Geist in der Mühle ...

ein Ausflug zur Gailenbacher Mühle stand auf dem Plan.

... eine kleine Sonne zu meinen Füssen ...

Nun, klappte es endlich!

Den Tipp für die Fahrt zur Mühle bzw. den Spazierweg erhielten wir von unserer lieben Freundin, Mary.


Bereits längere Zeit wollte ich mir die Mühle und die Umgebung einmal ansehen,
allein es kam immer wieder etwas dazwischen.



 

Nachgelesen ...

Im Hausprospekt und von den Angestellten vor Ort erfuhr ich einiges.

Nachweislich bereits um das Jahr 1296 wird die Mühle erwähnt, die direkt an der Schmutter liegt. Hier ist von einem Chunrat von Gamlunbach (Gailenbach), der einen Mahlknecht angestellt hatte.

In den folgenden Jahrhunderten war die Mühle im Besitz verschiedener Augsburger Patrizier und gelangte in der Mitte des 15. Jahrhunderts zu trauriger Bekanntheit, als der seit ca. 1442 bestellte Müller, namens Joseph Assum regelmäßig Reisende ausraubte, die in der Mühle übernachteten.

Der Legende nach wurde diesem Treiben durch einen altgedienten Landsknecht ein Ende gesetzt, als dieser den Diebstahl bemerkte, zur Mühle zurückkehrte und dem Müller eine ordentliche Abreibung verpasste.

Die Gebäude in ihrer heutigen Form stammen aus dem Jahre 1898. In der Nacht des 23. März 1933 brach in den Wirtschaftsgebäuden der Mühle ein Feuer aus, das den Einsatz der Feuerwehren sämtlicher umliegender Dörfer erforderte, die mit Glockengeläut, Gewehrschüssen, Trompetensignalen und Feuerrufen alarmiert wurden. Mit Hilfe der Augsburger Berufsfeuerwehr, die eine Autospritze zum Einsatz brachte, konnte zumindest ein Teil des Anwesens gerettet werden, die Remise und die Scheune wurden vollständig, der Stall teilweise zerstört.

Geistergeschichten

Wenn die Schmutter klares Wasser führt und der Wasserspiegel niedrig ist, kann man vielleicht ein feines Leuchten auf dem Grund wahrnehmen.

Die Sage berichtet nämlich, dass ein "weißer Mann" lange Zeit, Nacht für Nacht, hinauf zur Mahlstube der Gailenbacher Mühle hastete, weil seine Seele keine Ruhe fand.



In den letzten Jahrzehnten war die Mühle immer wieder von schweren Überflutungen betroffen, durch verschiedene Baumaßnahmen wurde der Hochwasserschutz in den letzten Jahren aber entscheidend verbessert. Die Mühle ist heute nicht mehr in Betrieb, die Gebäude wurden an mehrere Gewerbetreibende vermietet.



Wir, mein Göttergatte und ich, waren dort unbehelligt unterwegs
und ich bekam dort einen schönen neuen Geldbeutel,
der ... aber das ist eine andere Geschichte! 





Zurück, erhielt der traurig anzusehende Rasen seine erste Rasur. Demnächst fällig das Vertikutieren und das Nachsäen. Sonst liegt nur noch Moos und die blanke Erde guckt hervor. Für unsere beiden kleinen Raubtieren spielt das jedoch gar keine Rolle. Die beiden toben durch den Garten, das es eine wahre Freude ist. Sie sind glücklich ohne Regen, Schnee und Kälte endlich wieder längere Zeit raus zu können.

Das einzige: Sie machen keinen Halt vor den wenigen Blumen in den Beeten. Und so sieht eine traurige, geknickte Tulpe dann aus.

Vorbei mit der Pracht! 



Habt es alle fein und einen schönen Sonntag

Heidrun



Kommentare

  1. Schönen Ausflug habt ihr da gemacht :)
    Ich finde es ja immer toll, wenn solch
    alte Gemäuer noch überlieferte Geschichten
    haben, für son bisschen Gänsehaut ;)
    Auf den Geldbeutel bin ich ja nun
    echt gespannt :))

    Liebe Grüße
    Sigi

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    Antworten
    1. Ja, das reisst uns aus dem Alltag .... Und heute, am Sonntag sind wir einmal mehr unterwegs.

      Herzliche Grüße zurück, Heidrun

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