21. Mai 2013

Pfingsten .... No. XXL

Ruhige Pfingsten: Geliebter Ehemann verwöhnte frau (... nach dem unglücklichen Ausrutscher noch vor den Feiertagen ...) XXL-mässig!

Also wurde(n) ...

   der Roller-Ausflug --------------  gestrichen
   Besuche -------------------------- gestrichen
   üppige Mahlzeiten kochen ----  gestrichen 
                                        etc.


Aber zum Kuchen-Essen mit Earl-Grey-Tee reichte die Kraft dann
doch wieder am Sonntag!

Und frisch gestärkt am Nachmittag
für eben diese Bilder ...




  


Cafè Boheme, Augsburg


... Rhabarberkuchen im  XXL-Format  auf extra länglichem Teller ...




Gegenüber der (ehemaligen) Komödie,  liegt das Cafè Boheme mit
hausgemachten
Kuchen und Torten in einem der schönsten Ecken Augsburgs.


Blütenpracht inmitten der Stadt ...



    ... und leidende Gebäude




Die Komödie (Gignoux-Haus) beherbergte bis vor zwei Jahren eine

Spielstätte der Städt. Bühnen von Augsburg, dem Theater.

Vor über dreissig Jahren gehörte ein Jahr Tätigkeit bei den
Städt. Bühnen zu meiner Praktikumszeit und ich war damals
mit dabei
auch bei einer Aufführung von Dario Fo / Franca Rame

Kinder, Küche, Kirche 
(... auch genannt die drei K ...)

Dario Fo ist ein italienischer Theaterautor, Regisseur, Bühnenbildner,
Komponist, Satiriker und Schauspieler.
Er revitalisierte Methoden der Commedia dell'arte.
1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Franca Rame ist eine italienische Theatermacherin und war
von 2006 - 2008 Mitglied des italienischen Senats in
der Partei Italia dei Valori.




Das überaus reich verzierte Gebäude am Vorderen Lech wurde ursprünglich
als Fabrik genutzt. Bauherr des repräsentativen Palais am Vorderen Lech
war Georg Christoph Gleich, der Anna Barbara Gignoux, die Witwe des
Augsburger Kattunfabrikanten Johann Friedrich Gignoux, geheiratet hatte.

Gleich beauftragte im Jahre 1764 den Architekten Leonhard Christian Mayer
mit der Errichtung eines Manufakturgebäudes im Augsburger Lechviertel.




Die für diesen Bau benötigten Kredite überstiegen jedoch die Finanzkraft,
so dass er 1770 seinen Konkurs anzeigen musste. Nach seiner Flucht aus
Augsburg durfte seine Frau die Manufaktur im Namen ihrer Kinder aus
der ersten Ehe weiterführen.

Es gelang ihr schließlich, das später so genannte Gignoux-Haus 
wieder in ihren Besitz zu bringen.

Leonhard Christian Mayer schuf mit dem Gignoux-Haus ein palaisartiges
Schmuckstück im zeittypischen Stil des Rokoko, wobei er mehrere
bestehende Gebäude zusammenfasste.




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 Bei Madam Tamtam vorbeigelaufen, lenkten wir unsere Schritte weiter
durch die Altstadt.



      ... um noch vom Hinteren Lech zu erzählen ...


Harte Zeiten mit drastischen Massnahmen.


Nachgelesen im Stadtarchiv (gibt es seit kurzem) und andere mündliche Quellen, ältere Leute eben, die dies im Heimatkundeunterricht noch lernen mussten.


Die Märtyrersynode war eine Vereinigung süddeutscher, schweizerischer und österreichischer Täuferführern.
Das Treffen fand vom 20. bis 24. August 1527 in Augsburg statt.

Ziel dieser Zusammenkunft, die aus rund 60 Abgesandten verschiedener
Gruppen bestand, war es, in den zentralen täuferischen Lehrauffassungen
zwischen den pazifistischen Schweizer Täufern des Schleitheimer Bekenntnisses
und den apokalyptisch-militanten süddeutschen Täufern um Hans Hut
(die Hutterer gibt es heute noch) zu einer Übereinstimmung zu kommen.

Folge des Treffens war die Entsendung von Predigern und Sendboten in die jeweiligen Gebiete. Die Bezeichnung Märtyrersynode rührt daher, dass etliche Teilnehmer der Zusammenkunft nur kurze Zeit später den Märtyrertod erleiden mußten.

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Und einmal steht das Herz am Wege still

Häuser und Mauern, welche die Menschen überdauern,
Bäume und Hecken, die sich über viele Menschenalter strecken,
Dunkel und Sternenheer, in unendlich geduldiger Wiederkehr,
Kamen mir auf den Hügelwegen in der Sommernacht entgegen.

Nach der Farbe von meinen Haaren, bin ich noch der wie vor Jahren,
Nach meiner Sprache Klang und an meinem Gang
Kennen mich die Gelände und im Hohlweg die Felsenwände.

Viele Wünsche sind vergangen, die wie Sterne unerreichbar hangen,
Und einmal steht das Herz am Wege still,
Weil es endlich nichts mehr wünschen will.

Max Dauthendey

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Das reichte dann und außerdem wurde es immer windiger und kälter.








Wir wollten nach Hause zu unseren beiden
kleinen Lieblingen.

Habt es alle fein,

Heidrun







 




Kommentare:

  1. Freut mich, dass Du nun doch noch etwas unternehmen konntest. DAS Stück Kuchen hätte ich auch gern gehabt ;)
    Danke für die schönen Bilder von Augsburg.
    Auch die Geschichte von den Märtyrern fand ich interessant, frage
    mich jetzt nur sehr wahrscheinlich die nächsten Nächte, was denn
    wohl mit dem Herrn Daucher passiert ist...
    Das Gedicht fand ich auch sehr schön, dankeschön.

    Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung
    Sigi

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    1. Ja, Unkraut vergeht nicht. Ausserdem war ich fleissig in den vergangenen Wochen und dann will ich auch e t w a s unternehmen und Kuchen essen ist immer schön. * Lach *

      Denn Herrn Daucher? Na, ich fürchte der Herr Daucher gehörte zum Kreis der peinlich befragten Personen, er wird nicht weiter erwähnt. Bekannt sind die Daucher wegen ihrer Schnitzkunst, er ist als Bildhauer der Frührenaissance namhaft.
      Gedichte von Max Dauthendey mag ich so sehr, ob ihrer Melodie in den Zeilen, geeignet zum laut Lesen ...

      Danke Dir, Du Liebe für Deine guten Wünsche --- Heidrun

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  2. Allu Heidrun, (◠‿◠)
    Deine Google+ stimmt nicht. Dort sieht es aus, als wäre Walpurgisn8 /day after dein letzter Post.
    Schön, dass du die Kraft zum Kuchen essen noch hattest, denn der sieht ja oberlecker aus.
    Diese lilafarbene Blüte vom Rhododendron habe ich gestern auch fotografiert. hihi
    Ansonsten schöne Bilder. Das Gebäude finde ich auch beeindruckend.
    Oberfetter xoxo, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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    1. Liebe Wieczora,
      bin immer richtig dankbar, ob der Hinweise, wenn ein Link nicht passt oder so ... Mit Google+ bin ich noch nicht so fit -- Muss frau noch ein wenig üben * gg *

      Beim Fotografieren des Rhododendron musste ich an Dich denken! Stell` Dir vor -- wegen Deinem schönen Post unlängst.

      Südliche Grüßle, Heidrun ● ● ♥ ♥ ❤

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  3. Hallo Heidrun,

    soso Rhabarberkuchen XXL, das café mus ich mir merken, und mal unsere Bekannten fragen, die dort wohnen, ob sie da auch schon eingekehrt sind? Augsburg hat viele interssante Ecken, aber früher ging es dort ganz schön brutal zu - das gute alte Mittelalter war gar nicht zimperlich...

    ich hoffe, du hast dich von deinem Ausrutscher erholt und bist fit für die Arbeitswoche,

    liebe Grüsse Kalle

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    1. Danke, Kalle für Deine guten Wünsche, sind sehr willkommen ... Bin reich mit Temperament ausgestattet, so dass ruhiges Sitzen absolut nichts für mich ist!
      Ja, das Café Boheme können wir weiter empfehlen ... Neben dem "Bauerntanz" schräg gegenüber der ehemaligen Komödie.

      Herzliche Grüßle zurück, Heidrun ✿ ✿ ✿

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...Danke für Deine netten Worte!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...