1. April 2013

Ostermontag ...

... und gleichzeitig auch der erste April!

Seit ihr alle bereits in den April geschickt worden?
Wird dieser alte Brauch überhaupt noch gepflegt?


April, April ... der weiß nicht was er will  - ein [Kinder-]Reim und altbekannt. 
Heute nach dem Festtagsrummel ein wenig Ruhe. 
Das ist schön ....
 und die Sonne lässt sich endlich auch einmal blicken.


Heute mache zum ersten Male beim  Montagsherz  mit 
gsehen bei Frau Waldspecht und ich biete dazu
mein Kuchenherz an, das ich für meinen Göttergatten gebacken habe.

... ein Klick auf das Bild für weiteres ...

 ... meine Recherche ergab ...

Nach der Überlieferung kam die Redensart „jemanden in den April schicken“ hier bei uns 1618 erstmalig in Bayern vor. 

Mit den europäischen Auswanderern gelangte diese Tradition bis nach Nordamerika. Der Begriff des Aprilscherzes, bürgerte sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Dazu beigetragen haben einmal mehr die Gebrüder Grimm, die in ihrem eigens erstellten Deutschem Wörterbuch von 1854 ist zwar der Aprillsnarr verzeichnet, noch nicht aber der Aprilscherz.




Wie es dazu kam, dass der 1. April zum Tag für besondere Scherze wurde, ist bislang unbekannt. Gesichert ist dem Theologen Manfred Becker-Huberti zufolge einzig, dass es schon im Volksglauben der Antike eine Vielzahl von angeblichen Unglückstagen gab, zu denen regelmäßig auch der 1. April zählte. 

Häufig werden auch diese - jedoch ungesicherten - Erklärungen geliefert:

  1. Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer Münztag ausgeschrieben wurde. Als der erste April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht.
  2. Angeblich bat an einem ersten April ein junges Mädchen, dessen Name unbekannt ist, Heinrich IV., König von Frankreich (gegen 1610), der sich jungen Damen zugeneigt zeigte, schriftlich um ein heimliches Rendezvous in einem diskreten Lustschloss. Als Heinrich zu dem Tête-à-tête erschienen sei, habe ihn überraschend der versammelte Hofstaat begrüßt, vorgestanden von seiner Gemahlin Maria von Medici, welche ihm untertänigst dafür gedankt haben soll, dass er ihrer Einladung zum „Narrenball“ gefolgt sei.
  3. Ein weiterer Ursprung des Brauchs ist auf ein Ereignis während des Achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden zurückzuführen. Am ersten April 1572 wurde Brielle als erste holländische Stadt von den Wassergeusen [niederländisch: watergeuzen und bedeutet soviel wie Bettler auf dem Wasser, also Piraten] erobert. Dem verhassten spanischen Statthalter Fernando Álvarez de Toledo „drehte man daraufhin eine Nase“, was sich bis heute in den holländischen Geschichtsbüchern manifestiert: „Op 1 april verloor Alva zijn bril“ (übersetzt heißt es soviel wie: „Am 1. April verlor Alba seine Brille!“).
  4. Je nach Überlieferung, soll der erste April der Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot, der Jesus Christus verraten hatte, sein. Zudem sei der 1. April angeblich der Tag des Einzugs Luzifers in die Hölle und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse.
  5. Der französische König Karl IX. führte 1564 durch das Edikt von Roussillon eine umfangreiche Kalenderreform durch und verlegte den offiziellen Jahresanfang auf den 1. Januar. In einigen Regionen Frankreichs feierten die Menschen aber – zum Teil aus Unwissenheit – weiter Ende März. Sie sollen als Aprilnarren verspottet worden sein.
  6. Die vor allem in der islamischen Welt bekannte Theorie, führt zum Ursprung des Aprilscherzes die Herkunft auf die Eroberung des letzten maurischen Bollwerks in Granada durch spanische Katholiken zurück. Hier soll dies angeblich am ersten April stattgefunden haben. Diese sei ein Handstreich gewesen, weil die katholischen Angreifer die Pietät und damit die Moral und Kampfkraft der Verteidiger im Laufe der Jahre unterminiert hätten, die dann in einem Zuge, eben in einem „Streich“ am 1. April gemündet sei.

... uns plagt am meisten das Aprilwetter, durch seine Launigkeit ... 

So wünsche ich allen eine kurze und hoffentlich schöne,
sonnige Restwoche

Heidrun



Kommentare:

  1. Google versucht es heute, seine treuen User in den April zu schicken:

    http://www.google.de/intl/de/landing/nose/

    LG
    Sigi

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