9. Juli 2016

Zitat...

...oder kurz gesagt: ZiB am Samstag,
eine sehr gerne besuchte Aktion,
ein sehr schönes Projekt von Nova

Ebenfalls geteilt mit Image-in-Ing, SaturdayCritters


Im Garten.

Wie wohltuend, nach den privaten Festen, dem runden Geburtstag und
unserem Hochzeitstag — dem Fußball-Hype, der abrupt ein jähes Ende
nahm, verloren und vertan  — Erholung im eigenen Garten zu finden.


Glücklich über ein wenig Sonne, die sich vorgestern, am Donnerstag
uns zuwandte, über sommerliche Temperatur im angemessenen Umfang.




Gerade, da ich hier am PC schreibe, liegt mein geliebtes Fannyli zu meinen
Füssen, um den Schreibtischhocker gewickelt — mutig, da sie unabsichtlich
gar schon manchen Fußtritt einstecken musste, wenn ich eilig aufsprang,
da es an der Haustüre läutete, der Postbote drängte seine Lieferung abzugeben.


Mir bleibt dann jeweils schier das Herz stehen, und ich entschuldige mich
bei der armen Seele, was sie jedesmal dankbar entgegennimmt,
mit mir wieder schmust, sich zwischendurch jedoch schüttelt,
da es ihr es wehtat, weniger körperlich als unverständlich, dass das
geliebte Frauchen einen Schmerz verursachte...

...Fanny, die in den vergangenen Monaten unser Sorgenkind war,
geht es leise verhalten besser. Sie hat Appetit, spielt im Garten,
erklettert sogar wieder virtuos ihren Hochsitz im Erikastrauch.

Ja, klettern und vor allem wieder vom Baum herunter finden, das
beherrscht unser Fanny-Liesl vorzüglich — im Gegensatz zu Luzie,
die mitunter kläglich vom Lebkuchenbaum, links im Garten miaut,
man möge sie erretten. Guter Zuspruch hilft, ungelenke Verrenkungen
bis sie wieder in grünen Gartengrund unter sich hat!









Tagen

Ein heller Sommermorgen gleitet
sanft träumend, leuchtend in den Tag.
Des Taues Feuchte hier im Hag
erglänzt im Licht; die Sonne schreitet
mit Strahlen-Schritten, wie sie’s mag.

Die frühen Vögel, die sie preisen,
beginnen ihren Lobgesang.
Des Flötens, Singens froher Klang
darf weithin in den Lüften reisen,
erquickt, was nächtens noch schien bang.

Hier will jetzt lichte Freude weilen,
die dir auch Sinn und Seel‘ belebt,
in deinen Tag sich schön verwebt.
Was dich noch schmerzt, das wird sie heilen,
was müde liegt, nun aufwärts strebt!


© Ingrid Herta Drewing, 2014



Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses stimmungsvolle Gedicht

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!

Übrigens: Wer möchte, kann das interessante Interview mit meiner


sehr geschätzten Lyrikfreundin auf Agend-and-Engaged lesen!











In der rechten Gartenecke, unter dem bewussten Erikastrauch,
steht meine gemeißelte Herzskulptur, die ich dereinst fertigte.
Genau genommen 2012 nach meiner Knie-OP, da ich ans Haus
gefesselt schien. Der geliebte Mann brachte mir Werkzeug und
Steine, um mich bewusst abzulenken, zu fordern...


Die Skulptur zeigt, sobald sie vom grünen Urwald befreit auf einem
Ständer steht, ihren künstlerischen Inhalt, die ich dem Stein abverlangte:

Viele verschiedene Herzen, die bedeuten möchten,
dass jeder von uns irgendwelches Gefühl inne hat,
gleich wie groß oder in welcher Form!





Das wöchentliche Zitat von mir diesmal bei Marlitt entdeckt, für
passend gefunden, mit meiner Skulptur sinnig verquickt.

Marlitt nennt sie sich. Ein Pseudonym für Henriette Friederieke Christiane Eugenie John (1825 - 1887), einer deutschen Schriftstellerin.

Zitat-Quelle: »Im Hause des Kommerzienrats«



Die Schriftstellerin wurde als Tochter des Kaufmanns Ernst John in
Arnstadt geboren und ließ bereits früh eine stimmliche Begabung
erkennen.

Die Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen ließ sie in
Wien zur Sängerin ausbilden. Nach ersten Bühnenerfolgen in
Sondershausen, Linz, Graz und Lemberg musste Eugenie John
allerdings wegen eines Gehörleidens 1853 den Beruf einer fürstlichen
Kammersängerin aufgeben.

Sie wurde stattdessen Vorleserin und Gesellschaftsdame bei der
Fürstin und begleitete sie auf ihren vielen Reisen.

Finanzielle Probleme der Fürstin zwangen diese später,
ihre Hofhaltung einzuschränken und John 1863 zu entlassen.
Seither lebte sie bei der Familie ihres Bruders Alfred,
der Realschullehrer in Arnstadt war.

Nachdem sie bereits die Korrespondenz der Fürstin erledigt hatte,
entstand der Gedanke, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen.
Sie sandte erste Erzählungen nach Leipzig an die Familienzeitschrift

Unter dem Pseudonym E. Marlitt erschien 1865 eine erste
Novelle von ihr, 1866 ihr erster Roman Goldelse, der sofort
zu einem großen Erfolg wurde und Marlitt zur Starautorin
der Gartenlaube machte, in der sie insgesamt zehn Romane
veröffentlichte.

Möglicherweise steht das Pseudonym für Meine Arnstädter Litteratur.


Sie wird als erste Bestsellerautorin der Welt angesehen und
hatte wesentlichen Anteil daran, dass sich zwischen 1865
und der Mitte der 1880er Jahre die Abonnentenzahl der
Gartenlaube von 100.000 auf etwa 400.000 steigerte.

Die Literaturkritik hat ihr Schaffen stets zwiespältig beurteilt.
Einerseits habe sie Friedrich Spielhagen genau studiert, andererseits
habe sie in ihren Romanen das Aschenbrödel-Rezept angewandt,
sei bisweilen sensationell, dann wieder realistisch oder weiblich
sentimental geworden.

Die Schriftstellerin Wilhelmine Heimburg galt als legitime
Nachfolgerin von E. Marlitt. Nach deren Tod wurde Heimburg
gebeten, den letzten unvollendet gebliebenen Roman
»Das Eulenhaus« fertigzustellen.

Quelle: Wikipedia







Fanny wird durch den Garten gejagt...

...die Aufregung, das verrät uns ihr buschiger Schwanz.




Hernach, meint man sie throne wieder, in sich selbst ruhend.








Luzie mopst derweil!



Gschimpft ist sie nämlich worden:

Ihre Eifersucht, sobald die Aufmerksamkeit der kätzischen
Mitbewohnerin gilt, die sich dann in Acht nehmen muss, gejagt
zu werden, ein paar Tatzenwatschn` abzubekommen.

Demnächst, Du geliebte kleine Hexe!
Dann darfst Du zeigen wie das Kraxln auf dem Baum aussieht.


Ein Beitrag für Jaelle`s Aktion, Mitte Juli


Wer sich gerne am Projekt Alles für die Katz beteiligen möchte,
kann das an jedem 1. und 15. des Monats machen. Einfach den eigenen
Beitrag im Kommentar verlinken: Und schon freuen sich
alle Katzenfans über schöne Bilder.



Habt es alle fein und ein
sonnig-sommerliches Wochenende,
wünscht

Heidrun

Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert, da leider
so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.

Verlinkt mit Nova`s ZiB

Kommentare:

  1. Guten morgen liebe Heidrun,
    heute gefällt mir dein Beitrag für " Zitat im Bild " ganz besonders gut.
    Denn diese weise Ausspruch trifft "den Nagel " auf den Kopf, wie man so schön sagt.
    Und was deine kleine Fanny betrifft, da hast du es mit ihr leichter wie ich mit meinem Hund Rony . . . wenn ich den unbeabsichtigt mal trete, dann beißt er gleich zurück . . bin doch sehr froh, dass er nur 4 Kg wiegt ;-)
    ♥liche Grüße und dann wünsche ich dir noch ein
    sonniges, hoffentlich nicht zu heißes Wochenende
    Jutta

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    1. Guten Morgen, liebe Jutta... Dankeschön, wie bezaubernd von Dir!

      Ja, es stimmt, wenn's einmal die Luzie erwischt, getreten zu werden, da ist sie nachtragend, beleidigt und beißt noch nach Stunden - aus Rache heraus? Wer weiß denn wirklich, was in so einem kleinen Katzenköpfchen oder wie bei Dir und Deinem Ronny, in seiner mentalen Hundewelt - gedanklich abläuft.

      Liebe Grüße zurück 🤗

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  2. Ein schöner Post, liebe Heidrun und Dein Zitat mächtig!
    Ein wundeschönes Katzenporträt, aber auch alle anderen Fotos sind spitze. Der Floks blüht so schön!Danke ,dass du uns die Schriftstellerin Marlitt, näher vorgestellt hast. Ich kannte sie nicht, vielleicht eine Wissenslücke, aber nun bin ich schlauer.
    Ganz herzliche Wochenendgrüsse, Klärchen

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  3. Liebe Heidrun,

    ich freue mich immer wieder über deine schönen Post. Deine Fanny, eine ganz süßes Kätzchen. Klar jagen macht müde.
    Dein Spruch gefällt mir recht gut mit dem schönen Bild als Hintergrund.
    Es ist nicht einfach, seine Gefühle im Zaum zu halten.

    Ein feines Wochenende wünscht dir
    Paula

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  4. Liebe Heidrun,

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so wunderschön ist Dein heutiger Post wieder.
    Toll zu lesen ist Dein wunderbares Katzenporträt, aber auch Dein Zitat gefällt mir ausgezeichnet. Wobei ich mir nur nicht ganz im Klaren bin, ob wir ganz allein dafür verantwortlich sind, welche Macht Gefühle haben können. Immerhin gibt es eine andere Seite, die sie bei uns auslöst.

    Liebe Grüße
    Jutta

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  5. Liebe Heidrun,
    als erstes möchte ich mich auch hier für deine immer so lieben Worte für mich bedanken, wie ich mich darüber freue!
    Auch ich finde dein Zitat im wunderschönen Foto super gelungen und so wahr.....
    Wie schön, du es gestaltet hast!
    Ein schöner Post auch der Teil der Katze erfreute mich sehr!
    Herzensgrüße für dich
    von Monika*

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  6. Hello, lovely flowers and cute shots of your sweet kitty. Thank you for linking up and sharing your post. Happy Saturday, enjoy your weekend!

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  7. Liebe Heidrun,
    Lehrstunde bei Heidrun nenne ich Deinen Post heute - und nicht nur heute!
    Es sind immer so wunderbare Erkenntnisse, die ich bei Dir gewinne --> von einer Schriftstellerin Marlitt habe ich noch nie etwas gehört bzw. gelesen.
    Die Katzenbilder allerliebst und natürlich das ZIB sehr besonders - mit Deinem künstlerisch gestalteten Stein.

    Hab' ein feines Wochenende und liebe Grüße schickt Dir
    Elisabetta

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  8. Wundervolle Bilderflut und ein schönes Zitat :)

    liebgrüßt
    Martina

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  9. Lovely floral macro shots but your beautiful kitty 'steals the show' for me ~ love her!

    Happy Weekend to you ~ ^_^

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  10. Beautiful flowers and the kitty is adorable.
    Have s Happy Weekend!
    Peace :)

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  11. Interessante Erläuterungen zum "ZiB" !!
    Schönen Sonntag,
    Luis

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  12. Hola liebe Heidrun,

    das freut mich von Fanny zu lesen und sie schaut auf den Fotos auch absolut glücklich aus. Schon niedlich wie Katzen auch eifersüchtig sein können. Wobei es dann ja noch super glimpflich abläuft, mal so ein "Tatzer" ist in Ordnung. Hauptsache es wird nicht mal ernster und Fanny schlägt zurück...

    Interessant auch wieder etwas über Marlitt zu lesen. Der Namen sagte mir bis dato gar nichts und die Worte für das ZiB finde ich klasse. So ist es mit den Gefühlen und der Macht. Leider haben sie bei mir immer mehr den Stein auf der Brust, also ganz schön Macht über mich, auch wenn kurzzeitig abgelenkt sind dann die Gedanken daran sehr schnell wieder da. Vor allem wenn es um Ungerechtigkeit und Lügen geht, hab ich dran zu knabbern, obwohl breite Schultern ;-) Toll ausgewählt hast du auch das Bild für diese Worte und der Stein ist ne Wucht...weia, das muss doch wirklich sehr viel Arbeit gewesen sein solche Herzen auszuarbeiten. Mein Respekt dafür.

    Wünsche dir nun noch einen schönen Sonntag und danke dir dass du mit dabei bist.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Guten Morgen und Danke für Deine anerkennenden Worte, liebe Nova!

      Wir sind froh, dass es Fanny ein wenig besser geht, allerdings die alte Fassung wird sie vermutlich nie mehr erreichen. Sie bleibt empfindsam für jedwede Schwankungen, sei es witterungsbedingt oder auch unser Leben, wenn z. B. Besuch kommt.

      Ja, der Stein beanspruchte mich über mehrere Monate hinweg. Zuerst probierte ich meinen Entwurf an einem kleinen Stein, der inzwischen im Atelier-Büro liegt.

      Liebe Grüße zurück

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  13. Wie schön das ist, dass es Eurer Fanny wieder besser geht. Das freut mich sehr.
    glg Susanne

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    1. Wir sind sehr froh darüber... Und ich danke Dir sehr für Deine lieben Worte und
      sende herzliche Grüße zurück

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  14. Schön zu lesen, dass es Fanny besser geht.
    Sunnys Züchterin hat diese Woche ihren Seelenkater über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen, da freut man sich, wenn es anderen Miezen wieder besser geht.

    Unsere Imri hatte diese Woche auch ganz furchtbaren Durchfall und ich musste sie "quälen" und ihr den Hintern waschen. Trotzdem kam die treue Motte kurz darauf (immer noch leicht stinkend) zu mir geschmust... , beim Kater wäre das niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie möglich gewesen.

    Dank Dir für die schönen Bilder aus dem Garten!

    LG
    Andrea

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    1. ...und ich freue mich, dass Du hier warst! Ja, wir hoffen natürlich sehr, dass es der kleinen Fanny-Liesl weiterhin so gut geht, dass wir sie noch lange, lange bei uns haben.
      Liebe Grüße zurück

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  15. Ich stimme Deinem Zitat zu - besonders wie lange wir oft an negativen Gefühlen festhalten. Es wäre doch so viel besser unsere Gefühle wahrzunehmen, anzunehmen und dann aber auch wieder los lassen zu können. Ein schönes Zitat in einem schönen Foto! Und Deine Katzenfotos machen mir ebenfalls immer Freude :-)
    Liebe Grüße, Liz

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  16. Ich bin ja so froh, dass es Fanny inzwischen wieder ein kleines bisschen besser geht - und sende Dir viele liebe Grüße nach Augsburg, auch wenn ich dieses Mal etwas verspätet bin :-)
    Jaelle

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...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...