Mode und Musik...

Musiker und Mode! __


Musik darf uns begleiten! In dieser Woche Never going back again



» Es fällt immer eine erste Schneeflocke, was
für ein Gewimmel nachher kommen mag.
«
___ Wilhelm Rabe saisonbereinigend 

Mit unbeauftragter, unbezahlter Werbung _



Der Garten überzuckert, präsentiert sich dieser derartig über Nacht
modisch verkleidet im weißen Kleid.

Märchenhaft festlich verlockt der Schneeflockenzauber uns, die Augen über die Häubchen
auf den Zweigen wandern zu lassen. Nun ist es also Winter geworden. Nun darf sich
weihnachtliche Atmosphäre einpendeln. Klimatologisch wie im realen Leben.

Kuschelig weich muten die gefrorenen Eiskristalle für einen trügerischen Moment an,
doch letztlich begleiten sie frostige Temperaturen. Die Minusgrade, die uns
veranlassen Schal, Mütze, Handschuhe und Fellstiefel anzuziehen, um
der Kälte zu trotzen.

Mein Thema...
________

"Da betete die kleine Gerda ihr Vaterunser, und die Kälte war so stark,
dass sie ihren eigenen Atem sehen konnte, wie ein Dampf stand er
ihr aus dem Mund; der Atem wurde dichter und dichter, und er
wurde zu kleinen, lichten Engeln, die größer und größer wurden, sowie
sie die Erde berührten; und alle hatten sie einen Helm auf dem Kopf
und Speer und Schild in den Händen; es wurden ihrer mehr und mehr,
und als Gerda ihr Vaterunser zu Ende gesprochen hatte, war eine
ganze Heerschar um sie; sie hieben mit ihren Speeren auf die
grausigen Schneeflocken ein, so dass sie in hundert Stücke zerschellten,
und die kleine Gerda ging ganz sicher und mutig vorwärts.

Die Engel streichelten ihre Füße und Hände, und nun fühlte sie
weniger, wie kalt es war, und sie ging raschen Schrittes auf das
Schloß der Schneekönigin zu."

__ Hans Christian Andersen

1805 - 1875, dänischer Märchendichter
Quelle: Die Schneekönigin






Es heißt aktuell  gefroren, mein nicht ganz alltägliches
augenzwinkerndes Motto im Dezember zu den MENSCHENsKINDERn.


Wer hat heute  gefroren ?

Wie geschah es... War es Gerda, die mich motivierte über den Frost, die Kälte, das eigene Befinden in diesem Zusammenhang zu reflektieren? Oder überhaupt, da ich ein Dezemberkind bin, bald Geburtstag feiern darf es mir sozusagen in die Wiege gelegt worden war?

Der Blick  hinter die emotionale Kulisse verrät, es ist in meinem Dasein vor einem Jahr das Motto Kälte unwillkürlich zustande gekommen, da mir dieses Thema praktisch in den Schoß fiel. Leider, muss ich dazu ausrufen! Es war zu einer Zeit da meine Freundin unvermittelt ins Krankenhaus kam, dann auf die Intensivstation und schließlich viel zu früh verstarb. Trauer und große Betroffenheit machte mich heftig frösteln.

Jetzt jährt es sich bald und natürlich denke ich an sie. Ihr Mann rief uns dieser Tage an und wir suchten einander im Gespräch zu erinnern, zu trösten, den Alltag in der Zwiesprache auszutauschen und wollen uns demnächst treffen. Mit relevantem Abstand, der eben dieser Tage gefordert, der der Virusplage adäquat begegnet.

Ja, es gilt dieser Tage sich im Miteinander Wärme zu geben. Mit Vorsicht freilich. Weniger durch größere Geschenke, was uns werbetechnisch um die Ohren gehauen, als denn durch bewusste Zuwendung, durch geteilte Augenblicke - in welcher Form auch immer. Tatsache, es lässt sich doch angesichts der coronaoiden Auflagen dezidiert kaum umsetzen, wird mir entgegnet. Und trotzdem ist es machbar. Mit längeren Telefonaten, mit längeren Briefen und nicht zuletzt durch die segensreichen Möglichkeiten uns beim Telefonieren wie bei einer Videokonferenz tatsächlich auch zu sehen.

...und mit besagter Distanz sind Spaziergänge in dieser zauberhaften
Winterlandschaft zu unternehmen. Innehaltend mache ich mir lebhaft
Gedanken, einsam und gemeinsam mit dem Göttergatten.

Allein unterwegs sprach mich ein Mann an, der zwei Hunde ausführte.
Wir plaudern kurz und verabschieden uns dann mit guten Wünschen
gesund zu bleiben. 


■  ■  

Geteilt mit MosaicMonday

- MosaicMonday a meme where we get together to share our photo mosaics -
and 


■  ■  




Apropos Märchen, apropos Zauber...

...moderne Märchen springen mich neben der Schneekönigin von Andersen an.

Da tauchen bald täglich wiederkehrende Geschichtchen über George auf. Nein, der kleine englische Thronfolger ist nicht unbedingt gemeint, der sicherlich seine royale wie loyale Fangemeinde besitzt, Fans die in diversen Gazetten mit Bildern und Texten gefüttert werden. Es ist der große George. Der Clooney, der sich auffallend volksnah und zutraulich anbiederte, was mich mit hochgezogenen Augenbrauen innerlich grinsen ließ. Er sprang unvermittelt mit seinem Auftritt aus dem Fernseher in unser festlich geschmücktes Wohnzimmer und gelangte tags darauf als Zeitungsartikel, der das Geschehene mit spöttischen Unterton kommentierte, auf meinem Frühstückstisch. Muss frau das vertiefen? George, Du lieferst passable Filme. Bleib bitte dabei. Eher wende ich mich dem Artikel in der britischen Vogue zu, der meinen Applaus bekam.

Der kleine George, der Prinz bleibt unberührt... dagegen begegnet mir das englische Königshaus in der Serie The Crown. Aber das sei lediglich am Rande erwähnt.


Zurück zur Modeillustrieten. Es hieß darin - ich zitiere - 

Have You Been Spreading It?


Gemeint ist eine sogenannte giftige, also übertriebene und damit ungesunde positive Einstellung. Seit jeher wissen wir Menschen, dass unser Gemütszustand keine Konstante ist, sondern sich situativ den Lebensumständen gemäß ändert. Wie in meinem vorherigen Post geschrieben, worin ich meinen Durchhänger preis gab. Und stolpere zufällig über diesen Artikel in der besagten llustrierten! Modezeitschriften sind unbeding auch Spiegelbild unserer Gesellschaft! Da breche ich ein Vorurteil. Zugegeben, es zeichnen sich qualitative Unterschiede ab. Doch persönlich kann ich mit bestimmten Magazinen mitgehen.

Mehr zu toxic positivity.

Seit Jahren kämpfte ich instinktiv gegen diese zwanghafte Haltung in Allem was uns widerlich passiert unbedingt etwas Gutes finden zu müssen. Es widerstrebte mir, meine Wut wie die Trauer zu unterdrücken und einen künstlich aufgeblähten Frohsinn zeigen zu müssen. Nee, das konnte ich nicht, verweigerte dem Trend zu folgen und wurde deswegen öfter einmal mitleidig belächelt.

Inzwischen weiß man es besser, dass es kein Entrinnen zu den Gefällen der menschlichem Gefühl gibt.

Die Trauer, wie etwa um eine verlorene Freundin oder aktuell den coronaoiden belastenden Umständen geschuldet, gehört sich selbst zugestanden und ausgelebt. Es veranlasst mich in diesen Situationen ein, zwei und mehr Schritte langsamer zu gehen, eventuell auch stehen zu bleiben und meine Gefühle zuzulassen und damit aufrichtig wahrzunehmen.

Es ist ein Kraftakt. Das ist mir durchaus bewusst. 




Malerische Nachmittage mit Musik helfen mir.

Den Aquarellkasten im Anschlag, den Pinsel
strapazierend, füllt sich ein um das andere Blatt vor mir.

Etwas Klassik gefällig?

Darf es Sibelius sein?

Hilary Hahn mit ihrer kostbaren Violine versüßt akustisch im Hintergrund
die Farbgebung meiner Kunst.



...mit der Freundin unterwegs in Rain am Lech,
um Weihnachtsstimmung einzufangen.

Wir liefen durch ein großes Gartencenter, betrachteten den reichen
Weihnachtsschmuck, ergatterten Weihnachtskarten, LED Teelichter
und eine Amaryllis für mich...

...weiter ging es draußen im Ort entlang der historischen Stadtmauer
bis zu der 

Stadtpfarrkirche "St. Johannes der Täufer" 


Die Stadtpfarrkirche ist ein Bau des späten 14. Jahrhundert. Eine Inschrift am Chorbogen erinnert an die Einweihung im Jahr 1480. Der Kirchturm wurde 1558 fertig gestellt. Die letzten bedeutenden Innenrenovierungen erfolgten 1970/74 und 1995.

1314 wird die Kirche in Rain erstmals erwähnt. Die Äbtissin von Niederschönenfeld war Patronatsherrin, hatte also das Recht, den Pfarrer vorzuschlagen. 1322 wird die Kirche als Pfarrkirche und 1344 der Kirchhof erwähnt. 1383 erscheint erstmal der Name "St. Johannes Gotteshaus". Zwischen 1250 und 1300 entstand im Untergeschoß des Turm eine Gruft. Vermutlich ist diese ein Teil der ersten Kirche gewesen. Die Wände dieses massiven Baues erreichen eine Dicke von 1,80 m, deshalb hält auch die Turmkapelle die Belastung des 66 m hohen Turmes aus, obwohl das Fundament nur bis zu 1,50 m in den Boden geht.

Zwischen 1380 und 1480 (in der Gotik) entsteht der mächtige dreischiffige Ziegelsteinbau mit niederen Seitenschiffen und erhöhtem Mittelschiff. Die Kirche erreicht eine Länge von 45 m, das Langhaus ist 20 m breit und die Höhe des Mittelschiffes beträgt 15 m. Der Schlussstein für das Netz-Rippengewölbe des Mittelschiffes dürfte um 1480 gesetzt worden sein. Beachten Sie auch die Engel am großen Lüftungsloch des Hauptschiffes. Die Jahreszahl 1480 mit dem bayerischen Herzogswappen und dem Stadtwappen markiert die bauliche Vollendung. Der Name des Baumeisters ist nicht bekannt.

Im 16. und 17. Jahrhundert wird auch die neue Ausstattungsmode, der Barock, in Rain angewandt. Die gotischen Fresken werden übermalt; an der Rückwand wird die Jahreszahl 1616 angebracht. Ein neuer barocker Hochaltar mit der Taufe Christi tritt an die Stelle des gotischen. Das Bild des Hochaltars, die Taufe Christi, ist heute noch an der Stirnwand des rechten Seitenschiffes. Barock werden auch der Chor und das Kirchengestühl (die Stuhlwangen von 1726). Um die Kirche herum war bis zum Jahr 1803 der Friedhof. Die kleine Kapelle auf der rechten Außenseite der Kirche birgt im Kellergeschoß noch einen Karner (Gebeinraum). Leider ist zur Zeit dieses besonders schöne Kirchlein nicht zugänglich. Wertvolle Epitaphien (Grabplatten) sind an den Seitenwänden der Kirche angebracht worden. Zwischen 1860 und 1873 musste der Barock der neuen Mode weichen, der Neugotik. Damals wurde auch der Turm auf die jetzige Höhe hochgezogen. Zwischen 1920 und 1930 wurden die Fresken wieder freigelegt. Ende April 1945 beschädigten Artilleriebeschuss und Fliegerangriffe die Kirche sehr stark. Die letzte große Renovierung fand von 1972 bis 1974 statt. Das große Kreuz und die "Roaner Madonna" wurden in der Seitenkapelle angebracht; das große Kreuz über dem Altar stammt von der Filialkirche Unterpeiching. 1974 wird die neuzeitliche Renovierung abgeschlossen, die fünf neugotischen Altäre werden entfernt, die beiden Holzemporen durch eine massive Betonempore ersetzt, an der Stelle des Hochaltars wird die Orgel (von Sandmeir, Steinheim) aufgestellt.

1995 wurde die betongraue Empore mit dem Weiß der Kirchenwände gestrichen und erhielt einen Textilschmuck: Johannes der Täufer – Bereitet dem Herrn den Weg! Die großen Leuchter sind auch 1995 installiert worden und erhellen den ganzen Raum. An der Seite neben dem Sakramentshäuschen leuchten nun Teile der Chorfenster aus dem vorigen Jahrhundert; sie mussten bei der 70er Renovierung den neuen Glasfenstern weichen.

Besonders gefallen mir persönlich die Decken- und Wandmalereien, die allerdings zu dieser Tageszeit im unbeleuchteten Zustand nicht zu fotografieren waren.

Die Geschichte der mittlerweile fünf Glocken reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die beiden Weltkriege überlebte nur eine, die kleinste. Die größte und letzte des Quintetts hängt seit 1957 im Turm, die Erlöserglocke. Sie ist den Gefallenen gewidmet.

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.



Weltlich...

Hilary Hahn kurz umrissen

Sie wuchs in Baltimore auf, lese ich nebenbei nach. Ihre Vorfahren jedoch stammen aus der Pfalz
(Bad Dürkheim); sie spricht Deutsch, außerdem Französisch und Japanisch, was mir imponiert.

Im Alter von sechs Jahren hatte Hahn ihren ersten öffentlichen Auftritt. Mit zehn Jahren gab
sie ihr erstes abendfüllendes Solokonzert. Mit zwölf Jahren spielte sie zum ersten Mal mit
einem kleineren Kammerorchester und gab auch ihr Debüt mit einem großen Orchester,
dem Baltimore Symphony Orchestra. Seitdem hat Hahn insgesamt über 800 Konzerte
gegeben, davon über 500 zusammen mit Orchestern. Sie ist in über 200 Städten
in 27 Ländern auf vier Kontinenten aufgetreten. Dabei hat sie mit 150 Dirigenten
zusammengearbeitet.

In Deutschland gab sie ihr Debüt im Jahr 1995 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Lorin Maazel.

2007 spielten sie und das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Dirigent Gustavo Dudamel
anlässlich des 80. Geburtstags von Papst Benedikt XVI. im Vatikan. Auf dem Programm
standen Werke von Antonín Dvořák, Giovanni Gabrieli und Wolfgang Amadeus Mozart.

Seit März 2009 ist Hahn Mitglied im Freundeskreis des Festspielhauses Baden-Baden, einem gemeinnützigen Verein zur Unterstützung des Festspielhauses.

Hahn und ihr Mann leben seit 2016 in Cambridge, Massachusetts, nachdem sie mehrere Jahre
in New York City gelebt haben. Sie haben zwei Töchter.


...und ich lausche genüsslich ihrer Musik!




Habt ein wohliges zweites Advents-Wochenende,
und bleibt bitte alle gesund & munter!

Heidrun



Verlinkt mit Nova`s ZiB,

Kommentare

  1. Liebe Heidrun,
    dein " gefrorenes" wirkt auf mich als ob sich viele Kristalle ein Stelldichein geben - bezaubernd!
    Wohl dem der einen wahren Freund an seiner Seite hat. Mir ist es seit 50 Jahren vergönnt und diese Freundschaft ist ein Juwel!
    Einen besinnlichen 2ten Advent und liebe Grüße
    Lieselotte

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    1. Die Schneekönigin wirkte hier künstlerisch... ein Hauch des eiskalten Atems und schon war dieses Stelldichein passiert. Danke für Deine lieben Worte.

      Ja, es ist königlich gute Freunde an der Seite zu wissen. Allerdings sind es auch immer Begegnungen und Begebenheiten mit weitläufig Bekannten oder sogar fremden Menschen, die einen wärmenden Eindruck hinterlassen.

      Liebe Grüße zurück

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  2. Guten Morgen liebe Heidrun,
    Sibelius mag ich sehr und höre seine Musik auch immer wieder , deinen Besuch in der Kirche kann ich nachfühlen.
    Ja und gute Freunde hinterlassen Spuren, z.B. Britta, es tut mir so leid, sie war erst 60 Jahre alt, das nimmt mich schon mit, vor allem, weil ich sie auch gut kannte und ich bin jetzt auch froh, mit ihrem Lebenspartner gesprochen zu haben.
    Gefühle sind nun mal da, egal welche es sind und es wäre auch falsch sie zu unterdrücken.
    Mir macht die Zeit im Moment sehr zu schaffen, hier in der Nachbarschaft gibt es viele viele Menschen, die sehr darunter leiden und da gab es auch schon Polizeieinsätze, weil es recht laut wurde.

    Mich belastet vor allem was nun in nächster Zeit auf uns zukommen wird, aber ich habe beschlossen mich zurückzulehnen und abzuwarten, mehr kann ich nicht tun.
    Mich hat es ein wenig beruhigt, dass ich mit einer Ärztin in einem Ministerium gesprochen habe, zwecks Impfung und was sie gesagt hat, hat mich sehr beruhigt.
    Freundschaft ist etwas schönes und man muß sie pflegen. Freunde sind aber auch solche Menschen, die für die einstehen, in welcher Form auch immer, wenn es dir schlecht geht und ich habe diese Freunde.
    Man muß unterscheiden zwischen Freunden und Freunden.
    Liebe Grüße an dich und einen schönen 2. Advent.
    Eva

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    1. Sibelius ist immer wieder eine Offenbarung. Und ja, die Zukunft ist ungewiss - wir können nur Tag für Tag aneinander reihen, abwarten was sich auftut und selbst irgendwie durchmanövrieren.
      Liebe Grüße zurück

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  3. Worte in deinem ZiB welche ich schon immer gerne mochte, und du kannst mich heftig nicken sehen. Genau nur diese hinterlassen die Spuren und würde ich auch als Freunde bezeichnen. Von daher finde ich z.B. in FB auch die Bezeichnung FL so verkehrt...Follower ja, Bekannte ja, aber Freunde...nee, nicht alle zumindest. Tolles ZiB, so passend mit den Spuren und ich danke vorweg schon einmal dafür.

    Gefroren, ja, das habe ich auch gestern erst wieder, denn der Mann einer sehr guten Bekannten wird wohl das Krankenhaus nicht mehr lebend entlassen. Sowas geht mir sehr nah, weil auch sie eine Person ist die ihre positiven Spuren hinterlässt. Ansonsten in Bezug auf die Situation oder auch meinem Wohlbefinden bin ich eher zurückhaltend d.h. aber dass ich offen darüber sprechen kann. Trauer lasse ich hingegen sofort zu, da dürfen auch Tränen kullern wenn mich etwas trifft. Auch sozusagen rückwirkend, Familienmitglieder eh und sogar auch an Blogger (innen) die schon nicht mehr bei uns sind. Wie oft muss ich sogar an sie denken wenn ich am Abend, in der Nacht in den Himmel zu den Sternen schaue. Wahrscheinlich verstärkt noch durch unsere Lichteraktion während der Ausgangssperre im Frühjahr als wir es im Ort zu Gedenken der Verstorbenen jeden Samstag gemacht haben.

    Bei George...also da habe ich gestern nur einen kurzen Bericht gesehen dass er Ängste wegen des eines Sohnes hat, wegen Astma und während seine Frau mit den Kids "lernt" macht er eher Dummheiten, von wegen Nutella in eine Windel und die Leute veräppeln.

    Von dir inspiriert höre ich übrigens gerade im Hintergrund Sibelius : Concerto pour violon (Hilary Hahn), und ja Musik und auch Klassik gehört für mich zum Tag. Habe eine CD auf dem MP4 Player die mich selbst bei der Gartenarbeit begleitet (ein Mix).

    Danke dir auch für den schönen Glockenturm und die viele interessante Info zur Kirche. Das war bestimmt auch ein schöner, enstpannender Besuch dort vor Ort. Werde den Post auch noch im September-Glockenturm-Projekt mit verlinken ;-)

    Nun wünsche ich auch dir bzw. euch ein schönes zweites Adventswochenende. Lasst es euch gutgehen und bleibt gesund.

    Liebste Grüsse

    N☼va

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    Antworten
    1. Ja, mit dem Begriff Freundschaft wird teilweise leichtfertig umgegangen. Wie Du es beschreibst. Freundschaft wächst, will gepflegt sein und letztlich muss zunächst einmal die Chemie stimmen...
      ...schön, dass Du auch Sibelius magst und gerne hörst.
      Den Glockenturm verlinke ich gerne.
      Liebe Grüße zurück

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  4. Liebe Heidrun wieder ein Gefühlsreigen sind deine Gedanken
    und die Fotos erwecken märchenhafte Erinnerungen, sie haben
    Fuß gefasst in meinem Herzen.
    Ein Freund oder eine Freundin hinterlassen immer Spuren und
    sie sind sehr wertvoll für das Leben, hat man sein Herz für sie
    geöffnet bleibt eine Bindung für immer.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben eine besinnliche weihnachtliche
    Zeit, die nichts und niemand stehlen kann...
    Liebe Grüße zu dir, Karin Lissi

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    1. Oh, wie malerisch formuliert. Das fasse ich zudem als Kompliment auf, dass der eine oder andere Satz sich bei Dir verankert. Dankeschön.
      Liebe Grüße zurück

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  5. Wenn das Schmerzvolle so schmerzhaft ist oder wohl eher die Angst vor dem Schmerz so gross, neigen gewisse Menschen zur Leugnung. Ich persönlich denke, dass dadruch alles nur schlimmer wird. Sich dem Schmerz, der Angst, der Trauer, dem Bösen, den Fehlern zu stellen ist letztlich das gross Ja zum Leben mit all seinen Färbungen.

    Dem Begriff toxic positivity habe ich noch nie bewusst gelesen, aber ich kenne einige, die ihn leben.

    Liebe Grüsse zu dir.

    Regula

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    1. Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Danke für Deine Meinung.
      Liebe Grüße zurück

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  6. Du sprichst mir aus der Seele, wenn du diese positivistische Attitüde, in allem was Gutes zu sehen, für dich ablehnst. Manches ist einfach Sch... ( so an diesem Virus sterben zu müssen vor der Zeit - in Gedanken kann ich heute nur die Freundin ihren Mann zu Grabe tragen lassen ). Und dann darf man seine Wut, Trauer, Angst vor der Zukunft haben, und zwar so lange, wie sie da ist. Mein verstorbener Schwager war auch so ein Anhänger dieser Formel. Seine Frau & Tochter konnten auch sehr lange nichts Gutes darin finden, dass er so früh gegangen ist. Man lebt halt einfach weiter und irgendwann kommt der goldene Schimmer der Erinnerung über die traurigen Gedanken. Aber mehr auch nicht.
    Du siehst, dass ist ein Gedankenanstoß, der bei mir auf fruchtbaren Boden fällt....
    Jetzt muss ich in die Küche, backen.
    Alles, alles Gute!
    Astrid

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    Antworten
    1. Ich hab da noch etwas gefunden: https://www.sueddeutsche.de/leben/positiv-denken-corona-krise-1.5134057?ieditorial=3
      Und: Der Barockengel😍🤗

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    2. Danke auch Dir für das Teilen Deiner persönlichen Erfahrungen. Ja, so sehe ich es ebenfalls.

      Danke übrigens für den Tipp, die Verlinkung.
      Liebe Grüße zurück

      Löschen
  7. Dürfen wir uns nicht unserem Schmerz und unserer Trauer hingeben? Da halte ich es wohl wie mit der Mode, ich mache es, wie es mir gefällt. Mag mich nicht in ein Muster drücken.
    Lieben Gruß Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da hast Du vollkommen recht. Es ist mitunter fatal, was da an die Leute herangetragen wird. Man muss sich selbst entscheiden...
      ...liebe Grüße zurück

      Löschen
  8. Liebe Heidrun,
    ja wenn ich traurig bin laufen mir auch die Tränen ebenso aus Freude, ein Unterdrücken ist für mich kein Zustand, damit geht es mir nur schlecht. Warum sollte man das nicht auch zeigen?
    Gefroren hat es bei uns nicht nochmal, wir haben es sogar einigermaßen warm, wobei ich die frostigen Tage sehr genossen habe.
    Nun sende ich Dir liebe Grüße, freue mich über Sibelius und wünsche Dir einen schönen 2.Advent
    Kirsi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Traurigkeit sollte unbedingt gezeigt werden und vor allem über den akuten Moment hinaus gelebt, sprich verarbeitet werden. Ganz auf Deiner Linie...
      ...liebe Grüße von Heidrun

      Löschen
  9. Hallo Astrid,
    ein Satz hat mich besonders nachdenklich gemacht: "Seit Jahren kämpfte ich instinktiv gegen diese zwanghafte Haltung in Allem was uns widerlich passiert unbedingt etwas Gutes finden zu müssen."
    Wer verlangt das denn von dir? Na, vielleicht die Kirche, falls du einer angehörst. Da kenne ich mich nicht aus. Unsere Welt besteht aus gutem und aus Bösem. Böses kann ich nicht gut finden. Warum sollte ich auch?
    In diesem Sinn - was du empfindest, ist immer das genau richtige.
    Liebe Grüße - Elke

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    Antworten
    1. Mit wem sprichst Du jetzt eigentlich... 😂

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  10. sitze lange deine Gedanken begleitend vor deinem Post und kann zu vielem nur nicken....
    dem gibt es nichts hinzuzufügen...
    Herzlichen Dank ♥️ zu deinen Gedanken...mir ist weh in der Seele wenn ich ins Außen seh.
    nur der Schnee unschuldig weiß´tut nicht weh sondern deckt nur zu was nicht mehr in Ordnung ist....
    uns bleibt nur abzuwarten was sich in der Zukunft entwickelt...
    und die Hoffnung nicht festgefahren zu sein...
    herzlichsts angel.

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    1. Mir geht's übrigens ähnlich, wenn ich Deine Posts lese... woran mag es liegen, frage ich mich? Du im hohen Norden und ich in südlichen Gefilden haben doch unterschiedliche Mentalitäten. Vom Alter liegen wir nicht so weit auseinander, vielleicht ist das des Pudels Kern?
      Auf jedem Fall freue ich mich, dass wir so manchen Gleichklang haben. Danke für Deine Meinung.
      Liebe Grüße zurück

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  11. frozen in recent temperatures....our heater not good enough....
    You have brilliant thought....thank you for sharing

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    1. Oh, that's sad .. .. if it's cold inside the home.

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  12. Das Frostige empfinde ich immer als wunderbar kunstvoll. Bei uns gibt es leider noch keine Flocken! Und ich sage danke für den beleuchteten Baum vor der Kirche - ich vermisse es dieses Jahr bei uns sehr - so wenig lichtvolle Deko in der Stadt! Die Schneekönigin ist ein wunderbares Märchen - ich liebe aber alle Märchen vom Hans Christian Andersen sehr - was für eine Freude wenn ich ein Buch zu Weihnachten geschenkt bekam!

    Ansonsten - alle Gefühle wollen ihren Raum haben - das sehe ich ebenso! Denn wenn man unterdrückt wird man unlebendig - das ist meine Erfahrung.....
    Ich wünsche Dir ein gemütliches und schönes zweites Adventswochenende
    Herzlich Liz

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    1. Danke für auch für Deine Anerkennung und Deine Meinung.
      Ja, die Gefühle müssen ab und zu sortiert werden, das ist wirklich wichtig.
      Bleib gesund und munter.

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  13. Der weisse Schnee, so unschuldig und rein. Bei uns hat es gestern morgen kurz geschneit und nach 2 Stunden war es nur Regen. Gedanken wandern zurück, Glück ist es vorwärts schauen zu können. ich versuche immer wieder in dem negativen das positive zu finden.
    Du hast so viel in Deinen Post investiert, an Recherche und guten Gedanken. ich muss es in Ruhe lesen, kann nicht einfach drüber hinweglesen. Die ausführliche Beschreibung der Stadtpfarrkirche wird sicher in Deiner Umgebung die Menschen eher interessieren als mich, manche Kirchen sind sehr beeindruckend. Ich mag aber gern Musik und Orgelkonzerte in der Kirche. Freunde und Bekannte muss man unterscheiden. Freunde sind ein Lichtstrahl in der Dunkelheit, auch wenn man sie nicht sieht.
    Deine Eisblätter und Fotos sind wunderschön,von einer besonderen Güte.
    Eine schöne Adventwoche für Euch und Nikolausabend, Klärchen

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    1. Ein wenig überpuderte Landschaft gehört zur vorweihnachtlichen Stimmung unbedingt dazu. Außerdem ist es für die Kinder wundervoll jetzt Schlittenfahren zu können - was will man sonst ständig in der guten Stube die Tage herumhängen? Die frische Luft tut gut.
      Liebe Grüße zurück

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  14. I love your frosty photos. Here in the South Eastern US it has been extremely cold this week. In the teens temperature wise.
    I am trying to stay positive and keep away from extremely negative people as they are toxic and not good for my mental health.
    Be careful when out.
    Dawn aka Spatulas On Parade

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    1. Thank you for your opinion. I agree with you...

      ...the temperatures here are moderate.
      Stay healthy and well

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  15. Heidrun - your picture of the frosted holly is spectacular, and the perfect symbol for the holidays! Thanks for linking to Mosaic Monday!

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    1. Thank you for stopping by...
      ...stay healthy and well.

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  16. Hello, Heidrun,
    Your frosty images are simply beautiful. We have not had a deep frost yet, it is coming. During these covid times I try to stay positive, but it is not always possible. I have to find out more on Hilary Hahn, it is interesting she grew up in Baltimore like me and she played the the Baltimore Symphony.
    Take care and stay well. Have a happy new week!

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    1. Interesting to read your opinion about Hillary Hahn.
      Thank you for sharing this.
      Stay healthy and well

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  17. ...your frozen looks delightful. Stay warm and safe.

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  18. I think that a little snow does make a fairy tale world out there! I love all fairy tales! We got some snow overnight and it's really magical! The church is beautiful. You know Heidrun, when it comes to emotions, I believe it's healthy to let them take their course. Putting on a "happy face" is basically the same thing as dismissing feelings and shoving them down because they make OTHERS feel uncomfortable. I'm a happy person overall, but when I need to release pain/stress/grief, I certainly do it!! :)

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    Antworten
    1. I agree with you and understood. It's necessary to stay by the own mood, the own feeling.
      Thank you for sharing your opinion.
      Stay healthy and well

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  19. LovePeaceJoy in the season of Adventas we anxiously await another Christmas

    Happy Monday
    I am at #15 on the Linky today

    Much💜love

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    1. Yes we are anxiously, but hopeful.
      Stay healthy and well

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  20. Beautiful frosty photo. We are heading for summer here in Australia.

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  21. Three sort of unrelated comments after this good read: One of the worst things to hear (in my opinion) when you have suffered a loss or are sad or grieving is some variation of “everything happens for the best”. .. friendship is important and quite difficult to maintain in this pandemic time. and last, but not least, your frosty early winter does look lovely. We will be (trying) to learn to enjoy the chilly season again after being in warmer climes for the past many years. No travel to Sunny Florida this year due to Covid.

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  22. Beautiful photos, Heidrun. It looks beautiful!
    Thanks for sharing at https://image-in-ing.blogspot.com/2020/12/i-miss-fall-colors.html

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  23. I love nature's 'white dress' - magical indeed.
    Amalia
    xo

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  24. Photos like this are so pretty and bring a smile to my face! Anything overdone, even positivity, cannot be good.

    Your link at 'My Corner of the World' this week is an exciting addition! Thanks for joining us!

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