Katze im Oktober

   ...Miau, heißt es einmal wieder!


Eine Katzen-Bild-Story aus unserem Haus


Schon rauscht der Herbst durchs Waldgezweig, und Eiche, Buche, Linde streun' ihre Blätter, gelb und bleich in die Oktoberwinde.  ___ erzählt Adolf Friedrich von Schack





Es ist soweit, dass ein Post rund um den kleinen Lieblinge, unsere geliebte Katze Luzie, fällig wird
und daneben

Einblicke in meinen Alltag in dieser Woche.



Laub liegt täglich im Garten, auf dem Rasen, in den Beeten, Blätter swurbeln lautlos bunt durch die Luft. Der Pavillon verschwand inzwischen verdienter Weise in die Winterruhe - zur Sicherheit vor etwaigen Stürmen. Das Knie ist in Behandlung.




 So blicke ich kurz auf die vergangene Woche bevor die Katzen-Bild-Story in den Vordergrund gerückt wird.

Ein Friseurtermin brachte längst überfällige Ordnung auf den Kopf, ein gutes Wohlbefinden nach der Prozedur mit waschen, schneiden und föhnen stellte sich mir entsprechend ein. Dann unerfreuliche Unruhe, durch den nicht enden wollenden Einsatz von zwei Monteuren, die absolut kein Deutsch sprachen und sofort nach dem Betreten frugen: "Where is the Coffee Bar?" - Sind wir im falschen Film, überlegten der Göttergatte und ich? Es dreht sich selbstredend immer noch und immer wieder um das Verlegen der Glasfaserkabel für das schnelle Internet.

Ob das heuer noch zum Laufen kommt?


Nach dem vormittäglichen Radau, Dreck und dem eingeforderten "Coffee" harren wir der Dinge, die in diesem Zusammenhang noch in den nächsten Wochen passieren.  

... Oder auch nicht.

Die Kaffeetassen stellte man uns übrigens halb ausgetrunken ohne weitere Zuckungen einfach draußen aufs Fensterblech der Küche ... Abgang ohne weiterer Worte.

Der Orthopäde spritzt nun mein Knie, was es bringt bleibt offen. Hyaluron verheißt als Zauberformel potentielle Heilung. Allein, meine Ungläubigkeit versperrt den Zugang zum Glauben.





Ein klitzekleines Spaziergängelchen in den Parkanlagen von Kloster Holzen, mit genüsslichem sonnen auf der Tandemliege, wir beide - der Göttergatte und ich  - erfreuten uns am herrlichen Oktoberwetter, genossen es in vollen Zügen.



 
Kloster Holzen betrachte ich übrigens gerne in den Erinnerungen im Zusammenhang mit meinem dortig abgehaltenen Workshop rund um die Inklusion, ein Projekt unter der Schirmherrschaft von Aktion Mensch, die ich künstlerisch leitete. Der älteste Teilnehmer hieß Otto und war über 80 Jahre alt, der jüngste, der Sohn einer Seniorenbetreuerin war 16 Jahre jung und wir lachten, arbeiteten kreativ an den Collagen  - alle waren mit Feuereifer bei der Sache. Die Bilder wurden im Anschluss im Kloster ausgestellt!


Die Anlage  ist eine Einrichtung des Dominikus-Ringeisen-Werkes. Die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen mit Sitz in Ursberg bietet dort Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen.

Die Klosterkirche St. Johannes der Täufer stammt aus dem Jahr 1704, geprägt durch die üppige Barockausstattung mit reichen Stuckaturen von Benedikt Vogel und Figuren von Ehrgott Bernhard Bendl.


...aus Faust für das ZiB illustriert, kalligrafisch umgesetzt - zeitgemäß den Umweltsündern geschuldet, die weiter skrupellos die Erde ausbeuten, schönredend Ausreden parat haben...



Im Westteil des Klosters ist ein Tagungshotel untergebracht, das Radfahrern auf der Romantischen Straße Quartier bietet.

Historisch Kloster betrachtet sitzt das Gebäude „am Neuwasser“ (einem Nebenarm der Schmutter) seit Anfang des 13. Jahrhunderts.

Nach teilweiser Verlegung „zum Holz“ genannt, wurde 1150 der Legende nach durch Marquard von Donnersberg als Doppelkloster der Benediktiner unterhalb des heutigen Standortes gegründet. Nach dem Brand des Klosters Salmannshofen 1401 wurden die Besitzungen des Klosters und der Pfarrei nach Holzen inkorporiert. Nach Vergrößerung des Frauenkonvents im 15. Jahrhundert wurde der Männerkonvent im Rahmen der Einführung der Melker Reform aufgelöst.

Zwischen 1538 und 1553 amtierte als Äbtissin Maria Langenmantel vom Sparren. Sie wird in den Annalen als „sehr tüchtig“ beschrieben und war die Schwester des Freisinger Domherrn Christoph Langenmantel (1488–1538), der Luther 1518 in Augsburg zur Flucht verhalf.

Im Bauernkrieg und im Schmalkaldischen Krieg erlitt die Klosteranlage schwere Beschädigungen. 1556 begann unter Äbtissin Barbara von Welden einen Neubau des Klosters und der Kirche.

Ende des 17. Jahrhunderts (1696 bis 1704) wurde das Kloster auf dem Karlsberg neu errichtet (Weihe der neuen Klosterkirche 1710). Ab 1740 entstand eine Wallfahrt zum Göttlichen Kind. Das Kloster – seit 1617 Abtei – wurde 1802 im Rahmen der Säkularisation aufgehoben und ging zusammen mit dem Augustiner-Chorherrenstift Beuron in den Besitz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen über. Die Nonnen blieben im Kloster bis zum heutigen Tage.

1813 kam der ganze ehemalige Klosterkomplex durch Heirat an die Grafen von Fischler-Treuberg. Von Juli bis Oktober 1877 lebte der Maler Wilhelm Leibl auf Gut Holzen. Holzen wurde damals kurzzeitig zu einem Treffpunkt des Münchner Malerkreises um Leibl. Auf Gut Holzen entstand dessen bekanntes Porträt der Rosine Edle von Poschinger (eine Schwester des Bismarck-Biographen Heinrich von Poschinger, verheiratet mit Ferdinand Graf Fischler von Treuberg, gestorben 31. August 1935 auf Holzen). Von Graf Treuberg, in einem Stall auf einem Pferd sitzend, malte Leibl ebenfalls ein Bild. Deren Sohn, Ernst Ludwig Graf Fischler von Treuberg, heiratete 1904 Hetta Gräfin Treuberg, eine später bekannte Berliner Pazifistin, die sich bis zur Scheidung 1914 oft auf dessen Gut Holzen aufhielt.

Da Ferdinand Fischler von Treuberg ein Verwandter von Dom Pedro II., Kaiser von Brasilien, war, besuchte der Kaiser Holzen des Öfteren. Der Apostolische Nuntius beim König von Bayern, Carlo Caputo, war bis zu seinem Tod ebenfalls öfter Gast auf Holzen. Bei den regelmäßig veranstalteten Jagden des Grafen waren viele Diplomaten, Militärs und Politiker zugegen, so auch der Sohn des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Clemens von Podewils-Dürnitz.

Nachdem die Grafen Treuberg in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren, erwarb die St. Josefskongregation zu Ursberg im Jahr 1927 über einen Zwischenhändler die Gebäude und errichtete dort eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Seit 1996 ist das Dominikus-Ringeisen-Werk als eigenständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts Träger der Einrichtung.

Das ehemals zum Kloster Holzen gehörende Gut Schwaighof in der Nähe ist heute ein bekanntes Trakehner-Gestüt und besitzt eine Parkanlage, die vom bedeutenden Gartenarchitekten Harry Maasz geschaffen wurde.

Quelle: Wikipedia


- unsere Luzie beobachtet vom Balkon die Eindringlinge  -


Die Nachbarskatzen
Der dicke Kater, oben im Bild deutlich zu erkennen weil er auf meinem Schoß kuschelte, kommt regelmäßig von der linken Nachbarschaft. Er ist so einigermaßen geduldet von unserer Luzie und der Herr besitzt wenigstens gute Manieren, er dringt nicht ins Haus ein! Seit September gesellt sich jedoch nun ein junger, sehr schöner rothaarige Kater dazu, der ungeniert ins Haus spaziert und er hängt auch frech im Futternapf von unserer Luzie - er kennt sich inzwischen im Haus gut aus.

Luzie knurrt!

Zu Recht, denn es ist ihr Heim.

Und wir tragen den vorwitzigen Rothaarigen seufzend nach vorne hinaus auf die Straße - sobald wir ihm habhaft werden können, nicht ohne ihn zu liebkosen, frau mag ihn nicht böse sein. Er ist noch ein richtiges Katzenkind und einfach goldig.

Doch es gilt unsere alte Dame zu beschützen, es ist definitiv ihr Reich!






Herbstliche Wege
Des Sommers weiße Wolkengrüße
zieh'n stumm den Vogelschwärmen nach,
die letzte Beere gärt voll Süße,
zärtliches Wort liegt wieder brach.

Und Schatten folgt den langen Wegen aus Bäumen,
die das Licht verfärbt, der Himmel wächst,
in Wind und Regen stirbt Laub,
verdorrt und braun gegerbt.

Der Duft der Blume ist vergessen,
Frucht birgt und Sonne nun der Wein und du trägst,
was dir zugemessen, geklärt in deinen Herbst hinein.

_ Joachim Ringelnatz
1883 - 1934, eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler







________ diese Woche                                                 

in Episoden erzählt.



Habt ein feines Wochenende,

und bleibt bitte alle gesund & munter!

Heidrun



Verlinkt mit Nova`s ZiB,

Kommentare

  1. Who is cat watchin😊g

    Mine is HERE

    much❤love

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  2. LOL cats are so good at watching aren't they? We have two cats next door that are determined to get into our house, any chance they get haha. One of our cats feels that it's her job to keep them outside haha. Elle/EOTC xx

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  3. Lovely post for the art date.

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  4. Das herbstliche Sonnenscheinwetter muss man auch in vollen Zügen genießen, habt ihr beide also richtig gemacht.
    Mit Interesse habe ich deinen Schilderungen über das Kloster gelesen, mich über das Ringelnatz-Gedicht gefreut und auch über die Schnecken-Story. :-)
    Bevor ich weiter ziehe, wünsche ich dir, liebe Heidrun, dass die Hyaluron-Spritze dir helfen wird.

    Liebe Grüße
    Christa

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  5. Ohhh these photos. Wonderful art and the kitties are so cute.

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  6. Liebe Heidrun,
    dann versuche mal den Hyaluronspritzen zu vertrauen, ich habe damit schon gute Erfahrungen gemacht.
    Deine Informationen zum Kloster sind sehr interessant. Und wie immer hast du mich mit literarischen Kleinoden erfreut.
    Herzliche Grüße – Elke

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  7. Liebe Heidrun,
    wie immer gibt es bei dir in jedem Post etwas Interessantes zu lesen, auch liebliche
    Gedanken über Tiere und schöne Fotos sind auch jedes Mal zu entdecken.
    Luzie ist die Herrin des Hauses und es ist schön, dass ihr dies trotz der Zuneigung
    für die anderen Kätzis ihr das zeigt.
    Nun wünsche ich dir von Herzen, dass die Hyaluron-Spritze dir helfen mag.
    Liebe Grüße zu dir von mir, Karin Lissi

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  8. Boa, dass ist ja eine Frechheit....ankommen und gleich einen Kaffee anfordern. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt, obwohl sie fragen ob sie etwas trinken möchten mache ich auch, aber halt von mir aus.

    Inklusion finde ich wichtig, vor allem damit auch an die Öffentlichkeit gehen. Leider gibt es ja immer noch Menschen die mit behinderten Menschen nicht umgehen können oder von einigen Behinderungen gar nicht wissen und ungläubig reagieren. Ich persönlich hatte schon als Kind keine "Probleme" mit dem Umgang und war durch meinen Ex und seinen Brüdern (Zwillinge) direkt mit eingebunden. Sehr interessant über das Kloster zu erfahren, danke dir dafür. Ebenso auch gleich wieder über das ZiB welches du mitgebracht hast. Freue mich darüber.

    So, nun auch noch eine rote Nachbarskatze. Ich kann Luzie allerdings auch gut verstehen, und dies nicht nur weil es ihr Reich ist. Selbst habe ich bis dato nie gute Erfahrungen mit roten Katzen gemacht, und von hier kann ich sagen das sie alle "böse" sind. Immer auf Krawall aus und von Mr.F werden sie ebenfalls vertrieben. Dafür hat wohl er einen Sohn (?) angeschleppt...ich muss die Story auch nochmal erzählen. Sherlock heißt er nun, ein kleiner Sonnenschein der soviel Dankbarkeit und Liebe gibt. Da bin ich meinem Vorsatz keinen Aussenkater mehr zu halten doch untreu geworden.

    Nun drücke ich dir auch noch die Daumen das die Spritze hilft und wünsche dir ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende und sende liebe Grüsse rüber

    Nova

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  9. liebe Heidrun, da kann ich mich den bisher antwortenden Kommentaren nur anschließen, so schön, interessant und unterhaltend mischt du Katzenerzählungen, das Neueste des Tages, der Woche und des Monats und würzt sie mit Begebenheiten, meist gibts auch noch gute Tipps von dir wie die Behandlungmöglichkeiten über ein kaputtes schmerzhaftes Knie für das ich dir wünsche dass sie anschlägt und dir hilft...
    Yep und nun ärgert Luzie deine Schöne auch noch ein Roter, der Frechdachs, denn das sind die Roten Buben fast alle!...ich erinnre mich an so manch Kämpfe in meinem Garten und meist waren es unkastrierte...die sich mehr als nur ein wenig herumbalgten sondern einlass bei mir suchten...
    ich hoffe der Kleine ist noch klein genug um von Lucie was zu lernen...doch wer ruft sein Kätzchen Sherlock? Hältst du ihn tatsächlich am Haus ....
    die Arbeiter die so frech Kaffee bei dir quasi wie selbstverständlich ordern, finde ich ehrlich gesagt unverschämt...
    danke für den tollen Ringelnatz...♥️
    und danke für deine Geschichten des Monats...
    herzlichst angelface

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  10. Cats certainly are great watchers, there's a playful cat along the nature trail that loves to keep her eye on the birds and squirrels. Beautiful sketches and art work.
    Happy Rains Thursday Art Date Tracey.

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  11. Liebe Heidrun,
    herzlichen Dank für diesen zauberhaften Post mit Miezen, Sonnenhut, Schneckenpost und Klostergeschichte, nicht zu vergessen, meinem Lieblungsdichter Ringelnatz :O)
    Habt ein schönes,gemütliches Wochenende!
    ♥️ Allerliebste Grüße, Claudia ♥️

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  12. ..cats are an excellent example of "who is watching!" Enjoy your weekend.

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  13. Thank you for your informative and interesting post, Heidrun! I enjoyed your echinacea flowers and sweet Luze and her orange competition. I hope that your knee improves! I enjoyed the Joachim Ringelnatz poem. Autumn is my favorite season. It is such a beautiful and bountiful time! Your pretty snail card is cheerful, although I didn't translate its message. Have an enjoyable week with lots of good coffee!

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