...er bringt Glück ins Haus & einen Kater.
Glücksklee und...
...Jahresbrot
Nicht Ohne Krawumm und Krawall startet das neue Jahr, was uns leid tut. Welch' eine Erleichterung wäre es für die Tiere, für die Natur, für uns - diejenigen, die ohne Reue verzichten können.
Krawumm beziehungsweise Krawall sind jedoch die Begriffe für den Januar 2022. Nun ja, die Begriffe beschreiben zumindest die Anforderung für die neue Runde der Kallizinen, beziehungsweise neu einer kunstfertigen Postkarte, ein Thema, das mir ehrlich gesagt reichlich Kopfzerbrechen bereitet hat und was ich folglich eher lustlos anpacke - bis der zündende Gedanke kam. Krawumm im Stillen ist ein Ding der Unmöglichkeit, da gibt es keine Grauzone, da heißt es entweder ... oder! Was ich da kreativ erzeugte, zeige ich demnächst.
Nostalgie, die ich gerne in meinem Simplicissimus vom Jahrgang 1904 durchblättere, die uns die Zeit interessant vertreibt.
20 2 1
20 22
Euch allen ein unbeschwertes, glückliches und
vor allem gesundes neues Jahr!
Ansonsten verlieh das sich verabschiedende Jahr uns noch den Kontakt mit dem Glück verheißenden Schornsteinfeger ... doch vor allem mit einen beschaulichen schönen Ausflug. Keine erholsame Ruhe (mit diesen Silvester Böllern!) und quietschender Matsch, den der starke Regen bescherte, der Gummistiefel verlangte und trotzdem einige Momente der Beschaulichkeit.
Der Weg führte uns einmal mehr in den Nordosten von Augsburg, zunächst nach Heimpersdorf zum Essen und danach zur Eiskristallkrippe nach Baar. Auf dieses eisige Kunstwerk berichtete die Tageszeitung, ergo musste ich mir das anschauen.
Meine Recherchen erstaunten mich selbst, zunächst starte ich hier mit...
Heimpersdorf
Der idyllische Ort liegt geographisch eingebettet nahe von der Ortschaft Baar im Tal der sogenannten Kleinen Paar auf der Hochfläche des Unteren Lechrains der Aindlinger Terrassentreppe. Uff, diese Informationen mussten sich erst einmal setzen, bis ich mich dann weiter vertiefte.
Ich erfahre, dass der kleine Weiler Heimpersdorf erstmals gegen 1280 im Wittelsbacher Urbar erwähnt worden war und zwar unter dem Namen Heimprehstorf, also Dorf des Heimprecht. Es gehörte stets zum Landgericht Rain. Als Grundherren galten die Herzöge (beziehungsweise Kurfürsten) von Bayern in Gestalt des Kastenamts Rain und der Hofmark Unterbaar.
In unmittelbarer Nähe von unserem besuchten Landgasthof (hier findet der Gast beispielsweise eine extrem köstliche Suppe für sagenhafte zwei Euro, die an die Küche meiner Großmutter erinnert - es ist jedes mal ein kulinarisches Erlebnis) steht die katholische Filialkirche St. Johannes Baptist. Sie gehört zur Pfarrei Sankt Michael im Nachbarort Osterzhausen. Bei der Kirche handelt es sich um eine sogenannte Chorturmkirche.
Der Turm stammt von 1520, das Kirchenschiff um 1670. Dieser spezielle Bautyp entstand übrigens in der Zeit der Romanik und war im Mittelalter vor allem in ländlichen Gegenden in Mittelhessen, in Thüringen, Sachsen, Mittel- und Süddeutschland, im Elsass, in Österreich und in Skandinavien bei kleineren Kirchen verbreitet. In manchen Gegenden hielt sich diese Form allerdings über das Ende des Mittelalters hinaus.
In der kleinen Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes von Lechlingszell, die vom Kloster Thierhaupten erbaut worden war, befindet sich eine außergewöhnliche Pietà von 1720!
Doch eigentlich schweife ich ab, es soll ja die Krippe aus Eis im Mittelpunkt sein.
Nach dem feinen Essen in angenehmer Atmosphäre fuhren wir entsprechend zu der Wallfahrtskirche Maria im Elend.
Baar
...mit der Wallfahrtskirche Maria im Elend und hier speziell der Eiskristallkrippe von Klaus Grunenberg lockte uns eine zur Saison passende Attraktion.
Die Krippe, die bis zur Schmelze als zusätzlicher Anziehungspunkt für Spaziergänger rund um die Wallfahrtskirche Maria im Elend war bald gefunden!
Die Ortschaft Baar entstand im Übrigen etwa gegen 500 v. Chr., wahrscheinlich jedoch nach neueren Veröffentlichungen, schon gegen 800 v. Chr. als keltische Siedlung. Spuren haben die Kelten u.a. in Form von Grabbeigaben hinterlassen, wie sie immer wieder in den Neubaugebieten am westlichen Ortsrand gefunden werden, hinterlassen.
Die Wallfahrtskirche liegt vor dem Ort. Entgegen anderslautenden Erklärungen beruht der Zusatz „im Elend“ nämlich nicht auf dem zwischenzeitlichen Verfall der Kapelle. Althochdeutsch gibt es das Wort
elilenti
Was so viel wie „ferner, abgelegener Ort“ bedeutet.
Oder abgeleitet als „Ausland“ (vergleichbar mit dem Ort Elend im Harz). Der Name weist demnach auf die dezentrale Lage der Kapelle hin.
Wir fädelten den Wagen auf dem schmalen Waldweg ein und landeten nach mehreren Ausweichmanövern wegen dem Gegenverkehr plötzlich auf einer Lichtung mit einem Parkplatz vor der angepeilten Kapelle.
Der Platz nebst dem Fussweg zeigten sich garstig morastig, da der sonst übliche winterliche Einfluss, sprich der Schnee mit gefrorenen Böden, fehlte.
Die Eiskrippe war schnell im Blick erfasst in unmittelbarer Lage seitlich der Kapelle und beeindruckte uns. Wir verharrten andächtig und fuhren mit äußerst dreckigen Schuhen aber zufrieden nach Hause.
Sonst so...
Da wäre noch der nostalgische Fernseher zu erwähnen, den ich hier zeigen darf. Mein Freund aus Kindertagen hatte ihn erworben, restauriert und zum Laufen gebracht - und mir dieser Tage das Bild samt Videoclip übermittelt.
Was mich begeistert!
Gleichwohl nutzte ich die Blogabstinenz, um mir inhaltlich als auch gestalterische Ideen für meine Posts in 2022 durch den Kopf gehen zu lassen.
Die MENSCHENsKINDER führe ich weiter, allerdings in adaptierter Form.
Ein wesentlicher Schwerpunkt wird in diesem Jahr meine schwäbische Umgebung sein und daher fallen auch die Zitate in dieser hier typischen Mundart aus.
Keine Sorge, eine jeweilige Übersetzung liefere ich selbstredend mit. Oder erratet ihr was hier gemeint ist? Wollen wir einfach mal versuchen, ob ihr dahinter kommt?
Der Text klingt kryptisch, ist den Leuten vom Maul abgeschaut.
Das erste, was uns allgemein auffiel, als wir vor ewigen Zeiten von München hierher zogen, war das harte rollende "R" der Augsburger.
Um den vielfältigen Anhängen des typischen Dialekts, erzähle ich Dir von einem Beispiel. Es wird aus dem Tisch ein Tischle oder aus dem Buch ein Büchle - was eine verniedlichende Verkleinerungsform darstellt, entsprechend den eher kleinwüchsigen Menschenschlag. Früher waren die meisten Menschen überhaupt einen Kopf kleiner, was sicher auch mit der Mangelernährung im Zusammenhang gesehen werden darf. Doch der Ur-Augsburger als solcher war nochmals um einiges kleiner.
Als häufigster Gebrauch steht "sch" statt "s", zum Beispiel "hascht" statt "hast" oder eine Abschwächung der Konsonanten "t", "k" und "p", zum Beispiel "Schdual" anstelle von "Stuhl", eine größere Anzahl an verschiedenen Vokalen als im Hochdeutschen.
Aber vornehmlich dieses harte "R".
Danke für deine lieben Zeilen & Wünsche bei mir. Ich schicke mit diesem Kommentar welche retour in Richtung Süden.
AntwortenLöschenAlles, alles Gute für 2022!
❤️lich
Astrid
Liebe Heidrun,
AntwortenLöschenich wünsche dir ebenfalls ein frohes und gesundes neues Jahr 2022 und habe gerade die schöne Eiskrippe bewundert...so schön, aber auch vergänglich, denn sicher ist es bei euch auch frühlingshaft warm geworden? Hier kommen wir auf 14,3°C und werden die laue Luft bei einem Spaziergang genießen.
Mit Freude an deinen nostalgischen Eindrücken wünsche ich dir einen entspannten Neujahrstag.
Lieben Gruß von Marita
Bei uns würde die Eiskrippe wohl nicht lange halten, wir haben Plus Grade im zweistelligen Bereich.
AntwortenLöschenSchön um das neue Jahr bei Sonnenschein in der Natur zu begrüssen.
Dir wünsche ich ein erfolgreiches 2022.
L G Pia
Dialekte sind einfach schampar interessant. Das -e ist bei uns ein -i. Und die Appenzeller sind angeblich die Kleinsten in der Schweiz. ;-) Ein frohes 2022! Liebe Grüsse von Regula
AntwortenLöschen...WOW, what a TV!!! Stay healthy and happy in 2022.
AntwortenLöschenHeidrun - what a fascinating nativity made of ice! It is a shame it will disappear as the weather warms, but it is not so different from all of us putting away our Christmas decorations at the end of the season. I have no specific New Year resolutions other than to act with kindness and compassion to all occupants of the Earth! Thanks for linking to Mosaic Monday!
AntwortenLöschenLiebe Heidrun,
AntwortenLöschenwieder wunderbare Einblicke hast du in das neue Jahr eingebracht.
Eine Krippe aus Eis, etwas Besonderes.
Interessant wie immer folgte ich deinen geschriebenen Worten.
Ich wünsche dir und deinem Mann ein gesundes und erlebnisreiches
neues Jahr in Positivem Sinne, nichts möge euer Leben trüben.
Sende liebe Grüße in den Tag, Lissi
Liebe Heidrun,
AntwortenLöschenich wünsche Dir und Deinen Lieben ein gutes neues Jahr. Glück, Zufriedenheit, Zuversicht und alles was auch Ihr Euch wünscht.
Ich bin ganz begeistert von dem Fernseher und von Miss Marple ... ach wie ich die früher geliebt habe und auch immer noch mal wieder gerne schaue,
liebe Grüße
Kirsi
We love those old Miss Marple movies! Wish they made more mysteries without all the violence! Love the frosty leaves you showed too. Happy new year my friend!
AntwortenLöschenThank you for sharing at https://image-in-ing.blogspot.com/2022/01/some-seasonal-memories.html
AntwortenLöschenBe safe and well.
...thank you
LöschenHappy New Year to you, too!
AntwortenLöschenThanks for sharing your link at My Corner of the World this week!
A beautiful post. I love the old movies and the old TV is amazing. Wishing you all the very best for 2022.
AntwortenLöschenHappy and healthy New Year, Heidrun! Wonderful photos. The nativity made of ice is very unique. My only resolutions are to be more grateful and share more kindness.
AntwortenLöschendir auch noch ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr
AntwortenLöschensehr interessante Objekte hast du uns vorgestellt
der Fensehen ist ja spitze
aber auch die Krippe ist immer noch sehenswert
wenn auch angetaut ;)
liebe Grüße
Rosi