2. September 2016

Das Nasobem...

... oder: 
Wo, bitte geht's zu Kibo?!



Wir besuchten einmal wieder den Augsburger Zoo. In diesem Jahr - heuer sagt man ja laut Rechtschreibung nicht mehr - war ich alleine mehrfach die Tiere besuchen und dieses Mal kam der Göttergatte mit. Es war ein so schöner Tag!

Hier im Blog unter dem Titel Der Löwe ist los  *klick bereits gepostet, berichte ich erneut
über das beziehungsweise die kleinen Nashörner Kibo und Keeva.



Das kleine Nashorn.

Der glückliche Neuzugang im Augsburger Zoo heißt Kibo. Die Nashorndame Kibibi hatte nämlich ein Junges am 06. Februar 2016 zur Welt gebracht, wollte es jedoch nicht säugen. Eine schwierige Situation für den Zoo, die Pfleger und natürlich zu allererst für das Baby-Nashorn überhaupt. Dank der Erfahrung wurde Kibo jedoch mit Fohlenersatzmilch von den Tierwärtern gefüttert und entwickelte sich gut. Er bekam alle zwei Stunden die Milch und gedeiht nach wie vor vorzüglich, so dass er inzwischen etwa 138 Kilo wiegt.

Der Name.

Kibō (japanisch きぼう für Hoffnung, ursprünglich Japanese Experiment Module JEM) ist ein Modul der Internationalen Raumstation (ISS) und der Beitrag der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA zur ISS.

Keeva dagegen ist eine moderne Variante des irischen Namens Caoimhe.

Übrigens: Die genannte Halbschwester Keeva kam zehn Tage später auf die Welt. Seitdem sind beide kleinen Nashörner die absoluten Lieblinge der Zoobesucher in Augsburg und weit über die Grenzen hinaus.

Ob es hier im unteren Bild tatsächlich Keeva ist?!

Ich nehme es stark an, da sie doch noch kleiner ist.







Zitat...

...oder kurz gesagt: ZiB am Samstag, eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von Nova

...ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing








Weil mir danach zumute war, verstieg ich mich, den Post über unseren Zoobesuch, speziell natürlich über Kibo und Keeva mit Morgenstern'scher Lyrik zu verquicken. Und folgendes kam dann zustande:


Das Nasobēm (Nasobema lyricum), ein fiktives Tier, das auf seinen Nasen einherschreitet, ist der Titelheld eines Gedichtes seines Schöpfers Christian Morgenstern, erschienen in den Galgenliedern:



Das Nasobēm

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobēm,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.

Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobēm.

Das Nasobēm ist ein klassisches Beispiel der Literaturwissenschaft dafür geworden, wie eine übermütige Idee eines Dichters zahlreiche Folgeschriften hervorgerufen hat, denn inzwischen steht es als fingierter Lexikonartikel auch in Meyers Konversations-Lexikon und im Brockhaus.







Das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) ist ein Säugetier aus der Familie der Nashörner. Die teilweise gebrauchte Bezeichnung Weißes Nashorn leitet sich vom englischen Trivialnamen White rhinoceros ab. Die Art lebt in den Grassavannen Afrikas und stellt den einzigen noch lebenden Vertreter der Gattung Ceratotherium dar. Zudem ist das Breitmaulnashorn die größte rezente Nashornart.

Das Breitmaulnashorn ist neben den drei Elefantenarten und dem Flusspferd eines der größten Landsäugetiere und die größte aller heute lebenden Nashornarten. Es weist eine Kopf-Rumpf-Länge von 340 bis 380 cm, eine Schulterhöhe von 150 bis 180 cm und ein Gewicht von 1,8 bis 2 t bei Kühen und von meist 1,8 bis 2,5 t bei Bullen auf. Große Bullen erreichen manchmal auch ein Gewicht von 3,5 t. Der Sexualdimorphismus ist stark ausgeprägt, untersuchte männliche Tiere aus demGaramba-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo wurden 359 bis 375 cm lang und an der Schulter 163 bis 182 cm hoch. Für weibliche Tiere lagen die entsprechenden Werte bei 299 bis 322 cm und bei 153 bis 177 cm. Der Körper ist massig gebaut, die Gliedmaßen sind sehr breit und kurz. Markant sind der sehr tief hängende Kopf und ein mächtiger Nackenbuckel, der aus Bindegewebe und Muskulatur gebildet wird und der Kopf-Rumpf-Linie eine charakteristische Biegung gibt.

Die Körperfarbe des Breitmaulnashorns ist wie die des verwandten, ebenfalls in Afrika verbreiteten Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis) schiefergrau. Die Haut ist durchschnittlich 2 cm dick, erreicht am Nackenbuckel aber auch bis zu 4,5 cm und ist sehr dicht. Sie weist nur gering ausgeprägte Falten auf, was möglicherweise mit dem dichten Unterhautfettgewebe zusammenhängt. Die meist einzige sichtbare Falte befindet sich an den oberen Enden der vorderen Gliedmaßen.


Außer an den Ohrrändern, den Augenlidern und am Schwanzende ist die Nashornart unbehaart. Als weitere Unterscheidungsmerkmale zum Spitzmaulnashorn hat das Breitmaulnashorn große Spitzohren und ein breites, stumpfes Maul ohne Greiffortsatz. Dabei bildet die Unterlippe eine hornige Kante, die die fehlenden Schneidezähne ersetzt und mit deren Hilfe die Tiere die Grasnahrung abreißen. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind die zwei Hörner auf der Nase und der Stirn, wobei das vordere in der Regel größer ist.

Quelle: Wikipedia













Habt es alle fein und ein wundervolles Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider so viele Spams
auf jeden Post in der Mailbox landen.

Kommentare:

  1. Kibō so rührend ist wie er den Tierwärter sein darsein verdankt * viel zu lernen hier !
    liebe grüsse

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Heidrun,
    da könnte ich doch glatt hingehen und so ein Nashorn Junges knuddeln, so süss finde ich sie.
    Welch ein Glück dass die Tierpfleger mit viel Liebe und Zuwendung das Nashornbaby mit der Flasche aufgezogen haben und es nun wachsen und gedeien kann. Überhaupt finde ich , die Tierpfleger leisten so viel Gutes bei den Tieren im Zoo, ich denke es ist eine wunderbare Aufgabe. Deinen Bericht über das Nashorn habe ich mit grossem Interesse gelesen und danke dir dafür. Ich sehe bei Dir so eine wunderschöne , grosse Blüte , ich vermute es ist eine Tellerhortensie. Was für eine Pracht. Danke für Deinen schönen post. Ich wünsche Dir ein sonniges Wochenende. Sei lieb gegrüßt von Carmen

    AntwortenLöschen
  3. Ein Post der es in sich hat und das Nashornbaby und Mutter hat mich sehr berührt. Nasshörner werden gejagd und sind vom Aussterben bedroht, schlimm dass man so wenig dagegen tut. Es ist nicht genug.
    Das nördliche Breitmaulnashorn ist tot und stirbt aus, sie leben nur noch in Zoos und geschützen Reservaten, aber auch da gibt es nur wenige zum Züchten.
    Vor ein paar Jahren hat man schon gewarnt und ich glaube das letzte in freier Wildbahn ist im letzten Jahr gestorben, meine ich gelesen zu haben. Da müsste man recherchieren um nichts falsches zu sagen.Ich habe geweint! Erfreulich ist, dass diese zwei geboren sind um hoffentlich die Gene weitergeben zu können.
    danke für die Blumen und die Nashörnchen.
    liebe heidrun, herzlichst, Klärchen

    AntwortenLöschen
  4. Noch ein Nachtrag, ich mache das sonst nicht, hier ein Link
    http://www.zeit.de/2016/29/artenschutz-noerdliches-breitmaulnashorn-rettung

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Heidrun,

    das ist ein interessanter Bericht.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  6. Wieder viel wissenswertes zum Wochenende mit schönen Bildern und einem wahren "ZiB"!!
    Schönes Wochenende,
    Luis

    AntwortenLöschen
  7. Nashörner sind ganz fantastische Tiere. In unserem Urlaub konnte ich ganz früh morgens am Wasserloch beobachten, wie lebendig so ein kleines Nashornbaby sein kann. Es ging mehrmals im Galopp um das Wasser herum und dann wurde die Mama zum Kämpfchen aufgefordert, allerdings war ihr der Übermut des Kindes wohl nicht so recht. Sie löschte lieber in Ruhe, wie es sich für Nashörner gehört, ihren Durst.
    Noch eine Anmerkung zur Beschreibung. Typisch für die Breitmaulnashörner ist, dass die Jungtiere immer seitlich neben der Mutter laufen, während beim Spitzmaulnashorn das Junge hinterher trottet. Dies erzählte uns ein afrikanischer Guide.

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

    AntwortenLöschen
  8. Fein, liebe Heidrun, dass du uns heute so viel über das Nashorn erzählt hast und wir wieder etwas lernen konnten.
    Leider ist es so, dass nicht alle Mütter sich mit Aufzucht ihrer Jungen beschäftigen wollen. Gerade in Zoos ist das keine Seltenheit.
    Was für eine Aufgabe für die Pfleger, den Neuzugang dann alle zwei Stunden zu füttern. Aber, ich glaube, das haben sie schichtweise gerne gemacht und so können sich heute die Zoobesucher an dem kleinen Nashorn erfreuen und nicht zuletzt auch seine Entwicklung miterleben.

    Das Zitat von Prentice Mulford gefällt mir sehr gut und es passt hervorragend zu deinem Foto.:-)

    Ganz lieben Dank auch noch für den Blumenschmaus.

    Liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Christa

    AntwortenLöschen
  9. Ist das goldig, ach ich muß unbedingt in die Wilhelma superschön und das ZItat hast du auch fein ausgewählt.

    Lieben Gruß Eva

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Heidrun,
    danke für deine ausführlichen und besonderen NashornBeitrag!
    Toll, diese Tiere!
    Auch das Zitat ist treffend!
    Vielen Dank für die Info und die tollen Bilder!
    Hab ein schönes Wochenende
    Gabi

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Heidrun,
    Dein wunderbarer Post über die Nashörner (speziell das kleine ist zum Knuddeln lieb) hat mir viel wissenswertes vermittelt. Wieviele Warnungen schon ausgesprochen wurden und trotzdem sind diese Tiere immer gefährdet bzw zum Aussterben verurteilt.
    Ich schätze mich sehr glücklich, dass mir die Tierliebe und jene zur Natur, in die Wiege gelegt wurde
    und bedaure es sehr, dass der nächste Zoo in Wien ist ( 200 Km ).
    Das Zitat harmoniert absolut mit Deinen Bildern.

    Liebe Grüße und einen entspannten Sonntag wünscht Dir
    Elisabetta

    AntwortenLöschen
  12. Hallo liebe Heidrun,
    das ist wieder ein wunderbarer Post gewesen, der ging mir sehr ans Herz und ich habe sehr viel gelernt. Mir geht es wie vielen hier, ich liebe die Natur und die Tiere.
    Ich finde es immer wieder sehr traurig das es Menschen gibt die Tiere aus Lust oder Geldgier jagen, da blutet mein Herz.

    Ganz tolle Fotos hast Du mitgebracht und Dein Zitat ist wunderbar, es gefällt mir sehr!

    Liebe Grüße
    Biggi

    AntwortenLöschen
  13. Wieder was gelernt ist es ein sehr schöner Post und so schön das neue Leben zu sehen. Leider sind auch sie bedroht und mal wieder nur weil es solche Idioten gibt die keinen Bezug zu Leben haben.

    Toll auch dein ZiB, solch wahre Worte die es mit deiner Aufnahme zu einer Einheit machen. Danke dir vielmals dafür.

    Hab noch einen schönen Sonntag und herzliche Grüsse rübergeschickt

    N☼va

    AntwortenLöschen
  14. ich war Ewigkeiten nicht mehr im Zoo ..., vielleicht mal im Herbst oder auch im Winter. Da ist nicht viel los und man kann alleine die Tiere beobachten.

    LG
    Andrea

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Heidrun,
    vielen Dank für diesen tollen, informativen und interessanten bericht über die Nashörner und das schöne Bild vom Mini-Kathrinchen *lach* .... bei uns heißen Nashornbabies alle "Kathrinchen" ...;O)
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  16. You got some marvelous photos here!
    Thanks for linking up at http://image-in-ing.blogspot.com/. The new linkup for this week will be opening in a few hours - hope to see you then as well!

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Heidrun,
    ein schöner Post.
    Im Zoo kann man sich so schön verweilen und wenn Nachwuchs zu sehen ist, kann man nicht genug davon sehen.
    Dein Zitat im Bild ist wundervoll. Stimmige Worte.
    Hab eine tolle Woche.

    Herzlichst
    Julia

    AntwortenLöschen
  18. Very interesting post, Heidrun!
    Thanks for joining the Floral Friday Fotos meme.

    AntwortenLöschen
  19. Very interesting post, Heidrun!
    Thanks for joining the Floral Friday Fotos meme.

    AntwortenLöschen

...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...