1. Mai 2013

Walpurgisnacht ...

... schnell, schnell ...

Alles wegräumen, was irgendwie beweglich.
In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai  ist die sogenannte Freinacht
oder eben auch Walburgisnacht.

Hier in der Umgebung "feiert" dies die jugendliche Bevölkerung voller Hingebung.


Die Tageszeitung berichtete in der gestrigen Ausgabe darüber und
auch im Radio wird einiges erzählt ...

Wir arbeiteten am Tag der Arbeit.

Mein Mann im Büro, in der Firma und ich im Garten.

Langsam wächst unser Rhabarber und mit meiner Kräuterecke
geht
es auch voran.



Der Unfug hier ringsherum hielt sich in Grenzen:
Toilettenpapier und
Rasierschaum waren zu sehen an Fahrzeugen,
an Mülltonnenhäuschen
und an Gartenzäunen.

... Nachgelesen

Unter den fachkundigen Historikern prahlen zwei Erklärungen aufeinander,
die den Ursprung der Freinacht nachweislich erklären sollen. 

Einerseits, soll dies die Zeitenwende im bäuerlichen Kalender sein.
Der 1. Mai galt als Beginn des Sommerhalbjahres. An der Nahtstelle zwischen
Sommer und Winter, so der Glaube, treiben böse Geister und Hexen ihr Unwesen.

Die gilt es mit Feuer und Lärm zu vertreiben. Daher wird die Freinacht auch
häufig als Walpurgisnacht bezeichnet, in der schauerliche
Hexen ihren Sabbat feiern.


Andererseits: Der 1. Mai war viele Jahrhunderte lang der Tag der Musterung.
Belege dafür reichten bis ins Mittelalter zurück. Die jungen Burschen haben vor
jenem Tag das getan, was sie auch heute noch tun.
„Sie haben es krachen lassen.“ 

Wie sich daraus die Streiche entwickelten, ist denkbar profan.
Die angehenden Soldaten tranken einen über den Durst und trieben
anschließend Unfug

Wir kennen es auch so: Der Maibaum, meist eine Birke, ist zugleich
Fruchtbarkeitssymbol und Darsteller des Weltenbaums. Zu Walpurgis
werden traditionell die Maibäume aus dem Wald in den Ort geholt, um
sie der Liebsten vor das Haus zu stellen.


Wie immer:
Unterstützung bei meiner Gartenarbeit von Luzie, der kleinen Wühlmaus.
Fanny hielt sich zurück, die andere Mieze blieb lieber im Haus.
Nebenan tobten Kinder und das lautstarke Geschrei mag
unsere alte Dame nicht haben.



Habt es alle fein, wünscht

Heidrun



 

1 Kommentar:

  1. Ich hoffe, ihr und dein Garten hat die Feierlichkeiten gut überlebt. Walpurgisn8 ist ja auch schon wieder fast 3 Wo her. Bei uns ist jetzt gerade wieder Riesenfest fast vor der Haustür. Auf dem Weg (Kampf durch die Menschenmenge) nach Hause haben wir 4 Freipinkler gesehen. Wären wir vom Ordnungsamt, hätte da 120,-€ eingebracht. Möchte nicht wissen, wie sehr einige Vorgärten, Blumenkübel... mit Urin verseucht werden.
    Ich sende dir liebe Grüße und wünsche schöne Pfingst-Tage!
    Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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