4. Februar 2016

Weiberfasching...

...tobt heute in Köln und Düsseldorf
eventuell auch anderenorts.


Bei uns in Augsburg geht es dagegen sehr verhalten zu.

Keine Jecken weit und breit, die ihre Fröhlichkeit zur Schau stellen,
kein Konfetti, keine Kamellen. Vielleicht liegt es an der Uhrzeit...

...einzig, das in manchen Firmen noch den Männern die
Krawatten abgeschnitten werden. Das gibt es bei meinem Mann
ebenso und entsprechend wird jeweils am sogenannten 
Unsinnigen Donnerstag eine billige Krawatte umgebunden.

Der unsinnige Donnerstag.

Weitere Bezeichnungen für den Fastnachtsdonnerstag sind der "gumpiger Donnerstag".
Sie stellen vor allem den Aspekt heraus, dass an diesem Tag überall die
Narreteien beginnen. 

Das Wort "gumpig" leitet sich übrigens von dem mittelhochdeutschen Wort "gumpen" ab.
Es bedeutet "sich auf und ab bewegen", "hüpfen" oder im weiteren Sinne "Possenreißen". 



Die nachfolgenden Bilder wurden heute am lumpigen Donnerstag
morgens gegen 9 Uhr an der Kahnfahrt aufgenommen. Sie
zeigen die frühe Stimmung, wenn die Stadt erwacht...

Wiki weiß Bescheid...

Die Möhnen sind die Frauen, die an Weiberfastnacht das Regiment in den Städten und Dörfern übernehmen.


Im Bonner Stadtteil Beuel feiern traditionell die Frauen die Beueler Weiberfastnacht. Einen Tag im Jahr ruhte die Arbeit in den Beueler Wäschereien, und zwar am Donnerstag vor Karneval. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen zum Alten Damenkomitee von 1824 e. V. zusammen, um eine Teilnahme am bislang rein männlichen Karneval zu erfechten.

Während anderswo die Weiberfastnacht nur eine Vorfeier ist, wurde
und blieb sie in Beuel die Hauptsache.

Auch heute noch stürmt nach einem großen Weiberfastnachtsumzug
die Beueler Wäscheprinzessin mit ihrem Damenkomitee das
Beueler Rathaus und übernimmt symbolisch die Macht.

Der Sturm auf das Rathaus wird vom WDR-Fernsehen live übertragen.
Die Erstürmung der Rathäuser durch die Frauen ist in vielen Städten
und Gemeinden im Rheinland und in Westfalen Tradition geworden.


Fastnachtsgestöber

Ins kunterbunte Fastnachtstreiben
mischt Winter sich, lässt seinen Schnee
inmitten des Konfettis bleiben,
das wirbelnd hier fällt aus der Höh’.

Begeistert stehen kostümiert
die Narren dort am Straßenrand;
sie schunkeln, lustig animiert,
so mancher außer Rand und Band.


Helau! Helau! schallt ’s in den Gassen,
wo farbenfroh der Faschingszug
sich prächtig nun hat sehen lassen,
der Karneval im Höhenflug.


Da passen Winters rote Nasen
gut in die Zeit, so mancher Clown
den Schneemann gibt; auf weißem Rasen
verirrt sich schalkhaft auch ein Faun.

Wie’s scheint, lässt sich wohl niemand stören
durch Winters frostiges Gesicht.
Heut gilt ’s dem Frohsinn zu gehören;
da fühlt man Schnee und Kälte nicht.

© Ingrid Herta Drewing, 2013

Dankeschön, liebe Lyrikfreundin für dieses schöne Gedicht.

Der Titel ist wieder auf die Webseite von Dichterei verlinkt,
dort findet man weitere herrliche Gedichte!
...wird hier der Ball flach gehalten...

Habt es alle feinwünscht

Heidrun

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so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.


Kommentare:

  1. Karnevalsjeck (obwohl eine gebürtige Niederrheinerin) bin ich ehrlich gesagt auch nicht, gut, damals als Kind schon. Und daher auch ganz froh, die Kinder nicht mehr zum Umzug in die Nachbarstadt begleiten zu müssen (dieses Gen hat sich scheinbar durchgesetzt). Heut in der Stadtverwaltung, beim 2. vergeblichen Versuch das Auto anzumelden, hatten die blauhaarigen Möhnen dort ihren Spaß und alle Männer arbeiteten brav für die verwandelten Kolleginnen mit. Das war doch nett.
    Werde mir nun endlich mal einen Termin für die Katzengeschichten abspeichern, im Nachhinein merke ich, dass ich wieder asynchron bin. Mach´s gut, Birgit

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    1. Das klingt tatsächlich sehr nett... Eine lustige Geschichte aus dem Alltag. Weniger g'schpaßig ist's dann wohl, wenn frau das Auto nicht anmelden kann. Oder woran lag es?
      Liebe Grüße zurück

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    2. Wir sind eben erst wieder zurück...es lag an den Papieren, die wie das neue Auto von weiter weg kamen. Eine lange Geschichte, die doch ein gutes Ende fand. Jetzt schaue ich mal, ob ich morgen Speedy zu Wort kommen (15. d. M.) lassen kann. Bis bald, Birgit

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  2. Ja, hier geht es doll zu, in einer der Hochburgen!
    Wir haben im Institut heute auch gefeiert, danach ist für mich Karneval GESCHICHTE bis 2017!
    Und ich anschließend im Kostüm zum Rehasport ... und was soll ich Dir sagen?
    KEINER war dort verkleidet oder hatte Glitter im Haar, gar nix ... in einer HOCHBURG!
    lach, ich bin da ja schmerzfrei, mussten meine Rentner leider durch, dass ich als Kuh auf der Matte lag :-)

    LG
    andrea

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    1. Eine lustige Verkleidung, und mutig mit dieser zu trainieren... Da gab es bestimmt ein Schmunzeln oder Lachen, freundlich gemeint. Ich versuche gerade mir diese Szene vorzustellen, liebe Andrea :)))
      Liebe Grüße zurück

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  3. Mein Mann trägt im Büro keine Krawatte, seine Angestellten auch nicht und bei uns in Niedersachsen ist das auch gar nicht so üblich. Ein paar kleine Feiern unter Freunden, mehr aber auch nicht.
    Als Kinder durften wir uns immer verkleiden, das hat Spaß gemacht :-)

    Liebe Grüße von Mathilda ♥

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    1. Ja, als Kinder haben wir das Verkleiden sowieso gemocht. Ich entsinne mich, das die Großeltern mit mir auf einem Ball waren, da gibt's auch noch irgendwo Bilder davon ;)
      Liebe Grüße zurück

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  4. Jaaaa...da sollte man als Mann gar keinen Binder anlegen ;-) Hier gabe es die Wahl der Karnevalsköniginnen und es wurde wohl auch wieder fleissig getanzt sowie gesungen, am Abend, denn so richtig geht es dann nächste Woche los, auch tagsüber.

    Ich mag die Traditionen und finde es auch sehr interessant wie verschieden sie sein können, also von Stadt zu Stadt, und dennoch die Krawatte muss wohl überall in D. dran glauben *gg*

    Hab nen schönen Freitag und ganz herzliche Grüssle

    N☼va

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    1. Eine Karnivalskönigin, das klingt wie Rio und muss sicherlich toll sein. Tja, auch bei uns geht es bereits nächste Woche in den Faschingentspurt: Rosenmontag und Faschingsdienstag. Dann ist Kehraus am Mittwoch und der Alltag geht weiter.

      Doch einen Höhepunkt in puncto Maskierung (oder soll ich eher sagen Demaskierung?) gibt noch der Nockherberg in München her. Das Derbleckn der Politiker... Das Starkbierfest!
      Liebe Grüße zurück

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  5. Liebe Heidrun,
    ja, in manchen Gegenden tobte gestern der Bär ....ich arbeite auch in einer ( naja, eher am Rande einer ) Faschingshochburg, aber zum Glück abseits vom Getümmel und habe somit gar nichts mitbekommen ;O)
    Ich mag es lieber ruhig, als diese auf Knopfdruck eingeschaltete Fröhlichsein an Karneval. Die Zeiten, wo ich als Jugendliche gern mitgefeiert habe, sind lange vorbei ;O)
    Ich wünsche Dir einen schönen Freitag und einen guten Start in ein gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Du bringst es auf den Punkt, es ist doch eine eher erzwungene Fröhlichkeit, mit Fasching zu sagen: aber jetzt hauen wir auf die Pauke. Die Faschingsanhänger werden heftigst widersprechen. Im Allgäu dagegen muss es schön sein mit den traditionellen Figuren, die den Winter austreiben wollen!
      Liebe Grüße zurück

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  6. Too bad that in the USA we really know nothing of Fasching! Only in New Orleans do they celebrate 'Mardi Gras'.. But, I still remember the Institutfasching from my time in München... sigh..those were the days! Schönes Wochenende, Stan

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...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...