16. Oktober 2016

Blick in den Kleiderschrank...

...das heißt: Für den Herbst und den

Winter sich einkleiden.



Während jetzt die Tage kürzer werden, die Sonne sich scheinbar kraftlos sehen lässt, stimme ich mich in den Herbst ein. Die weiße Sommerhose mit allen Oberteilen wanderte neulich zum Überwintern in den Keller. Der gezielte Blick auf die Kleidung im Herbst zeigt: Der kalte Ostwind kann kommen, mit meinen winterwarmen Twinsets beispielsweise  bin ich gefeit. Es sind zwei Twinsets aus Schurwolle. Einmal in schokoladenbraun und einmal in einem preiselbeerigen Farbton. Es gibt darüber hinaus Rollis, die ebenfalls jetzt wieder zum Einsatz kommen dürfen und von mir gerne getragen werden - weil unkompliziert. Alles Kleidungsstücke, die ohnehin zeitlos sind und dennoch mit einem Halstuch einer Brosche etc. jederzeit Up-To-Date aussehen können...

Entsprechende Hosen aus Schurwolle und mein Lodenkostüm reichen vollkommen aus. Samt passenden Schuhwerk bis hin zu den wetterfesten Regenstiefelchen bin ich von Kopf bis Fuß fein ausgestattet. Die Baskenmütze, Handschuhe und Schal... Alles vorhanden!

So werde ich also meine Zeit mit dem Zeichnen und dem Kalligrafieren verbringen können. Und muss mir keinen Kopf machen bezüglich der Kleiderfrage. So kenne ich's eben auch von früher, man trug das Kleidungsstück bis es entweder nicht mehr passte, dann wurde es geändert oder weiter gegeben. Gerade unter Geschwistern war es so üblich, was nicht immer neidlos passierte, denn für die Ältere gab es etwas Neues.

Okay, ich bin ein Einkaufsmuffel!
Wie haltet ihr das mit der Kleidung? Gibt's jedes Jahr einen modischen Neustart?

Noch wichtiger ist mir jedoch die sogenannte Nachhaltigkeit.

Wikipedia klärt auf.
Die Bezeichnung hat eine komplexe und facettenreiche Begriffsgeschichte. Das Wort Nachhaltigkeit stammt von dem Verb nachhalten mit der Bedeutung „längere Zeit andauern oder bleiben“. Heutzutage sind im Wesentlichen drei Bedeutungen zu unterscheiden:die ursprüngliche Bedeutung einer „längere Zeit anhaltende[n] Wirkung“ (Duden) die besondere forstwissenschaftliche Bedeutung als „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“ (Duden). Die moderne, umfassende Bedeutung im Sinne eines „Prinzip[s], nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“ (Duden).
Eine erstmalige Verwendung der Bezeichnung Nachhaltigkeit in deutscher Sprache im Sinne eines langfristig angelegten verantwortungsbewussten Umgangs mit einer Ressource ist bei Hans Carl von Carlowitz 1713 in seinem Werk Silvicultura oeconomica nachgewiesen.
Carlowitz fragte, „wie eine sothane [solche] Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen / dass es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe / weiln es eine unentbehrliche Sache ist / ohne welche das Land in seinem Esse nicht bleiben mag“.

Nachhaltigkeit

Es gab mal eine Zeit, da waren Tüten
beim Einkauf rar, fast eine Seltenheit;
man brachte die Gefäße mit, bemühte
sich hauszuhalten, schätzte Sparsamkeit.

Heut’ ist Verschwendung üblich, auch Papier
wird massenweise täglich hier verbraucht.
Die Bäume sterben, Wald verschwindet leise.
Was grünte, blühte, geht dahin im Rauch.

Wir sollten uns genügsam doch besinnen
auf das, was wesentlich, was wirklich zählt:
Ressourcen schätzen, sparen, neu beginnen,
den Nutzen wägen, sorgsam ausgewählt.

Damit der Menschen Zukunft auf der Erde
gesichert sei und lebenswert auch werde.

© Ingrid Herta Drewing, Juli 2016

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses Gedicht.
  mmmm 
  Der Titel ist auf die Webseite von  Dichterei verlinkt,
 dort findet man weitere herrliche Gedichte!



Herbstlicher Schmuck aus der Natur.

Ich wünsche allen ein herbstlich schönes Wochenende
mit Sonne und viel Spaß bei allen Aktivitäten.

Heidrun

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Kommentare:

  1. Oh ja... . Hier sind jetzt auch wieder Strickjacke und Norwegerpulli eingezogen. So ganz verabschieden vom Sommerlichen konnte ich mich aber noch nicht. Auch wenn ich jetzt gerade in Lammfellpuschen hier sitze ;). Liebe Grüße und vielen Dank für deinen Besuch bei mir. Sabine

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    1. Oh, die fantastischen Muster der Norwegerpullis kommen niemals aus der Mode - ich mag sie sehr!
      Sonnige Grüße zurück

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  2. Liebe Heidrun,
    heute hat mich dein schöner herbstlicher Schmuck aus der Natur besonders angesprochen!
    So schön hast du sie gelegt die Naturschätze!!!
    Ich genieße sie sehr! ICh mag den Herbst und die schöne herbstliche Natur.....

    Auch dir und deinem Mann einen schönen sonnigen Sonntag,
    herzliche Grüße
    von Monika*

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  3. Ich kaufe keine neuen Kleider mehr. Voll der Muffel. Ich näh und strick sie selber, ändere ab und flicke oder kaufe auch mal second hand. Aber eigentlich will ich weniger, da ich ja eh immer das Gleiche anziehe. Es ist mir so ziemlich egal, ob etwas ab to date ist, Hauptsache mir gefällt es oder es gibt warm. Überhaupt von Sommer auf Winter wechseln, macht ja grad eine andere Garderobe. lg Regula

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    1. Prima... Bin geschlossen Deiner Meinung. Bloß mit dem Nähen in Ermangelung einer funktionierenden Nähmaschine kann ich nicht mithalten.
      Sonnige Grüße zurück

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  4. Liebe Heidrun, bei mir geht es gerade sehr ähnlich zu. Eine Woche in Leipzig und bei der Heimkehr nicht nur den Reisekoffer ausgepackt, nein ich steckte sofort alle Sommersachen in die Waschmaschine, die nun aufs bügeln warten.
    Ja. Mein Kleiderschrank beherbergt jede Menge Winterkleidung. So kann ich mich auch anderen Tätigkeiten widmen (wenn die Bügelwäsche erledigt und alles im Keller verstaut ist). Zum Beispiel verschiedene Geschenke wie Handstulpen, Socken und Mützen stricken.
    Ich gehöre zu denen, die sich nicht trennen können von Kleidung und allem, was noch zu verwenden ist. Momentan fülle ich aber doch große Tüten für die Diakonie. Aber ich habe auch einen älteren Pulli aufgetrennt und stricke ein Tuch daraus. Hab ich in letzter Zeit mehrmals getan. Das befriedigt mich sehr, gutes Garn nicht einfach entsorgt zu haben.
    Ich wünsche dir eine schöne kreative Herbstzeit.
    LG Margarethe

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    1. Stimmt... An Handstulpen dachte ich auch. Die lassen sich häkeln oder stricken.
      Sonnige Grüße zurück

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  5. Liebe Erica,
    mit der Nachhaltigkeit haben ich mich schon vor vielen Jahren beschäftigt und zwar genau im
    Jahr 1990, da war es ein großes Thema in der Waldwirtschaft, woher dieser Begriff auch stammt.
    Nach und nach hat die Nachhaltigkeit überall Einzug gehalten, was ich gut finde.

    Wir hatten heute über 20 Grad und mir wars wirklich zu warm. Auch in der Wohnung habe ich nie mehr als 20 Grad, ich werde hier von allen Seiten (Wohnungen) beheizt, das ist auch die Nachhaltigkeit für meinen Geldbeutel.
    Da habe ich schon was gedacht, als ich die Wohnung mit wenig Außenwanden kaufte.

    Dein Schmuck gefällt mir auch sehr gut, ein hübsches Mandala.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Meine Erinnerungen reichen dahingehend zurück. Nur habe ich heute mehr und mehr den Verdacht, dass die Nachhaltigkeit regelrecht verstaubt. Ein Beispiel: Wir hatten 1990 absolut das Plastikgeschir und -besteck auf den Messeständen abgeschafft. Heute wird es dagegen ungeniert wieder eingesetzt.

      Schön, das Du auch nachhaltig Deinen Geldbeutel schonen kannst inpuncto Heizölverbrauch!
      Sonnige Grüße zurück

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  6. ich lasse dem minimalismus in meinem leben immer mehr raum, wie auch meinem kleiderschrank. im grunde zieht man doch immer nur die sachen an, in denen man sich gut fühlt. einen gemütlichen sonntagabend wünsche ich dir
    lg anja

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    1. Stimmt! Ich liebe meine Wohlfühlsachen und der modische Aspekt ist mir dann schier gleichgültig 😊
      Sonnige Grüße zurück

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  7. Liebe Heidrun,
    bei mir genauso :) Jetzt sind die warmen Pullis wieder unten im Schrank griffbereit und die Sommersachen sind nach oben gewandert. Ich sehe schon, wir teilen unsere Liebe für Rollkragenpullis! Twinsets mag ich übrigens auch.
    Gerade meine Rollis und klassischeren Sachen habe ich mittlerweile zum Teil schon lange und ich bin dankbar dafür, dass mich diese Teile nun schon seit einigen Jahren begleiten.
    Ansonsten bin ich aber auch für neue Stücke zu begeistern und froh, dass unsere Tochter praktisch die selbe Kleidergröße hat wie ich. Auch meine Nichten kommen dbzgl. gerne zu mir :) So kann ich das, was ich nicht mehr brauche, weitergeben und unsere Tochter macht es dann mit ihren Sachen bei ihren Freundinnen ganz genauso ...
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Meine Schwester und ich konnten früher gut die Kleidung untereinander austauschen. Das war schon praktisch. Ansonsten verschenke ich auch an manche Freundin das eine oder andere Kleidungsstück.

      Zu meinem runden Geburtstag werde ich mir allerdings auch etwas Neues leisten. 😉
      Sonnige Grüße zurück

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  8. Ich bin auch ein Einkaufsmuffel. Dieses an-und ausziehen in der Umkleide im Laden finde ich ganz schrecklich. Sehr gerne nähe ich mir meine Kleidung selbst. Das sind auch die Sachen, die ich dann am liebsten trage.
    glg Susanne

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    1. Ich hoffe, dass eine Nähmaschine mir verhilft auch wieder etwas zu nähen - so wie Du es machst. Es hat mir früher nämlich viel Spaß gemacht. Wir werden sehen!
      Sonnige Grüße zurück

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  9. Liebe Heidrun,
    ich bin auch ein Einkaufsmuffel.Seit diesem Jahr bin ich Fan des Minimalismus und amit trage ich auch zur Nachhaltigkeit bei.Ich gehe immer mehr dazu über meine Kleidungsstücke länger als eine Saison zu tragen.Man kann sie doch immer wieder anders stylen.Ich widme meine Zeit auch lieber meinen Hobbies wie bloggen,journalen,Kalligraphie uvm.
    Liebe Grüße
    Petra

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    1. Oh, dann sind wir schon zu zweit. Und ich lese, dass Du gerne Kalligraphie betreibst - da freue ich mich über einen kreativen Austausch! Willkommen - nicht zuletzt - hier auf meinem Blog 😊
      Sonnige Grüße zurück

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  10. ALSO, ich sortiere 2x jährlich meinen kleinen Schrank um. Allein um die Sommer- gegen die Wintersachen auszutauschen. So auch gerade vor 2 Wochen wieder geschehen, wobei ich feststellte, dass ich im Sommer sehr bunt unterwegs bin und im WInter fast nur Schattierungen in grau/schwarz im Schrank habe.

    Während des Jahreszeitenwechsels in meinem Schrank sortiere ich dann auch das aus, was nicht mehr passt oder ich auch in der vergangenen Saison - wieder - nicht anhatte.
    Diese Sachen gehen zu einer lieben, alten Kollegin, die die Sachen an Bedürftige verschickt.

    Generell gehe ich schon gerne shoppen - sicher bin ich auch aus dem Alter raus, wo ich jedem Trend hinterher hecheln muss.
    Wenn es was sehr modisches sein soll, shoppe ich es meist günstig, weil ich ohne, dass es nur was für eine Saison sein wird.
    Zeitloses wie Hosen, Twinsets (liebe ich übrigens auch), Schuhe ... da gebe ich gerne etwas mehr für aus.

    LG
    Andrea

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  11. Hallo liebe Heidrun,
    im Prinzip hast Du Recht: wir genießen jetzt erst einmal den Herbst. Leider schläft die Konkurrenz nicht und ich muss meine Shops mit weihnachtlichen Dingen auffüllen.
    Aber auch ich genieße das Blätterrascheln und die goldenen Sonnenstrahlen.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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...Danke für Deine netten Worte!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...