14. November 2015

Bei den Sieben Schwaben...

...zu Besuch in Türkheim.
Teil II.




Mein Blumengruß für die Blogfreunde.

































Zitat im Bild...

...am Samstag, eine sehr gerne besuchte Aktion,

ein sehr schönes Projekt von Nova.


In den Herbst passen Krähen. Sie sitzen auf den leer
geräumten Ackerfurchen, sind kohlrabenschwarz und
eventuell für manche Seele furchteinflössend.



Die Raben und Krähen bilden zusammen die Gattung
Corvus in der Familie der Rabenvögel (Corvidae).

Die größeren Vertreter
werden als „Raben“, die kleineren als „Krähen“ bezeichnet.
Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine taxonomische Einteilung.
Die Gattung umfasst 42 Arten. In Europa kommen der Kolkrabe, die Aaskrähe (Rabenkrähe und Nebelkrähe), die Saatkrähe
und die Dohle vor.


Die auffälligen Krähen und Raben spielen weltweit eine Rolle in Sagen und Märchen. Demnach haben alte Götter und Könige ihre Weisheit, Intelligenz und Flugfähigkeit genutzt. Parallel dazu spielen diese Vögel auch eine Rolle im Volks- und Aberglauben. In vielen Märchen zum Beispiel ist häufig vom weisen Wanderer „röiven“ (altdeutsch) die Rede, welcher verirrten Wandersleuten den richtigen Weg weist (und oft ein paar Tipps mit auf die Reise gibt). Bekannt sind die Grimmschen Märchen Die sieben Raben und auch Die Rabe.

In der nordischen Mythologie symbolisiert der Rabe die Weisheit, der Gott Odin hatte stets die beiden Kolkraben Hugin und Munin bei sich, die auf seinen Schultern saßen und ihm berichteten, was auf der Welt vor sich ging. 
König Artus soll in einen Raben verwandelt worden sein. Dem griechischen Gott Apollon waren die Raben heilig (siehe Koronis). In der Erzählung von der Sintflut lässt Noah einen Raben fliegen.

Der Prophet Elija wird, laut der Bibel, während einer Hungerzeit von Raben versorgt. In der babylonischen Version des Sintflut-Mythos, dem Atraḫasis-Epos, sandte Atraḫasis nach dem Ende des Regens drei Vögel aus: Eine Taube, eine Schwalbe und einen Raben. Der Rabe kehrte nicht zurück, darum wusste Atraḫasis, dass das Land wieder begehbar war. Sowohl in der jüdisch-christlichen, als auch in der älteren babylonischen Version ist die Erde nach der Sintflut „gefallen“, was zum schlechten Image des Raben als Unglücksvogel beitrug.

Nach der Christianisierung galt der Rabe in Europa aufgrund
seiner mystischen Bedeutung bei den Vorgängerkulten aber
als ein böses Tier. Im Mittelalter und später wurden die Leichen von
Erhängten häufig nicht beerdigt, so wurde der Rabe sogar
zum Galgenvogel.
Eine Rolle spielt die Krähe auch in nordamerikanischen Indianer-Märchen,
wo sie im Gegensatz zu westafrikanischen Märchen eine positive Rolle innehat.

In Indien begleiten Krähen die Göttin Kali.

In christlichen Sagen ist die Krähe der Bote des Heiligen Oswald und
zwei Raben haben die Mörder des Meinrad von Einsiedeln verfolgt
und vor Gericht geführt.
Hexen und Zauberer vermögen sich in Krähen zu verwandeln,
ein Motiv, das der Kinderbuchautor Otfried Preußler sehr
ausführlich in seinem Buch Krabat aufgegriffen hat, ebenso
die Macher des Fernseh-Märchens Der Zauberrabe Rumburak.

Bis in die heutige Zeit sind Raben und Krähen beliebte Symbole in Lyrik, Prosa, Filmen und Lebensart. Beispiele dafür sind mehrere Gedichte und Filme mit dem Titel Der Rabe, das Kinderbuch Der kleine Rabe Socke, die Comicreihe The Crow und die Band Corvus Corax.
Quelle: Wikipedia




Bernhard Freidank (Vriedank) 

(1170 oder 80 - 1230 oder 33), 
bürgerlicher Schwabe, Kreuzzugteilnehmer 1228/29, 
Verfasser des Lehrgedichts »Bescheidenheit«









Großes Schloss


Nach der Zerstörung der westlich von Schwabmünchen gelegenen
Burg Schwabegg 1371 wurde Türkheim Hauptort der gleichnamigen
Herrschaft.

Ein Pfandinhaber dieser Herrschaft, Wolf Dietrich von Knöringen,
ließ 1532 bis 1535 das Große Schloss erbauen.
Für Herzog Maximilian Philipp und seine Gemahlin Mauritia Febronia, 
geborene Gräfin von Bouillon, wurde das ruinöse Schloss 1682 bis 1686 
umgebaut und ein barocker Schlossgarten angelegt.
1705 starb in diesem Schloss der Herzog, ein Jahr später die Herzogin.
Ihre Särge stehen in der Gruft von St. Michael in München. 

Die Kurfürsten Max Emanuel und Max III. Joseph weilten öfters
im Türkheimer Schloss, vor allem zur Jagd. Seine heutige Gestalt
erhielt das Schloss 1754–1757 nach Plänen von 
Francois Cuvilliés d. Ä. und Karl Albert von Lespilliez.

Den Umbau leitete der Münchner Hofmaurermeister Leonhard
Matthäus Gießl. Von 1797 bis 1969 war dort das herrschaftliche
Pflegamt, später das Landgericht und dann das Amtsgericht
untergebracht.


Seit 1983 beherbergt das Große Schloss das Rathaus und das Heimatmuseum. An der Ostseite befindet sich im Giebelfeld des Erkers das Fresko des Allianzwappens Bayern/Bouillon.


Der Sieben-Schwaben-Brunnen vor dem Rathaus
und der Schloßgaststätte in Türkheim.


Habt es alle fein, und ein schönes Herbstwochenende,
wünscht Euch

Heidrun


Die Kommentare werden weiterhin von mir moderiert,
da leider so viele Spams auf jeden Post in der Mailbox landen.


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Kommentare:

  1. Genau wie auf dem ersten Bild stellt man sich den Herbst vor, und bei Raben oder Krähen muss ich sofort an den Film die Vögel denken. Was hatte ich damals für nen Schiss als ich den das erste Mal gesehen habe, und schon alleine diese Vorstellung kann einem Gänsehaut machen. Dennoch mag ich sie, auch ihren Laut der mich früher auch öfters mal aus dem Bett geworfen hat (in CDN) :-)) Von daher musste ich auch echt grinsen als ich die Worte von Bernhard Freidank gelesen habe....von wegen mit Persil gewaschen und strahlend weiß *gg* Danke dir dafür, echt klasse geworden.

    Ebenso auch wieder ein Dankeschön für die Mitnahme zum Schloss, Haupttor und Brunnen. Finde ich immer gut wenn man in einem Schloss auch ein Museum hat, und dann auch noch das Rathaus mit einzubinden ist eine tolle Verbindung. Es müssen nicht immer Neubauten sein, gelle.

    Wünsche auch dir liebe Heidrun noch wundervolles Wochenende und sende herzlichste Grüssle

    N☼va

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    1. Das erste Bild aus der freundlichen Begrünung der Stadt genommen, könnte genauso auch von einem Grab stammen, das ging mir kurz durch den Kopf. Ja, das empfinde ich genauso Hitchcock's "Die Vögel" nach der Geschichte von Daphne du Marier bleibt markant in Erinnerung ... Gänsehaut garantiert! ;)

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  2. Der heutige Post ist ja wieder voller Informationen, wie gut dass man heute (fast) alles so einfach herausfinden kann, kein Vergleich zu früher :))
    Ja, ja die badende Krähe, sie wird es wirklich nie schaffen, da kann man dem Autor nur Recht geben, der es so nett ausgedrückt hat.
    Der Brunnen auf den letzten Bildern ist einfach nur SCHÖN.

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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    1. Die Informationssuche geht mit Sicherheit schneller vonstatten, ob der Genuss gleich einem Besuch im Museum, das Lesen eines Fachbuches gleichkommt, bezweifle ich doch.
      Der Autor, weil ein Schwabe brachte den damaligen Eindruck fabelhaft auf den Punkt. Beeindruckend find ich, dass die Worte zeitlos heute noch gelten können.

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  3. Eine kunstvolle Krähe in brauner Farbe kann ja auch nicht farblos werden, wenn sie so schön ins richtige Licht gestellt wird. Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus, fällt mir dazu ein
    Liebste Grüße zum Wochenende, Klärchen

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  4. Irgendwie mag ich die Krähen einfach nicht. Mag sein das es auch an ihrer schwarzen Farbe liegt. Ihre Schreie gehen mir durch und durch.
    Deine Krähe hier ist anders, sie ist nicht schwarz und auch ganz leise. Schöner Spruch und passendes Bild.

    Ich wünsche dir ein recht schönes Wochenende
    LG Paula

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  5. Dein Blumengruß ist wunderschön, liebe Heidrun
    und auch Deine Geschichte über die Krähen. Ich mag Krähen, sie sind oft bei uns im Garten, es sind sehr kluge Tiere und manchmal ist mir, als wenn sie mich durch ein menschliches Auge hindurch ansehen. Am Anfang waren sie sehr scheu, doch mittlerweile genießen sie mit gewissem Abstand zu Tauben, Amseln, Spatzen zusammen das Winterfutter.
    Dankeschön für Deine Glückwünsche zu meinem 6.Bloggeburtstag,
    ich freue mich über Deine lieben Worte und
    wünsche Dir ein schönes Wochenende mit viel Wohlgefühl.

    Liebe Grüße schickt Dir Traudi

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  6. As always, these photos are awesome! Thank you so much for joining us for Photo Friday again this week! The last two photos are beautiful!

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  7. I am not at all fond of crows. They have been known here to assemble in trees in massive numbers, literally many hundreds, and dump their waste all over...disgusting... even worse than pigeons. No romantic notions from literature for me...

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    1. It's nature, dear Stan... And although a crow is a creature. I fear them and accept ... The worst of pigeons and other are a major proplem, of course.

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  8. Hallo liebe Heidrun,
    Dankeschön für den lieben Blumengruß... wunderschön ist er.
    Viele mögen ja keine Krähen /Raben ... warum nur... das ist wie mit den Tauben... das sind auch ungeliebte Vögel. Ich mag sie, sie können ja nichts dafür das sie als Krähen geboren wurden :-)
    Und Dein Zitat mit der baunen Krähe ist einfach toll... da musste ich schmunzeln.
    Ein sehr interessanter Post ist das heute wieder... hab ich wieder was dazu gelernt :-)
    Die Perspektive der zwei Brunnenbilder finde ich gut gewählt... sehr schön, gefällt mir!!

    Liebe Sonntagsgrüße
    Biggi

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  9. Heisann! Greetings from me who love old castles..... Have a nice week ;:OD)

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...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...