22. Januar 2013

Aber hier, wie überhaupt ...

... kommt es anders, als man glaubt.

Kunstgedanken über Buchstaben, Worte, Sätze. Es wird sooo viel geredet - und nichts gesagt! Die Überschrift entlehnt aus einem Gedicht von Wilhelm Busch.

Also mach ich mich selbst auf die Suche. Und plane - in unregelmässigen Abständen - über das Jahr verteilt. Einen Buchstaben zu zeigen ...
Der Buchstabe  A




Stehen wir vor einem Abgrund? Die Rede bezieht sich nicht alleine auf den Euro oder die Situation in Europa. Meine Gedanken beziehen sich auf die Menschen. Werden wir weiter oberflächlich dem kurzen Glück - vorgekaukelt durch eine Teilnahme im Dschungelcamp vielleicht - - - oder gestatten wir uns Anspruch. Den Anspruch nicht alles hinzunehem, den Anspruch zu widersprechen, den Anspruch auf eigene Ideen.

Abgrund

Sieh, wer sich so voll Wachheit selbst betrachtet
und abwägt, jeden Tag, ja, jede Stunde, -
wie sollte der nicht oft ganz Weh und Wunde
und Weinen sein, von Jammer ganz durchnachtet.

Ein Opfer, lebt er, das sich selber schlachtet
und annimmt und verwirft, je nach Befunde,
ein Richter, der sich stumm im Seelengrunde
erforscht und hier sich ehrt und dort verachtet.

Ach, kann, wer solch ein Wild, das selbst sich jaget,
sein Los mit eines Weibes Los versprechen?
er, der da weiss, wie zwölf mal er versaget.

Er würde sie n o c h mehr als sich betrüben;
denn - trüg' sie viel: eins würd' sie ganz zerbrechen:
Dies sein selbst an sich selbst Vergeltung Üben.
                                           Christian Morgenstern
Viel zu düster, viel zu negativ. Die Suche nach einem Gedicht, das sich über den Anspruch zeilenweise ergießt - leider ohne Erfolg. Allein die zeitaufwendige Suche würde früher oder später etwas zu Tage bringen. Oder es fallen mir dazu ein bis zwei Verse ein!?

Aufbruch

Das Insekt, wie frühlingsfertig,
Golden schillernd, schwebt dahin!
Wer der Lenzeslust gewärtig,
Lichte selbst den trüben Sinn!
Auch die Blütenzeit hat Flügel,
Darum auf! durch Tal und Hügel!
                                      Karl Mayer

Ein anderes Schneebild, gesandt von einer lieben teuren Freundin ... mit Ipsy.



 Habt es alle fein, wünscht
Heidrun





















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