25. Februar 2018

Fleischwaren...

...in der veganen Pause

»Wurstgeschichten aus unserem Land«

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Ein Buch von Wolfger Pöhlmann:
  Aufschnitt für alle.  

  Von einem Mann geschrieben dem nichts wurst ist, was dann  
  ein fleischgewordenes Lexikon über die urdeutsche Leibspeise wurde.  

Eine lustvolles Buch mit etlichen Bildern und Illustrationen

- Der Post enthält Werbung: Eine weitere Rezension -



Der Autor

Der Kunsthistoriker Wolfger Pöhlmann gilt als Ausstellungsmacher und Kulturmanager mit leitenden Positionen u.a. am Haus der Kulturen der Welt in Berlin, wo er mit großer Erfahrung tätig ist. Er steht dort seit fast 20 Jahren verantwortlich vor bei weltweit stattfindenden Präsentation deutscher Kultur im Ausland, die das Goethe-Institut inne hat. Es heißt, dass er seit seiner Kindheit Würste liebt, wie auch die Wurstmacher und sein Wurstwissen daher enorm ist. Mit anderen Worten, Wolfger Pöhlmann ist prädestiniert hierüber zu berichten.

Der Inhalt

Wo fange ich bloß an?!
Da ich das Buch in der Hand halte - es wiege...
Nun, einfach mittendrin!

Es offenbart mir im Moment die jecken Kölner auf Seite 220. Hier sieht der interessierte Leser einen sogenannten Curry Bus aus dem Jahr 2015. Und gegenüber taucht man dann sofort ein in die Geschichte der Köbes - der Röggelchen und der Flönz = Kölscher Kaviar. Alles mir zugegebenermaßen unbekannte Delikatessen und bestimmt lecker.

Das Buch wandert appetitanregend wurstscheibenweise Kapitel für Kapitel durch die Republik Deutschland. Von einem Bundesland in das nächste.

Wissenswerte Details, die sicherlich leibvoll recherchiert worden waren, wechseln sich ab mit amüsanten Anekdoten aus der Politik und der Promiszene aber gleichermaßen sind auch Zwischenstopps bei Land & Leuten zu finden.

Inzwischen längst weitergeblättert bin ich in Thüringen gelandet. Erfahre hier über ein Bratwurstmuseum im wurstfixierten Holzhausen. Daneben gibt es im Ort zu aller Freude noch zusätzlich ein Bratwursttheater. Dort spielt man Hans Wurst, eine Kriminalkomödie...

...so zipfelt es sich bis zum Wurstende, der Überlegung woher der Begriff Wurst kommen mag und mündet in ein Zitat von Raoul Hausmann:

 »Alles hat ein Ende, selbst die Wurst wenn sie aufgegessen ist« 

Unbedingt lesenswert!

Egal, ob für das eigene Bücherregal bestimmt oder als Geschenk,
das Buch ist eine Bereicherung.

Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen

~~~~~~~~~

Meine Recherche ergab die Herkunft des Begriffes Wurst wie folgt:

Grammatik
Substantiv (Femininum) · 
Genitiv Singular: Wurst · 
Nominativ Plural: Würste


Das Wort Wurst hat zwei mögliche Herkünfte und damit zwei mögliche Ursprungsarten in der Bedeutung. Seine Ableger finden sich in allen germanischen Sprachen wieder. Im dänischen heißt Vurst ein gestopftes Kissen.

Die erste Vermutung hängt mit der Produktionsweise zusammen. Danach soll Wurst von „uert“ stammen, einem urgermanischen Wort für „drehen“. Eine Andere Bedeutung hat es, wenn es von dem Wort „wers“ abstammt. Das bedeutet nämlich Gemengelage und lebt im heutigen Wort „Wirr“ weiter.

Die Betonung des S“ im Wort Wurst ist für den süddeutschen Raum schon länger belegt. Die Wurst selbst gibt es etwa seit 8. Jahrhundert vor Christus und kommt vermutlich aus dem Orient, so spricht man auch in Homers Odyssee von mit Fett und Blut gefüllten Tiermägen.


Kommentare:

  1. Das hört sich ja spannend an. Vielen Dank für den Tipp...
    liebe Grüße
    susa

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    1. Gerne... es ist tatsächlich urspannend und genussvoll zu lesen.
      Liebe Grüßle zurück

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  2. Das hört sich doch wirklich gut an . Ist was für meinen Wunschzettel
    Danke für die Rezi
    LG heidi

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  3. Yammi....Flönz, ich finde es gibt kaum eine Region welche die Blutwurst besser herstellen kann und das würde ich auch zuerst essen wenn ich dort vor Ort wäre^^ Hört sich wirklich interessant und auch gleichzeitig witzig an. Danke fürs Vorstellen und dir weiterhin viel Spaß beim lesen.

    Tollen Wochenstart und viele Grüsse

    N☼va

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    Antworten
    1. Muss ich bei meinem nächsten Besuch in Köln unbedingt nachholen! Das habe ich mir zumindest fest vorgenommen. Es fehlt so manches zu besichtigen ohnehin noch...

      Liebe Grüßle zurück

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