Rock Me Amadeus

...oder Mozart hoch Drei: ein Konzert der Spitzenklasse

Am 20. Januar 2019 hieß es um 17 Uhr im Hotel Drei Mohren in der
Maximilianstraße 40 in Augsburg anwesend zu sein: meine liebe Freundin
und ich sind dem Ruf gefolgt und wurden nicht enttäuscht!
Es war eine grandiose Geburtstagsfeier für Leopold Mozart, dessen
300jähriges Jubiläum gefeiert wurde.

Happy Birthday, Mozarts

Die Familie Mozart im Hotel Drei Mohren. 
Musik von Vater, Sohn und Enkelsohn

Mit einem Geburtstagsfest der besonderen Art wurde in Augsburg das
Leopold Mozart Jubiläumsjahr vom Leopold-Mozart-Zentrum eröffnet.

Wie jedes Jahr um die Zeit des Geburtstages vom Sohn Wolfgang gibt es
ein sogenanntes „Familienkonzert“. Junge Solist*innen des CONCERTINO
Ensembles des LMZ spielten, wie eingangs erwähnt im hiesigen Hotel
Drei Mohren, ein Ort, an dem Vater Leopold bereits übernachtete,
musikalische Juwelen, die den Bogen über drei Generationen spannen.

Daher auch die Überschrift: Mozart hoch Drei!



Es erklangen u.a. die Serenata notturna KV 239,
das Violinkonzert in D-Dur KV 211 sowie auch
die Ouvertüre zu „Die Hochzeit des Figaro“,
in einer Quartett-Fassung, wie sie bereits vor 1800 gespielt wurde.


Publikum und Gäste durften einen Überraschungsgast begrüßen…

...der Überraschungsgast interpretierte auf seine Weise eine moderne
Variante auf der Violine, was mich in Erstaunen versetzte und nicht
nach meinem Geschmack war.



Es ist soweit und es heißt  Mosaik Monday
- Mosaic Monday a weekly meme where we get together to share our photo mosaics -

Leopold.

Leopold Mozart kam in Augsburg - im heutigen Mozarthaus - als Sohn des Buchbinders Johann Georg Mozart (1679–1736) und dessen zweiter Frau Anna Maria Sulzer zur Welt, und wurde in St. Georg auf die Namen Johann, Georg und Leopold getauft. Er besuchte das Jesuitenkolleg St. Salvator in Augsburg und studierte ab Dezember 1737 in Salzburg Philosophie, wo er im Juli 1738 den Grad eines Baccalaureus verliehen bekam. Das Studium der Jurisprudenz, für das er sich dann einschrieb, brachte er aber nicht zu Ende, da er inzwischen wohl
mehr an der Musik interessiert war. Der Augsburger Patrizier und spätere
Bürgermeister Jakob Wilhelm Benedikt von Langenmantel war einer seiner
Jugendfreunde und Kommilitonen. 1740 wurde Mozart zunächst Geiger und
Kammerdiener des Reichsgrafen und Salzburger Domherrn Johann Baptist von Thurn und Taxis. In den folgenden Jahren erklomm Leopold Mozart nur langsam die Karriereleiter in der Salzburger Hofmusik.

Über das Amt des Vizekapellmeisters kam er dabei nie hinaus. 1743 wurde er
unter Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian (reg. 1727–1744)
zunächst als vierter Violinist in die Salzburger Hofkapelle aufgenommen.

1743 erschien sein Name in den Weihnachtssalzlisten. Ab 1744 war er als
Mitglied der Hofkapelle im Hofkalender eingetragen.
Im selben Jahr unterrichtete er auch die Kapellhausknaben im Violinspiel.
Ab 14. Mai 1746 erhielt er monatlich zunächst fünf, später elf bzw. zwanzig
Gulden Besoldung. 1747 wurde er zum „Hof- und Cammer-Componist“
ernannt. Als Musiker war er ein Meister an der Violine und auch der Orgel,
er schuf im Übrigen zahlreiche eigene Kompositionen.

Die Schlittenfahrt

Rondo a la turca


Allgemein liegt der Fokus natürlich auf dem unnachahmlichen musikalischen
Genie von Wolfgang Amadeus (Amadé) Mozart. Dabei spielte für ihn, wie
auch für dessen Schwester Nannerl die Familie eine enorme Rolle, wie
jeweils im Vortrag zwischen den Musikstücken, den verschiedenen
unterhaltsamen Anekdoten während des Konzerts vorgetragen wurde.

Beispielsweise kümmerte sich der Vater strengstens und nachhaltig um das
große Talent des Sohnes. Was fast zum gesundheitlichen Ruin des Kindes
Wolfgang geführt hätte. Doch insbesondere die Mutter trug liebevoll zum
Erfolg bei.

Insgesamt ist der Familienzusammenhalt im regem Briefwechsel innerhalb
der Familie dokumentiert.

Amüsant dabei sind die mitunter derben Wortfindungen, die durchaus typische Redeweise dieser Epoche: man nahm kein Blatt vor den Mund. Mozart war ein
Kind seiner Zeit, ein Kind des Volkes mit skurrilen Gedanken.
Briefe, die mit Allerliebstes bäsle häsle... beginnen und
beim Vortrag verlesen worden waren.

Das Wunderkind.


Wolfgang Amadeus Mozart kam am 27. Jänner 1756 um acht Uhr abends in
Salzburg in der Getreidegasse 9 im sogenannten Hagenauerhaus auf die Welt
und wurde am nächsten Vormittag um zehn Uhr im Salzburger Dom von
Stadtkaplan Leopold Lamprecht auf die Namen Joannes Chrysostomus
Wolfgangus Theophilus getauft (an anderer Stelle steht er anders, nämlich
Joannes Chrisostomus Wolfgang Gottlieb). Er wurde Wolferl, Wolfgang,
oder auch Woferl gerufen. Das Wolferl war das siebte Kind seiner Eltern,
aber erst das zweite, das überlebte.

Seine Geschwister hießen Johannes Leopold Joachim (* 1748, starb im
sechsten Lebensmonat), Maria Anna Cordula (* 1749, wurde sechs Tage alt),
Maria Anna Nepomucena Walburga (* 1750, starb im dritten Lebensmonat),
Maria Anna Walburga Ignatia – das Nannerl (* 1751, wurde 78 Jahre alt),
Johann Bap. Karl Amadeus (* 1752, wurde nicht ganz drei Monate alt) und
Maria Crescentia Franziska de Paula (* 1754, starb im zweiten Lebensmonat).
Sein Vater war der aus Augsburg zum Studium an der Benediktineruniversität
(1622–1810) nach Salzburg gezogene, fürstbischöfliche Kammermusikus (ab
1757 Hofkomponist und ab 1763 Vizekapellmeister) Leopold Mozart, seine
Mutter war die Anna Maria Pertl.



Bereits im Alter von vier Jahren erhielten er und seine fünf Jahre ältere Schwester Maria Anna Mozart, das Nannerl genannt, vom Vater den ersten Musik- und allgemeinbildenden Unterricht in Klavier, Violine (→ Mozarts Kindergeige)[8] und Komposition. Schon 1761 zeichnete Vater Leopold ein Andante und ein Allegroals des „Wolfgangerl Compositiones“ auf, denen ein Allegro und ein Menuetto folgten, datiert auf den 11. bzw. 16. Dezember 1761. Das fälschlicherweise immer wieder als früheste Komposition genannte Menuett G-Dur mit einem Menuett C-Dur als Trio KV 1 entstand vermutlich erst 1764. Auch Mozarts Begabung im Klavier- und Violinspiel trat schnell hervor. 1762 folgten seine ersten Auftritte.

Erste Konzertreisen Wolfgangs und seiner Schwester Nannerl mit den Eltern wurden Anfang 1762 nach München und Herbst 1762 von Passau nach Wien arrangiert, um dem Adel die talentierten Kinder zu präsentieren. 


Franz  Xaver.

Franz Xaver Wolfgang Mozart war das jüngste und neben Carl Thomas das zweite überlebende Kind von Wolfgang Amadeus Mozart; die zuletzt von Wolfgang Hildesheimer vertretene Behauptung, er sei der leibliche Sohn von Franz Xaver Süßmayr, ist eher in Zusammenhang mit der diffamierenden Darstellung Constanze Mozarts in der älteren Literatur zu sehen und nicht belegbar. Franz Xaver Wolfgang Mozarts Rufname war Wolfgang; in offiziellen Dokumenten, Autographen und Werkausgaben erschien er jedoch zeitlebens unter dem Pseudonym „W. A. Mozart Sohn“ (bzw. „fils“ oder „figlio“), da seine Mutter ihn schon als Kleinkind zum Musiker bestimmt hatte.

Zu diesem Zweck erhielt er in seiner Heimatstadt Wien Kompositions- und Instrumentalunterricht bei Johann Nepomuk Hummel, Antonio Salieri, Johann Georg Albrechtsberger, Sigismund von Neukomm und anderen.



Das Konzert.

Mitwirkende: CONCERTINO Ensemble, Leitung: Prof. Petru Munteanu.
Moderation: Prof. Dr. Rudolf-Dieter Kraemer
Musiker*innen des Gymnasiums St. Stephan Augsburg

Das CONCERTINO ENSEMBLE wurde 1986 von Prof. Petru Munteanu, selbst Geiger und Geigenprofessor, mit dem Ziel gegründet, auch außerhalb der Hochschulausbildung das Ensemblespiel zu fördern und jungen hochbegabten Instrumentalist*innen zu ermöglichen, Konzert- und solistische Erfahrung zu sammeln. Mehrere Generationen junger Musiker*innen sind dem Ensemble bereits entwachsen und stehen selbstständig im Berufs- und Konzertleben. Viele der Mitglieder sind Preisträger*innen großer internationaler Wettbewerbe, kennen Liveauftritte in Funk und Fernsehen und werden regelmäßig in auswärtige Konzertreihen eingeladen.

Das „Concertino-Ensemble“ war zu Gast bei bekannten Festivals und musizierte bereits in
mehreren Ländern Europas und in den USA.

Der Eintritt war frei, Spenden wurden jedoch erbeten.



- Mit unbezahlte Werbung -

Habt es fein & einen guten Start in die letzte Januarwoche
wünscht

Heidrun



Kommentare

  1. Danke für den schönen und ausführlichen Bericht! Das war ohne Frage ein Highlight! Beneide ich Dich drum! Hab einen feinen Wochenstart liebe Heidrun!
    Gruß
    Susi

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  2. I do enjoy Mozart's music. He led a rather tragic life once he became an adult. How lovely for you to attend this gathering in Mozart's honour.

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  3. Heidrun - of course I know of Mozart, but only at a surface level, so I learned many things from your thorough post about his family and other history. How wonderful to have such an event to commemorate three hundred years of Mozart talent. Thanks for linking to Mosaic Monday!

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  4. I am convinced that the concert was a wonderful experience. It is great that this 300th anniversary year is fully celebrated. Wishing you happy MM.

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  5. Hello, the concert sounds awesome. Mozart's anniversary is a great celebration. Wonderful photos and post. Have a happy day and a great new week ahead!

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  6. ...oh darn, I forgot to send Mozart a birthday card!

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  7. Happy mosaic Monday. Thanks for the Mozart birthday reminder

    Much💟love

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  8. Love Mozart and would have loved to be at the celebration. Thanks for all the history too.

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  9. Das hört sich interessant an! So einen Tag soll man sich gönnen, schließlich ab und zu braucht die Seele was besonderes! Liebe Grüße, Mira!

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  10. Liebe Heidrun,
    vielen Dank für die Einblicke! Und es ist wirklich unglaublich, wie hoch damals die Kindersterblichkeit war. Umso schöner, dass ein Genie wie Wolfgang Amadeus Mozart die schwierigste erste Zeit im Leben überlebt hat ...
    Ich finde es klasse, dass Ihr dabei wart und ich bewundere Dich dafür, wie Du Kunst und Musik in Deinen Alltag integrierst.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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  11. Liebe Heidrun, danke für Deinen Beitrag zu Mozart, Du hast Dir richtig Arbeit gemacht. Das weiß ich zu schätzen. Ich mag Mozart, aber bin kein großer Opernfan, höre nicht alles. Über Mozart habe ich bei Dir einiges hinzu gelernt. Wir waren in Salzburg in seinem Geburtshaus vor Jahren.
    Du hattest ein schönes Erlebnis, da wäre ich gern dabei gewesen um zu lauschen.
    Ich hoffe es hat zu Deinem Wohlbefinden beigetragen und Du konntest um Dich herum mal ausblenden. , Klärchen
    Alles Liebe für Dich und Deine Familie

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  12. This was so interesting! I saw a movie about the sister a couple of years ago. Such a talented family and such divine music.
    Amalia
    xo

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  13. I guess I never thought much about his life besides his music. I appreciate the information! Thanks so much for linking up to My Corner of the World this week!

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  14. The 'maiu' is so cute.
    Happy Mosaic Monday

    Much🌻love

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