28. Juli 2013

On Tour ...

... zur Furthmühle bei Egenhofen - Technisches Museum, Mühle, Denkmal und Café ...

Wir genoßen das Kaiserwetter für unseren Roller-Ausflug, tranken vor Ort Kaffee
im Café "Mahlgang" und bekamen einen schönen Kuchen.

Vor allem jedoch die Führung durch die Mühle hat mich persönlich
beeindruckt: Herrlich in die Kühle dieser ur-uralten Mühle zu tauchen
und deren Geschichte zu erfahren ...

... Erwähnt wurde die Furthmühle erstmals 1158 in den alten Chroniken.

Das Bild der seitlichen Eingangstür ist verlinkt und führt auf die
Wikipedia-Seite!

... Klick auf das Bild ...




Wir durften hinter die Kulissen treten und uns ein Bild von dem
Mühlenbetrieb der damaligen Zeit erschließen.



 Ein Müller war zu der damaligen Zeit rund um die Uhr
im Einsatz, daher wohnte und schlief er auch in der Mühle.


Bereits "modern" ausgerüstet mit Telefon, war der Müller vom
Herrenhaus stets erreichbar.



Dieser vermeintliche Hocker wurde uns erklärt,
war das "stille" Örtchen in der Mühle
in der Stube des Müllers.


Wir stiegen mit der Gruppe und unserem Führer (einem pensionierten Müller)
durch die ganze Mühle, die sowohl verschiedene
Getreidesorten immer noch mahlt, als Gewürzmühle zeitweise
und auch als Sägewerk arbeitet.






Verschiedene Mühlsteine für die unterschiedlich feinen Mahlgänge und jeweils
entsprechend für die eine oder andere Getreidesorte.






Was wie ein Sekretär aussieht, entpuppte sich als Schüttelapparat:
Hier wurde jegliches Mehl aus den Säcken gerüttelt, man wußte ob
der Sparsamkeit bzw. gegen Verschwendung einzuschreiten!






... nicht mein Mann, sondern ebenfalls ein Besucher ...

Die Räume: Durchdacht und bis in jeden Winkel sinnvoll genutzt. 




Moderne Zeiten in der Mühle ...






Hier sind die leeren Mehlsäcke zu sehen, die der Müller schleppen
mußte und die vom Material aus einer guten Leinen- / Baumwollmischung
bestehen. Sie mussten sehr strapazierfähig sein!

Was mich so beeindruck hat, war eben auch die Aussage unseres Müllers,
dass die Anlage vollkommen ruhig läuft: Man hatte einmal ein Glas Wasser
auf die Holzdiele während des Mühlenbetriebes gestellt, um dies zu testen!

Nichts wäre verschüttet worden und das Glas Wasser würde in einer
modernen Anlage sicher vibrieren.




Das Klöckchen schlug an, wenn ein Mahlgang beendet war.









Hier wird uns der Elevator vorgeführt, den es bereits in der Mühle
gegen 1860 erstmalig gab und der immer noch betriebstüchtig läuft!





... hier ist nun mein Schatz zu sehen  -  wenn auch nur von hinten!




Schön war dieser Blick in die vergangene Zeit.


Eine Zeit, die sicher beschwerlich
anmutet aber einen eigenen, ruhigeren Takt aufzeigt:
Die Dinge hatten im Leben der Leute ein anderes Gewicht.



Natürlich sollte das fertige Produkt nicht fehlen: Daher füge ich doch noch dieses Bild
nachträglich mit ein.




Zum Abschluß, weil es heute wieder so extrem heiß ist, ein
mir scheint passendes Gedicht dazu ...

Hitzezeit 

Die zarten Cirrusweben, die dort schweben,
ein Hauch im hellen Sommerhimmelblau,
versprechen uns, es könnt’ bald Regen geben,
und endlich sei vorbei der Hitze Stau.

Die heiße Luft aus fernem Afrika,
die hier in unsre Zone eingedrungen,
zeigt Klimaphänomene, die nun nah
auch unser Leben prägen, kurz bezwungen.


Bewunderung für jene Menschen wächst,
die immer diese Hitze dort ertragen.
Ermüdet man hier schon nach Kühlung lechzt,
obwohl dies’ Wetter herrscht kaum vierzehn Tage.


Doch pendelt sich der Klimawandel ein,
wird ’s hier so heiß für lange Zeiten sein.


© Ingrid Herta Drewing

Danke erneut, liebe Dichterfreundin für dieses wunderbare Gedicht!
Der Titel ist übrigens wieder verlinkt, auf die Website. 

Habt es alle fein!




Kommentare:

  1. Das sind wahrlich sehr schöne Fotos und mir gefallen die Details und die Fenster.
    In meiner Gegend kann man auch Mühlen anschauen, habe ich bislang aber immer von außen getan.

    Grüßle ♥ Mathilda

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    1. Danke, liebe Mathilda, es war auch ein gelungener Ausflug und vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, dass Du die eine oder andere Mühle bei Dir einmal besichtigst?! Kann's nur empfehlen ;)

      Herzlichst zurück gegrüßt, Heidrun

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  2. Mühlen sind so etwas ganz eigenwilliges. Ich habe auf Föhr und anderswo im Norden schon einige besucht. Und im August fahren wir wieder nach Kappeln an der Schlei. Da steht die Mühle Amanda, sie beherbergt das Standesamt, die Touristeninfo und man kann sich mit seinem >Notebook in ein Eckchen setzen und hat WLan. Herrlich. LG Margarethe

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    1. Schön, dass es diese Bauten noch gibt und sie auch von Menschen liebevoll in Betrieb gehalten werden! Deine genannte Mühle Amanda klingt auch so interessant ... leider ist Kappeln (habe gerade gegoogelt) nicht gerade um die Ecke für uns und unerreichbar für eine Rollertour aber die Baltic Sea wollte ich schon längst besuchen .... Dann allerdings mit dem Zug oder Auto.

      Herzliche Grüßle von Heidrun

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  3. Immer wieder schön so eine Reise in die Vergangenheit - da lacht mein nostalgisches Herz ;-)
    Danke fürs Mitnehmen, das war sehr interessant - tolle Fotos!
    Lieben Gruß
    Kerstin

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    1. Ja, Kerstin, mir geht es da genauso: Der Besuch dort war ein Eintauchen in eine ferne, vergangene Zeit und die Führung durch die Geschichte der Mühle und der Arbeit des Müllers so spannend und bereichernd ... :)

      Herzliche Grüßle von Heidrun

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  4. A wonderful tour of the old mill. I love all the wood, the thick walls, the old tools and machines, the linen/cotton bags. Everything seems so natural, simple and beautiful.

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    1. Thank you, dear Karen and yes it was a lovely Day in The mill :)

      Cheers, Heidrun

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  5. Danke schön für die Mühlenführung! Das "Trinkgeld" ist mir leider in den Mühlbach gefallen.
    Ein schönes Wochenende,
    Luis

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    1. ... eine besser zwei Kugeln Eis sind auch in Ordnung ;)

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...Danke für Deinen netten Kommentar!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...