippeviren lebende Zellen befallen. Möglich war das dank einer neuen Methode der Mikroskopie, erfuhr ich zeitnah in einer Dokumentation. Das könnte helfen, antivirale Therapien gezielter zu entwickeln.
Das internationale Team unter Leitung der ETH Zürich stellte fest, dass die Zellen die Virusaufnahme aktiv begünstigen. Eine medizinische Entwicklung, die Hoffnung verheißen könnte.
Eine andere Diskussion beschäftige mich nicht minder intensiv, während das Frühstück zu Ende ging am letzten Sonntag und später im Laufe der Woche im Nachgang beim Treffen mit Freunden erneut.
Sie sind hier, hieß es in der Ankündigung:
3sat Gesellschaft
Sternstunde Philosophie
- "Würden Sie fürs eigene Land in den Krieg ziehen?"
Am Bildschirm diskutierten über 59 Minuten vier fachkompetente Personen kontrovers zu diesem brisant-aktuellen Thema. Wir, mein Mann und ich sowie Freunde und Verwandte beobachten ringsherum, dass Europa und selbst die neutrale Staaten momentan verstärkt aufrüsten. Währenddessen fehlen die ausgebildeten Soldaten. Wer kämpft, wenn es notwendig wird? Was hoffentlich in der Theorie bleibt! Braucht es erneut eine Wehrpflicht? Darf ein Staat überhaupt zum Dienst zwingen und die Männer an die Front senden?
Gravierende Bewegungen in der Gesellschaft. Der Sohn unserer lieben Nachbarn könnte davon betroffen sein oder auch der Sohn unserer Fischhändlerin. Der junge Mann in der Nachbarschaft, den wir bereits als Baby kannten, der inzwischen in der Ausbildung steckt und langsam erwachsen wird.
Wie kannst Du Dir das vorstellen? Ich beharre auf meiner These: es gibt keine Gewinner bei kriegerischen Auseinandersetzungen.
Wir saßen einmal wieder gut gelaunt bei vietnamesischen Essen gemeinsam gemütlich und natürlich geborgen warm zusammen, um der Spirale der Realität zu entrinnen. Ein neues Restaurant wollte ausprobiert werden und mit Freunden gelang es. Draußen schneiten Schneeflocken herab und nicht zu knapp. Skifahren wäre jetzt angebracht! Als Kind liebte ich das Gleiten über die verschneiten Hügel. Eine Dokumentation weist darauf hin, dass die ersten Skier wohl bereits vor 5.300 Jahren in Schweden benutzt wurden.
Fazit: Emotionale Zerrissenheit macht sich mehr und mehr Raum, zwischen Alltäglichkeiten, den gemütlichen Mahlzeiten und der grausamen stündlichen Berichterstattung! Ein Phänomen, das sich wie ein grauer Schleier auf die Seele legt.
Apropos weiß wie Schnee... Cloud Dancer, ein edles Weiß, wurde noch im auslaufenden Jahr zur Farbe für 2026 erkoren. Hast Du gewusst, dass ein Farbfächer für den professionellen Gebrauch im Studio über 230 € kostet? Nun, ich greife gerne noch auf mein altes Exemplar zurück. Und ich meide die uncoole moderne Farbe!
Ob die Nuance für den Blog geeignet ist, mag ich bezweifeln. Diese Nuance gibt nix her. Abgesehen davon ist Weiß überhaupt keine Farbe! Genauso wenig wie schwarz, soviel steht fest. Denn schwarz und weiß sind Kontraste, die in der professionellen Grafik unter CMYK eine Rolle spielen... oder später im RGB für das Internet.
Briefe
An die Redaktion der »Lustigen Blätter«
Auch uns, in Ehren sei's gesagt,
hat einst der Karneval behagt,
besonders und zu allermeist
in einer Stadt, die München heißt.
Wie reizend fand man dazumal
ein menschenwarmes Festlokal,
wie fleißig wurde über Nacht
das Glas gefüllt und leer gemacht,
und gingen wir im Schnee zuhaus,
war grad die frühe Meße aus,
dann konnten gleich die frömmsten Fraun
sich negativ an uns erbaun.
Die Zeit verging, das Alter kam,
wir wurden sittsam, wurden zahm.
Nun sehn wir zwar noch ziemlich gern
die Sach' uns an, doch nur von fern
(ein Auge zu, Mundwinkel schief)
durch's umgekehrte Perspektiv.
_ Wilhelm Busch
Weiß wie Schnee sieht es vor der Haustüre längst nicht mehr aus. Auch recht! Schließlich erhoffe ich mir längst einen Hauch Frühling. Die vormals schöne weiße Pracht ist nicht nur hart gefroren, so dass es Mühe bereitet mit dem Fahrzeug aus der Garage zu kommen, das Weiß wich dreckigen Grautönen. Natürlich fällt mir persönlich das Laufen zwischen den gefrorenen Blöcken schwer. Trotzdem blieb es mir nicht erspart! Einige Termine verlangten diese Wege zu beschreiten. Vor der eigenen Tür zunächst und dann in Friedberg in der Nephrologie, sowie beim Pneumologen.
The frost on the leaves is beautiful. Stay warm and safe!
AntwortenLöschenNoses and poetry and cats play in your blog which I adore. Hats off to the photograph of frosted leaves and joy of eating.
AntwortenLöschenWonderful post! Lovely poetry and wonderful photos. Have a lovely Friday and a wonderful weekend!
AntwortenLöschenThis post is filled with so much. The photos are amazing, and an array of them. I love seeing the cats and all of their antics. The art is fabulous and the food too. Thank you for sharing with FFO and have a lovely weekend.
AntwortenLöschenBeautiful Images! I'm so sorry I could not find a translation button,
AntwortenLöschento understand more.
A fine weekend!❤️😘
oh no I don't like the Winter clowns nose especially when I have a cold or the flu, although getting the flu vaccination each year has helped.
AntwortenLöschenLovely post -Christine cmlk79.blogspot.com
AntwortenLöschen