21. August 2012

Grillen ...

... sind wieder unterwegs. Eine folgte sogar bis in die Küche ...

Und sitzt frech auf dem Messergriff.
























Und weiterhin ein wunderliches uraltes Gedicht:

An Herrn Hahn

den 22. Juli 1714 - Svidnic in der Amtspredigt

Ich, Blaß, Charisius und der verbuhlte Bock,

Der, weil der Hundsstern brennt, nechst einen Haubenstock
Vor seine Liebste grüßt, sind jezo gleich beysammen,
Die Grillen durch ein Thee bey Knaster zu verdammen,
Da unterdes Herr Scharff noch auf der Canzel schwizt
Und sich um halber zehn durch Lehren starck erhizt.
Wir alle grüßen dich und Wincklern Lobesan,
Und wo der lezte nur vor dem Studiren kan,
So soll er auch einmahl bey einem kalten Schincken,
Kommt's ihn gleich sauer an, auf unser Wohlseyn trincken.

Johann Christian Günther


Wesentlich einfacher und gut zu verstehen dagegen diese Zeilen, wieder eines von Ingrid Drewings wundervollen Gedichten:

Sommermorgen-Idylle

Ein Sommertag im Sonnenkleide
erglänzt in Wiese, Wald und Feld,
und blauer Himmel schirmt die Welt.
Der Tau licht funkelt; sein Geschmeide
aus Perlen Pflanzen wohl gefällt.

Der Lerche dient ’s zum Morgentrunke,
bevor sie sich in Höhen schwingt,
ihr Lied hell in die Lüfte singt.
Die Frösche und im Teich die Unke
still schweigen, hören wie ’s erklingt.

Auch du erfährst es, hingerissen,
wie alles hier sich neu erhebt,
im Lichte krabbelt, läuft, fliegt, schwebt;
die Erde, trunken noch von Küssen
des Morgens, nun erwacht und lebt


© Ingrid Herta Drewing


Wünsche mir und allen, die hier vorbei hüpfen einen schönen Sommerabend

Heidrun

 




Kommentare:

  1. .... Ja, finde ich auch - und er erinnert mich an meine Kindheitstage, die Ferien bei den Großeltern auf dem Lande ...

    Liebe Grüße
    Heidrun

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...Danke für Deine netten Worte!
Ich freue mich über Deinen Kommentar und antworte gern, sobald es zeitlich klappt...