18. Mai 2014

Mozart Strauß # 1 ...

 Zur Zeit findet das  63. Mozartfest  hier in Augsburg statt.

Anlaß für mich einmal davon zu posten.



Strauss mit Mozart spiegeln


Richard Strauss hat sich zeitlebens mit  Mozart  beschäftigt und
auch künstlerisch auf ihn berufen. Grund genug, Strauss zum 150. Geburtstag
das 63. Deutsche Mozartfest in Augsburg zu widmen. 

Ein Link führt zu weiteren Information .... einfach auf den Mozart klicken!


http://www.mozartstadt.de/de/fest/fest.aspx

Ein Besuch letzthin in Biberbach brachte folgende Geschichte zutage:


... aus der Wertinger Zeitung vom 16. Juni 1950:

Auf dem Rückweg von einer dreijährigen Kunstreise, die den Wunderknaben
Wolfgang Amadé Mozart mit Vater und Schwester nach Frankreich, in die
Niederlande und nach England geführt hatte, kam die Familie im Jahre 1766
auch nach Dillingen, wo der zehnjährige Wolfgang in der dortigen Residenz des
Fürstbischofs seine Kunst zum Besten gab.

Unter den Zuhörern befand sich auch der Fuggergraf Christoph Moritz Bernhard,
der den kleinen Wolfgang sofort in seine Herrschaft Markt-Biberbach einlud,
um in der seit der Reformationszeit weit bekannten Wallfahrtskirche zum
Heiligen Kreuz ein Orgelspiel zu geben.

Vater Leopold Mozart erteilte bereitwillig seine Zusage, denn der alte
Postweg nach Augsburg führte unmittelbar an der in den Jahren
1684 – 1697 erbauten, schönen und großen Barockkirche vorbei, die
namentlich dem Vater Mozart schon aus seiner Jugendzeit als Wallfahrtsziel
in guter Erinnerung war.

Am 6. November 1766 fuhr der Postwagen mit der Familie Mozart an der
Kirche vor, wo sie vom Kirchherrn und dem betagten Chorregenten,
Organisten und Schulmeister Franz Josef Schmöger empfangen wurde,
der den Kirchenchor an der Wallfahrtskirche schon seit langem leitete.

In seiner Begleitung befand sich sein musikbegabter Enkel, der
zwölfjährige Josef Sigmund Eugen Bachmann, dessen Berühmtheit
als Orgelkünstler den Protektor und Förderer der Kirche, Reichsgraf
Fugger, wohl dazu bewogen hatte, einen Wettstreit zwischen ihm und
dem kleinen Mozart herbeizuführen.


Die erlesene Schar der Zuhörer konnte es kaum erwarten, bis der junge
Mozart die Orgel bestiegen hatte und die ersten feierlichen Töne und die
mächtigen Akkorde den weiten Raum des Gotteshauses erfüllten.

Wolfgang Amadé Mozart, der sich das schwierige Rieseninstrument ohne
Unterricht erobert und auf seiner Reise durch halb Europa auf den
größten und bedeutendsten Orgeln gespielt hatte, zeigte auch hier
seine unübertroffene Meisterschaft. In freier, fantasievoller Schöpfung
reihte er Satz an Satz und Fuge an Fuge.

Danach ließ der junge Bachmann seine Kunst hören. In meisterlich
vollendetem Können brachte er zahlreiche Musikstücke zur Darbietung
und beendete den musikalischen Wettstreit mit dem Vortrag einer gleichfalls
von ihm geschaffenen f-moll-Fantasie.

Am Schluss reichten sich die beiden Künstler die Hände
in gegenseitiger Hochachtung.

Ein Zeitgenosse und Musikkenner schilderte den musikalischen Wettstreit mit den
Worten: "Jeder tat sein Äußerstes, um dem anderen den Vorzug streitig zu
machen und für beide fiel der angestellte Wettstreit sehr rühmlich aus".

So endete jener künstlerische Vergleich in der Biberbacher
Kirche, der lange Zeit unbegründeter Weise nach
Biberach an der Riß verlegt wude, bis es der Mozartforschung
überzeugend gelungen war, den Beweis für den Ort der Veranstaltung in
der Biberbacher Wallfahrtskirche zu erbringen. Leider ist die Orgel selbst,
ein Werk des Augsburger Orgelbauers David Jakob Weidner,
nicht mehr erhalten.












... mehr von der Barockkirche in Biberbach kommt in dieser Woche!




Und wieder ist ein Engerl am Sonntag fällig für  Sabienes  himmlische Aktion:

Engelsfigur im Vorgarten ...









Den Himmel zu erringen ist etwas Herrliches und Erhabenes,
aber auch auf der lieben Erde ist es unvergleichlich schön.

Darum laßt uns Menschen sein.

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756 - 1791), österreichischer Komponist und Musiker



Habt es alle fein, wünscht euch

Heidrun



Kommentare:

  1. Liebe Heidrun,

    herzlichen Dank für deinen schönen Post.
    Das ist eine Meisterleistung.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  2. Was für eine höchstinteressante Geschichte...LG Lotta.

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  3. Vielen Dank für deinen sehr interessanten Engel. Die Aussführung finde ich von der Körperhaltung schon sehr bemerkenswert, ich musste an ein junges Mädchen denken, dass auf den Bus wartet ...
    LG
    Sabienes

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  4. Liebe Heidrun,
    ich spreche dir für diesen Post ein ganz hohes Lob aus.
    Wenn ich nicht so weit entfernt wohnen würde, würde ich mir
    ein Mozart-Wochenende gönnen. Danke für deine enorme Arbeit.
    Einen schönen Restsonntag wünscht Dir
    Irmi

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  5. Liebe Heidrun, danke für diesen interessanten Bericht.
    Mozart war echt ein Wunderkind, was der alles konnte.
    Aber ich bin Groh, dass ich nicht Sopran singe, denn er hat recht hoch komponiert. Wir haben schon etliche Stücke von ihm gesungen.

    Ob Bachmann auch mal so berühmt war?
    Der Engel schaut ja sehr zu Erde, so kommt es mir vor, ist das so?
    Eine ungewöhnliche Haltung, oder aber er schaut ursprünglich auf jemand unter ihm.
    Liebe Grüße Bärbel

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  6. Ein interessanter Beitrag mit vielen schönen Fotos - wieder Neues von früher erfahren !
    Schöne neue Woche,
    Luis

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...Danke für Deine netten Worte!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...